Das Ende der Postsaga

Gestern hat das mit der Post endlich geklappt. Ich bin wieder mit meinen Paketen losgetigert, die Merowinger runter. Beim Friseurladen Unisex sahen die Friseusen wieder wie billige Nutten mit Scheren aus. Und dann heißt der Laden auch noch wie ein schlechter Puff. Ich würde am liebsten da mal reingehen und zu einer sagen „Du da, wie viel für ne halbe Stunde?“, aber das traue ich mich nicht. Zumindest so lange nicht, bis ich meine eigene Fernsehsendung habe, wo man dann für solche Sachen nicht zusammengeschlagen wird, oder es zumindest Quote bringt.

Bei der Post war dann eine Riesenschlange, zwei von fünf Schaltern waren geöffnet, und die Leute wurden abwechselnd gefragt, ob sie Lotto spielen oder schon ein kostenloses Girokonto haben. Die Schalterbeamtinnen (es waren 5 da, aber nur 2 Schalter geöffnet), waren allesamt sehr sehr hässlich und stark übergewichtig. Da kam ich ins Grübeln. Wir sind doch in Köln, und das sind alles Katholiken. Verdammt, Katholikinnen sind hässlich und fett. Da hätte ich dran denken sollen, bevor ich – Weltjugendtag sei Dank – mich freiwillig gemeldet habe, um zwei junge Pilgerinnen in meine Wohnung zu lassen. Jetzt habe ich Angst vor nächster Woche. Ich schließe vorsorglich schon mal den Balkon ab, nicht dass da noch was einstürzt. Sqürl hat vorgeschlagen, dass ich ein Kreuz verkehrt herum aufhänge, aber ich bin doch nett, das mache ich nicht. Ich mache lieber ein Schloss an den Kühlschrank.

Mich hat die Schalterbeamtin leider nicht gefragt, ob ich Lotto spiele, ich hätte so gerne mit „Darf ich eine Gegenfrage stellen?“ geantwortet, und dann allerlei Unverschämtheiten und Gewaltandrohungen vom Stapel gelassen, aber sie sagte nur „Schönen Tag noch.“

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Über ui.

Manuel Wolff ist der Autor von „ui. der blog.“, Außerdem „ui. der vlog.“ auf Youtube und diverse andere Projekte.

Hauptberuflich Stand Up Comedian und Musikkabarettist und Improgott.

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