Newsknacker

Gastkolumne von Reimbeutel


Und nun wieder ein kurzer Blick in die Meldungen der Woche:

Eins vorweg: Die Meldung, die ich eigentlich erwartet hatte, traf nicht ein.

Darum schreibe ich sie einfach mal selbst:

Nach Barack Obama erhielt nun auch der schwedische Physiker Kjetil Almqvist vorab den Nobelpreis, da er feierlich versprach, demnächst bahnbrechende Entdeckungen machen zu wollen.“

Statt dessen gab es das hier bei GMX News:

„So sind die Deutschen wirklich: Die folgenden Zahlen verraten eine Menge Wahres über uns.“

Zum Glück handelt es sich bei dem so angekündigten Artikel um reine Statistik, und die Zahlen, die folgen, sind nicht „1933 – 1945“, wie ich zunächst befürchtet hatte.

Außerdem dies bei Yahoo News Blog:

„Terrorangriffe aus dem eigenen Körper“

Diese Schlagzeile ließ mich tatsächlich für eine Sekunde glauben, mein Körper plane einen Anschlag auf mich – und hätte mir innerlich schon einen Sprengstoffgürtel angelegt.  Es stellte sich im Nachhinein glücklicherweise aber als herkömmliches Hüftgold heraus.

Ein weiterer Irrtum: Bei der Meldung „Flachlegen lassen für eine Banane?“ (GMX News) dreht es sich gar nicht um die Aufarbeitung der Deutschen Einheit aus der Sicht der ehemaligen DDRler, wie ich zunächst vermutete, sondern um einen Bericht über Prostitution unter Affen.

Aber eine erfreuliche Mitteilung zum Schluß:  „Frankfurt/Main (AP) Drei junge Frauen im Alter zwischen 17 und 19 Jahren haben am Mittwochabend in Frankfurt am Main einen U-Bahnfahrgast attackiert und schwer verletzt. Der 51-Jährige wollte einem anderen von dem Trio bedrängten Mann helfen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.“ Ah, der Segen der Emanzipation! Schön, dass Frauen auch solche männerdominierten Bereiche wie sinnlose Gewalt und Körperverletzung für sich erobern. Weiter so!


sagt   Michael Schönen

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3 Gedanken zu „Newsknacker

  1. Nachtrag: In dem Bericht “Terrorangriffe aus dem eigenen Körper” geht es um Bomben in Zäpfchenform.

    Form, wohlgemerkt, nicht Größe. Vom Ausmaß her gleichen diese Selbstmordattentäteranalstöpsel nämlich den handelsüblichen Sprengsätzen. Theoretisch braucht man also gar keine Röntgengeräte an den Flughäfen, sondern nimmt diejenigen in Gewahrsam, die beim Einchecken schon nach einem Hämorrhoidenkissen fragen.

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