Tag: 16. August 2005

Manuel Wolff gegen die Bahn VI

Auch diese Saga ist vorbei.

Brief von der Bahn:

„… nach eingehender Prüfung der Sachverhaltes dürfen wir Ihnen mitteilen, dass sich keine Anhaltspunkte ergeben haben, die eine andere Entscheidung begründen. Wir bedauern daher, den mit Ihrem Schreiben verbundenen Erwartungen nicht entsprechen zu können und betrachten den Vorgang als abgeschlossen.“

Das freut mich, war ja zu erwarten, aber ich lache mich über die Formulierungen kringelig. Die haben tatsächlich sich eingehend mit dem Scheiss beschäftigt. Immerhin, wenn noch mehr Leute die Bahn mit ihrem eigenen Unfug nerven fangen sie vielleicht endlich mal an umzudenken. Aber bedauern tun die nichts, also sollen die aufhören zu lügen. Allerdings haben sie voll und ganz meinen Erwartungen entsprochen. Vielleicht sollte ich doch noch mal schreiben, aber meine Portokasse wird knapp.

Die Katholiken sind da – Tag 1

Das wird eine enthaltsame Woche. Gestern sollten ja zwei junge Katholikinnen meine schöne kleine 1-Zimmer Single Wohnung für eine Woche bereichern. Zwischen 18 und 22 Uhr sollten sie ankommen, und zwischen 16 und 30 Jahren sein. Von irgendwo auf der Welt, froh, im toleranten Köln bei so einem sexy Mann Unterschlupf zu finden.

Um 22:30 Uhr klingelte es dann endlich an der Tür, und zwei Kinder aus tiefstem Badenland standen vor meiner Tür. Nun ja, vielleicht waren sie 16, aber das katholische Äquivalent. Also pubertär. Was fällt der katholischen Kirche eigentlich ein, ohne Backgroundcheck harmlose nicht-erwachsene Mädchen in die Wohnung eines gefährlichen Raubtieres zu stecken? Haben die aus ihren Priester-Skandalen nichts gelernt?

Jedenfalls kann ich mit den beiden nix anfangen, nicht hübsch, zu jung und auch noch deutsch. Aber ich bin ja freundlich, habe denen nett und höflich die Unterkunft schmackhaft gemacht, ein bisschen was erzählt, ihnen Getränke angeboten. etc.

Als sie erfuhren, dass ich Musiker bin, waren sie beide schlagartig in mich verliebt.

Da sie müde waren, sind sie zack in die Heia, ich ließ es mir aber nicht nehmen, noch laut Kalkofes Mattscheibe im TV zu schauen. Wow, da wird ja echt oft über ficken, Titten, Mösen, Scheiße, Kotze, Wichsen und alles Mögliche geredet, was Katholiken die Schamesröte ins Gesicht bringt. Das war ein Spaß. Ach ja, und es werden ständig Witze über dicke gemacht, das hat die eine von den beiden bestimmt ganz traurig gemacht.

Ich hatte also Pech mit meinem Deal, ich erwartete eigentlich Sambatanzende Mitte-Zwanziger aus Südamerika, streng katholisch natürlich, stattdessen bekam ich pubertierende brave Schulmädchen, die mir dann auf Google Earth zeigten, aus welchem Kaff in Dunkeldeutschland sie kommen. Und dabei natürlich mit dem Finger auf den Notebook-Bildschirm fassten. Jetzt ist da ein Fleck.

Ihr dachtet, schlimmer könne es nicht kommen? Oh doch, die eine schnarcht.

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