Tanzverbot! Der Gottesstaat NRW

karfreitag ostern

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Sehr geehrte Damen und Herren,

fürchtet Euch nicht, wenn ihr katholisch seid. Wenn aber nicht, dann habt ihr in Nordrhein-Westfalen Pech gehabt. Denn dort herrscht heute tatsächlich Tanzverbot. Gut, dass Sonntags die Geschäfte zu haben, habe ich als Atheist schweren Herzens hinnehmen müssen, auch an den gesetzlichen Feiertagen, doch aus welchem Mittelalter die Regelung kommt, dass man tatsächlich heute nicht tanzen darf – mir verschlägt es die Sprache.

Und nicht nur die Discotheken haben heute geschlossen (und zwar schon seit Gründonnerstag 18 Uhr), auch der Theaterbetrieb darf nicht weiterlaufen. Was wie aus fundamentalistischen Kreisen klingt und man sich in Afghanistan, im Iran oder den USA vorstellen kann, ist bittere Realität in Köln.

Wer hier versucht heute am Karfreitag eine Theatervorstellung zu machen, wird hart bestraft. Nicht vom Gott, sondern von der Stadt. Mit bis zu 4000 Euro Strafe wird gedroht. 2010 war ich dafür, dass man einen dieser von mir ansonsten nur mit müder Langeweile bedachten Michael Jackson Flashmobs auf den Straßen Kölns starten sollte. Alle bitte tanzen bis zur Festnahme – egal wo. Mittlerweile wird das tatsächlich gemacht!

Tatsächlich sind bis Karsamstag, 6 Uhr keine öffentlichen Veranstaltungen erlaubt, Märkte, Pferderennen, Zirkus, Volksfeste tänzerische und artistische Darbietungen, Unterhaltungsdarbietungen in Gaststätten und Discotheken – alles verboten, genauso wie Autowaschanlagen und Videotheken. Ach so, Wohnungsumzüge sind ebenfalls verboten.

Kinos dürfen allerdings offen haben und Filme zeigen. Ich habe da ein paar Vorschläge:

1. Footloose

Der Film mit Kevin Bacon als Rockliebhaber, der in eine Kleinstadt zieht, in der Rockmusik, Alkohol und Tanzen verboten sind. Laut Wikipedia basiert der Film sogar auf einer wahren Begebenheit:

„In Elmore City, einer Kleinstadt in Oklahoma, herrschte seit dem Jahr 1861 ein Tanzverbot. Erst 1980 wagten es die Teenager der Stadt, öffentlich gegen dieses Gesetz aufzubegehren. Es war ein Kampf zwischen der Jugend und der konservativen Kirchengemeinde. Als dort nach 120 Jahren eine erste Tanzveranstaltung organisiert wurde, berichtete ganz Amerika darüber.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Footloose)

2. Happy Feet

Ein tanzender Pinguin ist seltsamer weise ein Außenseiter. Tanzen eigentlich Nonnen? Wie dem auch sei, am Ende setzt er sich steppenderweise durch und die Menschen hören daraufhin mit der Überfischung der Meere auf. Ähm.

3. Swing Kids

Gemeiner Vergleich, ich weiß.

Und natürlich

4. Dirty Dancing

Wem fallen noch mehr passende Filme ein? Bitte in die Kommentare.

Allerdings ist das Fernsehprogramm – zwar nicht in tänzerischer Absicht, aber dennoch – beachtlich. Auf RTL II läuft „der Exorzist“ und „Hellraiser 8 – Hellworld“. Frohe Ostern.

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Über ui.

Manuel Wolff ist der Autor von "ui. der blog.", Außerdem "ui. der vlog." auf Youtube und diverse andere Projekte. Hauptberuflich Stand Up Comedian und Musikkabarettist und Improgott. G+

66 Gedanken zu „Tanzverbot! Der Gottesstaat NRW

  1. Das ist im übrigen nicht nur in NRW so, das ist in den meisten Bundesländern die Regel, teilweise haben die Städte noch weitergehende Sonderregeln.

    1. @Thomas: Das stimmt zwar, dass es auch in einigen anderen Bundesländern die Tanzverbote gibt, allerdings macht das das ganze auch nicht besser. 14 Bundesländer haben heute Einschränkungen, das ist echt erschreckend. Übrigens, in Berlin sei heute von 4 bis 21 Uhr diese Einschränkung. Da bin ich mal gespannt, ob heute Abend im Quatsch Comedy Club die Polizei auftaucht, der geht nämlich um 20 Uhr los.

  2. Howdy;
    eine schöne Idee, das mit den Tanzfilmen.

    Die Stadt Trier hat sich im November 2009 selbst ein Ordnungsgeld angedroht, indem sie ein (ausverkauftes) Gastspiel des Theaters Trier im Varieté CHAT NOIR verboten hat, weil „stiller Feiertag“ war (ich glaube Totensonntag). Das Theater ist windelweich eingeknickt und hat abgesagt. Die Worte „Zensur“ und „Bullshit“ sind damals nicht mir als damaligem Booker des Chat Noir über die Lippen gekommen (für uns bedeutete dieser Schritt vierstellige Umsatzeinbußen und jede Menge Ärger), sondern einem Mitarbeiter des Theaters. Eigentlich sollte (laut Bescheid) auch noch die Polizei vorbeischauen, quasi um zu kontrollieren, ob wir auch alle die Hände über der Bettdecke haben, aber die hatten wohl besseres zu tun. In der einen Steinwurf entfernten Tuchfabrik (dem soziokulturellen Zentrum von Trier) lief übrigens völlig unbehelligt die Boulevardkomödie „Die Eule und das Kätzchen“…

    Details gerne auf Anfrage.
    Ich habe damals aus Zeit- und Nervengründen darauf verzichtet, auf die Barrikaden zu gehen, aber wenn ich jetzt diese ganzen Tanzverbots-Artikel lese, kommts mr grad wieder hoch. Man müsste da echt mal was tun.

    Gruß,
    Tom

    1. @Babel. Kannst Du mal genauer erklären, was Du mit dem heiligen Sonntag verstehst und mit dem Karfreitag nicht? Was ist der Unterschied? Abgesehen davon, dürfen sonntags Theatervorstellungen stattfinden.

  3. Filmvorschlag:
    Pulp Fuction, kennt jeder.
    Da wird getanzt und immerhin ein Bibelzitat öfter wiederholt. Passt doch.
    OK, Das Bibelzitat ist das nicht ganz korrekt, aber immerhin.
    Ezechiel, 25:17
    „Ich nehme an ihnen bittere Rache durch grimmige Züchtigung, damit sie erkennen, dass ich Jahwe bin, wenn ich meine Rache an ihnen nehme.“

    Ich glaube, dieser Jahwe hatte nen ziemlich kleinen Pimmel.

  4. Ich bin mit Sicherheit kein Verfechter der Kirche, egal welcher Art. Ehrlich gesagt geht mir das alles am Allerwertesten vorbei. Aber nichtsdestotrotz leben wir in einem christlichen Staat und da finde ich es nicht zu viel verlangt, hin und wieder auch christliche Gebote einzuhalten. Karfreitag ist einmal im Jahr, also bringt es wohl niemanden um, einmal im Jahr auf Veranstaltungen jeglicher Art zu verzichten (zumal es auch nicht in jedem Bundesland verboten ist), immerhin hat man noch 364 weitere Tage, um seiner Vergnügungssucht nachzukommen. Abgesehen davon, auch Atheisten und Anhänger anderer Religionen nehmen in Deutschland wohl gerne jeden christlichen Feiertag mit, oder gibt es irgendjemanden, der sagt: „Wie, Karfreitag ist frei?! Och nöö, ich würd aber viel lieber arbeiten.“ Und an diesem einen speziellen Tag, an dem Christen der Kreuzigung Jesu gedenken, kann man auch einfach mal die Füsse still halten.

    1. @NupharLutea: „nichtsdestotrotz leben wir in einem christlichen Staat“ ist ein saublödes Totschlagargument, mit Verlaub. Wenn das der Grund ist, dann muss man das halt ändern. Mit so einem Scheißargument, könnte man auch Religionsindoktrination an Schulen rechtfertigen, Moscheebau verbieten und eigentlich alles, was dem Kirchenstaat nicht passt, untersagen.

      Ich bin kein Christ, war nie einer und bin genauso Staatsmitglied wie jeder andere und jetzt soll es heißen, „Pech, Dein Staat ist christlich?“ Na da kann ich doch nix für, ich hab mir das doch nicht ausgesucht.

      „Karfreitag ist einmal im Jahr, also bringt es wohl niemanden um, einmal im Jahr auf Veranstaltungen jeglicher Art zu verzichten“

      Schon, aber warum ausgerechnet Karfreitag? Warum soll ich mich nach christlichen Bräuchen richten?

      „und da finde ich es nicht zu viel verlangt, hin und wieder auch christliche Gebote einzuhalten.“

      Ich finde es nicht zu viel verlangt, es dem Einzelnen zu überlassen, ob er das tun will oder nicht. Schließlich gibt es noch eine Menge blutrünstiger christlicher Gebote, die zm Glück auch fast kein Christ mehr einhält.

      „Abgesehen davon, auch Atheisten und Anhänger anderer Religionen nehmen in Deutschland wohl gerne jeden christlichen Feiertag mit, oder gibt es irgendjemanden, der sagt: “Wie, Karfreitag ist frei?! Och nöö, ich würd aber viel lieber arbeiten.”“

      Das ist eine äußerst eingeschränkte Weltsicht. Erst einmal, arbeite ich heute. zweitens gibt es sicherlich viele Künstler, die heute gerne ihre Theater aufhätten, weil sie davon Leben und schauen müssen, wie sie ihre Miete bezahlen. Und außerdem stört mich nicht ein Tag frei, aber dass ich an einem Tag frei weder in die Disse oder ins Theater gehen kann und mir nicht mal Lebensmittel kaufen kann.

  5. @ui: Hmm, mir war nicht klar, dass der Film was mit Tanzverbot zu tun haben muss. Der Film ist mir spontan in den Sinn gekommen, als es um Tanzen und Religion ging.

    @NupharLutea: Falsch, wir leben nicht in einem christlichen Staat. Laut Grundgesetz sind Staat und Kirche getrennte Angelegenheiten. Und das ist prinzipiell erst einmal gut so.
    Leider wird diese Trennung immer noch zu oft aufgehoben, was man an Sonderrechten und Sonderregelungen mit religiösem Bezug sehen kann.
    Deine Argumentation hinkt. Es würde auch niemanden umbringen, wenn am Karfreitag und Totensonntag etc. Tanzveranstaltungen erlaubt wären.

  6. @ixiter: Echt, steht das im Grundgesetz? Ich dachte, die Trennung von Kirche und Staat sei etwas amerikanisches und gäbe es hier nicht. Nur dass niemand in der Ausübung seiner Religion gehindert werden darf.

    Und meine Religion besteht nun mal aus Tanzen am Karfreitag. Ich tanze ja den Rest des Jahres nicht.

  7. @ui: Es steht jedem frei, in ein Land seiner Wahl auszuwandern…
    Es gibt nun mal in jedem Land Gesetze und in Deutschland sind sie eben christlich angehaucht, das liegt in der Geschichte des Landes begründet. Das hat nichts mit Religionsindoktrination an Schulen, Verbot des Moscheebaus oder anderem, was dem Kirchenstaat nicht passt, zu tun, seit der Säkularisation sind Kirche und Staat getrennt. Abgesehen davon würde ich gerne wissen, welche blutrünstigen christlichen Gebote es so gibt. Mir sind da keine bekannt.
    In anderen Ländern, in denen andere Religionen die Mehrheit bilden, wird es auch da die entsprechenden Gesetze geben. Und da Atheisten in Deutschland nun mal die Minderheit bilden, haben sie da einfach mal Pech gehabt, ja.

  8. Ich habe gerade nochmal nachgeschaut, im Grundgesetz steht da nichts von Trennung von Kirche und Staat. Deswegen gibt es ja auch Religionsunterricht an unseren Schulen, das ist ja das perfide.

  9. Die Trennung von Kirche und Staat liegt in §140 GG begründet.

    Desweiteren steht es Eltern in Deutschland frei, ihre Kinder am Religionsunterricht teilhaben zu lassen oder auch nicht. Sind die Kinder 14 Jahre alt, dürfen sie darüber selbst entscheiden.

  10. @NupharLutea: Also so langsam gehst Du mir gegen den Strich, mit Verlaub Deine Argumentationsweise ist echt bescheuert.

    Wenn einem etwas nicht passt, soll man abhauen? Komische Einstellung, dadurch wird die Situation doch nicht besser. Vor allen Dingen, warum soll ich auswandern, wenn mir eine Sache nicht passt? Vielleicht gibt es andere Sachen, die mir ganz gut passen? Also auf das Niveau dieser Billig-Totschlag-Argumente, die undifferenziert sind wie noch was, müssen wir uns hier wirklich nicht einlassen.

    „@ui: Es steht jedem frei, in ein Land seiner Wahl auszuwandern…“

    Wie verpeilt ist das denn? Auf welchem Planeten lebst Du denn? Ich fände es total schön, wenn es so wäre, wenn alle, die hier Asyl beantragen auch Asyl bekommen. Ich selbst würde gerne in die USA auswandern (Scherz). Was muss ich tun, einfach meine Sachen packen und hin?

    Wäre das auch Deine Lösung für den Iran? Wem es nicht passt, der soll doch einfach auswandern? Oder für die DDR damals? „Es steht jedem frei, in ein Land seiner Wahl auszuwandern…“

    Ganz ehrlich, Hans Guck-in-die-Luft, so eine Ignoranz deinerseits macht mich krank.

    „Es gibt nun mal in jedem Land Gesetze und in Deutschland sind sie eben christlich angehaucht, das liegt in der Geschichte des Landes begründet.“

    Und Gesetze, die falsch sind, müssen geändert werden. Die Geschichte Deutschlands hat noch ganz andere Sachen hinter sich und Geschichte bedeutet eigentlich, dass man sich weiterentwickelt und nicht reaktionär an Mist festhält.

    „Das hat nichts mit Religionsindoktrination an Schulen, Verbot des Moscheebaus oder anderem, was dem Kirchenstaat nicht passt, zu tun, seit der Säkularisation sind Kirche und Staat getrennt.“

    Nicht wirklich.

    „Abgesehen davon würde ich gerne wissen, welche blutrünstigen christlichen Gebote es so gibt. Mir sind da keine bekannt.“

    Aber die Bibel hast Du gelesen?

    Versuch mal Exodus 21;17, Leviticus 20;9, Matthäus 15;4 („Gott hat gesagt: Ehre Vater und Mutter!, und: Wer Vater oder Mutter verflucht, soll mit dem Tod bestraft werden.“)

    Oder Leviticus 20;13 – Schwule bitte umbringen.

    Und das ist nur ein kleiner Anfang. Sag Bescheid, wenn DU mehr brauchst. Ach, hier ist auch noch gut:
    Gesetz Gottes

    „In anderen Ländern, in denen andere Religionen die Mehrheit bilden, wird es auch da die entsprechenden Gesetze geben.“

    Oh, in einer Demokratie bedeutet aber Mehrheit nicht, dass man alles unterdrückt, was Minderheit ist. Das wäre Faschismus. In den USA leben viel mehr Christen, als in Deutschland und die sind noch viel fundamentalistischer, dennoch gibt es in Schulen keinen Religionsunterricht und ich kann Sonntags in den Supermarkt.

    „Und da Atheisten in Deutschland nun mal die Minderheit bilden, haben sie da einfach mal Pech gehabt, ja.“

    Ach so,

    Und da Schwule in Deutschland nun mal die Minderheit bilden, haben sie da einfach mal Pech gehabt, ja.
    Und da Schwarze in Deutschland nun mal die Minderheit bilden, haben sie da einfach mal Pech gehabt, ja.
    Und da Moslems in Deutschland nun mal die Minderheit bilden, haben sie da einfach mal Pech gehabt, ja.
    Und da Juden in Deutschland nun mal die Minderheit bilden, haben sie da einfach mal Pech gehabt, ja.
    Und da nicht-CDU-Wähler in Deutschland nun mal die Minderheit bilden, haben sie da einfach mal Pech gehabt, ja.

    So so. Schon in die Fänge der NPD geraten?

  11. @Bianca: Natürlich ist das ernst gemeint. Das einzige, was nicht stimmt, ist das Kino auch nur mit Einschränkungen erlaubt ist. Die gezeigten Filme müssen dem Kultusminister passen. Ehrlich.

    @NupharLutea: Theoretisch, ja. Aber Du siehst ja, dass die Praxis anders ist.

  12. @NupharLutea: Also so langsam gehst Du mir gegen den Strich, mit Verlaub Deine Argumentationsweise ist echt bescheuert.

    Wenn einem etwas nicht passt, soll man abhauen? Komische Einstellung, dadurch wird die Situation doch nicht besser. Vor allen Dingen, warum soll ich auswandern, wenn mir eine Sache nicht passt? Vielleicht gibt es andere Sachen, die mir ganz gut passen? Also auf das Niveau dieser Billig-Totschlag-Argumente, die undifferenziert sind wie noch was, müssen wir uns hier wirklich nicht einlassen.

    „@ui: Es steht jedem frei, in ein Land seiner Wahl auszuwandern…“

    Wie verpeilt ist das denn? Auf welchem Planeten lebst Du denn? Ich fände es total schön, wenn es so wäre, wenn alle, die hier Asyl beantragen auch Asyl bekommen. Ich selbst würde gerne in die USA auswandern (Scherz). Was muss ich tun, einfach meine Sachen packen und hin?

    Wäre das auch Deine Lösung für den Iran? Wem es nicht passt, der soll doch einfach auswandern? Oder für die DDR damals? „Es steht jedem frei, in ein Land seiner Wahl auszuwandern…“

    Ganz ehrlich, Hans Guck-in-die-Luft, so eine Ignoranz deinerseits macht mich krank.

    „Es gibt nun mal in jedem Land Gesetze und in Deutschland sind sie eben christlich angehaucht, das liegt in der Geschichte des Landes begründet.“

    Und Gesetze, die falsch sind, müssen geändert werden. Die Geschichte Deutschlands hat noch ganz andere Sachen hinter sich und Geschichte bedeutet eigentlich, dass man sich weiterentwickelt und nicht reaktionär an Mist festhält.

    „Das hat nichts mit Religionsindoktrination an Schulen, Verbot des Moscheebaus oder anderem, was dem Kirchenstaat nicht passt, zu tun, seit der Säkularisation sind Kirche und Staat getrennt.“

    Nicht wirklich.

    „Abgesehen davon würde ich gerne wissen, welche blutrünstigen christlichen Gebote es so gibt. Mir sind da keine bekannt.“

    Aber die Bibel hast Du gelesen?

    Versuch mal Exodus 21;17, Leviticus 20;9, Matthäus 15;4 („Gott hat gesagt: Ehre Vater und Mutter!, und: Wer Vater oder Mutter verflucht, soll mit dem Tod bestraft werden.“)

    Oder Leviticus 20;13 – Schwule bitte umbringen.

    Und das ist nur ein kleiner Anfang. Sag Bescheid, wenn Du mehr brauchst.

    „In anderen Ländern, in denen andere Religionen die Mehrheit bilden, wird es auch da die entsprechenden Gesetze geben.“

    Oh, in einer Demokratie bedeutet aber Mehrheit nicht, dass man alles unterdrückt, was Minderheit ist. Das wäre Faschismus. In den USA leben viel mehr Christen, als in Deutschland und die sind noch viel fundamentalistischer, dennoch gibt es in Schulen keinen Religionsunterricht und ich kann Sonntags in den Supermarkt.

    „Und da Atheisten in Deutschland nun mal die Minderheit bilden, haben sie da einfach mal Pech gehabt, ja.“

    Ach so,

    Und da Schwule in Deutschland nun mal die Minderheit bilden, haben sie da einfach mal Pech gehabt, ja.
    Und da Schwarze in Deutschland nun mal die Minderheit bilden, haben sie da einfach mal Pech gehabt, ja.
    Und da Moslems in Deutschland nun mal die Minderheit bilden, haben sie da einfach mal Pech gehabt, ja.
    Und da Juden in Deutschland nun mal die Minderheit bilden, haben sie da einfach mal Pech gehabt, ja.
    Und da nicht-CDU-Wähler in Deutschland nun mal die Minderheit bilden, haben sie da einfach mal Pech gehabt, ja.

    So so. Schon in die Fänge der NPD geraten?

  13. Beleidigen lassen muss ich mich von Dir mit Sicherheit nicht. Was hat meine Ansicht mit denen der NPD zu tun? Dass Du das ganze direkt auf andere Minderheiten beziehst, ist nicht mein Problem, was haben Gesetze, die einen christlichen Hintergrund haben, zu tun mit Schwulen, Schwarzen, Moslems, Juden (beide Religionen werden in Deutschland durch §140 GG geschützt) und Nicht-CDU-Wählern? Und es ist schön, dass Du hier von undifferenzierten Billig-Totschlag-Argumenten sprichst, was bitte ist denn Deine Aussage „Und meine Religion besteht nun mal aus Tanzen am Karfreitag. Ich tanze ja den Rest des Jahres nicht.“ dann?
    Asyl kann man beantragen, wenn man in einem Land aus politischen und/oder religiösen Gründen verfolgt wird oder gegen die Menschenrechte verstossen wird, dass das in Deutschland so ist, war mir bisher noch nicht bekannt. Weiter ist mir bisher verborgen geblieben, dass wir in einer Diktatur oder in einem Gottesstaat leben, wie damals in der DDR bzw. heute im Iran.

    „Und Gesetze, die falsch sind, müssen geändert werden. Die Geschichte Deutschlands hat noch ganz andere Sachen hinter sich und Geschichte bedeutet eigentlich, dass man sich weiterentwickelt und nicht reaktionär an Mist festhält.“
    Abgesehen davon, dass es jedem frei steht, zum Beispiel entsprechende Petitionen einzureichen, weisst Du, wie viele heute noch gültigen Gesetze aus der NS-Zeit bzw. aus dem Kaiserreich stammen?

    Die von Dir gebrachten Zitate sind nicht Teil des Dogmas der heutigen Kirche. Das Christentum basiert im Wesentlichen auf den 10 Geboten und auf den Aussagen aus dem Neuen Testament (siehe z.B. Einsetzung der Eucharistie am Gründonnerstag).

    Abschliessend lässt sich festhalten, dass Du Dich mit Deiner Argumenation im Kreis drehst und keine wirklich neuen Argumente bringst…

  14. Das sind doch einfache Ueberbleibsel aus vergangenen Zeiten, eigentlich ein Wunder dass Gesetzgeber in viel Laendern die nicht aendern.
    Die Sperrstunde in England wurde ja auch erst vor nich allzulanger Zeit ad acta gelegt, da man nach 60 Jahren dann doch festgestellt hat dass das deutsche Reich schon laengst aufgehoert hat um sich zu schiessen.
    Ich wohne zwar nicht mehr in De, kann mich aber dran erinnern dass es eine ganze Menge Sonderregelungen gab – in Duesseldorf waren einige Diskos auf, wenn sie auch nicht ganz so laut sein durften, und einige Diskos im Ruhrgebiet waren einfach auf, ohne Musik (was dann in tollen betrunken Choeren endete, uebrigens eine tolle Idee).
    Zum Thema andere Laender: Ich lebe momentan in eine Stadt die weltweit fuer wildeste Parties bekannt ist (Bangkok) – und per Gesetz macht alles um 2 Uhr dicht, und es gibt eigentlich nur 3 Laeden hier die ein deutscher auch ernsthaft als Disko bezeichen wuerde.
    Manchmal sieht man aus der Ferne dann doch alles verschwommen, im grossen und ganzen sind meine Feiererinnerungen in De eher positiver als in anderen Laendern ^^

  15. @Chrissi: Wessen Problem?

    @NupharLutea: Na, Du musst schon bei Deinen Argumenten bleiben und nicht plötzlich diese vergessen. Ich hab Dich doch extra noch mal immer zitiert, damit Du den Zusammenhang verstehst. Jetzt nimmst Du meine Antworten und reagierst daruf, als hättest Du das, worauf ich mich bezog, gar nicht gesagt. So kann man nicht diskutieren und dafür ist die Diskussion mit Dir für mich beendet, weil es reine Zeitverschwendung ist, wenn Du nicht verstehst, was an Deinem Satz: “Und da Atheisten in Deutschland nun mal die Minderheit bilden, haben sie da einfach mal Pech gehabt, ja.” falsch ist.

    Und was das Dogma der Kirche angeht, die heilige Schrift der Christen ist die Bibel und nicht „ein paar Sachen aus der Bibel, aber der Rest nicht mehr“.

  16. Schade, wenn jemand etwas bloggt und dann nicht akzeptieren kann, dass es auch andere Meinungen gibt und diese kundgetan werden. Dann lieber diese Person beleidigen, schon klar…

  17. Hallo? Wer sagt denn, dass ich keine anderen Meinungen akzeptiere? Ich akzeptere ja Deine Meinung, das macht sie allerdings immer noch nicht richtig. Ich halte Deine Meinung grundsätzlich für falsch, so wie Du meine Meinung grundsätzlich für falsch halte und habe Deinen für mich unsinnigen Argumenten etwas entgegengehalten, auf das Du leider nicht reagieren konntest.

  18. Zunächst mal vorneweg meine Meinung zum Thema: Diese Karfreitagsregelungen sind tatsächlich Relikte vergangener Zeiten und sollten in einem modernen demokratischen Staat wirklich nochmal überprüft werden. Ich persönlich glaube, dass eine Bestandsaufnahme zur Abschaffung solcher Gesetze führen würde und würde das begrüßen.

    Ich finde es gut, dass du auf einen wichtigen Missstand mit diesem Blogbeitrag aufmerksam gemacht hast, aber mir geht es nicht in den Kopf, warum dir so die Hutschnur platzt, wenn jemand, der sogar bekundet, dass ihm die Kirche am Allerwertesten vorbei geht, anderer Meinung ist als du?

    Du forderst eine Diskussion und lädtst dazu über auf allen Kanälen ein, um dann andere Meinungen niederzuprügeln? Du hättest inhaltliche Fehler von NupharLutea aufdecken können, Argumente kontern und deine Meinung weiter unterstreichen können, stattdessen bezeichnest du ihre Argumentation als ignorant, außerirdisch, verpeilt, saublöd und rückst sie in die rechte Ecke (Hallo Goodwin).

    Von diesem Staat verlangst du Meinungsfreiheit und freihe Entfaltung der Persönlichkit, aber in deinem Blog gilt das nicht? Dann schalte doch solche Kommentare gar nicht frei, wenn sie dir nicht passen. Was ist das für eine „Diskussion“, wenn hier alle nur deiner Meinung wären?

    Was NupharLutea mit ihrem Minderheits-Argument (zugegeben etwas salopp) formuliert hat, habe ich einfach wie folgt verstanden: Die Mehrheit macht in Deutschland über die Wahlen Gesetze, die dann leider auch die jeweilige Minderheit akzeptieren muss. Wer findet, dass diese Gesetze seine Grundrechte einschränken, kann damit zum BVerfG gehen (würde mich mal interessieren, ob das schonmal versucht wurde gegen dieses Tanzverbot), demonstrieren oder zivilen Ungehorsam üben (deshalb fand ich deine Flashmob und Kinofilm-Ideen anfangs so schön). Mit keinem Wort hat NupharLutea irgendetwas verfassungswidriges gefordert, in dass du sie/ihn hineinsteigerst.

    Und im Übrigen solltest du dich mal auseinandersetzen mit dem Unterschied zwischen Dogma und Bibel. Weil das anscheinend zu kompliziert ist, will ich es einfacher ausdrücken: Nur weil Jahwe vor 4000 Jahren dem Volk der Israeliten (oder wem auch immer) gesagt hat, man soll dies und das tun, muss dass nicht für einen Christen heute gelten. Für Christen gibt es Regeln, welche Teile der Bibel zu befolgen sind und welche weiteren Regeln darüber hinaus.

    Worum geht es dir eigentlich? Hat dir die Kirche, das Judentum oder der Islam irgendetwas getan (ok, das Tanzen am Karfreitag in öffentlichen Gebäuden verboten, geschenkt)? Kann nicht jeder glauben und tun was er will, solange es deine und meine Rechte nicht verletzt? Oder willst du einfach nur Traffic generieren. Der einzige, bei dem hier jedenfalls die „Emotionen hochkochen“ bist bisher du.

  19. Also wenn man sagt, dass Minderheiten einfach Pech gehabt haben, dann ist das für mich kein Argument. Wenn man sagt, dass man das schöne Deutschland doch einfach verlassen solle, wenn einem etwas nicht passt, dann auch nicht.

    Wenn nicht mehr alle Teile der Bibel gelten für Christen (was ja auch nicht stimmt, es gibt solche und solche, als ob alle Christen das gleiche glauben und predigen würden), warum werden die Dinger dann nicht revidiert?

    Jeder kann Glauben, was er will, richtig. Jeder hat das Recht Unfug zu glauben und jeder hat das Recht dagegen anzugehen. Mir persönlich hat das Judentum und der Islam nichts getan, die christliche Kirche schon eher, aber eigentlich nichts Schlimmes. WEnn ich aber nicht von mir persönlich ausgehe, dann haben die Religionen (und zwar alle), einen Haufen Scheiße verbockt und es wird endlich mal Zeit, aufzuwachen.

    Schade, dass auf meine Entgegnungen auf ihre „Argumente“ leider überhaupt kein Bezug genommen wurde.

  20. @NupharLutea: Mit Verlaub, aber das ist nicht, was Du die ganze Zeit gesagt hast. Kann ja jeder nachlesen. Vielleicht ist das das, was Du sagen wolltest, hast Du aber nicht. Ich hätte es ja gut gefunden, wenn Du auf meine Argumente eingegangen wärst, wir können ja nochmal SChritt für Schritt anfangen, vielleicht ist es dann für Dich verständlicher. Ich beschränke michh mal auf:

    “Karfreitag ist einmal im Jahr, also bringt es wohl niemanden um, einmal im Jahr auf Veranstaltungen jeglicher Art zu verzichten”

    Schon, aber warum ausgerechnet Karfreitag? Warum soll ich mich nach christlichen Bräuchen richten?

    “Abgesehen davon, auch Atheisten und Anhänger anderer Religionen nehmen in Deutschland wohl gerne jeden christlichen Feiertag mit, oder gibt es irgendjemanden, der sagt: “Wie, Karfreitag ist frei?! Och nöö, ich würd aber viel lieber arbeiten.””

    Das ist eine äußerst eingeschränkte Weltsicht. Erst einmal, arbeite ich heute. zweitens gibt es sicherlich viele Künstler, die heute gerne ihre Theater aufhätten, weil sie davon Leben und schauen müssen, wie sie ihre Miete bezahlen.

  21. Wäre es nicht das, was ich die ganze Zeit gesagt habe, hätte es chefkocher ja wohl auch nicht so verstanden, oder? Oder glaubst Du, ich habe es nötig, hier unter einem zweiten Nick so zu tun, als wäre ich jemand anderes? Oder Leute, die ich kenne anzuhauen, dass sie meine Meinung unterstreichen sollen?

    Eigentlich ist es sinnlos, das ganze nochmal durchzugehen, Du wirst es auch beim zweiten Mal wohl nicht verstehen. Aber ich versuche es einfach nochmal für Dich:

    Der Karfreitag ist ein christlicher Feiertag. Laut §140 GG ist er zudem noch ein staatlich anerkannter Feiertag und ist damit gesetzlich geschützt. Zudem gilt in einigen Bundesländern: Öffentlich bemerkbare Handlungen, die die äußere Ruhe stören oder dem Wesen des Feiertages widersprechen, sind verboten.

  22. Das Minderheiten-Argument habe ich bereits erklärt: Im Rahmen der Grundrechte haben Minderheiten Pech gehabt. Was man dagegen tun kann, habe ich erklärt (die Liste ist nicht vollständig), Deutschland zu verlassen, wenn man es überhaupt nicht mehr aushält, sollte nur allerletzte Wahl sein.

    Natürlich gibt es verschiedene Konfessionen und damit unterschiedliche Regeln. Und dann liegt es ja nochmals beim Einzelnen, wie streng und fromm er sich daran hält. Ich hatte bewusst vereinfacht. Es wurden auch in 2000 Jahren einige Revisionen vorgenommen, aktuell flammt ja bspw. wieder die Diskussion um das Zölibat innerhalb der Katholischen Kirche auf. Warum dass nicht nicht schneller geht oder so revidiert wird, wie du es dir vorstellst, kann ich dir nicht beantworten. Aber ich weiß, dass zumindest ich über solche Dinge in der Schule abendfüllende und spannende Diskussionen mit Priestern führen konnte.

    Dass ich auf deine sonstigen Entgegnungen nicht eingehe, liegt an zwei Sachen:

    1.) wir sind von der Meinung nicht so weit entfernt wie du meinst. Ich finde deine Idee mit den Flashmobs gut.

    2.) Ich finde wenig Argumente, lediglich verweise auf totalitäre Regime, wo die Menschen nicht „abhauen“ können und konnten. Wer hier wünscht sich dorthin?

  23. Ja richtig, so ist die Regelung in Deutschland. Damit hast Du aber noch keine Meinung kundgetan oder irgendwie reagiert, sondern eigentlich nur die gesetzliche Lage zusammengefasst, die im Übrigen im Artikel schon genannt wurde. Und jetzt?

    Ich versuche es einfach nochmal:

    “Karfreitag ist einmal im Jahr, also bringt es wohl niemanden um, einmal im Jahr auf Veranstaltungen jeglicher Art zu verzichten”

    Schon, aber warum ausgerechnet Karfreitag? Warum soll ich mich nach christlichen Bräuchen richten?

    “Abgesehen davon, auch Atheisten und Anhänger anderer Religionen nehmen in Deutschland wohl gerne jeden christlichen Feiertag mit, oder gibt es irgendjemanden, der sagt: “Wie, Karfreitag ist frei?! Och nöö, ich würd aber viel lieber arbeiten.””

    Das ist eine äußerst eingeschränkte Weltsicht. Erst einmal, arbeite ich heute. zweitens gibt es sicherlich viele Künstler, die heute gerne ihre Theater aufhätten, weil sie davon Leben und schauen müssen, wie sie ihre Miete bezahlen.

  24. @chefkocher: „Im Rahmen der Grundrechte haben Minderheiten Pech gehabt.“ – Absolut nicht. Im Gegenteil. Zumindest von der Idee der Grundrechte sollte es das absolute Gegenteil sein Denn Grundrechte gelten für Alle, auch für Minderheiten.

  25. Ach je, ich hab ja gewusst, dass Du es nicht verstehen wirst. Hinterfragst Du eigentlich jedes Gesetz in Deutschland oder nur die christlichen Ursprungs?
    Ich habe schonmal gesagt, dass unser Land christliche Wurzeln hat, also hat auch ein Teil unserer Gesetze christlichen Usprung, da früher Kirche und Staat viel mehr verwoben miteinander waren. Wären wir ein Staat, in dem seit jeher vorwiegend Anhänger des Islam leben würden, hätten wir muslimische Wurzeln und einmal im Jahr Ramadan. Dass wir aber das Christentum in Deutschland haben, liegt an Konstantin dem Grossen, der im Jahr 313 die entsprechenden Weichen gestellt hat und an Theodosius I., der es dann ein paar Jahrzehnte später zur Staatsreligion erhoben hat.
    Und wie ich schon gesagt habe, wem Gesetze in Deutschland nicht zusagen, der kann etwas dagegen tun. Das steht jedem frei.

  26. Ja das ist mir ja schon klar, ich würde aber gerne Deine Meinung hören. Du hast doch gesagt, dass Du es okay findest, dass es diese Regelung am Karfreitag gibt. Also, „Warum soll ich mich nach christlichen Bräuchen richten?“

    Und das mit dem sich freuen über den Tag frei, darauf hast Du auch nicht reagiert.

  27. Damit hast Du meine Meinung doch schon gehört. Oder soll ich jetzt irgend etwas sagen, was Dir in den Kram passt? Ich finde es ok, dass es diese Regelung am Karfreitag gibt, auch wenn ich mit der Kirche nix anfangen kann. Ich fühle mich deshalb nicht in meinen Grundrechten eingeschränkt. Jeder, der eine Religion ausübt, soll das so machen, wie er es für richtig hält, solange er andere damit nicht beeinträchtigt und mich damit in Ruhe lässt.

    Ich werde nicht zum dritten Mal auf Deine Frage antworten. Entweder Du verstehst es oder Du verstehst es nicht und ich glaube, Du willst es gar nicht verstehen. Damit ist zumindest zu dieser Frage eine Diskussion sinnlos. Gleiches gilt für den freien Tag, welcher in meinen beiden vorherigen Antworten mit eingeschlossen ist.
    Augenscheinlich ist es im Moment schick, um jeden Preis auf der Kirche rumzuhacken.
    Genauso kannst Du fragen, warum darf man erst mit 18 Jahren Hochprozentiges trinken. Wieso nicht mit 19 oder 17? Weil es irgendwann mal so festgelegt wurde im Gesetz. Und so sieht es mit den christlichen Feiertagen und den dazugehörigen Bestimmungen auch aus.

  28. „Jeder, der eine Religion ausübt, soll das so machen, wie er es für richtig hält, solange er andere damit nicht beeinträchtigt und mich damit in Ruhe lässt.“

    Och, das kann ich auch unterstreichen, aber so ist es ja leider nicht. Ich werde dadurch ja beeinträchtigt. Also, warum soll ich mich nach christlichen Bräuchen richten?

  29. War ja klar, dass Du genau darauf anspringst. Du wirst also dadurch beeinträchtigt, dass Lieschen Müller an Karfreitag in die Kirche geht und der Kreuzigung Jesu gedenkt? Oder dass Oma Kaluppke Sonntags die Eucharistie empfängt? Komisch, mir macht das nix aus.
    Dass irgendjemand seiner Religion nachgeht, beeinträchtigt Dich doch nicht in Deinem Leben. Vielleicht solltest Du mal anfangen zu unterscheiden zwischen Ausübung von Religion und Gesetzen. Und nicht einfach blind auf alles hauen, was auch nur ansatzweise mit Kirche zu tun hat.

  30. Das ist doch wirklich nicht so schwer zu verstehen. Ich werde dadurch beeinträchtigt, dass ich ncht meiner Arbeit nachgehen darf, nicht im Theater auftreten darf, nicht tanzen gehen darf und und und.

  31. @ui ich finds gut das der sonntag quasi ein tag gegen die hetzerei des alltags ist und die menschen zur ruhe kommen lässt. man kann halt nicht arbeiten und einkaufen etc und muss sich anders beschäftigen. den sinn von heute versteh ich nicht. vllt nochmal einmal im jahr die diskussion darüber zu entfachen was die menschheit will – und das jeder einzelne in sich geht und sich mit sich selbst beschäftigt? 😉 einige einschränkungen der kirche find ich gut – wirtschaft über alles? nein danke… es gibt mehr.

  32. Da hast Du richtig verstanden. Weil ich nix dagegen habe, in einem Staat mit christlichen Werten und christlichem Ursprung zu leben und dafür auch bereit bin die „Nachteile“, die ich als solche nicht empfinde, in Kauf zu nehmen. Ich fühle mich nicht eingeschränkt dadurch, dass manche Gesetze in Deutschland christlichen Ursprung haben und vorwiegend der katholischen Kirche entgegenkommen, auch wenn ich dann an Sonntagen und/oder Feiertagen zum Beispiel nicht einkaufen kann.

  33. @Babel: Du musst bedenken, dass ich als Künstler mit der Freizeitgestaltung anderer Geld verdiene, soll heißen, meist gerade dann arbeite, wenn die anderen es nicht tun.

  34. Also ist es für Dich okay, wenn es mich einschränkt, so lange es Dich nicht einschränkt? Hm.

    Also “Jeder, der eine Religion ausübt, soll das so machen, wie er es für richtig hält, solange er andere damit nicht beeinträchtigt und mich damit in Ruhe lässt.” ist ja okay, aber ich hab Dir erklärt, wie ich beeinträchtigt werde und jetzt findest du es okay, dass ich beeinträchtigt werde. Ja was denn nun?

  35. Wie gesagt, Du willst es scheinbar nicht verstehen. Es gibt einen Unterscheid zwischen Religion ausüben und Gesetzen mit christlichen Ursprung. Ich habe ganz klar von Religion ausüben gesprochen, Du hast mich ja selber zitiert, lies es einfach nochmal nach. Ich habe nie gesagt, dass alles, was die Kirche macht oder festgelegt hat oder dass sämtliche Gesetze für jeden und immer richtig sind. Und ich habe auch nicht gesagt, dass ich es gut oder okay finde, wenn irgendjemand durch irgendetwas beeinträchtigt wird. Ich kann nur für mich sprechen, dass andere das anders sehen ist ihr Ding. Ich kann nix dafür, wenn Du Dich von irgendwelchen Gesetzen eingeschränkt fühlst. Da musst Du Dich dann selber drum kümmern und gegebenenfalls Beschwerden und Petitionen einreichen und Änderungen vorschlagen. Aber mir nicht ans Bein pinkeln oder mich beleidigen, wenn ich das anders sehe.

  36. jagut das stimmt! aber rücksicht kann nur auf die größere menge und nicht auf alle genommen werden. die dicke frau im bus müsste aufstehen um 2 anderen platz zu machen 😉 ich glaub wenn wir ein gutes grundsystem hätten und die ökonomie wieder das ziel verfolg was sie eig tun sollte (dem menschen helfen ein schönes leben zu führen) könnten die menschen frei für sich entscheiden wann sie arbeiten. aber was würde jetzt passieren wenn es keine sonntage und feiertage und keine einschränkungen mehr gäb – jeder würde mehr arbeiten. und wär das so jut?

  37. Also, ich will es mal so sagen. Du weißt 364 Tage vorher im Jahr, dass Du an diesem Tag nicht Theater spielen kannst. Dann organisiere Dich so, dass es keinen Einfluss auf Dich hat, soll heißen verdiene an den anderen Tagen genug. ich denke, dass es gar nicht um diesen Punkt geht. Es geht dir lediglich darum zu provozieren und zumindest zum Denken anzuregen, bestens: das ist schön. – Danke dafür.
    Ich genieße einen ruhigen, sonnigen Tag und ist dir aufgefallen, dass heute nirgends die Kirchenglocken läuten. Das ist nämlich auch ein Ritual: Der Karfreitag ist ein stiller Tag. Genieße ihn und erfreue Dich an ihm.

  38. NupharLutea: Ich habe Dich schon verstanden. Du fühlst Dich nicht eingeschränkt, daher ist es Dir wurscht, wenn andere eingeschränkt sind.

  39. @Dora: Ich wäre schon zufrieden, wenn an den anderen Tagen keine Kirchenglocken läuten würden. Aber anderen vorzuschreiben, dass sie genug Geld zu verdienen haben und vor allen Dingen wann, ist mehr als ein starkes Stück. Ich kann zur Zeit zwar nicht klagen, aber es ist nicht so, dass es allen in unserem Land so gut gehen würde, dass sie nicht versuchen, jede Gelegenheit zum Arbeiten anzunehmen. Abgesehen davon, sind gerade die freien Tage, die Tage an denen die Leute mal aus dem Hause gehen und sich vielleicht mal ins Kino oder Theater begeben.

    Abgesehen davon, ist es eine schreiende Ungerechtigkeit, dass Theater verboten wird, aber Kino und TV weiterlaufen dürfen. Als ob die Theater nicht schon genug zu kämpfen hätten.

  40. Lieber ui^7,
    leider bist Du genauso intolerant wie es Dein Bild der Kirchen und Religionen ist, das Du in Deinem Kopf konstruiert hast.

  41. @ui: Da Du scheinbar nicht in der Lage bist, neue Argumente zu bringen, ist die Diskussion für mich an dieser Stelle beendet. Ich bin kein Rechtsanwalt und kein Politiker oder sonstwas in der Richtung und nicht für das (Seelen-)Heil der Deutschen verantwortlich. Wen etwas stört ist in diesem Land frei, etwas zur Änderung beizutragen.

  42. Mir ist Gott scheiß egal und kirchliche Feiertage sowieso.Ich habe heute Hochzeitstag und mein Mann fliegt morgen für längere Zeit weg, ich bin einfach wütend denn ich bin Atheist und fühle mich schon sehr eingeschränkt , ich wäre sehr gerne heute tanzen gegangen obwohl ich morgen auch arbeiten muß. Der Vergleich mit Footlose ist absolut treffend… daß es sowas auch bei uns giebt ist mit Demokratie nicht zu vereinbaren und mehr als von Vorgestern !!!

  43. „Sie können uns nicht das Tanzen verbieten!“
    „Wann hast du das letzte mal getanzt?“
    „Darum geht es doch gar nicht!“

    xD

  44. @Nupharlutea: Ja, das hast Du ja bereits gesagt. Nur ist mir nicht ganz klar, was Du überhaupt willst. Mir scheint, hier manifestiert sich nur eine sehr egoistische Weltsicht. Wenn Dich etwas nicht stört, dann sagst Du „es ist halt so, und so ist es in Ordnung, weil es halt so ist.“ – Warum hast Du denn dann überhaupt die Diskussion angefangen, wenn Du keine Aussage hast?

  45. Ach, ich habe also eine Diskussion angefangen? Das ist mir neu. Ich habe lediglich eine Meinung abgegeben und Du bist drauf angesprungen, weil es nicht Deine Meinung wiedergegeben hat. Wo habe ich denn dann eine Diskussion angefangen?

    Das hat nix mit egoistischer Weltsicht zu tun. Jeder wird irgendetwas haben, was ihn stört und wieder wird es andere geben, die das nicht als störend empfinden. Dann wäre jeder egoistisch. Komische Welt, in der Du lebst. Oder geht es Dir nur darum, dass Du eingeschränkt wirst und deswegen soll doch bitte alles so geändert werden, dass Dir es in den Kram passt? Und schön, dass Du mir unterstellst, ich hätte keine Aussage. Gut zu wissen, dass neben Deiner Meinung wohl keine andere gilt.

  46. Geht ja ganz schön hitzig zu hier in dieser Diskussion…
    Ich bin zwar katholisch, aber dennoch gegen das Tanzverbot, da es in der Tat diejenigen einschränkt, denen der Karfreitag herzlich egal ist – vielleicht abgesehen von der Freude über das längere Wochenende, die ich jedem Atheisten von Herzen gönne, schließlich ist so ein freier Tag etwas schönes.
    In Bezug auf die Supermärkte könnte man das ja fast als Kompromiss gelten lassen – alle bekommen unabhängig von ihrem Glauben oder Nichtglauben einen Tag frei, müssen dann aber eben schon vorher einkaufen, das dürfte nicht zu viel verlangt sein. Schließlich will auch die Verkäuferin vielleicht mal einen Tag mit der Familie verbringen, etc. … Dass Feiertage also ähnlich behandelt werden wie alle Sonntage im Jahr, finde ich legitim.
    Das für einzelne Feiertage (ich glaube neben Karfreitag gibts noch mal einen, bin mir aber nicht ganz sicher) Sonderausnahmen gemacht werden, finde ich nicht in Ordnung. Jeder kann am Sonntag ins Theater oder in die Disco, warum nicht auch am Karfreitag?
    Ich würde es nicht machen, weil es für mich nicht passen würde, aber wieso soll deswegen auch mein ganzer atheistischer Freundeskreis auch daheim bleiben? Das verstehe ich selbst nicht so ganz, denn es ist ja nicht so, dass man zum Feiern gezwungen würde, jeder kann für sich selbst entscheiden, ob ihm der Karfreitag etwas bedeutet und er sich daher einschränken will oder nicht.
    Auperdem dürfte es in den meisten Betrieben kein Problem sein, den Dienstplan so zu organisieren, dass die christlichen Mitarbeiter ihre freien Tage auf die Feiertage legen können – gut, in Theatern ist das vielleicht etwas schwierig, aber da kann man ja differenzieren – wieso sollten nicht die Künstler selbst entscheiden, ob sie auftreten möchten? Gut, bei größeren Ensembles könnte es vielleicht schwierig werden, wenn manche gerne spielen würden und andere nicht – aber jedes Theater hat doch mehrere Stücke im Repertoire, an denen teilweise auch unterschiedliche Schauspieler beteiligt sind, da dürfte sich der Spielplan doch dementsprechend gestalten lassen.

    Ich kann jedenfalls durchaus verstehen, dass man sich über die Einschränkungen ärgert. Ich finde, manchmal würde es gut tun, wenn beide Seiten versuchen, sich in die jeweils andere ein wenig hinein zu denken.

  47. @NupharLutea : Och Nuphar, ja, Du hast die Diskussion angefangen. Du hast einen Kommentar unter einen Blogeintrag abgegeben. Was erwartest Du, dass man dazu schweigt?

    Und sicherlich ist es egoistisch. Wenn Du in etwas eingeschränkt wirst, ich aber nicht, dann zucke ich nicht mit den Schultern und sage „Also ich finde das okay“. Du anscheinend schon.

  48. Also zum Tanzverbot kann ich aus meiner Region nichts feststellen. Wenn es gilt dann wird es von rechtswegen nicht kontrolliert.

    Aber zwischendurch konnte ich lesen das es Dich auch stört das Du überhaupt Sonntags nicht einkaufen kannst. Da bin ich etwas hin und hergerissen, ich jobbe im Gaststättengewerbe und da wird gerade dann Geld verdient wenn die Leute mal Zeit haben auf die Reise zu gehen bzw. „Auswärts“ zu essen. Aber sollte jedes Geschäft, jede Dienstleistung auch Sonntags verfügbar sein?

    Zum einen sei den Leuten die dort arbeiten auch wenigstens ein Tag der Woche wirklich frei gegönnt (Haben ja mittlerweile alle Samstags auch auf) und das duch die Abschaffung des freien Sonntags Jobs entstehen bezweifle ich. Das würde einfach mit bestehenden Personal gefüllt (War auch so als hier die Supermarktketten Ihre Öffnungszeiten bis 22:00 Uhr gestreckt haben). Sicher ist es nicht gerade prickelnd wenn man feststellt das einem gerade Sonntags die Milch oder so ausgeht und man nicht schnell in den Rewe rennen kann, um sich neu einzudecken, aber vielleicht ist ein Tag in der Woche eben ohne dieses Rennen gar nicht so verkehrt (Gut, wenn Du jetzt wirklich verzweifelt Milch brauchst holst Du es an der Tanke.).

    Für mich hat die Wichtigkeit des Sonntags mit geschlossenen Geschäften, Postfilialen (wegduck) etc. nichts mit Religion zu tun, ich habe persönlich so gut wie nichts mit Religion zu tun, aber schon etwas mit Besinnung und zur Ruhe kommen, Zeit für die Familie oder so haben. Wenn der Sonntag zu einem gewöhnlichen Wochentag würde hätte für mich die Woche auch keinen richtigen Abschluß: Ein durchatmen und Montags neu beginnen.
    Wie gesagt, ich arbeite oft am Wochenende, bis zu 3 Sonntage im Monat, habe auch die gesamten Osterfeiertage gearbeitet, aber ich betrachte das aus der Sicht des „Normalbürgers“. Das sind die Leute die unter der Woche keine Zeit haben bei meiner Jobstelle aufzuschlagen weil sie eben im Rewe an der Kasse, bei der Post am Schalter, auf dem Bau im Bagger oder im Büro sitzen.

    Und, wie Du erwähnt hast kommen die Leute Wochenends / Feiertags auch ins Theater. Denkst Du das wäre großflächig noch so wenn es keinen Sonntag mehr gäbe?

    Und Samstags wird ohne wenn und aber die Gass gekehrt.

  49. Timo, ja ich sehe das ähnlich. Mein Gemecker über dass ich sonntags nicht einkaufen kann ist rein egoistisch (obwohl viele Bäckereien haben ja Sonntags auf, Tankstellen auch. Wer darf und wer nicht?).

    Prinzipiell stimme ich Dir zu, Wochenenden sind eine feine Sache und die von Dir genannten Gründe kann ich durchaus nachvollziehen. Aber der Grund, das Sonntags frei ist, ist eben nun mal die Religion. Was ist eigentlich Deine Region?

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