Evangelikaler Prediger weckt nigerianischen Priester von den Toten auf!
In Deutschland gibt es über 1 Million fundamentalistische Christen. Und wir haben Angst vor wem? Sie nennen sich “Evangelikale” und haben oft etwas dagegen “fundamentalistisch” genannt zu werden. Aber sie haben auch etwas gegen Schwule, außerehelichen Sex, die Evolutionslehre und Nicht-Christen, denn sie haben einen Absolutheitsanspruch, jede andere Religion wird als Irrweg angesehen und Dialog der Religionen findet nur unter missionarischen Gesichtspunkten statt. Würg. Und sie predigen das Wohlstandsevangelium, also dass Geldvermögen sichtbare Beweise für Gottes Gunst seien. Deswegen, oder aus einem anderen Grund, wird Geld gescheffelt, damit sich die Kirchenführer, oft TV-Evangelisten, ein luxuriöses Leben leisten können.
Einer davon ist Reinhard Bonnke, genannt der “Mähdrescher Gottes”, der vor allen Dingen in Afrika, aber auch in Deutschland tausende Menschen in großen Hallen und Stadien versammelt und ihnen dann Mist erzählt. Und ihnen Geld aus der Tasche zieht. Aber sagt, er würde sie heilen.
Exorzismen und Wunderheilungen sind bei seinen Shows keine Seltenheit und auch vor Bücherverbrennungen schreckt er nicht zurück.
Die spektakulärste Geschichte aber ist die Behauptung, der nigerianische Pastor Daniel Ekechukwu sei bei einem Autounfall gestorben, Totenschein ausgestellt, einbalsamiert und von seiner Frau im Sarg zu einer “Theater”-Veranstaltung von Bonnke gefahren worden sein, wo er dann wieder lebendig wurde und von seinem Trip m Himmel und zur Hölle berichtetet. Tut er heute übrigens noch immer, der Ekechukwu und reist mit der Story um die Welt und lässt es sich in diversen Hotels gut gehen.
Jeder in Anführungszeichen “normale” Christ und vor allen Dingen jeder mit einem Funken Verstand, weiß, dass so etwas nicht möglich ist. Einmal tot, immer tot. Das gibt dann allerdings ein Problem bei vielen Christen, denn die Glauben ja tatsächlich, dass Jesus gestorben ist und wie ein nigerianischer Priester ein paar Tage später wieder aufgestanden ist.
Und das ist ja nicht möglich. Genauso wie die Jungfrauengeburt. Das geht nicht. Das war allerhöchstens eine clevere Lüge, die Maria ihrem tumben Josef aufgetischt hat, als sie fremd ging und schwanger wurde. Und Josef hat das geglaubt, woraufhin sich eine Weltreligion entwickelte. Kleine Ursache, große Wirkung, beabsichtigt war das hoffentlich nicht.
Allerdings ist das mit der Jungfrauengeburt so eine Sache – wir kommen gleich darauf zurück, zuerst allerdings, um die Konfusion komplett zumachen: Jesus = Gott. Allerdings ist auch Jesus Gottes Sohn. Das ist selbst bei den wildesten Inzest-Vorstellungen absolut unmöglich. Jesus könnte höchstens der Bruder und gleichzeitig Sohn von Gott sein, nämlich wenn Josef und Maria ihren Sohn “Gott” gebaren und dieser dann mit seiner Mutter Maria schlief und Jesus gebar. Das ist aber nicht nur ekelig, sondern auch verboten und die Kinder haben dann meistens einen Schaden.
Zurück zur Jungfrauengeburt, meinem Argument widersprechend gibt es nämlich so etwas tatsächlich. Im Tierreich. Nennt sich Parthenogenese. Manche Fisch- und Eidechsenarten und Blattläuse können sich auf diese Art fortpflanzen, eine eingeschlechtliche Fortpflanzung, wobei die Nachkommen aus unbefruchteten Eizellen entstehen. Wenn die Parthenogenese über diploide Keimbahnzellen abläuft sind die entstandenen Nachkommen Klone ihrer Mutter.
Auf Jesus bezogen, bedeutet das, dass Jesus kein Mensch war. Sondern eine Blattlaus. Und da Jesus also ein Klon seiner Mutter ist und Gott mit seiner Mutter geschlafen hat, gleichzeitig aber auch sein eigener Sohn ist, hat er mit sich selbst geschlafen. Also einfach masturbiert. Und das kam dann bei raus.
Allerdings könnte Jesus auch eine Schlange sein. Eine Blumentopfschlange, bei der es unglaublicherweise nur Weibchen gibt und die Fortpflanzung rein über Parthenogenese abläuft. Und diese Dinger haben keinen diploiden Chromosomensatz, sondern einen triploiden!
2001 geschah dann ein Wunder in einem Aquarium in Omaha, Nebraska. Da wurde ein Hammerhai plötzlich schwanger, nachweislich nicht künstlich befruchtet und ohne Mann in der Nähe. Hammerhaie können also, wenn keine geeigneten Männer in der Nähe sind, sich selbst ein Kind machen. Das wäre doch was, wenn das Frauen könnten, dann wären einige bedeutend glücklicher!

Januar 14th, 2010 at 14:34
“… es fehlt das Wissen!”
Ich behaupte: Es fehlt der Glaube.
Januar 14th, 2010 at 14:40
“[I]ch höre lieber Biologen und Wissenschaftlern zu, die wissen, über was sie sprechen, anstatt religiöse Laien, die mutmaßen, was sein könnte.”
Hmm, und Du als theologischer Laie… aber gut, reden wir nicht davon…
Zur Missionsgeschichte: Das mit den Muslimen (ich glaube ich habe das auch eingeschränkt und nicht alle Muslime gemeint) war als Vergleich gemeint:
Der Muslim macht Werbung für seine Weltanschauung, der Christ macht Werbung für seine Weltanschauung und der Atheist macht Werbung für seine Weltanschauung.
Gemäßigte Personen kommen damit klar, wenn die anderen der eigenen Richtung nicht nachgehen. Radikale nicht. Dabei ist es egal, ob es sich um radikale Atheisten, Christen oder Muslime handelt. Idioten gibt es überall.
Ein Atheist, der einen Christen davon überzeugen will, daß Jungfrauengeburt oder Auferstehung des Fleisches unvernünftig ist, ist auch nicht besser als ein Christ, der einen Muslim davon überzeugen will, daß Jesus wirklich am Kreuz gestorben ist (die Muslime glauben nicht, daß es Jesus war am Kreuz). Den Christen die Mission vorzuwerfen ist daher absurd, wenn man seine eigene Weltanschauung verbreitet. Den Christen vorzuwerfen ihre Weltanschauung sei unvernünftig ist im Zweifel genauso, als wenn man den Atheisten vorwirft, ihre Weltanschauung sei gottlos. Es interessiert sie nicht. Ein Atheist will keine gottgefällige Weltanschauung und ein Christ will keine nach der Definition der Atheisten vernünftige Weltanschauung. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen.
Wenn man Glaube über Bekenntnisse definiert und Bekenntnisse eine Wirklichkeitsvorstellung ausdrücken, dann ist auch Atheismus ein Glaube. Ich habe nicht behauptet, Atheisten würden nur mit Religiösen sprechen um sie zu überzeugen. Nicht alle Atheisten tun das. Ich habe allerdings Atheisten erlebt, die so drauf sind, wie ich auch solche Christen und Muslime erlebt habe. Und ich kann nicht sage, welche Gruppe zahlenmäßig führt, das scheint recht gleich verteilt zu sein.
Was ich sagen will ist: Richte Deine Kritik doch nicht an das Christentum, das auch eine liberale Tradition hat, richte sie doch gegen die Borniertheit und Ignoranz allgemein.
Im Übrigen spricht Du einerseits vom Diaog mit Reigionen, andererseits vom Gespräch mit Personen. Der Dialog zwischen Religionen kann doch nur über religionsrelevante Inhalte geschehen, oder? Und Ziel ist es doch, einander zu verstehen und vielleicht zu einem Konsens zu kommen, oder? Das wäre dann schon wieder Verkündigung und Mission.
Wenn ich mit Menschen rede, kann ich auch über’s Wetter reden. Ich glaube es gibt sehr wenige Christen, die mit einem Muslim nur reden, um zu missionieren und ansonsten nicht mal Guten Tag sagen. Auch unter den schlimmsten Evangelikalen Fundamentalisten nicht. Wenn das Auto kaputt ist und der Inhaber der Werkstatt Mohammed heißt, dann wird über die Reparatur geredet und den Preis. Vielleicht versucht ein Fundamentalist, die Situation für religiöse Propaganda zu nutzen, ob dies nun Mohammed oder der Autobesitzer ist (Fundis gibt es überall), aber es wird nicht NUR im Rahmen der Mission gesprochen.
Dummheit ist, etwas zu tun, obwohl man es besser wissen müßte. Und genau das paßt auf den Glauben nicht, denn da weiß man es nicht besser sondern setzt andere Prioritäten. Erfahrung wird wichtiger als Beweisbarkeit. Das ist nicht dumm, es ist einfach anders. Man bildet sich nicht ohne Grund ein Urteil. Es gibt einen Grund, nur weil andere diesen Grund nicht nachvollziehen können ist er nicht nichtexistent. Natürlich wird alles, was nicht objektiv nachvollziehbar ist im aktuell vorherrschenden Weltbild des Atheismus als irreal oder irrelevant angesehen, naja, zumindest hat man größere Probleme mit nicht objektiv meßbaren Größen. Glaube ist aber nicht objektiv, sondern subjektiv.
Wer kann schon mit Gewißheit sagen, was die Wahrheit ist? Wahrheit ist auch so eine subjektive Sache, weshalb es mich wundert, daß Du den Begriff benutzt.
Du schreibst etwas davon, daß Nachrechnugnsergebnisse nicht dem Glauben entsprechen und man die Ergebnisse dann verwirft. Aber mal im Ernst: Was tust Du, wenn Du etwas erlebst, was Du mit Berechnungen etc nicht erklären kannst, wenn Du aber andererseits mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen kannst, daß Du nicht verrückt oder übergeschnappt bist, sondern immer noch geradeaus denkst? Hältst Du Dich an die Ergebnisse Deiner Berechnungen oder an das, was Du erlebt hast? Was ist nun “wahr”?
Glaubende haben genau das erlebt und sich für die Erfahrung entschieden. Vielleicht muß man einfach die Rechenmodelle angleichen oder ganz neue Modelle schaffen. Wer die Erfahrung, die nicht reproduzierbar ist, aber nicht hat, wird dem nicht folgen.
Das über’s Ohr hauen klappt übrigens auch ganz ohne Glauben. Man muß nur jemanden finden, der entweder im Kopf nicht so schnell ist oder einfach vertrauensseelig oder beides, und man kann auch Menschen mit rein atheistischen Wetbildern über’s Ohr hauen, und das genau so gut, wie mit religiösen Vorstellungen. Das Böse ist hier nicht die Religion, sondern die böse Intention.
Januar 14th, 2010 at 14:45
habe das wort scheiße nie in den mund genommen. für den rest entschuldige ich mich.
Der Rest. Ansichtssache. bin nicht deiner meinung.
ich glaube gewisse dinge, andere nicht. manche mehr, andere weniger. es gibt dinge, über die kann ich lachen. du vielleicht nicht und ich glaube, den anderen von einer meinung zu überzeugen ist nicht einfach und sicher auch nicht gewillt. daher. du hast deinen standpunkt, ich hab meinen und sicher kommentiere auch mal wieder. zu etwas, das lustig ist.
gruß
Januar 14th, 2010 at 16:10
@danimateur: Na gut, Entschuldigung angenommen.
Januar 14th, 2010 at 16:15
@Asmodeus: Es wäre ja schön, wenn der Glaube fehlen würde. Aber er ist viel zu viel verbreitet. Das Problem ist, jeder glaubt etwas anderes und dann gibt es Steit, Kriege gar.
Aso wäre mehr Wissen weniger Glaube unter gar keinen Umständen verkehrt.
Januar 14th, 2010 at 16:20
@Asmodeus: Du weichst vom Punkt ab. Deine Behauptung war, dass sich Gläubige und Nicht-gläubige nicht voneinander überzeugen lassen. Es gibt Gläubige, die an die Evolution glauben, andere die das nicht tun, das war aber überhaupt nicht der Punkt.
Ich selbst war auch ma gläubig, weil es mir in der Schule so beigebbracht wurde. Ich war voll der Jesus-Fan. Irgendwann habe ich dann gelernt, Dinge zu hinterfragen und hab das mit dem Glauben sein gelassen.
Andererseits gibt es überzeugte Atheisten, die ein ihnen unerklärliches Erlebnis hatten, dass sie als Zeichens interpretieren und gläubig werden.
Mir ging es um Deine Aussage, dass es so etwas nicht geben würde. Und ich habe Dir nichts unterstellt, sondern diese Aussage als Beispiel für das Argument genommen.
Jetzt sagst Du, wer glaubt MUSS kritisch sein. Sagt wer? Sagst Du. Ist aber nicht so. Wer glaubt KANN kritisch sein. Dann ist es kein bilndes Hinterherrennen mehr, sondern ein halbblindes.
Januar 14th, 2010 at 16:29
“Dann ist es kein bilndes Hinterherrennen mehr, sondern ein halbblindes.”
Wobei ich nicht behaupten würde, wer nicht glaubt sondern sich an Fakten hält, dass dieser jemand unbedingt offene Augen hat.
Januar 14th, 2010 at 16:40
@Benjamin: Boah, schreibst Du eine Menge. Ich tu mich ja immer schwer mit Blogeintrag-Kommentaren, die länger sind, als der eigentlich Artikel, aber wollen wir es mal angehen:
““[I]ch höre lieber Biologen und Wissenschaftlern zu, die wissen, über was sie sprechen, anstatt religiöse Laien, die mutmaßen, was sein könnte.”
Hmm, und Du als theologischer Laie… aber gut, reden wir nicht davon…”
Wenn es um “Glauben” geht, gibt es nur Laien.
“Ein Atheist, der einen Christen davon überzeugen will, daß Jungfrauengeburt oder Auferstehung des Fleisches unvernünftig ist, ist auch nicht besser als ein Christ, der einen Muslim davon überzeugen will, daß Jesus wirklich am Kreuz gestorben ist (die Muslime glauben nicht, daß es Jesus war am Kreuz).”
Einspruch. Also abgesehen davon, dass Du meine Kritik an den fundamentalistischen Christen und ihrer Ansicht vom Dialog der Religionen immer noch nicht verstanden hast, obwohl ich jetzt doch schon betont habe, dass ich überhaupt nichts dagegen habe, wenn man seine Überzeugungen und seinen Glauben darlegt und erzählt, ist da schon ein Unterschied.
Abgesehen davon geht es nicht um besser oder schlechter.
Ein Atheist, der jemanden überzeugen will, dass es Jungfrauengeburt und Totenauferstehung nicht gibt, ist sofern anders, als dass er nicht seinen Glauben und seine Überzeugung verbreiten will, sondern die Fakten und wissenschaftlichen Erkenntnisse. Im Gegensatz zu Gläubigen, die oft jemanden von etwas überzeugen wollen, obwohl das Wissen dem widerspricht. Wenn jemand sagt “ich glaube, es ist ein total warmer Tag”, aber das Thermometer zeigt -20Celsius an, dann überzeugt mich das Thermometer nicht der Glaube.
“Den Christen die Mission vorzuwerfen ist daher absurd, wenn man seine eigene Weltanschauung verbreitet.”
Auf die Idee kam ja auch niemand, außer Du.
“Den Christen vorzuwerfen ihre Weltanschauung sei unvernünftig ist im Zweifel genauso, als wenn man den Atheisten vorwirft, ihre Weltanschauung sei gottlos.”
Also abgesehen davon, dass eine Atheist selbst sagt, dass seine Weltanschauung gottlos ist, ist die Tatsache, dass eine christliche Weltanschauung unvernünftig ist, kein Vorwurf.
“Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen.”
Beides Obst. Hier wird Wissen mit Glauben verglichen. Und Wissen ist für mich vernünftig, Glauben nicht. Dem ist eigentlich schwer zu widersprechen.
“Wenn man Glaube über Bekenntnisse definiert und Bekenntnisse eine Wirklichkeitsvorstellung ausdrücken, dann ist auch Atheismus ein Glaube.”
Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre.
“Ich habe nicht behauptet, Atheisten würden nur mit Religiösen sprechen um sie zu überzeugen. Nicht alle Atheisten tun das. Ich habe allerdings Atheisten erlebt, die so drauf sind, wie ich auch solche Christen und Muslime erlebt habe. Und ich kann nicht sage, welche Gruppe zahlenmäßig führt, das scheint recht gleich verteilt zu sein.”
Nochmals, es bringt überhaupt nichts Zahlenbeispiele mit persönlich erlebtem aufzubauen, dafür ist die Versuchsmenge zu klein. Aber nochmals, Du redest am Punkt vorbei.
“Was ich sagen will ist: Richte Deine Kritik doch nicht an das Christentum, das auch eine liberale Tradition hat, richte sie doch gegen die Borniertheit und Ignoranz allgemein.”
Was ich sagen will: In dem Artikel ging es aber nun mal um das Christentum und nicht gegen Borniertheit und Ignoranz allgemein. Von der liberalen Tradition des Christentums musst Du mir aber erzählen, die kenne ich so nicht. Allein schon der Anspruch, dass ich doch bitte nicht das Christentum kritisieren soll, sondern wenn dann bitteschön alles, ist ziemlich unliberal. Wenn ich etwas anderes kritisiert hätte, den Islam oder die Zeugenovas oder den Tokio Hotel – Fanclub, dann hätte die Christen hier keinen Aufstand geprobt und mich kritisiert, dass ich selektiere.
“Im Übrigen spricht Du einerseits vom Diaog mit Reigionen, andererseits vom Gespräch mit Personen. Der Dialog zwischen Religionen kann doch nur über religionsrelevante Inhalte geschehen, oder? Und Ziel ist es doch, einander zu verstehen und vielleicht zu einem Konsens zu kommen, oder?”
Wäre es. Und das ist genau das, was die Evangelikalen NICHT tun.
“Ich glaube es gibt sehr wenige Christen, die mit einem Muslim nur reden, um zu missionieren und ansonsten nicht mal Guten Tag sagen.”
Ja nu, aber mir ging es ja gerade um diese sehr wenigen Christen, bei denen das so ist (ungefähr 1 Million in Deutschland).
“Auch unter den schlimmsten Evangelikalen Fundamentalisten nicht.”
Doch, genau das ist der Punkt. Homosexualität akzeptieren sie übrigens auch nicht.
“Dummheit ist, etwas zu tun, obwohl man es besser wissen müßte. Und genau das paßt auf den Glauben nicht, denn da weiß man es nicht besser sondern setzt andere Prioritäten.”
Man weiß es nicht besser, weil man es nicht besser wissen will. Man könnte es aber besser wissen.
“Wer kann schon mit Gewißheit sagen, was die Wahrheit ist?”
Was meinst Du mit “die Wahrheit”. Das ist ja das Problem. Religionen beanspruchen “die Wahrheit” für sich. Und über manche Sachen, die Religionen sagen, kann man sogar mit Gewissheit sagen, dass es nicht “die Wahrheit” ist. Jungfrauengeburt zum Beispiel.
“Du schreibst etwas davon, daß Nachrechnugnsergebnisse nicht dem Glauben entsprechen und man die Ergebnisse dann verwirft. Aber mal im Ernst: Was tust Du, wenn Du etwas erlebst, was Du mit Berechnungen etc nicht erklären kannst, wenn Du aber andererseits mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen kannst, daß Du nicht verrückt oder übergeschnappt bist, sondern immer noch geradeaus denkst? Hältst Du Dich an die Ergebnisse Deiner Berechnungen oder an das, was Du erlebt hast? Was ist nun “wahr”?”
Verstehe ich jetzt nicht, was Du meinst. Erläutere mal oder gib ein Beispiel.
Januar 14th, 2010 at 17:19
Mir geht es weniger um den Artikel sondern um Deine Argumentation in den Kommentaren. Da stellst Du Deinen Glauben an die Wissenschaft als Wahrheit hin, die unumstößlich feststeht (und wenn man as in Frage stellt kommt das Argument: Du bist kein Biologe). Andererseits ziehst Du über andere her, die ebenfalls ein unverbrüchliches Weltbild haben. Wie abartig dieses ist (ja, ich weiß, daß sie Homosexualität ablehnen) spielt dabei keine Rolle, mir geht es um die Struktur der Argumentation.
Sie sagen: Die Jungfrauengeburt steht in der Bibel und ist somit über allen Zweifel erhaben.
Du sagst, die Jungfrauengeburt ist unvernünftig und entspricht somit nicht der Wahrheit.
Ihr beide setzt eine Wahrheit, jeder ausgehend von seinem Weltbild. Besser ist keiner. Der einzige Punkt ist, daß ich hoffe, daß Du ein wenig mehr mit Dir reden läßt. Das wird sich zeigen.
Allerdings gibt es auch Evangelikale, mit denen man reden kann, die für sich die Homosexualität ablehnen (auch wenn sie vielleicht selbst homosexuell sind) aber dies anderen nicht vorschreiben wollen. Natürlich sind das nicht die Leute in Deinem Artikel, aber Du kannst von dem Video nicht ausgehen und auf alle Evangelikalen schließen.
“dafür ist die Versuchsmenge zu klein”
Denk mal anders, denk mal, daß es neben dem modern-wissenschaftlichen Weltbild auch andere Weltbilder gibt, von denen einige vieleiht auch nachaufklärerisch sind…
Und wieder argumentiert er im Sinne einer überprüfbaren Wissenschaft und rauscht somit meilenweit an dem vorbei, was ich gemeint hab
Januar 14th, 2010 at 17:25
Nein, das sehe ich komplett anders. Also wenn man Wissenschaft ablehnt, kann man auch mit dem diskutieren ganz aufhören. Für mich kann nur ein Glaube existieren, der wissenschaftliche Erkentnisse auch akzeptiert. Wenn man das nicht tut, dann ist das unvernünftig, da brauchen wir gar nicht weiter drüber zu reden.
Es gibt auch Gläubige Christen, die das alles akzeptieren, für die klar ist, dass es keine Jungfrauengeburt geben kann, dass Leute nicht von den Toten auferstehen wollen, aber auf die Diskussion, dass an Humbug glauben einfach ein anderes Weltbild ist und man beides akzeptieren müsse, lasse ich mich nicht ein.
Und in der Bibel steht ein Haufen Zeugs, nichts ist über Zweifel erhaben, nur weil es irgendwo steht. Über Zweifel ist nur erhaben, dass man nicht über Wasser laufen kann, dass Tote nicht auferstehen, Jungfrauen keine Kinder bekommen und der Apfel vom Stamm nicht nach oben, sondern auf den Boden fällt.
Januar 14th, 2010 at 17:33
übrigens, btw, ich habe den Verdacht, dass Du die Definition “Evangelikale” missverstehst, kann das sein?
Januar 14th, 2010 at 19:17
Nichts für ungut, aber ist das nicht ein beschränktes Weltbild, wenn man nur das zuläßt, was einem genehm ist? Was nicht vernünftig ist, darf nicht sein… so wie Evangelikale sagen, was nicht in der Bibel steht, kann nicht sein… strukturell alles das Gleiche.
Es mag Christen geben, die die Jungfrauengeburt nicht annehmen. Mir zum Beispiel ist es schnuppe, ob es ne Jungfrauengeburt war oder nicht. Andere gehen noch weiter. Aber ein Christentum ohne Auferstehungsglauben, das mußt Du mir erst einmal zeigen. Kulturprotestantismus ist kein Christentum!
Januar 14th, 2010 at 23:19
Nichts für ungut, aber es wäre in der Tat ein beschrnktes Weltbild, wenn man nur das zulässt, was einem genehm ist. Das tun Wissenschaftler sicherlich mich.
Ich selbst muss leider eine Menge Dinge zulassen, die mir nicht genehm sind und wäre vor allen Dingen für einen Haufen unvernünftige Dinge.
Ich denke Du verwechselt Begriffe.
Aber ich denke auch, dass Dein Bild von Wissenschaft vs. Religion nicht funktioniert. Gerade die Sicht ist es, die Fundamentalisten so unangenehm macht.
Es ist ja okay, dass man etwas glaubt, aber es ist nicht okay, sich eines besseren belehren zu lassen, wenn die Faktenlage eine andere ist.
Januar 14th, 2010 at 23:33
Die einen sagen es sei Fakt, daß sie den Auferstandenen erfahren haben, in welcher Art und Weise auch immer.
Die anderen sagen es ist Fakt, daß es keine Jungfrauengeburt geben kann…
Wer hat nun Recht? Es kommt doch immer darauf an, was man von vorne herein ausschließt und ob man etwas als wirklich anerkennt, was man selbst nicht erfahren hat und auch selbst nicht reproduzieren kann.
Deshalb finde ich es so schwierig, hier von Fakten zu reden. Von Fakten kann man reden, wenn man auf dem gleichen Grund steht. Bei einem Gespräch zwischen Religiösen und Atheisten ist das mit dem gleichen Grund so eine Sache. Dir wird mein Weltbild zu ungenau und schwammig, vielleicht sogar fantastisch (im Sinne von Fantasterei) vorkommen, weil darin eben Platz ist für prinzipiell unverständliche Phänomene. Dein Weltbild wird mir wohl zu eng sein, weil es bestimmte Erfahrungen, die ich gemacht habe, nicht erklären kann, prinzipiell nicht, es geht hier nicht nur um noch nicht gemachte Entdeckungen.
Das ist wie wenn man mit zwei Dimensionen die dritte Dimension erklären will. Es geht nicht. Wir denken sozusagen in verschiedenen Räumen wobei vielleicht auch jeder meint, sein Raum beinhalte den Raum des jeweils anderen vollständig und biete noch etwas (so ein zwei Dimensionen) mehr…
Januar 15th, 2010 at 0:45
Entschuldigung mal, das macht mich traurig, Deine Argumentationsweise, da sie nicht auf Logik fußt. Langsam langweilt es mich aber hier weiter zu diskutieren.
Es ist wirklich absurd zu glauben, dass die einen sagen “das ist fakt” und die anderen “nein, nein, das ist Fakt” und Du musst Dich dann entscheiden, welches davon richtig ist, Wissenschaft oder Religion. Das ist größtmöglicher Bullshit.
Was ich noch schlimmer finde, ist die absurde Verwechslung, die Du führst zwischen dem Weltbild eines Atheisten und eines Religiösen. Du sagst, in Deinem Weltbild sei Platz für unverständliche Phänomene, aber das Gegenteil ist der Fall. Im Weltbild des Atheisten ist Platz für unverständliche Phänomene und man setzt sich dran, diese zu erforschen, um sie zu verstehen.
Bei dem Religiösen, versucht man gar nicht erst, die Wahrheit rauszufinden und bildet sich was ein, um diese zu erklären. Man gibt nicht zu, dass man sie versteht, sondern man erfindet einfach ein Erklärungsmodell und sagt, “so! So ist das!”.
Ohne Möglichkeit der Skepsis, des Zweifeln, ohne Hypothese, experiment, test, etc. etc.
Dann sagst Du, mein Weltbild sei zu eng, weil es bestimmte Erfahrungen, die Du gemacht hast, nicht erklären kann, prinzipiell nicht.
Das ist auch quatsch. Es kann es zumindest versuchen. Religion versucht es ja noch nicht einmal, sondern nimmt einfach an. Du schließt ja von vorneherein aus, dass man etwas erklären kann.
Du bist es, der seinen Horizont erweitern muss, mein lieber Jolly.
Januar 15th, 2010 at 13:11
Meine Argumentationsweise fußt schon auf er Logik, wie will man anders diskutieren. Logik ist nur eine Methode. Die Frage ist jedoch, auf welchen Daten man diese Methode anwendet. Da ist bei uns der Unterschied. Du gehst von einem anderen Weltbild aus als ich. Nun kann man Weltbilder aber nicht beweisen, da sie eben Grundlage für die Beweise sind.
Da liegt die Entscheidung, und wenn Du offen für andere Weltanschauungen sein willst, kannst Du hier nicht “Bullshit” sagen. Das ist dann nicht anders als wenn andere Leute sagen “das ist so und fertig”.
Religiöse versuchen sehr wohl die Wahrheit rauszufinden. Fundamentalisten meinen gar, sie hätten sie schon rausgefunden (vielleicht so wie Du schon sicher weißt, daß es keine Jungfrauengeburt geben kann?).
Es gibt im Religiösen genauso Skepsis, Zweifel, Hypothese etc wie in Deinem Weltbild. Nur wie diese Zweifel etc bei Dir auf einige Größen nicht oder selten angewandt werden (hier kann man wieder die Auferstehung bzw die Jungfrauengeburt nehmen, oder auch grundlegender, daß unsere Beobachtungen bei Experimenten etwas mit der Wirklichkeit zu tun haben), so werden bestimmte Größen wie Gott bei den Religiösen eben nicht so häufig angezweifelt. Am Ende kommst Du wahrscheinlich immer wieder zu dem Schluß, daß man, wenn man an der Korrektheit unserer Beobachtungen zweifelt auch glech ganz aufhören kann. So denkt sich dann der Religiöse: Wenn ich die Existenz Gottes leugne, dann brauch ich mir weiter auch keine Gedanken zu machen. In beiden Fällen würde alles zusammenfallen.
Ich habe gesagt, Dein Weltbild ist aus meiner Sicht eng, nicht daß es tatsächlich eng wäre. Vielleicht hast Du einige weitere Dimensionen, die ich nicht kenne, aber mein Weltbild kennt eben auch Dimensionen, die Dir abgehen.
Man kann zwar versuchen, die Dinge zu erklären, aber damit trifft man nicht immer, was gemeint ist. Man kann einen Würfel auf eine Ebene abbilden, es ist dann aber nicht das selbe, und der, der in zwei Dimensionen denkt, wird trotzdem das Konzept Volumen nicht verstehen, auch wenn er den Würfel perfekt abgebildet hat.
Nur weil Religion in eine andere Ebene abbildet, die vielleicht senkrecht auf Deiner Ebene steht, heißt das nicht, daß die Religion eindimensional wäre (aus der Sicht Deiner Ebene bleibt ja nur noch eine Gerade übrig, was wirklich eindimensional ist).
Religion erklärt die Dinge in einem Raum, der Dir nicht ganz zugänglich ist, wie mir scheint. Das heißt nicht, daß nichts erklärt wird. Die Operationen finden nur nicht in einem Raum statt, den Du komplett überblickst, deshalb sieht es für Dich aus, als behaupten die Religiösen einfach etwas.
Wie muß es denn für jemanden, der nur die Rationalen Zahlen kennt aussehen, wenn jemand, der die irrationalen Zahlen kennt plötzlich die Wurzel aus -5 zieht? Der wird auch sagen, da behauptet einer etwas, wenn er sich nicht darauf einlässt und sich den Raum der irrationalen Zahlen erklären läßt.
Ich sage ja gar nicht, daß Du nicht auch Dimensionen kennst, die mir abgehen, nur hab ich bisher noch keinen Anhaltspunkt dazu gesehen, da alle Deine Äußerungen für mich nachvollziehbar sind, wenn ich eine gewisse Grundlage für Dich annehmen (im groben mein Weltbild minus religiöse Dimension).
Es ist ja nicht so, daß ich die Aufklärung und das wissenschaftliche Weltbild ablehnen würde oder mich in einem voraufgeklärten Stadium befände. Ich bin halt nur nicht da stehen geblieben, hab ein paar Prämissen angezweifelt und Gott dazu genommen, teils durchaus auch aufgrund bestimmter Erfahrungen. Man kann das sicherlich auch mit irgend einer Psychosache erklären, das ist ja im gängigen Weltbild das Totschlagargument, wie im Voraufgeklärten Gottes Eingreifen für alles herhalten mußte. Ich finde, wenn man es nicht mit der Psychoschine innerhalb des rein wissenschaftlichen Weltbildes erkälrt, sondern die religiöse Dimension mit reinbringt, dann kommt die Erklärung dem näher, was ich erfahren hab. Du siehst, es läuft genau so: Erfahrung (ähnlich dem Experiment), Zweifel an Altem, neue Hypothese. Und am Testen bin ich ständig, ich leb ja in dem Weltbild, das ist ein großer Test.
Sorry, daß es wieder so lange wurde, aber es braucht etwas zu erklären, wie ich das alles sehe.
Januar 15th, 2010 at 13:36
Sorry, aber jetzt wird es nur noch absurdes Geschwafel. Du gehst ja mit keinem Wort auf das ein, was ich sage, eine Diskussion kann man so nicht führen, sondern Du pickst Stichworte, um sie zu immer abstruseren Aussagen, z.B. “Logik ist nur eine Methode” und dein nicht nachvollziehbarer “Weltbild”-Vergleich, den Du immer dann heranziehst, wenn die Wahrheit Dich im Stich lässt.
Nur weil Du viele Worte benutzt, hilft das nicht zu erklären, wie Du das alles siehst, sondern es rescheint immer mehr durcheinander.
Am allergeilsten finde ich ja
“Es ist ja nicht so, daß ich die Aufklärung und das wissenschaftliche Weltbild ablehnen würde oder mich in einem voraufgeklärten Stadium befände. Ich bin halt nur nicht da stehen geblieben”
Damit ist die Diskussion für mich beendet, meine These ist bei Dir tatsächlich dann “Man kann das sicherlich auch mit irgend einer Psychosache erklären”.
Januar 15th, 2010 at 14:18
Schade, aber mir kam es langsam auch so vor, als würde es darauf hinauslaufen. Wer sich nicht Deinem Weltbild anschließt, der ist halt verrückt, dumm oder so.
Wo der strukturelle Unterschied zu den christlichen Fundis liegt, die alle, die nicht an Gott glauben wollen, verdammen, mag jeder für sich herausfinden.
Allerdings verstehe ich nicht ganz, welche Argumente ich nicht aufgegriffen hätte? Aber wenigstens hast Du ja die Wahrheit, denn Du weißt ja genau, wann sie mich im Stich läßt
Gottes Segen
De Benny
Januar 15th, 2010 at 14:48
@Benjamin
Schade, aber ich habe keine andere Möglichkeit mehr. Ich möchte mich einmischen.
Du sprichst von Wahrheit und wirfst Ui. vor, dass er behauptet sie zu “haben”.
Lieber Benjamin.
Wenn ich also und viele andere mit mir (unter anderem Russel) behaupten es würde ein Teekessel im Orbit herumschweben, dann kann ich das also als Wahrheit annehmen?
Das willst du mir sagen.
Und wenn einer daherkommt und behauptet ich wäre verrückt und die Sache mit dem Teekessel ist doch nur Einbildung?
Dann sagts du: Tja. Der hat eine andere Wahrheit.
??? Bullshit ???
Es gibt keine Jungfrauengeburt und zwar genau so lang bis irgendjemand das Gegenteil BEWEISEN kann. Und bislang konnte es niemand. NIEMAND. Und wenn jetzt in der Bibel steht, dass es trotzdem so war …
Sorry. Das ist ein Buch. Von Menschen geschrieben. So wie Grimms Märchen.
Nicht mehr und nicht weniger. Nur weil man etwas nicht erklären kann, heißt es nicht das sich irgendjemand einen Grund “erglauben” kann und dann ist das halt eine Wahrheit.
Wenn ich keine Erklärung finde, dann nehme ich nicht irgendetwas an, sondern versuche zu ergründen was die Wahrheit ist und wenn ich diese nicht finde, dann ist es einstweilen unerklärlich, aber ich erfinde keine Wahrheit. Das geht nicht.
Januar 15th, 2010 at 15:00
Nein, wenn ich Dich kritisiere, dann bezieht sich das nur auf Dich und nicht auf alle, die sich nicht meinem Weltbild anschließen.
Ich wünsche Dir, dass Du irgendwann aufwachst.
Januar 15th, 2010 at 16:04
Ich ich Dir einen erholsamen Schlaf
Januar 15th, 2010 at 22:50
@Andreas:
Ui hat für sich in Anspruch genommen, die Wahrheit zu haben, nämlich in dem Moment als er sagte, sie wäre mir abhanden gekommen.
Die Frage ist doch, was ist Wahrheit? Das variiert je nach Weltbild. Zu Zeiten, als man noch meinte, die Sonne würde sich um die Erde drehen, war das eine Wahrheit. Später dann, als man auf das heliozentrische Weltbild kam, war es eine Wahrheit, daß sich die Erde um die Sonne dreht. Wenn Du mich fragst stimmt beides, je nach Standpunkt des Betrachters. Was ist jetzt wahr?
Wahrheit ist nichts Absolutes. Wahrheit ist nur innerhalb eines festgelegten Systems als absolut ansehbar. Wenn jemand das System nicht anerkennt, bzw darüber hinausgehende Vorstellungen hat (so einer wie ich), dann kann man mit dem schonmal einen Dissens haben über die Wahrheit. Deshalb finde ich es auch wenig zielführend, über Wahrheit zu diskutieren, so lange nicht geklärt ist, wovon der jeweils andere ausgeht. Ich versuche ja hier schon ne Weile klarzumachen, von was ich ausgehe, bzw darüber in ein Gespräch einzutreten. Mir scheint es allerdings, als ob man so ein Gespräch hier nicht will, weil man am eigenen Weltbild genug hat und darüber hinaus nichts wissen möchte (der Ruf nach Beweisen birgt ja die Forderung in sich, neue Information dem hier vertretenen Weltbild unterzuordnen, alles andere wird ignoriert).
Ich gebe Dir Recht, innerhalb des aufgeklärt wissenschaftlichen Weltbild gibt es keine Jungfrauengeburt, so lange sie nicht bewiesen ist. Nun, sagen wir, wenn sie nicht beweisbar ist. Denn die Erde war auch schon eine Kugel bevor man den Bewies geführt hat… oder nicht?
Ich erglaube mir nichts. Und ich nehme nicht einfach irgend etwas an. Und ich habe auch nicht behauptet, die Bibel sei mehr als ein von Menschen geschriebenes Buch. Auch ich versuche, die Wahrheit zu ergründen, nur komme ich aufgrund des anderen Weltbildes zu anderen Ergebnissen als Du. Mit einer anderen Datengrundlage kommen eben andere Ergebnisse raus.
Ich habe nie gesagt, Du oder Ui würde Wahrheit erfinden. Auch mir sind viele Dinge unerklärlich. Deshalb sage ich aber nicht, sie seien nicht existent. Ich gehe auch nicht hin und mutmaße, daß es irgendwann eine Erklärung geben wird, die ins wissenschaftliche Weltbild passt. Ich mutmaße nicht einmal, daß es überhaupt erklärlich sein muß. Wer sagt denn, oder wo ist der Beweis dafür, daß alles erklärbar sein muß? Es ist doch auch wieder nur ein Dogma (diesmal der Wissenschaft), daß es für alles eine Erklärung geben muß, die höchstens noch nicht gefunden wurde, oder nicht?
Januar 15th, 2010 at 23:03
Benjamin, mir reicht es jetzt, ich habe Deine abstrusen Thesen und Dein Gewäsch hier jetzt absolut statt. Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn man anderer Meinung ist, aber wenn man eine so verworrene Realitätswahrnehmung hat, dass sie zu Unterstellungen führt, weil für Dich eine Teekanne nicht eine Teekanne ist, sondern das, was Du willst, was es ist, dann hat das hier keinen Platz.
“Ui hat für sich in Anspruch genommen, die Wahrheit zu haben, nämlich in dem Moment als er sagte, sie wäre mir abhanden gekommen.”
Pass mal auf, junger Mann. Wenn ich sagen würde, Dir wäre die Wahrheit abhanden gekommen, dann würde das nichts anderes bedeuten, als dass ich sagen würde, dass Dir die Wahrheit abhanden gekommen wäre. Das wäre absolut keine Aussage über irgendeinen Anspruch, den ich über mich habe, sondern einfach eine Aussage von mir über Dich. Also unterstell mir nicht solchen Unfug.
Abgesehen davon hast Du Dich schon längst aus der Diskussion verabschiedet und kannst es doch nicht lassen.
“Die Frage ist doch, was ist Wahrheit?”
Nein, das ist nicht die Frage. Hol’ Dir ein Wörterbuch und schau es nach.
“Das variiert je nach Weltbild.”
Jetzt fängst Du damit wieder an. Nein, das variiert nicht nach Weltbild. Wenn Du einen Apfel in die Luft schmeisst, fällt er auf den Boden. Vollkommen unabhängig von irgendeines’ Weltbildes.
“Zu Zeiten, als man noch meinte, die Sonne würde sich um die Erde drehen, war das eine Wahrheit. Später dann, als man auf das heliozentrische Weltbild kam, war es eine Wahrheit, daß sich die Erde um die Sonne dreht. Wenn Du mich fragst stimmt beides, je nach Standpunkt des Betrachters. Was ist jetzt wahr?”
Ich glaube, an der Stelle kann man die Diskussion abbrechen. Selbstverständlich stimmt nicht beides.
wie wärs mit:
Zu Zeiten, als man noch meinter, Frauen sollten Männern untergeordnet sein, war das eine Wahrheit. Später dann, als man auf den Feminismus kam, war es eine Wahrheit, dass alle gleichberechtigt sind. Wenn Du mich fragst stimmt beides, je nach Standpunkt des Betrachters. Was ist jetzt wahr?
Merkst Du eigentlich, was für einen Unfug Du von Dir gibst? Erspar mir bitte die Antwort.
Januar 16th, 2010 at 0:43
Mannmannmann, ganz schön heftig, was jetzt hier abging.
Ich spreche jetzt einfach mal so vor mir her: Ich fand uis Artikel sehr gut, da dieser aufzeigte, wie blöd und verblendet Menschen manchmal sein können (Bonnke/Ekechukwu) dann aber, trotz Atheistentums, auf eine klitzekleine mögliche Art der Jungfrauengeburt in der Natur hinweist (die aber evolutionär beim Menschen nicht angekommen ist). In dieser Hinsicht gläubigen Christen sogar sehr zuvorkommend, der ui.
Den Absatz mit “Jesus = Gott” usw. kann man als nicht-gläubiger Christ einfach nur begrüßen: Wie soll dat denn gehen? Da behauptet eine (katholische) Kirche, monotheistisch zu sein, aber dann gibt’s da drei, die einer sein sollen und dann noch eine Mutter mittendrin? Na, das war bestimmt ein schöner Sandwich. Nicht zu vergessen, die Hundertschaften von Heiligen. Nee, ist alles ein Gott – alles klar.
Ich selber bin Atheist, gestehe aber jedem Menschen seinen persönlichen Glauben zu – solange er mir damit nicht auf den Sack geht.
Ich provoziere gerne und führe auch gerne Streitgespräche – verlange aber nicht, dass ich als Sieger hervorgehe. Von mir aus darf jeder an eine ungefickte – Verzeihung: unbefleckte – Empfängnis glauben und mit mir darüber reden, Hauptsache wir können uns nachher noch mit einem Bier zuprosten. Von mir aus auch mit Messwein.
Allen in dieser Runde dürfte doch klar sein, dass das Duo Bonnke/Ekechukwu betrügerische Absichten hegt. Das sollte auch bei gläubigen Christen auf schärfste Kritik stoßen. Insofern können wir uns doch alle einig sein.
Also: was soll all der Terz? Ich glaub nicht dran, einige von euch schon. Na und?
Es lebe die heilige Teekanne!
Januar 18th, 2010 at 8:26
“Hauptsache wir können uns nachher noch mit einem Bier zuprosten. Von mir aus auch mit Messwein.”
Bleib bei Bier, Messwein schmeckt furchtbar.
Januar 19th, 2010 at 13:08
Hey ui,
du bist einfach nur zu bemitleiden und arm dran, denkst du das ist witzig?
Dein Wissen und dein Humor sind abstossend und keinesfalls unterhaltsam, da können dir noch so treue Fans was anderes erzählen.
Januar 19th, 2010 at 13:10
Pauschalisieren soll man nicht, und genau das machst du. Das ist kein Anzeichen von Intelligenz auch nicht in Verbindung mit Spaß, weil der nur mit gewollter Übertreibung funktioniert.
Januar 19th, 2010 at 16:07
@Someone: So so. Wo pauschalisiere ich denn? Oder wolltest Du nur mal Deinen Ärger raus lassen?
Januar 19th, 2010 at 16:09
@Someone: Mein Wissen ist abstoßend? Aha. Und was Du sagst, stimmt, denn Du weißt ne Menge. Obwohl Du noch nicht mal Deinen Namen weißt. So anonyme Feiglinge, die denken, sie könnten jetzt mal was sagen, habe ich am liebsten. Vor allem, wenn sie nicht ausdrücken können, was sie denn jetzt genau stört.
Januar 20th, 2010 at 12:25
Ich will mal was zu nem Kommi weiter oben loswerden.
Der Unterschied zwischen Wissenschaft und Religion jetzt mal im Philosophischen Sinne (als neutrale Instanz sozusagen) ist doch gerade, dass Wissenschaft sich dauerhaft selbst hinterfragt und auch Fehler zugeben kann und diese dann korrigiert. Die Essenz der meisten Religionen (vor allem der großen Monotheistischen) ist aber gerade, dass es keine “Fehler” in ihrer Weltsicht geben kann. Denn sobald es Fehler geben sollte wird die Religion an sich in Frage gestellt. Wenn man als Gläubiger seinen Gott in Frage stellt ist das Blasphemie, und das sagt doch schon was aus oder?
Zudem gibt es bestimmt Dinge die man sich bisher nicht wirklich erklären kann. Das muss einen aber sicher nicht in die Religion treiben. Wenn man abergläubisch ist kann man das sicher als Zeichen oder sonstwas deuten. Aber wenn die Wissenschaft grade keine Erklärung hat ist das gerade geltende System eben widerlegt und man sucht ein neues das sowohl auf alle als sicher geltenden Erkenntnisse passt als auch auf die neuen. Das ist gerade das Wesen der Wissenschaft, dauerhafter Zweifel und Selbsthinterfragen.
Nur mal meine 2 Cents
Januar 20th, 2010 at 13:41
Ich wollte hier ja nichts mehr schreiben, aber nach diesem Post…
Wenn Religionen nicht wie Wissenschaft auch hinterfragen würde, dann gäbe es ja keine Theologie, also Wissenschaft von der Religion. Die gibt es aber, und da wird genau das getan: Hinterfragt, Fehler zugegeben und neue Systeme aufgebaut. Natürlich auch innerhalb der Religion, wobei es auch einige Menschen gegeben haben soll, die nach dem Studium der Theologie den Glauben verloren.
Das dürften in der Mehrzahl dann eben religiöse Menschen gewesen sein, die engstirnig der Meinung waren, es dürfte nichts Neues kommen und alles wäre Blasphemie, was gegen gängiges Denken spricht.Nun, es verlieren nicht unbedingt große Zahlen an Theologiestudenten den Glauben, also denke ich, man kann die Leute, die es so eng sehen, als Minderheit innerhalb der Religion ansehen.
Wenn die Religionen, gerade die Monotheistischen, nicht hinterfragen, neue Systeme aufstellen würden etc, dann gäbe es keine Trinität, keine Zwei-Naturen-Lehre, und viele andere Dinge auch nicht.
Kritik ist ja gut und schön, dann aber bitte auch richtige Kritik, und nicht antikirchliche Allgemeinplätze nachplappern, ohne die Korrektheit der Aussagen zu überprüfen. Danke.
Januar 20th, 2010 at 14:06
@Miep: Danke Miep, guter Beitrag.
Januar 20th, 2010 at 14:27
Mit verlaub Benjamin, aber das ist Bullshit. Wissenschaft von der Religion kann es auch geben, wenn Wissenschaft Religion hinterfragt, nicht wenn Religion Religion hinterfragt. Wenn nur Religion Religion hinterfragt, dann haben wir ein großes Problem und genau das große Problem haben wir bereits, wenn Du Dir mal anschaust, wer Theologie studieren kann und wer nicht.
Nur ein Blick von außen kann objektiv sein.
Januar 20th, 2010 at 16:10
Wenn Religion Religion hinterfragt, ist das Theologie. Wenn Wissenschaft Religion hinterfragt, ist es Religionswissenschaft. Beides ist wissenschaftlich, hat aber verschiedene Zielrichtungen.
Religionswissenschaft beschreibt. Sie kann nichts ändern. Theologie beschreibt nicht nur, sondern verändert die Religion auch, weil es von innen wirkt.
Wenn ein Religionswissenschaftler beschreibt, wie die Haltung der Christen oder Juden zu Thema X ist, dann schafft er sozusagen iene Schnittstelle für Menschen von außerhalb, sich Wissen über die jeweiligen Religionen zum jeweiligen Thema anzueignen.
Wenn ein christlicher Theologe die christliche Haltung zum Thema X beschreibt, dann kann er dabei gleichzeitig Kritik äußern, die derzeitige Haltung im Lichte der Überlieferung und des Glaubens neu bedenken und zu einer veränderten Haltung aufrufen, die der Religion, den Überlieferungen etc entspricht. Das kann der Religionswissenschaftler nicht.
Dann gibt es noch den Religionskritiker, so Leute wie Marx und Feuerbach. Die gehen von bestimmten Haltungen der Religion X zu Thema Y aus, kritisieren das aus ihrer nichtreligiösen Perspektive und rufen dazu auf, die Religion zu verlassen. Nichts anderes als Missionare, die ebenfalls die Haltungen anderer Religionen aus dem eigenen Standpunkt heraus kritisieren und zum Wechsel in die eigene Religion aufrufen.
Die Theologie befasst sich mit beiden: Religionswissenschaftlern und Religionskritikern, schon alleine um eine bessere Sicht auf den eigenen Forschungsgegenstand, eben die Religion zu haben. Außenstehende sehen die Dinge manchmal besser. Das bedeutet aber nicht, daß man die Kritik als alleinige Wahrheit ansieht. Jede Kritik wird selbst wieder kritisiert, aber das ist normales wissenschaftliches Arbeiten.
Den Blick von außen hab ich ja schon angesprochen, aber ich würde nicht so weit gehen zu sagen, daß der objektiv wäre. Ich denke, der Blick von außen ist genauso subjektiv wie der Blick von innen, da jeder Blick von einem Subjekt getätigt wird. Objektiv wäre ein Blick der gleichzeitig von innen und außen käme, der praktisch alles integriert. Und hier kriegen wir ein Problem, weil niemand gleichzeitig innen und außen sein kann. Deshalb bin ich auch der Meinung, daß es so etwas wie Objektivität nicht gibt, so schön das Prinzip sein mag. Jeder ist subjektiv, man kann sich um eine möglichst objektive Sicht bemühen, wird aber niemals wirklich objektiv sein. Schwierig wird es dann, wenn jemand für sich Objektivität in Anspruch nimmt, die er ja gar nicht haben kann. Objektivität ist ein Hirngespinst, wer daran glaubt macht sich etwas vor.
Eine Nachfrage noch an Dich: Wer kann denn nicht Theologie studieren?
Januar 20th, 2010 at 17:29
Theologie hat eine Bekenntnisgebundenheit.
Januar 20th, 2010 at 17:35
Liegt in der Natur der Sache. Aber das bedeutet nicht, daß man einem Bekenntnis angehören muß, um Theologie studieren zu können. Natürlich kann nicht jeder auf Pfarramt studieren, weil das ein kirchlicher und kein staatlicher Abschluß ist. Aber es sollte doch eine Möglichkeit bestehen, einen Bachelor oder Master in Theologie machen zu können, wenn man Buddhist oder Atheist ist. Früher ging das beim Magister, nicht aber beim Diplom. Man müßte sich mal nach der derzeitigen Situation erkundigen, wo Diplom und Magister weggefallen, BA/MA aber noch nicht eingeführt ist…
Wobei ich meine, auch schon von Bachelorn in Theologie gehört zu haben…