Aerobic mit Traci Lords

Das hier soll ein Ausschnitt aus einem harmlosen beckenbelastenden Workout Video der Fitness-Ikone Traci Lords sein. Nun ja, manch einer hat einen seltsamen Geschmack. Ich distanziere mich ausdrücklich von dem folgenden Video, aber der Weihnachtsmann hat gesagt, ich soll es reintun. Transition!

Der Ingenieur und der Manager

Ein Mann macht einen Ausflug in einem Heißluftballon, aber stellt plötzlich fest, dass er komplett die Orientierung verloren hat. Auf dem Boden sieht er einen Spaziergänger, also lässt er den Ballon sinken und fragt: “Hallo? Können Sie mir helfen? Ich habe versprochen, in einer Stunde einen Freund zu treffen, aber ich habe keine Ahnung, wo ich bin?”

Der Spaziergänger sagt: “Also, Sie befinden sich in einem Heißluftballon, zwischen 10 und 11 Grad östlicher Länge und 40 Grad nördlicher Breite.”

Der Mann im Ballon sagt: “Sie sind bestimmt en Ingenieur!”

“Stimmt!”, ruft der Spaziergänger, “Aber woher wissen Sie das?”

“Nun, Alles was Sie gesagt haben, stimmt genau, aber ich weiß nicht, was ich mit den Informationen anfangen soll – ich habe immer noch keine Ahnung, wo ich bin?”

Der Ingenier sagt daraufhin: “Dann sind sie bestimmt ein Manager!”

“Ja”, antwortet der Mann im Ballon sehr verblüfft, “Wieso?”

Sagt der Ingenieur: “Na das ist doch klar: Sie haben keine Ahnung, wo sie sind, oder wie sie hin fahren. Sie haben etwas versprochen, von dem Sie nicht wissen, wie sie es einhalten sollen und sie erwarten von mir, dass ich Ihr Problem löse. Fakt ist: Sie sind genau da, wo Sie waren, bevor wir uns getroffen haben, aber irgendwie ist jetzt alles meine Schuld.”

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10 Minuten für die Ewigkeit

Ach, was soll ich sagen? Also täglich klappt nicht. Auch wöchentlich scheint es fast unmöglich zu sein. Es ist schon wieder ewig her, dass ich diese 10-Minuten stream-of-consciousness zu lassen. Aber warum? Ist das Leben tatsächlich so hektisch, dass man es nicht schafft, mal einfach 10 Minuten die Gedanken laufen zu lassen – einmal die Woche? 10 Minuten sind zu viel? Und wenn ich sage „man“, dann meine ich natürlich „ich“. Ich schaffe es nicht, mir 10 Minuten Zeit einzuräumen? Wie busy bin ich denn? Vor Allem, wenn ich darüber nachdenke, auf was ich noch alles wegen Zeitmangel in letzter Zeit verzichte. Das kann einen ganz schön fertig machen. Und wenn ich „einen“ sage, meine ich natürlich „mich“. Es kann mich nicht nur fertig machen, es macht mich fertig.

Das liegt allerdings dann an mir. Ich muss es ja nicht mich fertig machen lassen, ich muss nur noch rausfinden, wie ich hinkriege, dass es mich nicht fertig macht. Das ist natürlich alles sehr theoretisch, aber vielleicht habt ihr ja einen Tipp. Und wenn ich „ihr“ sage, dann meine ich die imaginären Leser. Ich glaube nämlich kaum, dass nach 18 Jahren Irrungen und Wirrungen in diesem Blog noch jemand übrig geblieben ist, der hier die neuen Beiträge liest. Kommentare schreibt ja auch schon lange absolut niemand mehr- obwohl sie vollkommen anonym möglich sind. Sogar der Spam hat nachgelassen.

Aber woran liegt das denn, dass niemand mehr auf Blogs kommentiert oder sich äußert? Klar, ein hoher Prozentteil war schon immer der stille Leser, apathischer Konsument, ohne sich zu äußern. Aber mit dem Erfolg von Facebook, ging das öffentliche kommentieren immer mehr zurück, alle zogen sich in ihre Blase zurück und kommentierten dort, auf der Pinnwand oder Chronik, in Gruppen, im Freundeskreis. Und zwar zu viel. Nämlich so viel, dass nur noch Streit und Zwist und Unmut entsteht. Jeder hat etwas zu sagen, aber niemand hat etwas beizutragen.

Ganz im Gegenteil zu den ungeregelten öffentlichen Äußerungen in Blogs: Jeder könnte etwas beitragen, aber niemand macht es. Wikipedia auch so ein Beispiel: Jeder hat die Möglichkeit, da was beizutragen, stattdessen wird aber nur über Wikipedia gelästert – auf Facebook. Komische Gesellschaft das. Warum traut sich niemand mehr, einfach mal was für Alle beizutragen?

Falls tatsächlich ein einziger hier kommentieren würde, würde ich das so feiern. Aber es wird nicht passieren. Blogs finden ja auf Google auch gar nicht mehr statt. Updates im Suchalgorithmus haben ja alles zerstört. Sogar viele Leute arbeitslos gemacht. Und die Masse schwimmt dem nach, was vorgegeben wird, ohne nachzufragen, ohne mitzuwirken, wie es im Internet ja gedacht wurde, sondern nur das konsumierend, was einem einfach so vorgesetzt wird. Schöne neue Welt.

Kichern und Picheln – Hausfrauenvereine in der Bahn

Über die Bahn und ihren Service meckern ist ja mittlerweile so Mainstream. Spätestens seit dem Buch “Sänk you for träwelling…” macht es jeder, weil es ja so cool ist. Der Service der Bahn ist schlecht, keine Frage, aber wenn es schon Volkssport ist, dann macht es keinen Spaß mehr. Über die Bahn zu motzen war lustig, als sie noch eine grunddeutsche Institution war, jetzt will ich das nicht mehr. Vor allen Dingen, wenn sich die Bahnreisenden jetzt berufen fühlen, schon bei einer Verspätung von 5 Minuten herum zu motzen, weil die Bahn einfach Scheiße ist – was sie ja auch ist, aber meine Güte, 5 Minuten! Vor allen Dingen, wenn es sich um einen IC handelt, der eine zehnstündige Fahrt von, was weiß ich, Interlaken beginnt und sich nach Rostock heraufbahnt und dann 5 Minuten Verspätung hat, meine Güte, mach das mal mit dem Auto, 10 Stunden fahren und auf 5 Minuten genau sagen, wann man ankommt. Und bei Flugzeugen motzt niemand die Stewardessen bei Verspätungen an. Weil Leutehalt einen Trend folgen und der Trend ist, schimpfen ist okay. Und daher ist es jetzt nicht mehr cool.

Deswegen schimpfe ich jetzt viel lieber über Bahnfahrer, als über die Bahn selbst.

Was mich am meisten aufregt, sind diese kichernden und pichelnden Hausfrauengruppen, die an Wochenenden zum kollektiven Weihnachtsmarktbesuch oder zum kollektiven Wochenend-Trip nach Hamburg aufbrechen und das ganze Abteil mit ihrer nervigen Lautheit und Wichtigtuerei nerven. Schlimmer als 2 Amerikaner!

Die mal ohne ihre fetten schnauzbärtigen Männer ein spannendes Wochenende verbringen möchten und denken, es sei ne tolle Idee, mal an einem Samstag 5 Stunden hin, Sonntag 5 Stunden zurück nach Hamburg zu fahren, um da ein tolles Programm zu absolvieren, Scheißdrecks-Musical schauen (wahrscheinlich Cats oder “Ich war noch niemals in New York”), Hamburg Dungeon, wo Amateurschauspieler mit Kunstblut ein mickriges Gehalt bekommen um Touristen mit “Buh!” zu erschrecken und natürlich Reeperbahn, an Wochenenden nicht viel anders, als die Idiotenversammlung bei einer Kirmes am Autoscooter.

In heller Vorfreude auf ihr geiles Wochenende trinke sie schon um 10 Uhr morgens im Großraumabteil den lauwarmen Sekt aus Plastikbechern und rufen dabei fröhlich “Stößchen!”, weil das ein pseudolustiger debiler Animateur aus dem letzten Cluburlaub auf Rhodos auch ständig gesagt hat und allein damit bei der versammelten Mannschaft kollektive Verzückung auslöste. Und die Plastikbecher sind nicht irgendwelche Plastikbecher, nein es sind diese unsinnigerweise zusammenschraubbaren Zweiteiler. Boden und Kelch müssen aneinander gesteckt werden, obwohl das nicht mal wirklich Platz spart und auch nicht wirklich innovativ ist. Aber halt genauso geil wie “Stößchen!”. Und lustig, derbe lustig, wie ein Kinderüberraschungsspielzeug für einfach gestrickte. Und natürlich sind sie große Tupperware-Fans, denn was gibt es schöneres? Und sie sind so richtig fleißig und haben Knabberzeug mitgebracht, Chips und Minibrezeln, schön schon zu Hause aus den Tüten entfernt und in die Dosen umgefüllt, weil … äh … ja weil halt! Warum schraubt man Sektgläser zusammen?

“Meine Fresse, seid ihr hässlich!” entfuhr es mir. Worauf eine der Schreckschrauben entgegnete “Du bist awwer auch kää Bräd Pitt!”, worauf mir erst mal gar nichts einfiel, aber wer mir in die Comments den besten Comeback zu der Zeile schreibt, kriegt Freikarten für einen Auftritt nach Wahl von mir.

Verdammt, und dann spielen sie laut im Zugabteil Spiele. Im Stehen! Das Ding wo man einen Zettel an der Stirn mit einer berühmten Person hat und raten muss, wer man ist. Natürlich standen Brad Pitt, Johnny Depp und George Clooney auf den Stirnen. Und Angela Merkel. Später packen sie dann den selbstgemixten Wodka-O aus, weil sie sich mal wieder jugendlich fühlen wollen, wie Koma-Säufer. Ja, sie wollen sich jugendlich fühlen, weil die 50-jährigen Trullas seit 20 bis 30 Jahren einen langweiligen Mann zu Hause haben, einen schnauzbärtigen Hemd-in-die-Hose-Stecker, der Abends nur vor der Glotze hängt, wenn er nicht gerade mit seinem Kegelverein einen Saufen geht.

Oder aber die Damen trinken Pina-Colada-Fertigmix und sagen “Oh, lecker, schmeckt total nach Südsee!” – und eine sagt dann “aber des is doch net so salzig?”

Und dann kommt der Fahrkartenkontrolleur und sie kloppen Gags und Sprüche, als ob sie sich für 7 Tage, 7 Köpfe bewerben würden und sie versuchen alle auf einmal mit ihm zu schäkern und zu flirten, als ob sie ein Junggesellinnenabschied wären (was übrigens die zweitnervigste Frauengruppe ist, nach diesen Hausfrauenausflüglerinnen). Und sie flirten, was das Zeug hält, als ob ein 10 Jahre jüngerer Fahrkartenkontrolleur auch nur irgendetwas von der Hausfrauenbande wolle – außer eben ihre Fahrkarten. Und als ob auch nur irgendeine Frau auf Männer stehen würde, die Fahrkartenkontrolleure sind. Da ist doch arbeitslos attraktiver! Das geht nur wenn man um – mittlerweile – 11 Uhr morgens schon so hackedicht und stramm ist, wie Harald Juhnke in seinen besten Zeiten.

In Hamburg angekommen ist die Frauengruppe dann so besoffen, dass sie direkt ins Hotel gehen, direkt ins Bett und alles verpassen, nix ist mit Musical, keine Reeperbahn, kein Dungeon, gar nichts nur am nächsten Tag zurück in den Zug. Wo dann direkt weitergesoffen wird und sich bestätigt wird, dass der Ausflug trotzdem schön war. Schöner als ihre Männer zu Hause auf jeden Fall.

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Artikel-Bild von Gerhard Gellinger auf Pixabay