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Der letzte Jahresrückblick 2010 – Mai

Der Mai war ein sehr lehrreicher, aber auch ernüchternder Monat. Wir haben nicht nur gelernt, wie es ist, bei der kostenlosen automatischen Fahrplanauskunft der Bahn anzurufen, sondern auch, bei der kostenpflichtigen mit echten Menschen – auch nicht besser.

Ein nicht schönes Erlebnis in Dresden verleitet mich zu ein paar Gedanken - wie soll man mit Nazis umgehen? Dann – ein genauso ernstes Thema – wagte ich eine Analyse zu Lenas Chancen beim Grand Prix. Meine Güte, lag ich wieder falsch. Dafür weiß ich aber eine Menge über Koalabären.

Und so sollte jede Firma reagieren, wenn ein guter Mitarbeiter Geburtstag hat: Dänischer Busfahrer wird überrascht.

Natürlich gab es im Mai auch wieder die ui.-Show, hier einige Ausschnitte. Die nächste ui.-Show ist übrigens am Dienstag in Mannheim im Oststadt-Theater (Zu Gast sind Nico Semsrott, Andy Sauerwein und Luke Mockridge). In Köln geht es am 23.2. weiter mit der ui.-Show in der neuen Location “die Wohngemeinschaft”. Alle Infos und Termine hier.

Ach so, im Mai ist Horst Köhler zurückgetreten, weil Lena den Grand Prix gewonnen hat. Das ist konsequent.

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Wie soll man mit Nazis umgehen?

Der erste Eindruck, den ich von Dresden hatte, als ich das erste Mal dort war, war leider kein Guter. Ich stand an der Ampel, um die Straße zu überqueren und ein Auto brauste vorbei aus dem ein rechter Skinhead mich mit “Heil!” anschrie und schon wieder weg war, bevor ich auch nur in irgendeiner Weise reagieren konnte. 4 Buchstaben, die einem die Laune verderben und eine unglaubliche Hilflosigkeit mit der Situation spüren lassen. Unglaublich, was für eine kräftige Wirkung ein einzelnes kurzes Wort von einem Nazi geschleudert haben kann. Wäre doch schön, wenn es ein gleichfalls kurzes Wort geben würde, dass man Nazis entgegenschleudern kann, um in Ihnen Verstand und Erkenntnis zu wecken.

Wenn jetzt der Autonazi durch seine Aktion die Kontrolle über sein Auto verloren hätte und gegen einen Baum gerast wäre – wie hätte ich dann reagieren sollen? “Ätsch” sagen und den Hund verbluten lassen, so als ob ich nichts gesehen hätte? Oder schnell Hilfe leisten, Notruf rufen, das ganze Programm. Wäre er mir dann dankbar und es wäre vielleicht der Anfang eines Umdenkens? Oder ist nur ein toter Nazi ein guter Nazi?

Eine schwierige Frage, wie man Nazis gegenübertritt. Das letzte Beispiel ist natürlich übertrieben gewählt, aber auch so ist die Frage: Schließt man Nazis möglichst aus allem aus, entgegnet ihrem Hass mit Hass und Ausgrenzung, oder versucht man, sich mit Ihnen zu beschäftigen und ihnen offen zu zeigen “Auch Du bist ein Mensch!”, schließlich wird ja niemand als Nazi geboren.

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Mein Verstand tendiert in die letzte Richtung, meine Lust, mich Nazis gegenüber korrekt und nett zu verhalten tendiert aber gegen null. Nur, wird man so die Nazis los? Oder werden es so mehr?

Es gibt ja kein Nazi-Gen, dass diese Leute hassbar macht, sondern es sind Menschen wie Du und ich – mit schrecklichen Einstellungen. Aber woher haben Sie diese Einstellungen und wie kriegt man die weg?

Ich weiß es nicht, aber ich befürchte, dass wir momentan nicht auf dem richtigen Weg sind, das Problem in den Griff zu bekommen.

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