3 Sterne – Camper

Es gibt in Köln einen riesigen Outdoor-Laden der Kette „Globetrotter“. kürzlich entdeckte ich – der Laden hat sogar ein Restaurant. Was gibt es denn da? Dosenwürstchen und Instant-Kaffee? Nein, feinstes Essen. Die Ironie ist denen gar nicht bewusst. Nebenan gibt es allerdings abgepackt die verschiedensten Instant-Gerichte für Camper zu sagenhaft teuren Preisen. Ich hielt ein Paket „Instant Reis“ in der Hand, ungefähr zehn mal so teuer wie normaler Reis. Dann las ich die Zubereitungsanleitung. Man muss Wasser zum Kochen bringen und dann den Reis hinein schütten und warten, bis er fertig ist.

Nun gut, was it da jetzt der Unterschied zu normalem Reis?

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Über ui.

Manuel Wolff ist der Autor von "ui. der blog.", Außerdem "ui. der vlog." auf Youtube und diverse andere Projekte. Hauptberuflich Stand Up Comedian und Musikkabarettist und Improgott. G+

3 Gedanken zu „3 Sterne – Camper

  1. Wo hab ich das noch gelesen? „Instant Water“ – „Just add water“.

    Der Grund warum das angehängte Restaurant nur feinstes Essen bietet ist der, das Du zwar beim Camping in der wilden Savanne von Katyosemistanien nur Dosenfutter zum Kochen auf Deinem besseren Bunsenbrenner benutzt, dafür das aber in der freien Natur (also heftigem Wind, Regen und klirrender Kälte) geniessen kannst, wo es schlicht und ergreifend das beste Essen der Welt ist. Um da auch nur ansatzweise an dieses Erlebnis ranzukommen müssen die Dir also was besonderes Bieten, zu Hause in Köln.

    Vielleicht ist bei Instant Reis der Quellfaktor grösser, d.h. er nimmt ungekocht weniger Platz weg als normaler Reis? Nur geraten.

  2. Vermutlich haben die dort ein normale Restaurant, weil es auch den hartgesottensten Tibet-Treckern zu albern wäre, mitten in Köln Kohlenhydrat-Riegel zu futtern.

    So was fällt doch eher ins Ressort der lokalen Körperkult-Anhänger.

    Und beim Reis sollte man vielleicht den Nährwert pro 100g mit Standard-Reis vergleichen. Wenn man seinen Kram selbst mit sich rumträgt, fängt man irgendwann an, den zehnfachen Preis für das halbe Gewicht als sinnvoll zu erachten. Nicht, dass es wirklich sinnvoll wäre. Das meiste Gewicht hat sowieso das ganze Bier, das man mit sich rumschleppt.

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