Schlagwort-Archive: rip

Robin Williams RIP

robin williams rip 1951 - 2014

Scheiße man, da wollte ich gerade den Computer ausmachen und in die Heia gehen, da lese ich eine Meldung auf Facebook, die wie diese „Celebrity Death Hoaxes“ klingen. „Oh, er war so eine große Inspiration, als ich aufgewachsen bin, verdammter Mist!“ … aber ich habe nachgeschaut und tatsächlich, alle Medien berichten es, es stimmt:

Robin Williams ist tot.

Und anscheinend war es ein seklbst gewählter Tod, Selbstmord, Suizid. Wie kann das sein?

Robin Williams war natürlich einer der größten Comedians aller Zeiten, es ist sehr traurig.

Hier – sehr lustig und edgy – spricht er über Deutschland, vielleicht heitert das ja ein wenig auf:

Robin Williams wurde 63 Jahre alt.

Seine Publizistin bestätigte den Tod und teilte mit dass der Künstler mit schweren Depressionen zu kämpfen hatte. Es sei ein tragischer und plötzlicher Verlust und die Familie fragt resoektvoll nach Privatsphäre, während sie in dieser sehr schwierigen Zeit trauern.

Auch seine Frau, Susan Schneider, gab ein Statement ab: „Heute Morgen, habe ich meinen Ehemann und besten Freund verloren, als die Welt einen ihrer geliebtesten Künstler und wundervollsten Menschen verlor. Mein Herz ist zutiefst gebrochen. Im Namen von Robin’s Familie bitten wir um Privatsphäre während unserer Zeit tiefster Trauer. Es ist unsere Hoffnung, dass wenn man sich an ihn erinnert, der Fokus nicht auf seinem Tod liegt, sondern an den unzählbaren Momenten voller Freude und Lachen, was er Millionen gab.“

Flattr this!

Paul Kuhn ist tot – R.I.P., mein Held

paul kuhn tot R.I.P.
By Arne Koehler (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

Ich bin traurig. Der Pianist Paul Kuhn ist tot. Paul Kuhn ist eine Legende, die meisten wissen nicht, was dieser Mann wirklich bedeutet. Er war nicht nur ein erstklassiger Entertainer und ein wahnsinnig guter Jazz-Pianist, wenn nicht gar Deutschlands bester und am meisten unterschätzter – sondern er ist zu einem überragenden Teil dafür verantwortlich, dass in Deutschland etwas mehr Swing und etwas weniger Marschmusik gehört wird.

Dazu später mehr, doch ich bin auch persönlich traurig, denn ich war mal Paul Kuhn. Ganz ganz lange her, als ich nach Abi und Zivildienst zum Studium nach Hamburg zog, fand ich dort eine Improvisationstheatergruppe, die einen Musiker suchten. Improtheater war damals für mich ein vollkommen neues, mir unbekanntes, aufregendes Genre und die Gruppe „Steife Brise“, die mich damals – obwohl sie es besser hätten wissen müssen – als Pianist der Gruppe aufnahm, beeinflusste meinen weiteren künstlerischen Werdegang natürlich immens.

Damals waren wir alle aber noch nicht so … sagen wir „professionell“. Als ich in die Gruppe kam, hing diese nämlich der Idee an, die einzelnen Spieler nicht mit ihren Realnamen auf die Bühne zu lassen, sondern jedem einen selbstgewählten lustigen Künstlernamen zu geben, so hatten wir Quatsch-Namen wie „Elli Pirelli“ oder „Rainer Zufall“ (Axel Schweiß zum Glück nicht). Und mir fiel nichts ein und kam aus irgendeinem Grund auf die Idee, mich „Paul Kuhn“ zu nennen, der war ja der Mann am Klavier.

Damals wusste ich Paul Kuhns Leistung noch nicht wirklich zu schätzen und dachte wohl, er sei eine Witzfigur und ich habe immer in passenden und unpassenden Momenten, jedes mal wenn ich in der Show angesprochen wurde und mir nichts besseres einfiel „es gibt kein Bier auf Hawaii“ angestimmt und einen besoffenen gemimt. Ach ja, ein mit Gold-Pailetten bestücktes Jackett hatte ich auch noch an, keine Ahnung, warum.

Zum Glück kamen wir Recht schnell auf den Trichter, dass das doch bescheuert ist und jeder mit seinem eigenen Namen und normal gekleidet auftreten sollte, aber immerhin, eine nette Paul Kuhn Anekdote ist es.

Nun zum echten Paul Kuhn, er war einer von den Kindern, die im 2. Weltkrieg Swing-Musik mochten, aber Swing war verboten. Als allerdings 1945 der Krieg vorbei war, konnte er anfangen mit seinen 17 Jahren Deutschland vom Swing zu überzeugen. Aber den 50ern machte er allerdings auch eine Art Schlager. Man könnte jetzt natürlich sagen Sell-Out, aber diese Angleichung an den Massengeschmack sorgte natürlich einerseits für ein Einkommen und brachte andererseits seine Swing-Fähigkeiten einem breiteren Publikum dar. Veränderung geht langsam, hat er doch gut gemacht.

Später war er dann als phantastischer BigBand-Leiter unterwegs, in der Zeit der großen Rundfunk-Big Bands, die ja zum großen Teil ausstarben. Leider. Aber ab Mitte der 90er besann sich Paul Kuhn dann auf seine Wurzeln und war mit dem kleinen Paul Kuhn Trio unterwegs und spielte astreinen Jazz. Die Musik, die er seitdem auf Konzerten vorbrachte, war so gut, die Legende Paul Kuhn hätte als Entertainer ohne Probleme Frank Sinatra Status verdient.

Zeit für einige wunderbare Beispiele, RIP Paul Kuhn:

Hier ein gechilltes Stück, mit einem obercoolen Klaviersolo:

Hier ein Beispiel, warum auch nach Paul Kuhn weitere AUfklärungsarbeit in Sachen Swing oder Musik allgemein in Deutschland nötig ist. 14 Sekunden geht dieses Treffen der Legenden gut und dann wird es durch dummes Marschmusik Mitklatsch Publikum ruiniert:

Und hier ist der Hit, der seine Karriere startete. Ich glaube, man sieht ihm die Lustlosigkeit, SChlager zu singen, an:

aber nun Swing:

und jetzt wird’s richtig gut:

Flattr this!

Margaret Thatcher tot – Schlaganfall

Margret Thatcher Ex-Premierministerin tot - Schlaganfall

Gerade eben bekannt wurde, dass Ex-Premierministerin von England, Margret Thatcher, im Alter von 87 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben ist.

Nun gut, sie war eine der schlimmsten Politikerinnen Großbitanniens, aber Schwamm drüber. So sehr viele diese Frau hassten, ich nahm ihr zumindest ab, dass sie von ihrer Meinung überzeugt war und ehrlich immer dafür einsand. Die als „eiserne Lady“ bekannte Thatcher war ein englisches Original, die Trotz vieler unrühmlicher Taten immer ihren typisch englischen Witz behielt. Margret Thatcher, RIP.

Das hier ist großartig, die Interviewerin möchte, dass sie mal in die Luft springt (dämliche Idee) und Thatcher zerlegt sie:

Und hier erweist sie Referenz an Monty Python:

Hier ihre besten Gags:

(Thatcher Bild public domain)

Flattr this!

Kurt Felix ist tot – es lebe Kurt Felix!

Kurt Felx RIP Verstehen Sie spass

Kurt Felix RIP

Wie ich gerade erfahren habe, ist bereits am Mittwoch Kurt Felix seinem Krebsleiden erlegen. Heute wurde er beigesetzt. Der König der versteckten Kamera, Kurt Felix, der Moderator, Erfinder und das Genie hinter „Verstehen Sie Spaß?“, war einer der besten Menschen der Welt.

Was der Schweizer für den Humor in Deutschland getan hat, was er mit der besten Samstag-Abend-Show, noch vor „Wetten Dass…?“ erreicht hat ist unvergleichbar. Alles, was nach ihm kam, war nur ein verzweifelter zum Scheitern verurteilter Versuch an alte Erfolge anzuknüpfen. Dass mittlerweile bei Shows mit der versteckten Kamera, die Streiche oft gestellt sind und die Leute, die reingelegt werden bezahlte Darsteler sind, sollte kein unausgesprochenes Geheimnis sein, ist es aber leider. Nicht so bei Kurt Felix, der in wahnsinniger Liebe zum Detail, genauestens plante, wie die Kameras versteckt wurden und mit genialen „Lockvögeln“, die noch improvisieren konnten und in super ausgearbeitete Rollen schlüpften, Fernsehgeschichte schreib.

Grund genug, diesen Mann in unserer Reihe „die 10 besten irgendwas“ zu ehren und ihn in Erinnerung zu behalten mit

Die 10 besten Streiche von Kurt Felix

10. Blick hinter die Kulissen: Kurt Felix wird selbst verarscht beim legendären Dusch-Aufzug

Kurt Felix ist tot – es lebe Kurt Felix! weiterlesen

Flattr this!

Red Bull Erfinder für immer eingeschlafen

RIP Chaleo Yoovidhya

Der Erfinder von Red Bull ist im Alter von 89 Jahren verstorben. Chaleo Yoovidhya – wusstet ihr, dass Red Bull eigentlich gar kein österreichisches Getränk ist? Der thailändische Milliardär war der Gründer von T.C. Pharmaceuticals und entwickelte sein Getränk „Krathing Daeng“ (roter Gaur) in den 60er-Jahren. Der Riesenerfolg kam aber erst, als er 1984 mit einer österreichischen Firma partnerte.

Jetzt hat er seine Flügel.

Flattr this!

Loriot ist tot – RIP Vicco von Bülow

Gerade eben erreicht mich die Nachricht, dass Loriot gestorben ist. Ohne Frage war Vicco von Bülow der größte deutsche Comedian – zu einer Zeit, als man noch gar nicht „Comedian“ sagte und man die Welt noch in Kabarett und Blödel-Humor einteilte schaffte er es, mit feiner Beobachtungsgabe und intelligentem Humor sein Publikum zu begeistern.

„Humorist“ war seine Berufsbezeichnung und ich finde sie sehr treffen, das ort „Humorist“ ist viel schöner als Comedian, sollte man öfter verwenden.

Loriot starb gestern im Alter von 87 Jahren an Altersschwäche.

Seine Knollennasenmännchen, sein Nudel-Sketch, „das Bild hängt schief“, der Lottogewinner, der die Herrenboutique in Wuppertal eröffnen will, seine Filme „Ödipussi“ und „Papa ante Portas“ und vor allen Dingen sein Weihnachten bei Hoppenstedts wird nie vergessen werden.

„Steingrau, mausgrau oder zementgrau?“

In Erinnerung an den großartigen Mann, der erste Sketch, den ich von ihm gesehen habe (als ich noch ein Kind war) und jahrelang mit dem Spruch „Ja wo laufen Sie denn?“ durch die Gegend gelaufen bin:

Flattr this!

Blake Edwards R.I.P.

Blake Edwards R.I.P.

Einer der größten Filmregisseure, Produzenten und Filmautoren, wenn nicht der Größte, ist gestern gestorben: Blake Edwards.

Wenn ich eine Liste meiner Lieblingskomödien machen würde, wäre jeder zweite Film von ihm. Nicht nur die Pink Panther – Filme, die sein Markenzeichen wurden, auch sein grandioser Comeback „10 – die Traumfrau“, seltsamerweise einer der Lieblingsfilme meiner Eltern und den anderen Film, den er mit Peter Sellers gedreht hat: „The Party“ oder auf deutsch ganz schrecklich mit „der Partyschreck“ übersetzt.

Dieser Film lief mal ganz ganz lange her, als ich noch in die Schule ging auf Arte, wir nahmen ihn auf Video auf und schauten ihn mit ein paar Freunden. Es brauchte nur die ersten 3 Minuten des Filmes, bis wir alle in einem großen kollektiven Lachflash auf dem Boden lagen:

Im Sommer vor einem Jahr habe ich den Film noch einmal gesehen, mit meiner Freundin in einem kleinen Berliner Open-AIr-Kino, auch da bekam ich – allerdings an einer anderen Stelle – einen Lachflash, obwohl ich selbst den Film schon mindestens 10 mal gesehen habe. Diesmal war der Lachflash allerdings nicht kollektiv, aber ich konnte nicht mehr.

Daher einen großen Dank an Blake Edwards und sein Lebenswerk, der sicherlich ganz ganz vielen Menschen unglaubliche Momente der Freude bereiten konnte!

Flattr this!