Archiv für den Monat: September 2010

Bedingungslose Pizza – von Neustadt nach Mannheim und zurück


Zu Fuß war ich auf dem Weg durch die Innenstadt von Neustadt an der Weinstraße, auf dem Weg zum Bahnhof. Vorbei an der Eisdiele Rossi der Familie Mastrorocco, die ohne Frage das leckerste Eis der ganzen Welt hat, was man gar nicht oft genug sagen und wiederholen kann, vor allem, weil es ein Fakt ist und nicht subjektives Empfinden. Und zwar weil ich das sage.

Etwas weiter entdeckte ich eine „Pizzeria Adria“. Dort gab es laut Schild „Pizza mit Auflagen“ für € 5. Ich hätte ja gerne gewusst, was die Bedingungen waren, und wie viel man zahlen müsste, wenn man die Auflagen nicht erfüllt, doch die Zeit drängte, ich wollte nach Mannheim, zur Premiere der Mannheimer Ausgabe von „Kunst gegen Bares“, ich sollte da Kunst geben und wollte Bares nach Hause nehmen.

Am Neustadter Bahnhof sind 3 Fahrkartenautomaten, aber es standen ungefähr 50 der langsamsten Menschen der Welt davor, außerdem noch 3 Schulklassen und etliche weitere Personen, die stundenlang in ihrem Portemonnaie nach den passenden Münzen kramen. Selbstverständlich verpasste ich den Zug, mir kam es sogar vor, als ob er bei der Ein- und Ausfahrt mich grinsend auslachte.

In Mannheim angekommen, fiel mir ein riesiger Thai-Imbiss auf: „Yum Yum – original Thai Fast Food“. Sie warben allerdings mit Essstäbchen, die Lügner, die. Von wegen „Original“. Ja ok, für die Besserwisser: Auch in Thailand werden Essstäbchen benutzt, kurioserweise nur für die Suppe.

Ein anderer Laden zeigte (siehe Schild) „Easy Eat – fungy fresh food fast & fair“ – trotz der großartigen fünffachen Alliteration meinten sie wohl was anderes. „Funky“ vielleicht, nicht „pilzig“. „Pilziges frisches Essen – schnell und …“ – nun ja, „fair“ ist nicht nur „gerecht“ oder „blass“, sondern lässt sich auch mit „mittelmäßig“ übersetzen.

Schließlich war ich bei „Kunst gegen Bares“, dem Wettbewerb um das „Kapitalistenschwein des Abends“ – wer am meisten Geld ins Schweinchen bekommt, hat den Titel. Ich belegte leider nur den 2. Platz. Wie so oft hat wieder mal ein Poetry Slammer gewonnen. Ich verstehe so was nie. Die können nicht mal ein Instrument spielen, müssen nicht lustig sein, oder lustig sein, während sie ein Instrument spielen, sondern tragen einfach einen Text vor – oft noch nicht einmal auswendig! Und dann sind es Texte, die sich weder Reimen, noch sonst irgendwie einfach zu verstehen sind und nichts wichtig nehmen, außer den Autor selbst und die Achtung vor der eigenen Fähigkeit, angeblich ordentlich mit der deutschen Sprache umzugehen.

Mag aber auch sein, dass Poetry Slammer richtig gut sind und ich einfach nur zu dumm für so was bin. So wird es wahrscheinlich sein, aber ich bin lieber dumm, als mir freiwillig Sachen anzuhören, die mir jemand vorliest. Der soll mir sein Blatt geben und ich lese das dann in der Bahn auf dem Nachhauseweg. Dafür muss ich doch nicht in einem Kino-Saal sitzen mit Dolby-Surround. Ach ja, die ansonsten sehr gute Veranstaltung – und bitte nicht ernst nehmen, was ich gerade über Poetry Slammer geschrieben habe, in Wirklichkeit tue ich nicht so ignorant, wie ich bin – war in einem Kino. Was ich einerseits gut finde, andererseits verstehe ich nicht, warum Leute für echte Menschen auf der Bühne – dreidimensional sogar ohne Brille – weniger Geld ausgeben, als für – nicht mal mehr – Zelluloid, wo die einzige Arbeitsleistung des Vorführers mittlerweile darin besteht, auf den Start-Knopf zu drücken.

Nach der Aufführung ging es zurück nach Neustadt, mit der S-Bahn. Die Anzeige auf dem Bahnhof deutete an, dass der Zug sich in Schifferstadt teilen würde, die eine Hälfte würde nach Germersheim weiterfahren, die andere nach Homburg. Welche Hälfte ich davon nehmen müsste, um nach Neustadt zu kommen, stand aber nirgendwo. Irgendwie dachte ich die Homburg-Hälfte sei die richtige. Aber welche Hälfte die Homburg-Hälfte war, stand auch nirgendwo.

Also fragte ich den Bahnangestellten, in welches Teil ich den einsteigen müsse, um nach Neustadt zu kommen. Er schaute mich an, als sei ich total bekloppt: „Na in des, auf dem nach Kaiserslautern steht!“ Ach so, ja klar, das hätte doch jeder wissen müssen!

In der Bahn dann saßen zwei dumme junge Männer, aber so richtig dumm, dass es sich gewaschen hat. Der eine sang ständig die Musik von Scatman John (aus welchem Grund auch immer) und entdeckte dann am anderen Bahnsteig eine Zuganzeige, die ihn in großes Staunen versetzte:

„Gugge mol um 23:59 fährt noch e Zuch nach Berlin! Ei gugge mol uf des Schild.“

Der andere: „jo.“

„Und was do drunner steht! ,Praha‘, wasn das? Gibt‘s doch gar net. ,Praha‘, hehe, wo solln das sei? In Frankreich oder so?“
„Ich bin doch kei Geografie-Experte, was weiß ich?“
„Duii-dabda-dada-dab!“

Ja, das ist die Pfalz – Gott erhalt‘s.

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Meine neue Lieblingsband

Querfälltein - Rap'n'Roll

Wer kommt schon auf die Idee, Rap mit 12-Bar-Blues zu mixen und damit auch noch ein ganzes Bandprojekt zu füllen? Querfälltein heißt die Band, die ihren Stil “Rap’n'roll” nennen und sie sind der Hammer. Außerdem haben sie ein Pferd als Schlagzeuger! Entdeckt habe ich sie übrigens, weil sie die Vorband geben zur Show “Lauhstories”, die am 19. Oktober in Köln Premiere feiert und außerdem noch MC Rene und die Saugstauber zu Gast hat und unverschämterweise nur 6 Euro kostet. Aber jetzt:

Wir machen Rap in einer Bluesband!

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Erkältung ist doof – das Lied

Erkältung ist doof

Jeden Freitag ein neues Liedchen. Musik und Text im Moment der Aufnahme komplett improvisiert.

Und wer es lieber nur hören möchte:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Und als kostenloser mp3 download: Erkältung ist doof

Und hier der Text zum mitsingen:

Erkältung ist doof, Erkältung ist übel,
wenn man sich erkältet, dann kotzt man in den Kübel!
Erkältung ist doof, Erkältung ist schlimm!
Was bin ich froh, dass ich nicht erkältet bin!

mmmh, mmmh, Erkältung ist doof!
Oh, oh, erkältung!
Oh, oh, Kopfschmerzen und heiser Hals,
oh, oh, Erkältung ist doof.

Ich bin nie erkältet, weil es eine Lösung dafür gibft.
Man muss nur jeden Tag einen Apfel essen
und schon gibt es die Erkältung nicht.

Der einzige Nachteil ist, wenn man jeden Tag einen Apfel isst,
kann man Apfel einfach nicht mehr ausstehen
und einem wird schlecht, wenn man nur einen Apfel sehen tut,
Erkältung ist nicht gut, Erkältung ist übel, mmh, mmh.

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Paris Hilton und 925 Million Menschen leiden Hunger – Monolog der ui.-Show vom 15.9.2010

Hier geheime Filmaufnahmen aus der letzten ui.-Show. Der Anfang und der Anfangsmonolog. Mehr Ausschnitte des branheißen Materials kommen in den nächsten Tagen, ich hoffe, die Vorfreude auf die nächste ui.-Show am 6. Oktober ist schon groß. Am 6. Oktober sind Ill-Young Kim (bekannt von VIVA2 und Kino), Andy Sauerwein (Musikkabarettist) und Julia Roth (Slam-Poetin) zu Gast, alle Infos gibt es hier. Und für alle ui.-Leser gibt es 3 x 2 Freikarten zu gewinnen. Einfach mail mit dem Stichwort “gewinnegewinnegewinne” an mail@uiuiuiuiuiuiui.de, Einsendeschluß ist der 30. September.

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Man müsste Amokläufe verbieten – Newspresso 101

Newspresso mit Knacki Deuser

Knacki Deuser präsentiert eine brandneue Folge Newspresso, mittlerweie die 101te. Themen: Frau nicht Mann läuft Amok, auch noch an einem Sonntag und nicht in einer Schule, Erika Steinbach läuft Amok mit Worten, Merkel will mit Atomkraftwerken den Arbeitsplatz von Homer Simpson sichern, Papst entschuldigt sich in England für alles, außer für Sarkozy, Magath kauft Harald Schmidt. Viel Vergnügen:

Übrigens, am 8.11. trete ich selbst bei Nightwash (ohne TV-Aufzeichnung) in dem Kölner Waschsalon auf, kommt vorbei! Ich halte Euch auf dem Laufenden.

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Neues OK Go Video: Hundedressur, Riesen-Cupstacking und … IKEA-Möbel?

photo by Daniel Nugent

Das neue Musikvideo von OK Go “White Knuckles” ist wieder mal eine Riesenüberraschung. Und auch diesmal muss es ein One-Take sein. Da aber viele der Darsteller keine Menschen, sondern gut trainierte Hunde waren, mussten nach wochenlangem Training 4 Tage lang 124 Takes gedreht werden, bis es endlich passte. Die Frage nach dem “Warum?” blieb unbeantwortet, aber schön anzusehen ist es:

Was denkt ihr – was sollen “OK Go” als nächstes machen?

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