Horden von Hausfrauen

Am Wochenende mit Regionalzügen fahren ist kein Spaß. Der Grund: Das schöne Wochenend-Ticket. Horden von Hausfrauen steigen nämlich nach ihrem ausgiebigen Sektfrühstück am Samstag in den Zug, um irgendwo hin zu fahren, wo ein kleiner Spaziergang gemacht wird und dann in irgendeine rustikale Kneipe zum Essen und Alkohol-Trinken eingefallen wird.

Und was machen sie im Zug, außer laut zu sein? Richtig – trinken! Sie haben ihre Sektflaschen dabei, die sie nett in Plastikbechern verteilen, manchmal auch an unbeteiligte, die Sicht ist ja schon etwas benebelt. Das allerschlimmste finde ich allerdings das Knabberzeugs, das immer dabei ist. Diese wird nicht in der Originalverpackungen mitgenommen, nein, die Tüte gesalzene Erdnüsse wird schön in eine Tupperdose der passenden Größe geschüttet. Mit dieser schwankt dann eine dieser Tanten durch den Zug und bietet den Hausfrauensitzgrüppchen alle zwei Minuten ein paar Nüsse an.

Und wenn das zu salzig ist, kann man ja noch etwas Sekt nachschütten.

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Über ui.

Manuel Wolff ist der Autor von "ui. der blog.", Außerdem "ui. der vlog." auf Youtube und diverse andere Projekte. Hauptberuflich Stand Up Comedian und Musikkabarettist und Improgott. G+

3 Gedanken zu „Horden von Hausfrauen

  1. …ja! Ja! Und ja! Und ich stelle die Behauptung auf: Frauen zwischen 40 und 65 sind betrunken wesentlich schwieriger auszuhalten, als Männer. Insbesondere wenn man einfach nur seine Ruhe haben will…

    Zu steigern ist Dein Szenario übrigens noch durch Schnapsstiefelchen oder -Krüge aus Steingut, die mit einer rot-weißen Kordel um den jeweiligen Hausfrauenhals gehängt und regelmäßig befüllt und geleert werden.

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