Darstellung des Mauerfalls mit Dominosteinen


Ja, ok, zugegeben, das war jetzt ziemlich albern. Aber immerhin ist heute vor 20 Jahren die Mauer gefallen und obwohl ich ja meinen Zynismus nie ganz los bekomme und für Jahrestage eigentlich so gar nichts übrig habe, denke ich es ist mal an der Zeit, was zu sagen.

1. Es ist uneingeschränkt gut, dass die Mauer gefallen ist und wer die Mauer wieder haben will, hat einen Dachschaden und ist ein Vollidiot und das sind noch die netten Sachen, die ich Personen ins Gesicht sagen würde, wenn sie so etwas behaupten (Es sei denn, sie sind Sonneborn).

2. Wer denkt, dass Ossi/Wessi-Witze immer noch lustig sind bringt mich nicht zum Lachen, sondern ich schlafe ein. Das sind so Leute, deren Humorverständnis nur zwei Pointen kennt: Den zugegebenermaßen schrecklichen sächsischen Akzent und Schwule. Na gut, vier: Frauen und Ausländer. Ehrlich jetzt, weil ich über solchen Stumpfsinn nicht lachen kann, bedeutet das nicht, dass ich unlocker, verbohrt oder zu „politically correct“ bin, sondern einfach nur, dass ihr strunzdumm und unlustig seid.

In diesem Sinne, reicht Euch ale die Hand und seid happy heute.

Und vergesst nicht, dass heute auch noch ein paar andere Ereignisse waren und nein, liebe Nachmittags-TV-geschädigten Geschichtsunterricht-Schläfer und Tagesschau-Verweigerer, „9-11“ gehört nicht dazu.

Der 9. November 1938 ist der Beginn er Novemberpogrome gewesen, daher ist der 9. November ein Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus und dies sollte natürlich – gerade im Zusammenhang mit anderen geschichtlichen Ereignissen – nie vergessen werden.

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Über ui.

Manuel Wolff ist der Autor von "ui. der blog.", Außerdem "ui. der vlog." auf Youtube und diverse andere Projekte. Hauptberuflich Stand Up Comedian und Musikkabarettist und Improgott. G+

2 Gedanken zu „Darstellung des Mauerfalls mit Dominosteinen

  1. Vor ein paar Wochen kam in Arte ein Bericht über die große Montagsdemo am 9. Oktober 89 in Leipzig.
    Zehntausende von Leuten instruierten Angehörige und schrieben Testamente, weil sie damit rechnen mussten, auf der Demo erschossen zu werden, trotz Gorbatschows durch die Blumen avisiertes Nichteingreifen. Und gingen dann für ihre Rechte demonstrieren.
    Da hatte ich Tränen in den Augen. Denen hätte mal wer ne verklärte Schönredung der DDR auftischen können.

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