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Blau ist das neue Grün und eine Portion T-Shirts rot/weiß

Im U-Bahnhof in Hamburg hingen große Plakate der neuen Zigaretten von Skavenbeck. Skavenbeck ist laut Eigenaussage der Webseite “seit September 2007 die neue Marke auf dem Cigarettenmarkt.” und hat auf dem Plakat 4 Zigarettenschachteln in 4 verschiedenen Farben abgebildet. Skavenbeck überzeuge: “Durch die auffallenden, modernen und frischen Farben [...]“.

Nun ja. Die modernen und frischen Farben seien:

Braun (?)

Grau (??)

Pink (?????)

und

Grün.

Hier ein Bildausschnitt (unbearbeitet). Leute, wenn das grün ist, dann haben Bäume blaue Bätter_

Das erinnert mich an den Zettel, den ich bekam, als ich auf dem Schiff meine Shirts in der Wäscherei abgab:

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Da liegt der Hund begraben

In Ägypten lagen wir mit dem Schiff immer in Port Said. Ein unspektakuläres, kleines, ziemlich hässliches und dreckiges Städtchen. Aber die Passagiere wollen ja zum größten Teil nach Kairo und Kairo liegt nun mal nicht am Meer.

Morgens steigen die Passagiere von Bord in die Busse und kommen Abends dann spät zurück. Also bleibt tagsüber Port Said uns, der Crew überlassen. Nur gibt es dort nichts zu sehen.

Also führten wir dort unseren monatlichen “Safety Drill” durch, die Übung für den Ernstfall, bei der sich die ganze Crew auf die Sicherheitsstationen begibt und wartet. Ich stand auf Deck 6 und wir sahen etwas im Hafenbecken treiben.

Wir konnten zunächst nicht erkennen. was es war, aber ganz langsam trieb es näher. Es war irgendein Klumpen, irgendwie an einer Plastiktüte verheddert. Ein sehr großer Klumpen. Es war eine Leiche!

Wir vermuteten ein Schaf, konnten dann aber erkennen, dass es sich um einen Hund handelte. Teilweise schon skelletiert, teilweise hing noch etwas ausgebleichte Haut daran. Jedenfalls total ekelhaft. Und an den Füßen hing irgendwie Plastik.

Theorie 1: Der Hund hatte sich in einer Plastiktüte verhakt, ist gestolpert und ins Hafenbecken gefallen und konnte sich nicht mehr aus der Verhedderung befreien, bis er keine Kräfte mehr hatte und ertrank.

Theorie 2. Irgendjemand wollte seinen Hund loswerden, hat ein Gewicht an ihn gebunden und ihn im Hafenbecken versenkt. Das Gewicht allerdings nicht sicher genug befestigt, so dass es sich nach einigen Tagen oder Wochen löste und der Hund an die Wasseroberfläche trieb.

Theorie 2 halte ich für wahrscheinlicher, denn die Leiche sah so übel aus, als ob sie schon eine ganze Weile da unten war.

Der Hund machte jedenfalls keine Anstalten sich aus unserer Sicht zu entfernen, und langsam wurde uns allen schlecht. Später am Tag, als die Übung schon lange vorbei war, sonnte ich mich auf dem Crewdeck, 150 Meter weiter vorne am Bug des Schiffes. Da trieb der Hund wieder vorbei. Also war er den ganzen Tag neben uns. Als die Gäste zurück kamen, hatte er es zum Glück außer Sichtweite geschafft.

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Meer vom Schiff

An einem Tag sass ich spätabendes in der Bar, nicht weit vom Restaurant entfernt, als einige Gaeste auf mich zukamen und fragten, wo es denn zum Mitternachtssnack ginge. Ich deutete um die Ecke zum Restaurant. “Ja, aber da ist doch zu!” empörten sie sich. Ich konnte allerdings entgegnen: “Es ist ja auch nicht Mitternacht.” … Ja, der alte Scherz “Um wie viel Uhr ist denn der Mitternachtssnack?”. Allerdings konnte ich sie besänftigen, denn auf unserem Schiff fängt der schon ne halbe Stunde früher an. Und sie mussten nur noch fünf Minuten warten. Da bedankten sie sich und fragten mich, ob ich der Chef sei. Was ich natuerlich bejahte. Die Chefin vom Housekeeping schritt aber ein und sagte “Ja, aber nicht der Chef vom Essen, nur der Chef von der Musik!” … Na und? Hauptsache Chef.

Kürzlich war ich mal wieder beim Training. Allerdings habe ich es nicht lange ausgehalten. Viele der phillipinischen Mitarbeiter, die auch häufig nachts trainieren, haben etwas seltsame Angewohnheiten. Die beiden, die ausser mir da waren, waren etwas abschreckend. Der eine hat den mp3-player aufgehabt und laut und voller Inbrunst mitgesungen, als ob er allein auf dem Schiff sei, und dass ich ihn mit “shut up” angeschrien habe, hat ihn gar nicht gestört, er hat es wohl nicht gehört.

Der andere poste immer vor dem grossen Spiegel rum, um seine verschiedenen Muskelgruppen und Trainingserfolge zu checken. Das wirkte sehr albern. Vor allen Dingen, wenn man einen Kopf kleiner, als die meisten Frauen ist und die einen ohne grosse Probleme umhauen könnten.

Aber die Gaeste sind auch nicht viel besser. Letzte Woche kam eine aufgebretzelte Tussi, die auf der Dorfkirmes bestimmt beim Autoscooter herumhängt, zum DJ Pult und fragte ihn, ob sie sich was wünschen könnte. Er fragte sie was denn und sie sagte voller Ernst, dass sie “Pack Sie, Fick Sie” (Paxi Fixi) wünsche, das käme jetzt “total geil”. Der DJ lehnte ab und blieb freundlich, aber dachte sich seinen Teil. Niveau, Niveau, wir brauchen mehr Niveau.

Als ich dann in der Bar am naechsten Tag beim Kaffee-Trinken es dem Barkeeper erzaehlte, schritt er sofort ein, als ich den Liedtitel nannte: “Jaaaaaaa, saugeil! Das Lied ist echt geil! Das ist voll der Hammer, cooles Lied!” Was will man über die Gaeste meckern, wenn…

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Das Weihnachtsgeschenk in letzter Sekunde!


Ihr habt noch keine Weihnachtsgeschenke?

Nicht verzagen. Ich hab da noch was. Ein kleines Geschenk für Alle. Ein wenig eigene Bastelarbeit und Tintenpatronenflüssigkeit für 70 Seiten ist allerdings nötig, dann habt ihr noch was für unter den Baum.

Ich präsentiere:

ui. – Geschichten von Schiff, von der Bahn und andere Geschichten (auf die schnelle ist mir jetzt kein besserer Titel mehr eingefallen)

.doc-Dokument zum Download: ui-weihnachtsbuch

Nun muss man das ganze nur noch ausdrucken und binden und schon hat man die Möglichkeit im Bettchen oder am Kaffee-Tischchen auch ohne Computer ui.-Geschichtchen zu lesen. Oder man legt es in den eigenen oder irgendeinen Warteraum beim Arzt oder verschenkt es weiter. Jippie! Frohe Weihnachten!

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Ey Mutter, hast Du Laptop?

Eine etwas ältere Geschichte…

Die Firma hat einen Kleinbus geordert, um mich mit den Kollegen von Hamburg aus nach Warnemünde ans Schiff zu bringen. Also gibt es keine Flüge, die man verpassen kann, keine Verspätungen, keine ausfallenden Anschlussflüge, alles easy. Denkste.

Da wir nämlich den ganzen Tag schon mit Proben verplanten, sollte uns der Bus um 6 Uhr morgens abholen, damit wir direkt ca. 8 Uhr – die Anlegezeit des Schiffes – an Bord gehen könnten, um alle Formalitäten zu erledigen. Die da wären: Anmeldung beim Crewpurser, Bezug der Kabine, Übergabe mit dem Vorgänger, Sicherheitseinweisung 1, musikalische Probe der Abendshow, musikalische Probe der Show für den nächsten Vormittag, Generalprobe beider Shows, Show am Abend, Besuch beim Taylor, um die Uniform abzuholen und einige weitere Dinge.

Aber von vorne: 4 Uhr morgens klingelt also mein Wecker. Schließlich muss ich noch irgendwie alles in die Tasche schmeißen, packen eben. Mit 40 Kilo Gepäck verteilt auf zwei Taschen mit Rollen und einen Rucksack torkele ich also St. Paulis Straßen entlang. Kein schöner Anblick, nach einer Freitags-Party-Nacht.

Eine Jugendgang steht auch auf den Bürgersteigen herum. Sie haben gute Laune. Sind sie Frühaufsteher oder noch wach? Egal, jedenfalls spricht mich einer an und sagt:

“Ey Mutter, hast Du Laptop? … am Start, man.”

Keine Ahnung, was das bedeutet, aber ich hätte vielleicht nicht mit “Ich hab noch viel mehr” antworten sollen. Oder doch, denn die Gang verfiel erst einmal ins Grübeln und ich konnte ungehindert meinen Weg fortsetzen.

Punkt 6 sind dann alle am Treffpunkt. Fast alle. Der Bus fehlt. Um Viertel nach Sechs fehlt er immer noch. Und nach weiteren fünf Minuten schließe ich die Tür der Company auf, da wir nicht länger im Freien warten wollen. Und rufe die Chefin auf dem Handy an.

Ihre erste Frage ist, ob wir gut los gekommen seien. “Nein, wir stehen immer noch vor dem Gebäude, der Bus kommt nicht” hatte sie nicht erwartet. Aber sie hatte einen Rat für mich: “Also wir machen folgendes: Ich ziehe mir erst mal etwas an.” – “Gute Idee”, meinte ich, worauf sie entgegnete, dass sie das sowieso vorhatte. Nach ihrem vergeblichen Versuch, den Busfahrdienst anzurufen machte sie sich auf den Weg zu uns, um zu überprüfen, ob wir nicht irgendwo her schnell einen Mietwagen
organisieren könnten.

Kurz vor Sieben kam sie dann an. Punkt Sieben kam der Bus. Der Busfahrer hatte verschlafen, es tue ihm leid. Los ging die Fahrt nach Warnemünde, nach nicht allzu langer Fahrt direkt unterbrochen von einem Stau und einer Sperrung eines Autobahnabschnitts. Später machten wir dann noch kurz Rast an einer Tankstelle. Dabei fragte mich der Fahrer, ob wir denn irgendeine Adresse hätten, wo wir in Warnemünde denn hin wollten? “Ähm … zum Schiff?”. dann fragte er mich noch, wo das denn sei. Auf “Hafen” ist er dann aber irgendwann zum Glück von selbst gekommen. Mit zwei Stunden Verspätung, würgte er kurz vor Warnemünde den Motor ab.

Okay, eine Autopanne wäre jetzt die bessere Geschichte, aber so war es nicht und wir sind alle mehr oder minder Wohlbehalten auf dem Kutter angekommen.

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Titanic II kommt tatsächlich in die Kinos. Kein Scherz, hier der Trailer!

titanic 2 trailer

Als James Cameron seinen Blockbuster “Titanic” in die Kinos brachte, war der Scherz gegenüber denen, die den Film gesehen haben “Sag mir nichts! Ich hab ihn noch nicht gesehen und will wissen, wie er ausgeht!”.

Und man war doch irgendwie froh, dass es mal einen guten Hollywood Blockbuster gab, von dem nie und nimmer ein schlechtes Sequel, eine Fortsetzung, gemacht werden könne. Denn das Schiff ist doch gesunken! Tja, Pustekuchen, hier kommt der Trailer vom Sequel und es ist kein Scherz:

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Wie man Troll wird


Ganz einfach. Troll wird man, indem man sich mit einem Troll unterhält. Ein Ex-studiVZ-Freund (der mittlerweile blockiert ist), schrieb mich an. Es entwickelte sich folgende Konversation, in der seine trollige Art, mich auch langsam vom Genervten zum Nervenden verwandelte:

Mark: halllo hallo hallo
Mark: hallo?
Mark: hallo
Mark: hallo?

uiuiui7: oh bitte. Einmal “hallo” reicht.
Mark: aida ist kein schidd
Mark: ff
Mark: sondern ein theater

uiuiui7: Ich blockiere Dich gleich, wenn Du weiter so nervst.
Mark: hallo
Mark: nein
Mark: wo bist du denn grade

uiuiui7: in Köln.
Mark: ich denke du bist auf einem schiff
Mark: ?
Mark: wie kannst du auf einem schiff sein wenn du in köln bist das macht keinen sinn
Mark: in köln haha das ist doch unsinn

uiuiui7: Weil ich Freitag zurückgekommen bin.
Mark: kann ja jeder sagen
Mark: gestern warst du noch in madeira
Mark:…und jetzt in kökln???????

uiuiui7: Das war nicht gestern.
Mark: aber vor kurzem
uiuiui7: Was ist Dein Problem?
Mark: das du nicht auf eiem schidd und gleichzeitig in köln sein kannst
uiuiui7: Ich hab damit kein Problem
Mark: das geht aber nicht
Mark: logisch geht das nicht

uiuiui7: tja.
Mark: also wo bis t dzu=?#
uiuiui7: Vielleicht kommst Du irgendwann auf die Lösung, dass ich Freitag nach Köln geflogen bin.
Mark: von wo aus?
uiuiui7: Von Palma
Mark: wie kannst du glecihzeitig in palma und köln sein?
uiuiui7: Die Frage ist falsch gestellt, da ich nie behautet habe, gleichzeitig in Palma und in Köln zu sein.
uiuiui7: Entweder bist du ein Vollidiot oder ein Troll. Bei beidem wäre eine Behandlung ratsam
Mark: du redest sehr sehr wirr, du willst auf einem schiff, in köln und in madeira und palma sein…wie wärs mit der warhehit
uiuiui7: Du Loser, am Freitag bin ich in Palma abgestiegen, der Flieger nach Köln dauert ca. 2 Stunden. Es ist überhaupt kein Problem am Freitag in Palma zu sein und am Dienstag in Köln. Und von Madeira nach Palma bin ich mit dem Schiff gefahren und habe zwischendurch sogar noch in Gran Canaria und Tanger Zwischenstopps gemacht.
Mark: ????????
Mark: aida, manuel, ist ein THEATER, du hast ja auch angegeben in einem theater zu arbeiten und nicht auf einem schiffhast du mal ein schwimmendes theater gesehen?

uiuiui7: Ja, hab ich.
Mark: hallo hallo hallo
Mark: hallo hallo
Mark: ?
Mark: hallo hallo hallo
Mark: hallo hallo
Mark: ?

uiuiui7: ja bitte?
Mark: wo wohnst du denn, nur auf dem schiff?
uiuiui7: In Köln
Mark: ich denke auf einem schiff
uiuiui7: Mir ist ziemlich egal, was Du denkst.
Mark: hallo
uiuiui7: hallo
uiuiui7: hallo hallo
uiuiui7: hallo hallo hallo hallo
uiuiui7: Ich kapier das nicht, wie kannst Du Mark sein, wenn Du nicht Medlock heißt?
uiuiui7: Mark ist doch Medlock!
uiuiui7: Bist Du Sänger?
uiuiui7: Wie kannst Du auch Mark sein, wenn es Mark schon gibt? Das ist logisch nicht möglich!
uiuiui7: Wo wohnst Du?
uiuiui7: hallo
uiuiui7: hallo hallo
Mark: ?????? tschüß!!!!

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