Große Koalition verhindern! so schafft ihr das ganz einfach

Folgendes: Alle denken, jetzt ist es besiegelt, es wird eine große Koalition geben und natürlich sind viele sauer, seien wir mal ehrlich, die meisten wollen das nicht.

Ich wurde allerdings auf einen ungünstigen Fehler der SPD hingewiesen, der es uns gemeinsam ziemlich leicht macht, die große Koalition aus CDU/CSU und SPD noch zu verhindern. Denn es ist so: Die SPD macht eine Mitgliederabstimmung.

Nun ist es so, jedes der 472.000 SPD-Mitglieder kann an der Abstimmung teilnehmen und sich für oder gegen große Koalition entscheiden. Schätzungsweise nur 10% werden allerdings dran teilnehmen UND: nicht alle werden dafür abstimmen!

Und jetzt wird es aber noch einfacher: Alle Menschen, die gegen eine große Koalition sind, können noch schnell vor dem November SPD-Mitglied werden und dann mit abstimmen. Danach kann man ja wieder austreten. Und die Chancen stehen wirklich mehr als gut, dass man mit einer kleinen gemeinsamen Aktion so die große Koalition noch verhindert. Cool, wa?

Also dann schnell mal los, hier kann man Mitglied werden.

Das nennt man dann Basisdemokratie.

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Über ui.

Manuel Wolff ist der Autor von "ui. der blog.", Außerdem "ui. der vlog." auf Youtube und diverse andere Projekte. Hauptberuflich Stand Up Comedian und Musikkabarettist und Improgott. G+

7 Gedanken zu „Große Koalition verhindern! so schafft ihr das ganz einfach

  1. tut mir leid, aber dieser aufruf ist schwachsinn.
    eine grosse koalition spiegelt nun mal die realitäten des wahlergebnisses wieder.
    dagegen stimmung zu machen könnte man strenggenommen als undemokratisch wahrnehmen.
    was soll das?

    1. Undemokratisch ist es, eine Regierung mit 80% der Abgeordneten zu starten, weil es die Oppositionsarbeit massiv behindert, Stichwort: Untersuchungsausschuss

      Zudem ist eine Minderheitsregierung so ziemlich nur in Deutschland ein Tabu, das klappt in anderen Ländern auch. Und bitte kommen Sie mir jetzt nicht mit dem Gespenst der „Unregierbarkeit“. Der einzige Unterschied wäre, dass Merkel nicht einfach machen kann, was sie will, sondern sich Mehrheiten für ihre Vorhaben suchen muss. Dafür ist der Bundestag übrigens auch da, und nicht dafür, einfach Gesetzesvorlagen von der Regierung abzunicken, in einigen Fällen (ESM-Schirm) auch ohne die realistische Möglichkeit der Abgeordneten, sich mit diesem Machwerk überhaupt erst mal auseinander zu setzen. Nur mal so.

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