Flugzeug auf einem Laufband | Online-Adventskalender Türchen 11


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Okay, das folgende ist ein Gedankenexperiment und ich kapiere es nicht. Ein Propellerflugzeug fährt die Startbahn entlang, nimmt Geschwindigkeit auf und hebt ab. Was aber, wenn die Startbahn ein gigantisches Laufband wäre und sich exakt in der Geschwindigkeit bewegt, in der das Flugzeug fährt? Dann würde das Flugzeug doch auf der Stelle stehen bleiben, nur die Räder sich drehen und nix würde abheben, oder?

Die Jungs der TV-Show „Mythbusters“ probieren solche Dinge aus, bevor lange darüber nachgedacht wird. Ihr erstes Experiment mit einem Modellflugzeug auf einem Laufband lief angeblich erfolgreich, das Flugzeug sei abgehoben. Wie soll das funktionieren, frage ich mich? Ich raffe es nicht.

Um das ganze aber mit einem echten Flugzeug auszuprobieren, haben sie eine 600 Meter lange Plane an ein Auto gespannt und ein Flugzeug draufgestellt und probieren das nun in echt. Seht selbst:


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Manuel Wolff ist der Autor von "ui. der blog.", Außerdem "ui. der vlog." auf Youtube und diverse andere Projekte. Hauptberuflich Stand Up Comedian und Musikkabarettist und Improgott. G+

29 Gedanken zu „Flugzeug auf einem Laufband | Online-Adventskalender Türchen 11

  1. So wie ich das in dem Video erkenne, bewegt sich das Flugzeug schneller als das Laufband.
    Das bedeutet, dass sich das Flugzeug von der Stelle bewegt, Geschwindigkeit aufnimmt und schließlich abheben kann.
    Sobald sich die Plane genauso schnell fortbewegt wie das Flugzeug, kann das Flugzeug nicht mehr abheben.

    Gruß

  2. ja richtig das flugzeug bewegt sich doch! ?
    wenns nur auf der stelle wär würds nicht funzen – sicher das die genau das testen wollten? ^^ hab kein sound hier…

    naja aber wenns funzt wärs natürlich klasse für flugzeugträger 😉

  3. Die Frage ist eigentlich sehr leicht lösbar.
    Im Modell müsste sich das Laufband so schnell bewegen, dass der Reibungswiderstand der Reifen der maximalen Antriebskraft entspräche. Oder, lässt man die Reibung im Modell einfach weg, bis der Widerstand der Reifen aus relativitätstheoretischen Gründen denen der maximalen Antriebskraft entspräche. Ne Gleichung jedenfalls.
    Da ein Flugzeug (einige Kampfjets mal ausgenommen) nicht genügend Luft in Bewegung setzen kann, um im Stand Auftrieb zu bekommen, würde es nicht abheben (Das zumindest ist nämlich experimentell leicht belegbar).
    In der Realität würden weder Reifen noch Fließband konstruiert werden können, die der Belastung stand halten würden.

    [/sheldon]

  4. „Wichtig ist doch wie schnell die Luft unter, bzw. über die Flügel strömt. Nicht wie schnell die Räder rollen.“

    Und wie schnell bewegt sich die Lust unter den en tragflächen wenn das Flugzeug steht?

  5. es wird doch am Ende noch erklärt: Der Motor des Flugzeugs schickt die Energie, die er erzeugt, NICHT zu den Reifen, sondern zum Propeller. Und der sorgt dafür, dass das Flugzeug Fahrt aufnimmt, unabhängig davon, auf welchem Untergrund das Flugzeug steht und in welche Richtung er sich bewegt.
    Eigentlich logisch, oder?

    grüße
    martin

  6. Ich verstehe es trotzdem nicht. Meiner Meinung nach, muss sich das Flugzeug nach vorne bewegen, um abzuheben, damit der Unterdruck unter den Flügeln erzeugt wird.

    Weder das Modellflugzeug auf dem Laufband (dummes experiment eigentlich, man hätte dem Flugzeug ja auch einfach die Räder abschrauben können), noch das echte Flugzeug nimmt fahrt auf.

    Ja, das normale Flugzeug bewegt sich ein paar Meter langsam nach vorne, weil das ein bisschen schwer ist exakt zu koordinieren mit 600 meter Band. Und Propeller schön und gut, wenn das Flugzeug nicht vom Fleck weg kommt, wie soll es dann abheben?

  7. „es wird doch am Ende noch erklärt: Der Motor des Flugzeugs schickt die Energie, die er erzeugt, NICHT zu den Reifen, sondern zum Propeller. Und der sorgt dafür, dass das Flugzeug Fahrt aufnimmt, unabhängig davon, auf welchem Untergrund das Flugzeug steht und in welche Richtung er sich bewegt.“

    Klar, ist tatsächlich logisch.
    Die Propeller ziehen das Flugzeug nach vorne, die Räder drehen sich über den Boden weg.
    Wenn das Flugzeug sich mit (irgendeine Zahl) 80km/h fortbewegt, der Boden sich aber mit 80km/h nach hinten bewegt,….wenn jetzt der Boden stillstehen würde, dann hätte das Flugzeug genug Energie um sich mit 160km/h fortzubewegen.
    Sehe ich das richtig?

  8. Also wie schon einige hier anmerken…
    Das flugzeug bewegt sich. Und zwar mit normaler startgeschwindigkeit!!!
    Eben weil die energie des motors den propeller antreibt und nicht die räder.

    Würden die räder angetrieben werden musste die energie ausreichen um die rückwärtsbewegung des fließbandes auszugleichen.

    Dadurch, dass die räder die rückwärtsbewegung des fließbandes ausgleichen (weil sie ja gelenkig gelagert sind), ist es dasselbe als wenn das flugzeug auf normaler startbahn starten würde.

    1. Nein, das Flugzeug bewegt sich nicht mit normaler Startgeschwindigkeit. Wenn die einzige Aussage des Experiments wäre: „Die Räder haben keinen Antrieb, sondern der Propeller“, bräuchte man den ganzen Aufwand nicht, sondern könnte einfach den Propeller abmontieren und sehen, dass das Flugzeug nicht vorwärts kommt.

      Beim Experiment mit dem Modellflugzeug auf dem Laufband, bewegt sich das Modellflugzeug auch nicht nach vorne!

      Oder irre ich mich jetzt?

  9. Ich denke mal der Propeller beschleunigt genügend Luft, die dann über die Tragflächen streicht und somit Auftrieb erzeugt. Die Situation entspricht der,wenn man eine Windmaschine vor das Flugzeug stellt.

  10. Leider komme ich hier momentan nicht auf youtube und kann das Video deshalb nicht sehen..
    Aber ich denke auch, dass ja der „Trick“ beim Fliegen der Unterdruck unter dem Flügel ist. Wenn nun das Flugzeug steht, ist die einzige Luft, die in Bewegung ist die, die vom Propeller bzw. den Turbinen beschleunigt wird. Die sorgt aber ja nur für den Vortrieb, durch den dann der Unterdruck unter den Flügeln entstehen kann. Wenn dieser Vortrieb aber nicht stattfindet (weil sich das Flugzeug ja nicht nach vorn bewegt) kann auch kein Unterdruck erzeugt werden.

    Und wie schon richtig gesagt wurde: Anstatt das Ding auf ein Laufband zu stellen, könnte man auch einfach die Räder abschrauben. Das Ergebnis wäre dasselbe.

    Also: hebt nicht ab.

  11. Das Laufband kann man sich auch wegdenken. Das Flugzeug bewegt sich ja in der Luft. Der Propeller setzt in der Luft an und zieht das Flugzeug. Die Räder drehen sich halt so schnell, wie sie müssen.

    Wenn man ein Schiff auf ein Laufband unter Wasser stellt, ist es doch auch ganz klar, dass sich das nach vorne bewegt, wenn sich die Schraube dreht oder Wind im Segel ist. 😉

  12. „Das Laufband kann man sich auch wegdenken. Das Flugzeug bewegt sich ja in der Luft. Der Propeller setzt in der Luft an und zieht das Flugzeug. Die Räder drehen sich halt so schnell, wie sie müssen.“

    Exakt.
    Wenn der Boden stillsteht, dann zieht der Propeller das Flugzeug nach vorn mit (irgendeine Zahl) 100 km/h.

    Bewegt sich der Boden mit 5 km/h nach hinten, so zieht der Propeller das Flugzeug immernoch mit 100 km/h nach vorne, nur die Räder drehen sich ein wenig schneller, und zwar so schnell als ob das Flugzeug bei stillstehendem Boden 105 km/h drauf hätte.
    Bewegt sich der Boden mit 50 km/h so bewegt zieht das Flugzeug immernoch mit 100 km/h nach vorne.
    Die Räder drehen sich in diesem Fall so schnell als ob das Flugzeug bei stillstehendem Bode mit 150 km/h fährt.

    Besseres Beispiel, rechts und links vorm Flugzeug stehen zwei Autos, die ziehen über Seile das Flugzeug mit 100 km/h nach vorne. Wie schnell der Boden weggezogen wird ist egal.
    Das Flugzeug färht 100 km/h.

  13. Leute, schaut Euch das Video doch an. Das Flugzeug bewegt sich keine 100 km/h. Und das Modellflugzeug auf dem normalen Laufband bewegt sich kein Stück.

  14. In dem ganzen Video ist das Modellflugzeug nur am Schluss zu sehen, wenn der eine Typ es in der Hand hält.
    Das richtige Flugzeug fängt an sich ab Minute 0:43 zu bewegen, deutlich zu sehen.

    Und nagel mich nicht auf den 100 km/h fest, das war nur eine Beispielzahl zum rechnen, vielleicht sind es auch nur 50 oder 60 km/h.

  15. Das Flugzeug bewegt sich mit der Geschwindigkeit zur umgehenden Luft, die es benötigt um abzuheben. Der Untergrund ist völlig egal.

    Würde man das gleiche Flugzeug daneben auf normalen Boden „fahren“ lassen, würde das auch abheben.

  16. Hm, vielleicht gibt es ja doch einen Trick. Es wäre interessant, wenn sie die Geschwindigkeit des Flugzeuges in Relation zur umgebenen Luft gemessen hätten und mit der notwendigen Startgeschwindigkeit verglichen hätten.
    Aber das wäre wohl etwas zu wissenschaftlich für die Mythbusters 😉

  17. „Aber das die Räder an dem Flugzeug keinen eigenen Antrieb haben, weiß man doch auch so“

    Aber trotzdem hast du und Andere und ich auch etwas Zeit benötigt um es zu verstehen.
    Also SOOOO simpel erscheint es dann doch erst hinterher 🙂

  18. Mit Modell meine ich eine Simulation.
    In der Realität kann das Laufband nicht so stark beschleunigen, dass der Rollwiderstand der Reifen die Kraft des Motors ausgleichen kann.

    Mal angenommen, ein großes Passagierflugzeug hat eine Vortriebskraft von 270 kN, die Reifen haben einen steigenden Rollwiderstand auf Beton von möglicherweise 0,4 CR bei einem Meter Reifendurchmesser, dann wäre er vereinfacht bei 420 Umdrehungen/s groß genug, um das Flugzeug an Ort und stelle zu halten. Das Laufband müsste mit 1,3 km pro Sekunde laufen.

  19. „In der Realität kann das Laufband nicht so stark beschleunigen,“

    Die Ausgangssituation ist aber.
    wenn die Startbahn ein gigantisches Laufband wäre und sich exakt in der Geschwindigkeit bewegt, in der das Flugzeug fährt?

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