Nadja Drygalla – Nazi-Aussteiger-Unterstützer brauchen Hilfe, keine Steine

Guten Morgen, ui! – der tägliche Videoblog – Folge 51

Sippenhaft oder Nazis bei Olympia?

Die deutsche Ruderin Nadja Drygalla verursachte gestern einen Skandal, bzw. die sich schnell eine Meinung bildende Presse und Öffentlichkeit. Ist sie nicht nur deutsch, sondern deutschnational? Oder blind vor Liebe? Dürfen Nazis Gefühle haben? Ist die Strafe Sippenhaft? Jedenfalls hatte jeder schnell eine Meinung, obwohl Nadja Drygalla selbst noch kein Wort zu der Sache gesagt hat. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte und der Schaden ist getan, ruhig und besonnen zu reagieren geht jedenfalls anders. So kriegt man Nazis leider nicht weg.

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Über ui.

Manuel Wolff ist der Autor von "ui. der blog.", Außerdem "ui. der vlog." auf Youtube und diverse andere Projekte. Hauptberuflich Stand Up Comedian und Musikkabarettist und Improgott. G+

19 Gedanken zu „Nadja Drygalla – Nazi-Aussteiger-Unterstützer brauchen Hilfe, keine Steine

  1. Meines erachtens völlig überzogen und dämllich…

    denn

    1.was geht irgendwen die politische einstellung von ihrem freund oder ihr selbst an…?!

    2. erinnert mich das irgendwie grade an dunkle kapitel deutscher geschichte, sprich ns und ddr. denn da was auch so dass nicht erwünschte politische meinungen nicht „karrierefördernd“ waren.

    so neutral sollte man sein

  2. Bis auf dass „Nazi sein“ nicht einfach nur eine „politische“ Meinung ist, sondern eine rassistische. Und Rassisten möchte ich nicht in meinem Team haben und ich möchte sie auch nicht anfeuern un bejubeln. das dürfte doch klar sein.

    Andere Teams haben ja auch Athleten ausgeschlossen, die rassistische Tweets verfasst haben. Das passt halt nicht zu Olympia.

    Zum Grundgesetz übrigens auch nicht.

  3. Ich sehe das so – bei Olympia geht es um sport.
    da hat politik nichts verloren.

    Wenn jetzt jemand olympia als bühne für irgendwelche propaganda nutzt dann wäre ein auschluss m.E. gerechtfertigt.

    Jemand der nach politscher anschauung selektiert ist nach meiner sicht (und dem AGG (allgemeines gleichbehandlungsgesetz)) nicht besser als ein rassist.

    spricht wenn ein kleiner betrieb jemanden rauschmeißt weil der in der NPD ist, ist das vor dem gesetz genauso als wenn der rauschmiss mit hautfarbe oder religion gerechtfertigt würde.

    Streng genommen ist es 2012 sogar schlimmer als bei den nazispielen 1936.
    denn da durften schwarze und jüdische athleten teilnehmen – die ruderin – wäre das früher rausgekommen wahrscheinlich nicht…

  4. Panda, ich halte es für ziemlich gefährlich, dass man wenn jemand ein Nazi ist, einfach von „politischer Einstellung“ spricht.

    Außerdem „Bei Olympia geht es um Sport, da hat Politik nichts verloren“, geht auch nicht, denn was ist denn Politik? Alles ist Politik. Ohne olitik gäbe es überaupt kein Olympia.

    Ich würde eher sagen „Olympia ist Sport, da hat Rassismus nichts verloren.“

    Das mit dem Rausschmiss wegen NPD-Zugehörigkeit in Firmen sähe anders aus, wenn die NPD wegen Verfassungsfeindlichkeit verboten werden würde.

    Und der Vergleich mit 1936 ist albern, denn für Deutschland durften keine Schwarzen antreten, ach was soll man sagen, die gesamten Spiele waren von Rassisten und Faschisten organisiert, die später dann 6 Millionen Menschen wegen ihrer „Rasse“ vergast haben. Da ist mir dan doch lieber, wenn man Leute, die so etwas unterstützen ausshließt, als dass man sie verharmlost.

    Ich weiß nur nicht, ob man sie damit ändern kann.

  5. Hier bin ich 🙂

    In der Sache selbst sind wir uns natürlich einig, Nazis haben in unserer Gesellschaft nichts verloren.

    In Deinem Videobeitrag vermischst Du aus meiner Sicht einige Dinge.
    Da ist die Frage, wie man dem Problem der Nazis insgesamt beikommt. Ich glaube, das wird der kurze Videobeitrag nicht beantworten können.
    Da ist die Frage, was die Sportlerin selbst zu den Vorwürfen sagt, welche Gesinnung sie hat usw.
    Und da ist die Frage, wie die Öffentlichkeit zum jetzigen Zeitpunkt mit der Sportlerin umgehen soll.
    Das alles wirfst Du nach meinem Empfinden etwas durcheinander und es macht teilweise den Eindruck, als amüsierst Du Dich über die Reaktionen der Leute, die verständlicherweise jetzt in Aufruhr sind.

    Der Hinweis, der hier fiel, dass Politik und Sport nicht vermischt werden dürfen, ist ebenso richtig wie unerheblich in diesem Zusammenhang.
    Es geht hier um die Gesinnung und dem Menschenbild.

    Was die Sportlerin selbst zu den Vorwürfen sagt, wissen wir derzeit alle noch nicht.
    Gleichwohl habe ich mir natürlich eine vorläufige Meinung gebildet:
    in meinem Weltbild ist es per se nicht möglich, jemanden zu lieben, der ein verachtendes Bild anderer Menschen und Kulturen in sich trägt und das meinem so völlig entgegen läuft. Oder anders herum formuliert: die Weltbilder müssen übereinstimmen, damits auch was mit der Liebe ist.
    Auf die Sportlerin übertragen bedeutet dies, dass diese – meiner derzeitigen Meinung nach – der Gesinnung Ihres Lebensgefährten vermutlich eher zu- als abgeneigt sein dürfte. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

    Und dass man sie zur Abreise bewegt oder ihren eigenen Entschluss dankbar aufgenommen hat, ist aus meiner Sicht mehr als selbstverständlich. Ein Verdacht ist da, für den ist sie „verantwortlich“, und den gilt es erst mal aufzuklären und es wäre schön, könnte er ausgeräumt werden.
    Dass in diesem Zuge Medien recherchieren, spekulieren und in Kommentaren Meinungen wiedergeben, ist normal und aus meiner Sicht auch richtig. Solange nicht Hetzjagden vollführt werden, ist das eben das Risiko, das Menschen öffentlichen Interesses tragen.

    Es bleibt spannend.

  6. eine vorbildliche sportlerin von den spielen auszuschließen weil ihr freund in der NPD ist (die ja nicht verboten ist ungeachtet was man davon hält) widerspricht der freiheitlich demokratischen grundordnung.

  7. Nicht ganz, Panda. Ich hab noch nicht mal ne Freundin bei der NPD und bin auch total vorbildlich und das nicht nach Olympia. Hat überhaupt nichts mit einer freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Niemand hat ein Recht auf Olympia.

  8. „Ich hab noch nicht mal ne Freundin bei der NPD..“

    Vielleicht hast du generell keine.

    kleiner spass 🙂

    Aber..die Nadja D. könnte in die USA, Kanada usw. und Asyl beantragen weil sie hier politisch verfolgt wird.

    Und selbst wenn sie mitglied in der ndp wäre.
    die ist ja nicht verboten…

    widerlich finde ich jedenfalls diese sippenhaft.
    und leute die anderen (man muss auch unterscheiden zwischen rechts und rechtsextrem) aufgrund politischer anschauung irgendwelche grundrechte verwehren wollen – sind von nazis auch nur schwer zu unterscheiden.

  9. Auch da hast Du nicht überall Recht.

    Asyl beantragen kann jeder, aber sie würde es nicht kriegen.

    Und von „Sippenhaft“ zu reden ist auch falsch. Ein Freund ist eine bewusste Entscheidung. Für Verwandte kann man nichts.

    Und richtig, man muss zwischen rechts und rechtsextrem unterscheiden. Die NPD ist rechtsextrem.

    Und niemandem werden Grundrechte verwehrt, es gibt kein Grundrecht auf Olympiateilnahme.

    Und selbstverstänlich sind solche Leute von Nazis leicht zu unterschieden. Nazis wollen alle Juden, Schwulen und noch viele mehr ausrotten, vernichten, vergasen.

    Hör bitte auf Nazis zu verharmlosen, Danke.

  10. naja wenn in den usa sogar dieses eine familie asyl bekommen hatte die ihre kinder von zu hause unterichte wollte…!

    So lange sie sich an die gesetze hält muss sie sich gar nicht recthfertigen für ihren freund oder sich.

    ja natürlich entscheidet man sich bewusst für jemanden. aber es gibt auch nicht nur schubladen.

    z.b. arbeitet für mich eine junge fast als linksextrem bezeichnen kann „linksjugend“. was ich fast noch indiskutabler finde als npd.
    trotzdem haben wir und sehr schätzen gelernt und ich mag sie wirklich..
    man an den meisten menschen etwas positives finden.

  11. Übrigens, auch wenn Linksextremisten teilweise gewaltbereit und ziemlich abzulehnende Ideologien haben – wenn man nicht erkennt, was da für ein riesiger Unterschied noch zu Rechtsextremismus besteht, dann musst Du noch eine Menge Gespräche mit diesem Mädel führen.

    LInksextremisten möchten keine Menschen aufgrund ihrer „Rasse“ vergasen.

  12. „was da für ein riesiger Unterschied noch zu Rechtsextremismus besteht“

    ähm…nö! für ich ist das das gleiche in grün. -> nationalSOZIALISTEN
    guck dir doch an was in nordkorea abgeht. auch da gibt es lager wo menschen gefoltert und getötet werden. es werden versuche an menschen gemacht…genau wie bei den nazis.

    Bei beiden ist das leben eines poltisch andersdenkenden nicht viel wert.

    Entweder man verbietet die NPD oder man behandelt ihre Angehörigen wie andere Parteien auch – Die Partei aber so belassen und ihre Mitglieder undemokratisch zu behandeln kann auch nicht die richtige Methode sein.

  13. Ja, bei beiden ist das Leben eines politisch andersdenkenden nicht viel Wert.

    Aber dennoch ist da eine ziemlich großer Unterschied, der Dir bestimmt auch noch einfallen wird. Hat damit zu tun, nicht nur gegen andersdenkende zu sein, sondern damit „Rassen“ ausrotten zu wollen.

    Das ist nicht das gleiche in Grün. Und daruf hinaus zu wollen, dass in „Nazionalsozialisten“ das Wort „Sozialisten“ steckt, ist selten dämlich, mit Verlaub. Oder würdest Du den franz. Premier „Hollande“ auch als Nazi oder zumindest naziartig bezeichnen, weil er „Sozialist“ ist?

    Das ist so ein Unfug, wie der, der doch allen ernstes behauptet hat, das „Zi“ in Nazi stehe für Zionisten.

    „Entweder man verbietet die NPD oder man behandelt ihre Angehörigen wie andere Parteien auch – Die Partei aber so belassen und ihre Mitglieder undemokratisch zu behandeln kann auch nicht die richtige Methode sein.“

    Na ja, das ist ja ein ganz anderes Thema, aber „man“ ist leicht gesagt, wer ist denn „man“? Es ist nicht alles so leicht und die Mitglieder der NPD werden nicht undemokratisch behandelt.

    Ich kann es immer nur wieder betonen: NIEMAND hat ein Recht auf Olympia. Olympiateilnehmer werden nicht gewählt oder irgendwas, sondern wer da mitkommt entscheidet der Verband und niemand hat das Rechtsansprüche drauf.

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