Im ICE Bordbistro-Angebot: Espresso mit Gurken-Extrakt


Über die Hygiene in den kleinen Bordbistros der ICEs sollte man sich lieber keine Gedanken machen. Als ich gerade das Bistro betrat und einen Espresso bestellen wollte – der dort ohnehin schon nahezu ungenießbar ist, ich brauchte aber den Koffein – bereitete der Kellner gerade einen Salat zu. Er griff dabei mit seinen bloßen Händen in ein Plastikgefäß mit Tomaten und in eins mit bereits geschnittenen Gurken. Wischte sich halbherzig die eine Hand an der Hose ab, griff mit der anderen in den Schrank mit den Espressotassen und nahm eine heraus. Allerdings griff er nicht an den Henkel, sondern in die Tasse hinein.
Nachdem er mir den Kaffee gab, wischte er sich mit dem Handrücken die Rotznase ab und wendete sich wieder dem Salat zu.
Vielleicht war das doch nicht so schlecht, als ich unsichtbar war.

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Über ui.

Manuel Wolff ist der Autor von „ui. der blog.“, Außerdem „ui. der vlog.“ auf Youtube und diverse andere Projekte.

Hauptberuflich Stand Up Comedian und Musikkabarettist und Improgott.

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6 Gedanken zu „Im ICE Bordbistro-Angebot: Espresso mit Gurken-Extrakt

  1. Würg. Hatte eigentlich geplant, bei der nächsten längeren Zugreise das erste Mal das Bordbistro zu besuchen – aber nach dieser Beschreibung lass ich das lieber bleiben 😉

  2. Das ist reine Kalkulation. Man spekuliert auf möglichst viele Kundenbeschwerden, um dann eine plausible Erklärung zu haben, die Bistros allesamt wegzurationalisieren.

  3. Erinnert mich an McDonald’s, als die Dame den Löffel schön vorne an der Spitze anfasste, und das zu Hochzeit der Schweinegrippe. Aber sie wird wahrscheinlich vorher nur desinfiziertes Geld angefasst haben. Immerhin gab es nach meinem freundlichen Hinweis ein neues Eis und ich durfte selbst in der Löffelkiste rumwühlen und mir einen raussuchen. Das ist doch nett!

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