Was ich über Koalabären weiß

Koalabären erscheinen total putzig und süß, aber in Wirklichkeit sind sie unberechenbar und brandgefährlich, zumindest in der Zukunft. Was, das haltet ihr für absurd? Wartet erst mal ab, nach diesem Artikel werdet ihr sicherlich anders über Koalas denken.

Ich war neulich im Zoo in Duisburg und habe mich informiert: Koalabären sind verdammt komische Tiere.

Erst mal, dieses ganze Eukalyptus-Futtern. Sie ernähren sich nicht hauptsächlich von Eukalyptus, sie ernähren sich ausschließlich von Eukalyptus. Sie essen absolut gar nichts anderes als Eukalyptus. Da kann man sie noch so mit Süßigkeiten oder anderen Leckereien locken, nein, nur Eukalyptus darf es sein. Und auch nur wegen der Drogen im Eukalyptus erscheinen diese Tierchen so langsam und träge. Eukalyptus ist nämlich eigentlich gar nicht gesund. Deswegen hängen die Koalas den ganzen Tag nur rum, denn den Eukalyptus muss man erst mal verdauen und da überhaupt Nährstoffe draus extrahieren. Und das dauert.

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Dazu muss man sagen, dass Koalabären die einzigen Tiere sind, die Eukalyptus überhaupt essen können und mehr oder minder vertragen. Jedes andere Tier würde an Eukalyptus zugrunde gehen, ja sterben. Menschen auch. Da sind so viele Gifte drin und nur der Koalabär verträgt das Zeug – ein toughes Tier!

Aber bei der Nahrung kann man verstehen, dass Koalabären langsam sauer werden. Man merkt es nur nicht, da sie ständig bekifft sind.

Dann kommt noch hinzu, dass irgendein Honk das Gerücht in die Welt gesetzt hat, dass Koalabären die Vorlage für Teddybären wären, obwohl sie noch nicht mal richtige Bären wären. Na also das stimmt ja mal gar nicht. Teddybären gab es schon vor der Entdeckung der Koalas. Und jetzt kommen die Wissenschaftler daher und sagen: „Lieber Koala, Du bist gar kein gefährlicher Bär, sondern nur ein Beutelsäuger!“ – noch so ein Schlag ins Gesicht, dabei sind die Koalas eh schon schlecht gelaunt.

Bevor nämlich die Europäer die Koalas entdeckten, kannten die australischen Aborigines diese zwar schon, aber interessierten sich überhaupt nicht für sie und liessen sie links liegen. Und als dann die englischen Verbrecher nach Australien kamen, dachten die Koalas, dass ihnen jetzt endlich der nötige Respekt gezollt werden würde, aber nein, die Europäer fanden die Koalas süß und knuddelig. Und nahmen sie auf den Arm und strichelten Sie und seit vielen, vielen Jahren sind Koalas nun Touristenattraktionen, für 5 Dollar, darf jeder mal ein Foto machen und so einen Knuffbeutel auf dem Arm halten.

Währenddessen denkt der Koala: „Aber ich bin doch ein Bär! Ein wildes Tier! Menno!“ und schickt sich an sich zu wehren und den Touristen zu attackieren und sein Gesicht zu zerkratzen. Allerdings haben die Eukalyptus-Drogen ihn ziemlich schwach und lethargisch gemacht und der Tourist denkt nur: „Schau mal, er tätschelt mich!“

Währenddessen wird der Koala immer griesgrämiger und saurer. So ein Koala ist so derbe voller Rachegelüste gegenüber der Menschheit, dass es nicht mehr lustig ist.

Wartet mal ab, wenn es kein Eukalyptus mehr gibt und die Koalas aus ihrem Dornröschenschlaf aufwachen. Dann gibt es Rache!

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Über ui.

Manuel Wolff ist der Autor von "ui. der blog.", Außerdem "ui. der vlog." auf Youtube und diverse andere Projekte. Hauptberuflich Stand Up Comedian und Musikkabarettist und Improgott. G+

6 Gedanken zu „Was ich über Koalabären weiß

  1. Ob es wirklich die unterschwelligen Rachegelüste sind?

    Versetz dich mal in die Situation des Koalas: Eben noch döst du gemütlich vor dich hin, da kommen schon jede Menge Leute vorbei und finden das unheimlich niiiiiiiiiiieeedlich, dich zu knuddeln und am Ohr zu kraulen (und wer weiß wo sonst noch). Beim ersten ist das vielleicht noch ganz angenehm, beim zweiten womöglich auch – aber irgendwann wird es einfach nur lästig und du bist total angenervt.
    Halt so ähnlich wie morgens früh im Kaufhaus, wenn wieder irgendjemand viel zu früh die Türen aufgeschlossen und die Leute reingelassen hat, die sich dann auch noch erdreisten, das Fachpersonal beim vormittäglichen Informationsaustausch zu stören….

  2. Bestimmt planen die Koalabären bereits jetzt Aufstände und Revolutionen. Und dass die Fichten und Eichen dann von Koalabären abgesägt werden, das wird zu Koallateralschaden zählen.

  3. Koalas sind nicht bekifft, sie bewegen sich nur so wenig um Energie zu sparen,
    da Eukalyptus nicht gerade der BigMac der Pflanzenwelt ist.

    Hab gerade eine Geschichte über Koalas geschrieben und bin daher im Thema 🙂

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