Kinder konvertieren (ungelesen Bücher besprechen)


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liebergott

Also. Erstens, das ist noch nicht mal ein Buch. Das ist eine CD. Im Buchkatalog. Und wenn man sie rückwärts abspielt, hört man satanische Botschaften. Ansonsten ist die CD dafür da, das Kind, bevor es noch richtig denken kann, bevor es sich kritisch mit seiner Umwelt auseinandersetzt, bevor es die Bücher von Richard Dawkins gelesen hat, mit Gott zu indoktrinieren, damit auch in Zukunft ja niemand in Frage stellt, warum mir in der Grundschule ein Mist erzählt wird, von einem 30-jährigen Slacker, der übers Wasser läuft.

Der Komponist ist übrigens als „Botschafter des deutschen Kinderliedes“ seit einigen Jahren im Auftrag des Goethe-Instituts unterwegs und hat auch andere nette CDs wie „“Danke, danke für die Sonne (Neue religiöse Lieder)“, „Ich bin der kleine Zappelmann“ und „Endlich Schlafen“ verbrochen.

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Über ui.

Manuel Wolff ist der Autor von „ui. der blog.“, Außerdem „ui. der vlog.“ auf Youtube und diverse andere Projekte.

Hauptberuflich Stand Up Comedian und Musikkabarettist und Improgott.

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17 Gedanken zu „Kinder konvertieren (ungelesen Bücher besprechen)

  1. Ich finde es gar nicht schlimm, wenn man kleine Kinder ‚konvertiert‘.
    Ich meine, ja es stimmt schon, dass die Kinder so beeinflusst werden können, aber nach der Konformation ist es jedem selbst überlassen, ob er Jesus in sein Herz aufnimmt, oder nicht.
    Und ausserdem sind es ja immernoch die Eltern, die ihren Kindern sowas kaufen und somit werden die Kinder von den Eltern ‚konvertiert‘.

    1. Oh doch, das ist schlimm. Wieso sollen sie sich später gegen die Kirche entscheiden. Mir wäre lieber wenn man wartet und später für oder gegen die Kirche entscheiden.

      Für Religion habe ich halt nicht viel übrig. Ich musste mich gegen die Kirche entscheiden, weil in der Grundschule erst mal gar nicht objektiv unterrichtet wurde, sondern mir das Jesus-Wunderheiler-Zauberkünstler-Gedöns als Wahrheit vorgekaut wurde.

  2. Ich muss dir schon Recht geben, wenn der Unterricht nicht objektiv ist, ist das nie gut. Heutzutage gibt es zwar noch Religionsunterricht, dieser hat aber nicht mehr viel mit der Schule zu tun und ist von der Kirche. Urklnall und Evolution sind sogar Lehrstoff, dabei handelt es sich nur um Theorien. So ist das zumindest hier in der Schweiz.
    Ich denke auch, dass in der Kirche auch Menschen die Finger im Spiel hatten. Ich persönlich bin zwar Gläubig, habe aber nicht viel mit der staatlichen Kirche am Hut, ich bin bei einer Freikirche (keine Sekte). Trotzdem halte ich die Kirche für eine gute Sache, wenn es Gott gibt.

  3. Der wissenschaftliche Begriff „Theorie“ weist einen großn Unterschied zum umgangssprachlichen Begriff auf. Eine Theorie ist weit mehr, als eine unbewiesene Idee. Was Du meinst, ist eine Hypothese. Das ist auch das, was die Evolutionsgegner nicht verstehen. Die Evolutionstheorie ist wie die Relativitätstheorie weit mehr als eine Idee.

    Die Evolution ist ein Fakt.

    Abgesehen davon, wieso sollten Theorien nicht unterrichtet werden? Immerhin wird auch der Glauben unterrichtet und das ist noch nicht mal eine Theorie.

    Wenn es Gott gäbe, wäre die Kirche eine gute Idee, aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gibt es Gott nicht.

  4. „Die Evolution ist ein Fakt“

    Christlicher Glauben wiederspricht der Evolution auch gar nicht. Die Bibel ist ein Buch welches in Metaphern und Gleichnissen geschrieben ist, um dem Menschen Moral, Nächstenliebe und Hoffnung zu bringen. Dennoch wiederspricht sie der Evolution nicht. Pflanzen-, Tierwelt, und Menschheit haben sich über Millionen von Jahren entwickelt und im Testament wird die Schöpfungsgeschichte auch in dieser Reihenfolge beschrieben. Und die Angabe, dass Gott Tiere und Menschen aus Lehm geschaffen hat ist nicht falsch, wenn man an die Ursuppe denkt. 😉
    Natürlich sollte niemand gezwungen werden zu glauben. Aber genauso intollerant ist es gläubigen Menschen zu unterstellen sie verstehen nichts von der Welt nur weil sie religiös sind.

    „Wenn es Gott gäbe, wäre die Kirche eine gute Idee, aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gibt es Gott nicht“

    Genauso wenig wie man beweisen kann dass es Gott gibt, kann man beweisen dass es Gott nicht gibt. Es ist einfach eine Glaubensfrage. Hochgradige Wissenschaftler glauben an Gott weil weil seine Existenz wahrscheinlicher ist,
    als seine Nichtexistenz. Da kannst du viele Astrophysiker fragen. 😉

    1. Hannelore: Du liegst in vielen Punkten einfach falsch:

      „Christlicher Glauben wiederspricht der Evolution auch gar nicht“ – Nicht ganz richtig. DEIN Glauben widerspricht der Evolution nicht, die meisten Christen in Deutschland akzeptieren auch die Evolution. Wenn Du aber fundamentale Christen fragst, sieht das schon ganz anders aus.

      „und im Testament wird die Schöpfungsgeschichte auch in dieser Reihenfolge beschrieben.“ – Das ist nicht richtig. Das bastelst Du Dir so zusammen, dass es passt.

      „Genauso wenig wie man beweisen kann dass es Gott gibt, kann man beweisen dass es Gott nicht gibt.“ – Stimmt. Man kann nicht beweisen, dass es Gott nicht gibt. Man kann nur die bisherigen Glaubensmodelle auseinanderpflücken und erkennen, dass das meiste daran Unfug ist.

      „Hochgradige Wissenschaftler glauben an Gott“ – Nö. Hochgradige Wissenschaftler sind genauso Menschen wie alleanderen auch, manche glauben an Gott, andere nicht. Es gibt auch viele hochgradige Wissenschaftler, die an einen anderen Gott als Deinen Glauben. Wer von denen hat denn nun Recht?

      Einstein z.B. glaubte nicht an Gott. Richard Dawkins selbstverständlich auch nicht. Stephen Hawkins auch nicht.

      „weil seine Existenz wahrscheinlicher ist, als seine Nichtexistenz“ – Das ist eine These, die Du nicht aufrecht erhalten kannst, solange „Gott“ nicht definiert ist. Außerdem ist sie nicht richtig. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine bestimmte Religion ein Irrglaube ist, ist bedeutend höher, als die, dass sie stimmt. Vor allem wenn man sich die Entstehungsgeschichte der drei Weltreligionen und ihren Wandel im Laufe der Zeit oder den Übergang von polytheistischen zu monotheistischen REligionen anschaut, erkennt man einen größeren Zusammenhang, aber immer weniger Argumente, die für Religion sprechen.

      „Da kannst du viele Astrophysiker fragen.“ – Astrophysiker beschäftigen sich mit ganz anderen Dingen als mit Glaubensfragen, die Astrophysiker frage ich, wenn ich mal eine Frage zu ihrem Fachgebiet habe.

  5. Es gibt Gründe die für und gegen den Glauben sprechen.
    Ich könnte ohne den Glauben kein so glückliches Leben führen, der Glaube gibt ihm einen Sinn und spendet mir Hoffnung. Aber was mich mal interessieren würde: Was ist der Sinn des Lebens aus Sicht von jemandem, der sagt, es gäbe keinen Gott?
    Und wie erklärt man das böse, das schlechte im Menschen?
    Ich weiss es nicht, nur der (gar nicht existierende) allwissende Gott weiss es.

    1. Koni-R: Nee, da verwechselst Du was. Wenn man etwas nicht weiß, kann man auch ruhig weiterleben, ohne es zu wissen und sich daran erfreuen, dass es wissenschaftlich noch so viel zu entdecken gibt.

      Du siehst Gründe, die für und gegen den Glauben sprechen, ich sehe nur Gründe, die gegen den Glauben sprechen.

      Du glaubst, dass Du ohne den Glauben kein so glückliches Leben führen könntest, ich weiß aber, dass Du das nicht wissen kannst. Es sei denn, es gäbe Dich zwei mal, einmal mit und einmal ohne Glauben, so dass man vergleichen könnte.

      Der Glaube gibt Dir Lebenssinn und spendet Dir Hoffnung – kann ich nicht nachvollziehen. Hoffnung auf was? Welchen Sinn denn?

      „Was ist der Sinn des Lebens aus Sicht von jemandem, der sagt, es gäbe keinen Gott?“ – Keine Ahnung, aber es macht mir trotzdem Spaß. Immerhin weiß ich, dass ich etwas nicht weiß. Ist mir allemal lieber, als etwas zu glauben, was mit Fehlern durchsiebt ist und kaum der Wahrheit entspricht.

      „Und wie erklärt man das böse, das schlechte im Menschen?“ Ja, das ist bestimmt der Teufel. Nein, im Ernst, das gibt es, weil Eva den Apfel gegessen hat. Nee, manche Menschen sind böse und müssen vernichtet werden. Nee, auch nicht. SIehst Du, aber da ist der Punkt, wo Glaube anfängt gefährlich zu werden.

      Gott weiß gar nichts und es ist nicht schlimm, wenn man nicht alles über die Welt weiß, ohne sich ein brüchiges Erklärungsmodell a la Religion zu bauen.

  6. Ich verstehe es einfach nicht, wie man so sehr darüber diskutieren kann.
    Ich find die Rubrik ungelesen Bücher kommentieren klasse, aber es stimmt schon, dass Scherze auf Kosten von Christen etwas… wie soll ich sagen… daneben sind.

  7. Man muss dazusagen, dass cäri den Kommentar im Nachhinein editierte. Davor schrieb er/sie das folgende hierhin:

    „dü klinna akselckracher..!
    figg deine möder..
    dö klöner swönzi lütscher..
    deine möder cäri

    ps: drecks atheischt“

  8. Bwä. Dawkins ist doch selbst ein Missionar. Dawkins ist der Prediger des grauen Alltags.
    Der kann recht haben, so viel er will.
    Wer an den glaubt, kann sich doch eigentlich nur noch nen Strick suchen für sein bedeutungsloses kleines Scheißleben. In einer Welt mit dem Charme eines Taschenrechners.

    Dann doch lieber Golem.

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