Vorurteile gegen Schweizer

Gestern bin ich mit dem Zug nach Zürich gefahren. In Köln war er sogar schon eine Viertelstunde vor der Abfahrtszeit da, so dass ich mir ganz bequem den Platz suchen konnte. Eine Viertelstunde nach der Abfahrtszeit stand er allerdings auch noch im Bahnhof. Der ICE wollte wohl noch ein bisschen den Kirchentag genießen, bevor er sich mit Verspätung in Bewegung setzte.

 

Irgendwann hat die Bahn doch mal mit so einer Statistik geworben, dass – waren es 90%? – fast alle Züge pünktlich seien. Also bei den Zügen, die ich benutze, ist genau die umgekehrte Statistik richtig. In 10% aller Fälle komme ich pünktlich an.

 

Jetzt aber, die große Überraschung, die Vorurteile, die wir gegen Schweizer haben, sind wahr. Die Verspätung wurde nicht aufgeholt. Bis zur Schweizer Grenze. In Zürich aber, kam der Zug exakt, auf die Minute genau, wie geplant um 19:58 Uhr an!!! Wie machen die das? Warum können die das und wir nicht? Wie können Schweizer gleichzeitig pünktlich und unendlich langsam sein – wie die Frau am Tramkartenschalter? Ich will das lernen, ich will hier bleiben, ich will Schweizer werden. Die Leute hier sind auch alle besser gekleidet und die Frauen sehen sowieso umwerfend aus. Dummerweise geht Sonntag schon der Zug zurück, ich muss meine Eltern besuchen. Der wird garantiert ab Deutschland Verspätung haben.

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Über ui.

Manuel Wolff ist der Autor von "ui. der blog.", Außerdem "ui. der vlog." auf Youtube und diverse andere Projekte. Hauptberuflich Stand Up Comedian und Musikkabarettist und Improgott. G+

6 Gedanken zu „Vorurteile gegen Schweizer

  1. Ahaaa… Ich hab schon befürchtet, ich werde niewieder auf deine Seite gelangen… Uiuiuiui wird selbstverständlich neu verlinkt.
    Bei mir sind die Kontaktinfos gepimpt xD Einmal „Gästeklo“, was zum GästeBUCH führt und dann, wie du rausgefunden hast, “ kommentieren“. Ich stelle mit Entzücken fest, dass deine Seite neues Layout hat. Sieht hübsch aus. Ich werde mich mal umschauen… In nächsten Tagen bin ich nicht erreichbar… Vorläufiger Wohnsitz ist dann Nürnberg.

  2. Danke für den Hinweis wegen den Impressum. Soviel ich weiß, findet man mich nicht in Suchmaschinen. Ich werde mich dennoch gleich mal ranmachen und das erstellen. Wenn ich ganz aufrichtig bin, finde ich das total bescheuert. Ich hab mir mal deines angeschaut. Ich hab es bisher vermieden meine private Adresse so Preis zu geben.

  3. Nun ja, ich auch. Bis der Brief von der Bezirksregierung kam (den ich dann erst gelesen hatte, als die Vorladung kam, da ich ihn nicht bekommen hatte, da ich auf dem Schiff unterwegs war). Auf die Idee, mir eine Mail zu schreiben, ist ja eine Webseite, kamen die nicht. Oder mal nachschauen, was da auf der Webseite stand (da stand nämlich, dass ich nicht zu Hause bin).

    Allerdings ist jetzt das Impressum und der Kontakt und alles ja da. Jetzt kannste auch ne Mail schreiben.

  4. Äääähm… die Schweizerinnen werden sich freuen, einen Menschen zu treffen, der das gleiche Tempo vorlegt. Bleibt uns Frauen in Deutschland, die wir natürlich bei weitem nicht so umwerfend sind wie Schweizerinnen, doch ein, vielleicht nicht unattraktiver, aber doch armseliger Mann erspart. Aber vielleicht sollten wir Mädels über den großen Tellerrand blicken, uns Richtung L.A. orientieren.

    Adios, kleiner jalapenho

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