Schlagwort-Archive: vorurteile

Das Original „Germans always complain“

germans always complain

Na? Geht’s Euch gut? Ungutes Gefühl, wenn man sich über nichts beschweren kann, oder? Zumindest entspräche das einem der Vorurteile, die es über Deutsche gibt.

Zeit sich mal wieder das ursprüngliche Video zu Gemüte zu führen, in dem ich meinen englischen Zuschauern erklärte, wie das so ist und warum sich Deutsche ständig beschweren. Viel Spaß:

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Das Video ist das 67. Video von meinem englischen Youtubekanal „hello, germany!“ – schaut da doch mal vorbei, um die übrigen 66 Videos zu sehen und hinterlasst ein paar Kommentare, Daumen und teilt die Videos mit Freunden, wenn ihr mögt! Könnt auch ein Abo hinterlassen! 🙂

Mein deutscher Youtubekanal ist hier: „ui. Comedy, Quatsch, Vlogs & mehr“

Und für die Fans gibt es auch eine superkleine geheime Facebook-Fangruppe, die „ui.tube-Fans“.

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Vorurteile gegen Belgier

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Diese Belgier. Ich bin denen auf die Schliche gekommen, als ich letztes Mal da war. Wie immer wenn man sich Begrüßungs-Küsschen gibt links-rechts, dann sagen sie stolz: „In Belgien machen wir das drei mal!“ und dann muss noch mal ein Kuss links kommen. Jetzt ist mir aber aufgefallen: Die sagen das nur aus patriotischen Gründen. So ein kleines Land, wenigstens dabei müssen sie sich mal bigger-better-faster-more fühlen.

Ich hab sie nämlich beobachtet. Untereinander küssen die Belgier sich nämlich nur einmal. Das mit dem dreimal hängt nur damit zusammen, dass sie glauben, dass der Kuss über die rechte Schulter den Kuss über die linke Schulter wieder aufhebt. Daher ein drittes Mal. Blöder esoterischer Quarkglaube. Verheerende Rechenkenntnisse. Wir Deutsche wissen, dass ein Kuss links plus ein Kuss rechts zwei Küsse ergibt! Und nicht null. Gott sei dank hab ich bei den Grundrechenarten aufgepasst. Ein Kuss, noch ein Kuss, macht zwei Kuss. Zwei Kuss ist mehr als ein Kuss. Ätsch. Sind wir doch besser. Und im Fußball gewinnen wir auch!

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Gamescom 2015 im Zug!

gamescom 2014 im Zug

Gestern bin ich von Köln nach Düsseldorf mit dem Zug gefahren, völlig vergessend, dass ja gerade Gamescom 2015 ist, wir an der Messe Köln Deutz vorbeifahren würden und es ein großes Gedränge geben würde. So kam es dann auch:

Phlegmatische Jugendliche, die sich wie ein Pokemon verkleiden, damit sie die Aufmerksamkeit kriegen, die Ihnen ansonsten verdientermaßen nicht zusteht. Im ganzen Abteil riecht es nach diesem ekelhaften McDonald’s Duft und geschmolzenen Schokoriegeln und es ist so eng, dass selbst japanische Pendler aus Tokio entsetzt sind. Und bei jedem Zugruckeln platzen die Pubertätspickel und über die Mitfahrer ergießt sich eine Eiterdusche.

Und dann ist mir mein Notizbuch runtergefallen und 3 Teenager sind zu Tode erschreckt, weil sie keine Ahnung hatten, was das ist! Und dachten, es sei jetzt kaputt.

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Jetzt muss ich allerdings aufpassen, wenn ich mich über Gamer lustig mache, denn ich habe das Gefühl, machen fühlen sich sehr leicht angegriffen und mögen nicht über sich selbst lachen, dabei meine ich es doch gar nicht böse. Aber wenn ich jetzt sage, dass Gamer keinen Humor verstehen, ist das ja wieder auch ein gemeines Stereotyp. Ich hatte ja schon letztes Jahr einen kleinen Shitstorm, als ich ein Video zur Gamescom gemacht habe (zu finden am Ende des Artikels).

Ich hatte da nämlich gelesen, dass sich Leute aufgeregt haben, dass es so voll gewesen ist. Also Leute, die halt ’ne Karte hatten, also hingegangen sind, haben sich aufgeregt, dass es so voll ist. Was natürlich Quatsch ist, weil man ja selbst Teil des Problems ist. Aber na ja, sie haben gemeint es sei so tierisch tierisch voll und ich hab’ gesagt: “Das ist ja auch kein Wunder”, weil das ist ja die einzige Zeit im Jahr, wo die Gamer mal rauskommen. Aus ihrer Wohnung. Bei Mama. Und da haben sich natürlich wieder einige aufgeregt.

Ich tu doch nur mit Vorurteilen spielen, ich spiele doch nur, ich meine es doch gar nicht böse, es stimmt doch natürlich nicht.

Die Gamer haben mich natürlich drauf hingewiesen, dass nicht alle Gamer zu Hause bei Mutti wohnen, sondern manche auch noch in einer intakten Familie wohnen, dass das nicht die einzige Zeit ist, wo sie mal rauskommen, sondern dass es auch noch andere Events gibt, zu denen die fahren – und dass sogar einige von denen Brüste haben. Und andere sogar Frauen sind!
Zack, hab’ ich schon wieder Ärger! Dabei meine ich es doch gar nicht so.

Ich fand auch die Idee einen Deo-Stand da aufzubauen, die fand ich auch ein bisschen fies, denn es stimmt natürlich nicht, Gamer sind die saubersten, anständigsten Menschen, die ich kenne!

Und egal wie ich es sage, wenn ich übertrieben positiv sage, dann wird mir nicht geglaubt! Dann krieg’ ich Ärger, weil es heißt “Du meinst es doch nicht so!” Wenn ich übertrieben negativ was sage, dann krieg’ ich Ärger, weil es heißt: “Du meinst es so!”, dabei mein’ ich es doch gar nicht so.
Ich spiele doch nur! Ihr spielt doch auch nur, ihr seid doch Gamer!

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girl pic by https://www.flickr.com/photos/sergesegal/4909070532/in/photostream/ (Sergey Galyonkin) [CC-BY-SA-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

train interior pic by Devilreborn (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

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„Ich hab ja nichts gegen Ausländer, aber…“

Wenn ich so Sätze schon höre, geht in mir die Wut hoch. Vor kurzem saß ich hier im Restaurant und mein Nebentisch hat versucht, sich gebildet und vorurteilsfrei über Integration zu unterhalten. Allerdings, wie gesagt, sie haben es versucht. Ihre Angst und ihren Hass gegenüber allem Fremden und anderen konnten sie dennoch nicht verbergen und so kam raus, dass sie befürchten, dass Türken ins Land kommen und auf lieb und nett machen und wenn sie dann mal in der Mehrheit sind, den Islam-Hammer herausholen und alle gezwungenermaßen bekehren zum bösen Islam über zu treten. Ja klar. und sie haben ja nichts gegen die, die herkommen fleißig arbeiten und sich anpassen. Das ist die Hauptsache. Wenn die so sind wie „wir“, dann gäbe es überhaupt kein Problem. Aber wehe, sie sind anders. Oder arbeitslos. Da fragt die 17-jährige Gymnasiastin am Tisch dann, warum sie dass denn mit ihren Steuern unterstützen solle.

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Wenn jemand sagt „Ich habe nichts gegen Ausländer, aber….“ und dann hanebüchene Argumente bringt, um die eigenen Vorurteile zu unterstützen, dann hat er was gegen Ausländer. Schuld ist dieses verflixte Wörtchen „aber“. „Aber“ ist ein richtiges hässliches Wort. „Ich will Dich ja nicht kritisieren, aber …“ bedeutete genau das Gegenteil. Nämlich „Ich will Dich kritisieren.“ Und außerdem hat man dann auch noch gelogen. „Ich will ja nicht gemein sein, aber Du bist hässlich.“ – Das war gemein und bewusst, ergo wollte man gemein sein. Man musste ja nicht.

das sind zwei Sachen, die man abschaffen sollte. Ausländerfeindlichkeit und die Benutzung des Wortes „aber“.

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