Die Deutschmarkt – Money for Nothing


Ich habe eine Webseite entdeckt, da scheint jemand tatsächlich eine eigene Währung zu verkaufen – mit der man allerdings nichts kaufen kann. Die Kreativität bei der Namenfindung der Webseite lässt auf eine große Karriere bei Friseurläden-Betitelungen schließen, aber was hinter der ganzen Sache steckt – ist das überhaupt legal?

Die Seite heißt, „die Deutschmarkt

Sollen damit vielleicht ein paar rüstige Rentner, die die D-Mark wieder haben wollen gefoppt werden?

Soweit ich die Infos auf der Seite richtig verstehe – und ich verstehe da wirklich nicht viel, das meiste klingt nach esoterischem Geschwafel, die Deutschmarkt sei die erste „emotionale“ Währung der Welt – ist es so, dass jeder Deutschmarkt-Schein 1 Euro kostet. 1 Euro für ein Stück Papier, mit dem man nichts kaufen kann.

Ich bin mir sicher, da werden sich genügend Leute finden, die das tatsächlich tun. Das Geld muss man übrigens in einem Briefumschlag an die Adresse schicken, Scheck oder Überweisung ist nicht.

Was ist so eine Deutschmarkt denn nun wert? Dafür muss man einfach auf „Umrechnung“ klicken. „zwei Deutsch-Markt entsprechen einem Euro.“ So so, – als kann ich in den Kiosk gehen und mit 2 bis 3 Deutsch-Markt eine Flasche Cola kaufen? Nein? Darf das denn dann so da stehen?

Für die, die in der Schule es nicht mal gelernt haben durch zwei zu teilen, steht auch noch ein Währungsumrechnungs-Feld zur Verfügung. Wie viel Deutsch-Markt sind 500 Euro? Das finde ich niemals im Kopf raus! Eintragen: oho, 1000!

Jetzt aber mal halb-lang. Habe ich nicht auf der Seite gelesen, dass 1 Deutschmarkt-Schein, 1 Euro kostet? Und jetzt steht auf der Seite, dass er nur 50 Cent wert ist? Und ich vermute, dass man ihn gar nicht zum Einkaufen verwenden kann, weil es sonst Falschgeld wäre? Ein Grund bitte, warum man seine Euro nicht behält, anstatt sie diesem Typen zu schicken?

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Über ui.

Manuel Wolff ist der Autor von "ui. der blog.", Außerdem "ui. der vlog." auf Youtube und diverse andere Projekte. Hauptberuflich Stand Up Comedian und Musikkabarettist und Improgott. G+

5 Gedanken zu „Die Deutschmarkt – Money for Nothing

  1. Du verstehst das sicherlich falsch, es ist sicherlich nur der emotionale Wert, der 50 Cent wert ist. Du kannst in dem Kiosk zwar keine Cola kaufen, aber Du kannst Dir denken: Hach, wie schön wäre es, wenn ich nun in diesen Kiosk gehen könnte und mit diesem schönen Geld ne Cola kaufen könnte…

    Oder so…

  2. Wenn man mal im Impressum der Seite nachsieht, entdeckt man den Übeltäter des Ganzen: Thomas G. Hornauer

    Das ist der Thomas G. Hornauer, der unlängst auf seinem eigenen TV-Sender „Energieausgleiche“ per Telefon angeboten hat. Für schlappe 10 € die Minute.

  3. Man könnte fast meinen, da steht die „Die Partei“ mit Herrn Sonneborn dahinter, aber wenn man sich die anderen Unternehmen von Hornauer anguckt, Link: http://www.telekontor.eu/index.html, kommt man zu der Überzeugung, dass die Website völlig Ironie- und Satirefrei ist.
    Und sowas ist erlaubt?

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