Archiv für den Tag: 19. November 2008

Die 7 schlechtesten Filme der Welt

Die 7 schlechtesten Filme aller Zeiten, rein nach persönlichen, also den einzig wahren, Kriterien sind:

(Ein Klick auf den Titel führt zu einer etwas ausführlicheren Beschreibung, inklusive Filmausschnitten)

Platz 7: Robot Monster (1953) – mit dem schlechtesten Monster der Filmgeschichte.

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Platz 6: Howard, the Duck (1986) – eine Ente als Titelheld

Platz 5: Leonard 6 (1987) – Bill Cosbys Griff ins Klo

Platz 4: Manos, the Hands of Fate (1966) – der Film hat nur $ 19,000 gekostet, was kann man da schon erwarten?

Platz 3: Sextette (1978) – Mae West war mal sexy. 1978 aber schon lange nicht mehr.

Platz 2: Plan 9 from Outer Space (1959) – der Kultklassiker aller Liebhaber des schlechten Films

Platz 1: The Underground Comedy Movie (1999) – Eigentlich eher „The Underground“, weder Comedy, noch Movie. Der Filmemacher ist übrigens jetzt so was ähnliches wie Moderator bei 9live.

Die 7 schlechtesten Filme aller Zeiten: Robot Monster

Platz 7 der schlechtesten Filme alle Zeiten: Robot Monster (1953)

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1953 trat das schlechteste Monster der Filmgeschichte auf. Ein Mann im Gorillakostüm mit einem Taucherhelm, aus dem Antennen ragen. Und durch den Helm sieht man sein Gesicht. Mehr muss man nicht sagen. Hier der Trailer:

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Die 7 schlechtesten Filme der Welt: Leonard 6

Platz 7 der schlechtesten Filme der Welt: Leonard 6 (1987)

Leonard 6 ist ein Film aus dem Jahre 1987, produziert und geschrieben von Bill Cosby, der auch die Hauptrolle hat. Dieser Film ist so schlecht, dass Bill Cosby auf clevere Weise für ihn warb und gleichzeitig seine Reputation rettete: In den Wochen und Tagen, bevor der Film ins Kino kam, trat Cosby in allen Möglichen Fernsehshows und Interviews auf, um zu erzählen wie schlecht der Film sei und dass man ihn auf keinen Fall sehen sollte. Der Höhepunkt des Films ist ein Ritt auf einem Vogel Strauss. Immerhin, die Bösewichte im Film sind die Vegetarier.

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Hier der Trailer:



Leonard 1-5 gab es übrigens nie.

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Die 7 schlechtesten Filme aller Zeiten: Manos, the Hands of Fate

Platz 4 der schlechtesten Filme aller Zeiten: Manos, the Hands of Fate (1966)

1966 entschied sich Harold P. Warren, eine Düngemittel-Verkäufer, einen Film zu drehen. Der Film ist bekannt für seine inkompetente Produktion. Aufgenommen mit einer Kamera, die jeweils nur 32 Sekunden am Stück filmen konnte, da man sie aufziehen musste ,und die außerdem keinen Ton aufnehmen konnte, wurde der Streifen nachvertont mit 3 Sprechern, die alle Rollen sprechen mussten.

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In dem Film geht es um eine Familie, die Urlaub macht und – wie könnte es anders sein – nachdem sie falsch abbog, auf ein isoliertes Haus stößt, in dem ein polygamistischer Kult wohnt. Der Film beginnt mit einer langen Autofahrt durch die Landschaft. Ewig lange. Die Filmtitel und Schauspieler sollten auf diese Szene projektiert werden, wurden sie aber nie, so beginnt der Film mit Minutenlanger Langeweile, weil der Regisseur im Schnitt was vergaß, oder kein Geld mehr hatte. Außerdem gibt es eine Kuss-Szene eines Teenager-Pärchens in einem Auto, die mit dem restlichen Film absolut nichts zu tun hat, sich aber durch den ganzen Film zieht. Grund war, dass die Darstellerin sich ein Bein gebrochen hatte und daher für etwas anderes nicht zur Verfügung stand.

Immerhin gibt es wunderbare unsinnige Ausschnitte des Films auf Youtube:



Und der Bösewicht hat ein schönes Kostüm:

„Manos“ ist übrigens spanisch und heißt „Hände“, also heißt der Film übersetzt: „Hände, die Hände des Schicksals“.

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Die schlechtesten Filme der Welt: Sextette

Platz 3 der schlechtesten Filme aller Zeiten: Sextette (1978)

Eine Musik-Komödie eine Verfilmung des gleichnamigen Broadway-Musicals. Mae West, eine der legendären Hollywood Sex-Göttinnen, spielt eine Sex-Göttin, mit der alle Teilnehmer einer internationalen Konferenz (so etwas wie der G-20 Gipfel) Sex haben wollen, vor allen Dingen die Russen.

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Mae West war sicherlich mal unwiderstelich, aber der Film wurde 1978 gedreht, da war sie bereits 83 Jahre alt und konnte kaum mehr laufen. Nicht gerade passend für die Rolle. Des Weiteren gehen Gerüchte um, dass sie unter ihrem Rock einen Stock trug, um überhaupt gehen zu können und dass sie sich die Texte nicht merken konnte und daher einen Knopf im Ohr trug.

Das sind sicherlich nur Gerüchte, aber Timothy Dalton kann den Film auch nicht retten, da er singen muss „young and beautiful, your looks will never be gone“.

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Plan 9 from outer space – schlechtester Film aller Zeiten?

Platz 2 der schlechtesten Filme der Welt: Plan 9 From Outer Space (1959)

Plan 9 From Outer Space ist ein Film aus dem Jahre 1959 vom Regisseur Ed Woods, der dafür bekannt ist, die schlechtesten Filme aller Zeiten gemacht zu haben.

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Der legendäre Dracula Darsteller Bela Lugosi hat eine Hauptrolle in dem Film, obwohl er vor dem Start der Dreharbeiten starb. Ed Woods hatte Archivaufnahmen, die er von ihm gemacht hat, in den Film eingefügt. Weil das aber nicht reichte, wurden dieselben Aufnahmen mehrfach an unterschiedlichen Stellen in dem Film wiederholt und ein anderer Darsteller spielte den Rest. Der andere Darsteller hält sich die ganze Zeit ein Tuch vor den Mund, damit man nicht erkennt, dass es ein anderer Darsteller ist. Man erkennt es trotzdem, denn er hat eine ganz andere Statur und vor allem Haarfarbe. Er ist außerdem kein Schauspieler gewesen, sondern ein Chiropraktiker.

Der Plot des Films spielt keine Rolle. Es ist ein Science Fiction Film, also spielt er in der Zukunft, genauer gesagt, im Jahre 1968. Nun ja, das war 1959 noch Zukunft.

Aufgrund des niedrigen Budgets gibt es im Film massenhaft Aufsehen erregende Fehler, die den Regisseur allerdings nicht störten. Man sieht, dass das Modell der fliegenden Untertasse an einem Faden hängt, in einer Jagdszene auf dem Friedhof ist es mal Nacht, mal Tag (es wechselt 9 mal innerhalb einer Szene).

Während einer Szene in einem Flugzeug Cockpit ist das Mikrophon zu sehen, die Stewardess stößt sich mehrmals an dem Vorhang, während sie auf ihren Einsatz wartet und die Piloten fliegen das Flugzeug, ohne die fehlenden Steuergeräte zu berühren. Ein Pilot hält sogar mal seinen Text in der Hand und liest davon.

Auf dem Friedhof fallen die Steine um, weil die Darsteller sie aus Versehen berühren, eine Frau, die auf den Boden geworfen wird, landet sichtbar auf einem Kissen, Darsteller werfen Schatten auf gemalte Horizonte und viel mehr.

Hier der Trailer:

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Frauen beim Kacken

Platz 1 der schlechtesten Filme der Welt: The Underground Comedy Movie (1999)

Regie führte Vince Offer, der auch viele der Rollen spielte. Der Film reiht unzusammenhängende Sketche aneinander, die allesamt nicht lustig sind. Sie sollen provozieren, schaffen das manchmal sogar, aber das allein macht einen Sketch noch nicht lustig. Wer möchte denn die Abenteuer von „Penismann“ sehen, der seine Opfer vernichtet, indem er auf ihnen abspritzt? Oder den Guns’n’Roses-Gitarristen Slash, wie er bei einem Obdachlosen-Bikiniwettbewerb in der Jury sitzt? Ist das lustig? Hinzu kommt Nekrophilie und Piss-Witze und die folgende Szene, die Baywatch-Nixe Geena Lee Nolin beim Scheißen zeigt, weil man das sonst nie zu sehen bekommt. Aus gutem Grund.

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Frauen beim Kacken:

Für einige Zuschauer haben die Szenen vielleicht sogar Comedy-Potential, aber die Ausführung ist so schlecht, dass jeder Gag auf der Strecke bleibt.

Das Interessante an dem Film ist aber die Entstehungsgeschichte. Vince Offer kreierte den Film nämlich aufgrund von Sketchen in seiner TV-Show im lokalen Offenen Kanal. Nach der Fertigstellung seines Films, war der damalige Scientologe und Gemüseschneider-Verkäufer erst mal finanziell ruiniert, so dass er wieder als Gemüseschneider-Verkäufer weiterarbeitete, bis er 2002 genügend Geld hatte, um seinen Film fertig zu produzieren und auf DVD zu verkaufen. Werbung wurde durch „Infomercials“, halbstündige Werbesendungen gemacht, eine fixe Idee, gar nicht schlecht. Damit ließen sich ja schon Gemüseschneider verkaufen und Präsidentschaften gewinnen – warum nicht auch schlechte Filme verkaufen? Wer spät nachts vor dem Fernseher so einen Quatsch anschaut, der kauft alles.

Seine Einnahmen hat er übrigens dazu genutzt, Scientology zu verklagen, denn die haben ihn verstoßen und diffamiert. Nun ja, der Feind deines Feindes ist nicht automatisch dein Freund. Aber das war nicht das einzige mal, dass er das Gericht anrief. Davor verklagte er die Macher von „Verrückt nach Mary“, sie hätten ihm in 14 Fällen Ideen geklaut, die er eigentlich in seinem Film verwenden wollte. Ja klar. Und Anna Nicole Smith verklagte er auch, weil er meinte, sie hätte sich verpflichtet, in dem Film mit zu spielen, hätte es dann aber nicht getan, weil es ihrer Karriere schaden würde.

Also, ein Film der der Karriere von Anna Nicole Smith tatsächlich schaden würde muss ja wirklich total schlecht gewesen sein, wenn man sich ihr restliches Resümee anschaut.

Wer wirklich auf Trash steht, hier die Abenteuer von Penisman:

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