75 Jahre Fanta – Coca Cola feiert die „gute alte“ Nazi Zeit

fanta klassik

Fanta wird 75 Jahre alt und Coca Cola hat es tatsächlich für eine gute Idee gehalten, die Entstehung zu feiern, mit „Fanta Klassik“ ein Getränk, dass die Original-Rezeptur feiern soll und ja, die sagen in dem Werbeclip tatsächlich die „gute alte Zeit“. Ja, die Ressourcen für Coca Cola waren knapp, aber warum wird in dem Clip vollkommen unter den Tisch fallen gelassen, genauso wie nicht gesagt wird, dass Coca Cola in Hitler Deutschland mit Anzeigen geworben hat, in denen betont wurde, dass bei Coca Cola keine Juden arbeiten.

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(Das ist die Original Version des Clips. Nachdem Coca Cola gemerkt haben, dass das vielleicht nicht die beste Werbung ist, haben sie eine leicht modifizierte Fassung heraus gebracht, in der nicht von der guten alten Zeit die Rede ist)

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Über ui.

Manuel Wolff ist der Autor von „ui. der blog.“, Außerdem „ui. der vlog.“ auf Youtube und diverse andere Projekte.

Hauptberuflich Stand Up Comedian und Musikkabarettist und Improgott.

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38 Gedanken zu „75 Jahre Fanta – Coca Cola feiert die „gute alte“ Nazi Zeit

    1. Blödsinn. Coca Cola vorzuwerfen, was sie damals gemacht haben, ist genauso sinnig, wie Leuten, die damals was gemacht haben, vorzuwerfen, was sie damals gemacht haben.

      Abgesehen geht es nicht unbedingt darum, was sie damals gemacht haben, sondern dass sie heute von der guten alten Zeit sprechen.

      wenn man sich in der Vergangenheit scheiße verhalten hat, kann man sich davon distanzieren, man muss es nicht bejubeln.

      1. Als ob „gute, alte Zeit“ etwas anderes wäre als eine hohle Phrase.
        Und obwohl die Firma ja sowohl damals als auch heute bestand, bzw. besteht, ist wohl stark anzuzweifeln dass dort die gleichen Leute wie damals sitzen. Denn auch die sind wohl schon tot oder zumindest im Ruhestand. Entsprechend sind die heutigen Mitarbeiter von Coca Cola genauso wenig schuld an Werbesprüchen wie „bei Coca Cola arbeiten keine Juden“ wie wir beide an der Reichskristallnacht.
        Es hat halt ein übereifriger Werbetexter nicht mitgedacht dass eben vor 75 Jahren hier nicht alles rosig war. Daraus aber nun einen riesigen #Aufschrei zu machen halte ich für vehement übertrieben. Das ist dumm, mehr aber auch nicht.

        1. Nö, ganz und gar nicht. Es ist ja nicht so, dass bei einer Werbekampagne von so einem Riesenunternehmen ein WErbetexter mal kurz nicht nachdenkt und so ein Clip nicht durch mehrere Instanzen geht, bzw. jeder das übersieht und es erst an die Öffentlichkeit kommen muss, bevor man es merkt.

          Und klar sitzen da andere Leute als vor 75 Jahren, aber die Leute, die da heute sitzen müssen ja nicht unbedingt die Leute, die da damals saßen feiern.

          Und natürlich sind wir nicht an schuld an der Reichskristallnacht, aber ich tue alles andere, als die Leute, die da dran schuld sind, zum Jubiläum hochleben zu lassen und mit einer Sonderedition daran zu erinnern, wie schön und toll es doch damals war.

          1. Das einzige was die hier hochleben lassen wollen ist die Fanta, und nicht die Deppen die damals die Werbung geschrieben haben. Das sollte eigentlich klar sein. Man kann überall irgendwas reininterpretieren was nicht da ist und sich dann künstlich drüber aufregen. Und genau das ist hier der Fall.

    1. Lieber Daniel. Man sollte nie vergessen, was vor 70 Jahren war, sonst passiert es wieder. Geschichte ist immer da, um sich zu erinnern. Man sollte nicht nur nicht vergessen, was vor 70 Jahren war, sondern auch nicht, was vor 700 Jahren war.

      Dieser Wille, vergessen zu wollen, ist meines Erachtens saudumm. Soll man dann 2059 auch die Wiedervereinigung vergessen, weil ja schon 70 Jahre her dann? Oder vielleicht alle Kulturdenkmäler abreissen, weil ja schon älter als 70 Jahre, wozu brauchen wir das noch? Oder klassische Musik vergessen?

    2. Vergessen darf man es, so schlimm es auch war, nicht. Aber es ist verdammt nochmal Zeit mal endlich drüber weg zu kommen. Ja, war scheisse, aber irgendwann muss auch mal gut sein mit dem Geheule.

      1. Sorry, aber das ist echt bescheuert. Es ist kein Geheule, wenn man nicht unterstützen will, wenn eine Firma ihre düstere Vergangenheit verklärt. Und sorry, es gibt immer noch einen Haufen Menschen, die von Hitlerdeutschland und WW2 betroffen sind, deren Familien zerstört, getötet, etc. sind. Denen zu sagen, jetzt mal Schluß mit dem Geheule ist menschenverachtend egoistisch.

  1. Dennis, weder sollte man die Fanta von damals hochleben lassen, noch geht es um die Deppen, die damals die Werbung geschrieben haben, sondern um die Deppen, die heute die WErbung für Fanta geschrieben haben und zwar nicht ein einziger dummer Werbetexter, sondern die ganzen vielen Leute der Werbeagentur und der Firma, die das abgesegnet haben und von denen anscheinend kein einziger auf die Idee gekommen ist „hm, doof“ oder zumindest mal was gesagt hat, sondern sie alle gemeinsam entschieden haben, in einem Clip über die Entstehung von Fanta vor 75 Jahren so zu tun, als habe es Nazis nie gegeben.

    1. Wie gesagt, ich seh das nicht so eng. Eben weil ich finde dass wir mal langsam drüber weg kommen sollten was damals gelaufen ist. Nicht vergessen, aber endlich mal den Klotz vom Bein kriegen.

      1. Oh man, Dennis Wronka. Also entweder bist du über die Zeit damals nicht sonderlich gut informiert oder du bist ein ziemlicher Ignorant. Erklär doch mal bitte wie man über sowas „drüber weg kommen“ kann. Als ob es eine Verjährungsfrist für Massenmord etc. gibt.

        1. Also wenn deine Aussage einerseits nur daraus besteht mir vorzuwerfen dass ich entweder uninformiert oder ignorant bin, und du andererseits diese Meinung nichtmal bereit bist mit deinem Namen zu vertreten dann kann ich dich leider nicht ernst nehmen.
          Uebrigens, die Verjaehrungsfrist von Massenmord wurde erst 1979 abgeschafft. Vielleicht selbst nicht so gut informiert, was? 😉

          1. Das mit meinem Namen ist leider Manuels Seite geschuldet, wo das Login mit meinem richtigen Namen nicht so funktioniert wie es sollte. Mein Name ist Michael Ulbts, wohnhaft in Köln. Was die Verjährungsfrist angeht, ging es mir hierbei jetzt gar nicht um die aktuelle gesetzliche Regelung. Nichts desto trotz ist dir schon klar, dass du im Jahr 2015 lebst (welches sich in der Geschichte hinter 1979 befindet) und sie damit aktuell abgeschafft ist und das genau das ist was ich gesagt habe? Das ist ja auch der Grund warum es immer noch Fälle gibt in denen, mittlerweile sehr alte Menschen, für Ihre Verbrechen in der „guten alten Fantazeit“ zur Rechenschaft gezogen werden.

            1. Mei, Michael. Log Dich aus und log Dich mit Deinem normalen Profil ein. Wenn das zu schwer ist, kann ich auch das blablubb Profil löschen, dann müsste es gar nicht anders möglich sein.

  2. Ja, die gute, alte Zeit … erinnert mich an den Vorspann zum „Königlich bayrischen Amtsgericht“ – nur das es ja in diesem Fall nicht sonderlich gemütlich zuging. Und die Zeit vor 75 Jahren war alt, aber sicher nicht gut. Sehr unsensibel das Ganze – auch wenn ich die „Ringelsocken“-Flasche von Fanta sehr mag. Aber die Marketing-„Experten“ hätten sich sicherlich keinen Zacken aus der Krone gebrochen, wenn sie kurz auf die damalige Werbung und deren Verfehlungen eingegangen wären, gerne auch mit dem Hinweis, dass man sich heute deutlich davon distanziert. Auch wenn ich in dieser Zeit nicht gelebt habe, muss und will ich dieses nicht vergessen. Und als Klotz am Bein betrachte ich es eh nicht, eher als Mahnung. Aber auch schon merkwürdig, wie manch einer argumentiert, denn, wenn ich alles was lange zurückliegt, weghaben möchte, was bleibt dann noch von mir. Oder soll nur das Unangenehme weg?

    1. Ah, das alte „es gibt Schlimmeres“ non-Argument. Wenn eine Sache unrecht ist, zuckt man doch nicht mit der Schulter, weil es andere Sachen gibt, die noch unrechter sind.

      Und dass ich mich wegen Raif Badawi nicht aufgeregt hätte, ist ein ungeheuerlicher Vorwurf.

      1. Manuel, bist du wirklich so dumm oder provozierst du nur? Wo habe ich dir vorgeworfen dich nicht darueber aufgeregt zu haben? Ich habe lediglich vorgeschlagen dass ihr euch lieber ueber was anderes aufregt, unter anderem weil ich auf diese dumme Diskussion bei dir ihr mir staendig irgendwelche Worte in den Mund legt keine Lust mehr habe.
        Was ich nicht schreibe meine ich nicht, also fuehle dich von etwas das ich nicht gesagt habe nicht angegriffen.

        Wo sage ich dass es schlimmer ist? Versteh was ich schreibe, nicht was du lesen willst.

        1. Wenn Dusagst, dass man sich lieber über etwas anderes aufregen soll, dann implizierst Du damit, dass eine Sache schlimmer ist, als die andere und ich mich über die eine Sache nicht aufregen würde. Weder provoziere ich nur, noch bin ich dumm.

          1. Wie ich bereits mehrfach sagte wäre es hilfreich, und wesentlich weniger respektlos, würdest du aufhören in meine Aussagen irgendeine Scheisse reinzuinterpretieren nur damit du wieder einen Grund zu weinen hast.

            Wenn ich eines impliziere dann ist es dass es WICHTIGERES als so eine dumme Werbung gibt worüber man sich aufregen könnte.
            Wie viele Menschen sterben durch diese Fanta-Werbung? Wie viele Menschen sterben durch aktuell stattfindende Menschenrechtsverletzungen? Ist für mich ganz klar was da „Aufregungspriorität“ hat. Und bei dem ganzen Schrott der aktuell auf diesem Planeten so abgeht gibt es eine ganze Latte an Kram worüber ich mich sinnvoller aufregen kann als über so einen Griff ins Klo der Werbeabteilung von Coca Cola. Zudem führen diese Aufreger im Endeffekt auch wieder nur dazu was Coca Cola von vornherein wollte, Publicity.

            Tod ist immer schlimm, Manuel, und wir können diese Verbrechen weder ungeschehen noch wieder gut machen. Aber wir können etwas dagegen tun dass weitere Menschen sinnlos sterben müssen. Und ist das nicht wesentlich sinnvoller, und vielmehr im Sinne der Erinnerung als Mahnung vor der Wiederholung, als sich über diese Werbung aufzuregen?

            Außerdem führt zu viel Aufregung zu hohem Blutdruck. 😉

            1. Ich kann es gerne copy & pasten: „Ah, das alte “es gibt Schlimmeres” non-Argument. Wenn eine Sache unrecht ist, zuckt man doch nicht mit der Schulter, weil es andere Sachen gibt, die noch unrechter sind.“

    1. Das ist eine weitere Unterstellung, die man gerne sagt, wenn man selbst das Argument nicht versteht oder es ignorieren möchte, weil man unfähig ist, ihm zu entgegnen.

      1. Lass es einfach, Manuel. Mit deiner Unfähigkeit zur Diskussion und deinem dickköpfigen Beharren auf der Richtigkeit deiner Meinung disqualifizierst du dich nur selbst. Zudem gehst du mir mit der Haltung auf die Nüsse, sodass ich keinerlei Veranlassung sehe selbst weiter zu versuchen hier eine ordentliche Diskussion zu führen.
        Ich respektiere dich als Person, Manuel, auch wenn du anderer Meinung bist. Etwas dessen du anscheinend auch nicht fähig bist, denn deine „Diskussionsmethodik“ lässt sich wohl am ehesten mit der religiöser Extremisten vergleichen. Argumente ignorieren, sich grundlos angepisst fühlen und immer wieder auf dem gleichen Quatsch beharren.
        Du bist vollkommen unfähig auf vorgebrachte Argumente einzugehen und beziehst dich stattdessen auf irgendwelche imaginären Implikationen die du meinst in meine Aussagen hineindeuten zu müssen ohne dass sie überhaupt da wären. Herzlichen Glückwunsch, kauf dir n Eis.

        Übrigens, deine Aussage trifft auch im Bezug auf sich selbst wunderbar zu. Vor allem eben vor dem Hintergrund dass du doch derjenige bist mit der Unfähigkeit auf Argumente einzugehen. Glashaus und Steine und so.

        1. Klingt aber eher so, als ob Du angepisst bist. Du meinst also tatsächlich, ich beharre auf meiner Meinung, aber Du nicht auf Deiner? Ich bin auf alle Deine „Argumente“ eingegangen und habe Dir gezeigt, warum ich sie nicht für gültig halte, woraufhin Du sie wiederholt hast, bzw. das von mir vorgebrachte ignoriert hast und mit Vorwürfen, statt Konkretem geantwoirtet hast. Mir vorzuwerfen, vollkommen unfähig zu sein, auf vorgebrachte Argumente einzugehen, ist ein argumentum ad hominem und in einer ordentlichen Diskussion eh nicht zulässig.

          Was ich auf meinem Blog tun und lassen soll, ist übrigens meine Sache. Und wenn Du denkst, dass ich keine vernünftigen Argumente habe, dann ist das Deine Meinung, aber wenn Du sagst „Es ist schon lange offensichtlich dass du keine vernünftigen Argumente hast“, dann setzt Du einfach mal fest, dass alle so denken, und das geht in die Richtung Größenwahn.

          1. „Was ich auf meinem Blog tun und lassen soll, ist übrigens meine Sache.“
            Was die Regierung in Saudi Arabien tun und lassen soll ist übrigens deren Sache. Danke für dieses tolle Argument. So brauch ich mich garnicht mehr bezüglich Raif Badawi aufregen und hab jetzt Resourcen für die dumme Cola Werbung frei. Du hast mich überzeugt! Buh, Cola! Wir brauchen dringend Femen-Unterstützung!

            1. Glückwunsch, Du vergleichst also die Freiheit eines Bloggers in Deutschland zu schreiben und zu berichten wonach auch immer ihm der Sinn steht, mit der Regierung von Saudi-Arabien. Dümmster Kommentar, den ich in den knapp 13 Jahren dieses Blogs je hatte.

        2. Auf was ist Manuel denn nicht eingegangen? Und überhaupt warum bist du nicht auf meine Antwort von heute morgen eingegangen? Das macht mich sehr traurig…

          1. Entschuldige Michael. Aber zuerst einmal vielen Dank dass du deinen Namen preisgegeben hast. Ich kann dir auch versichern dass ich keinerlei Interesse daran habe nach Köln zu kommen um dir, oder Manuel, oder sonstwem, in den Arsch zu treten.

            Wenngleich Manuel hier ja mitlesen und kommentieren kann werde ich hiermit, unter vorherigem Ausschluss jeglicher Kenntnisnahme von Manuels Kommentaren dazu, auf deine Frage eingehen. Und vielleicht kapiert ja dann sogar Manuel was ich meine, auch wenn ich daran mittlerweile stark zweifle. Lobotomie ist eine schlimme Sache.

            Deine Frage war also, wenn ich zitieren darf „Erklär doch mal bitte wie man über sowas “drüber weg kommen” kann.“, richtig?
            Manuel kocht ja meine Meinung gern runter auf „es gibt schlimmeres, also ist das nicht so wichtig“, ohne dabei wirklich zu verstehen was ich sage.

            Mit „drüber weg kommen“ meine ich eben dass man sich über sowas nicht so künstlich aufregen muss, dass eben nicht alles was auch nur irgendwie auf die Nazi-Zeit bezogen werden kann zu einem großen Aufreger führen muss. Die Menschen sind zu sensibel was das Thema angeht und meiden dadurch zum Teil notwendige Kritik weil sie Angst haben als ausländerfeindlich, eben als Nazis, abgestempelt zu werden. Das funktioniert sogar bei Politikern. Unsere Staatsoberhäupter würden sich doch schon bei dem Gedanken die israelische Siedlungspolitik im Westjordanland zu kritisieren von oben bis unten einnässen. Als zuletzt die Amis mal das Maul aufgemacht haben kam von König Bibi dem Viertel vor Zwölften der Nazi-Joker. Er hat einfach allen vorgeworfen Juden zu hassen und schon haben alle wieder brav die Fresse gehalten und nicht mehr kritisiert, obwohl es mehr als nur angebracht war.

            Es ist ein Klotz am Bein (Achtung: Stichwort!) dass man in jeder geopolitischen Diskussion damit rechnen muss sich dummen Aussagen wie „Ihr Deutschen habt ja eh was gegen Ausländer.“ ausliefern zu müssen die ausschließlich dazu dienen dich und deine Meinung zu diskreditieren, und man sich dann genötigt sieht sich abseits des eigentlichen Themas zu rechtfertigen.

            Das ist es wovon wir loskommen müssen. Sowohl eben beim „kleinen Mann zuhause“ als auch bei den „großen in der Politik“.

            Dass wir damit nicht die Einstellung anderer uns gegenüber ändern ist mir natürlich klar, aber wenn wir unsere Einstellung ändern kann es uns doch scheißegal sein was die anderen denken. Wenn wir uns eben nicht mit der Nazi-Karte nen Stock zwischen die Beine kloppen lassen, nur weil alles in Bezug auf den 2. Weltkrieg hier so übersensibel behandelt wird. Natürlich betrifft das auch nicht jeden, aber leider eben viel zu viele.

            Ich habe Material was ich in Deutschland aufgrund dieser Übersensibilität nicht bringen kann, andererorts aber gut ankommt. Auch das ist ein Klotz am Bein. Aber sind jetzt die anderen alle unsensibel oder sind vielleicht wir es die etwas übersensibel sind?

            Warum darf ich keine Vergleiche zur Nazi-Zeit ziehen? Es wird immer geheult dass damit die Verbrechen der Nazi-Zeit verharmlost werden, aber könnte nicht die Intention das genaue Gegenteil sein, eben dass man eine aktuelle Situation als wirklich schlimm darstellen will? Beispiele erspare ich mir an der Stelle, sonst wird Manuel nur das Blog gesperrt und/oder ich krieg diverse Anzeigen und/oder Todesdrohungen.

            Das ist doch alles Quatsch, und nach all dieser Zeit sollte man einfach mal ein wenig loslassen. Eben nicht von der Erinnerung, wie ich ja auch bereits mehrfach sagte, sondern eben von den ganzen verkackten Altlasten.

            Können wir nicht erinnern ohne uns praktisch gleich die Schuld zu geben? Ist es so schlimm wenn ich sage „Ja, war scheiße, hatte ich aber nix mit zu tun.“? Was aber eben nicht ausschließt dass ich nicht akzeptiere dass ich eine historisch begründete Verantwortung habe zu verhindern dass sowas nochmal passiert. Obwohl man eigentlich meinen sollte dass eine solche Verantwortung für jeden Menschen selbstverständlich sein sollte.

            Und warum wird hier ständig auf diesen Distanzierungen rumgeritten? Kann man sich von sowas überhaupt ernsthaft distanzieren? Und wäre es nicht etwas scheinheilig von Coca Cola sich jetzt, so viele Jahre später, noch davon zu distanzieren? Wer entscheidet ob so eine Distanzierung ernst gemeint war und überhaupt angenommen werden kann? Und führt so eine Distanzierung nicht zu „Vergeben und Vergessen“, wobei doch gerade das Vergessen hier, zurecht, immer wieder als großes No-No angeprangert wird.

            Hat sich eigentlich die Bahn jemals von den Nazis distanziert? Oder das Strassenbauamt? Sonst haben wir wohl bald Probleme zur Arbeit zu kommen. 😉

            So, ich hoffe das beantwortet nun deine Frage, denn ich hab jetzt keine Lust mehr.

            1. Das ist ein typisches sich in die Opferrolle drängen wollen. Lass Dir versichern, ich habe noch nie irgendetwas wegen Übersensibelkeit nicht sagen dürfen, noch wurde ich jemanls als Deutscher in die Nazirolle gerängt. Im Gegenteil, das ist eine ganz typische Behauptung, zu sagen, man müssen aufpassen, was man sagt, man würde in die Nazirolle gedrängt. Muss man nicht, wird man nicht.

              Und Coca Cola muss sich nicht generell distanzieren, aber die Nazizeit wird nun mal nicht als „gute alte Zeit“ bezeichnet. Das macht niemand. Da hat niemand Bock drauf, außer Nazis. Niemand ist so dumm, das zu tun. Und es dann auch noch zu feiern, a la „Hey, war das nicht toll damals? Wir bringen sie wieder zurück, die Original-Nazi-Fanta. Geil, wa?“

              Wenn Du das nicht kapierst und Hinweise darauf, nur mit hilflosen Beschimpfungen, des Diskussionspartners reagierst, dann sehen es weder alle wie Du, noch bin ich der Depp oder der Verrückte, sondern mit Dir ist etwas ganz arg nicht in Ordnung.

              Und diese Heulerei von wegen Beispiele könntest Du nicht sagen, sonst werde ich gesperrt oder so, ist unterste Pegida-„Das wird man doch wohl noch sagen dürfen“ Schublade.

              Du bist kein Opfer, hör auf zu jammern.

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