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Eine ganze Nation auf der Seite eines Vergewaltigers?

Ich sehe schon die Schlagzeilen vor mir, sollte es tatsächlich so sein, dass nicht Marco, sondern Charlotte in diesem wirren Fall Recht hatte. Aber bevor ich missverstanden werde: Auch ich halte Marco zunächst für unschuldig. Allerdings nur, weil ich mir kein Urteil bilden kann, denn ich war nicht dabei. Und weil ein Urteil noch nicht gesprochen wurde, gilt bis dahin die Unschuldsvermutung.

Vor allen Dingen die Politiker sollten sich zurückhalten., auch wenn der Mob nach ihnen ruft und die Gelegenheit gibt, sich populistisch in Szene zu setzen. Kein Politiker mischt sich in Gerichtsverfahren im Inland ein, da sollte er sich erst Recht nicht in Gerichtsverfahren im Ausland einmischen. Gleiches gilt für die Medien. Lasst die Berichterstattung sein. Ciao, Marco, ciao.

Das Faszinierende an dem Fall ist ja einzig und allein das ganze Drumherum. Vor allem die die komplett einseitige Berichterstattung hierzulande. Fast jeder Zeitungsartikel zu dem Thema ist ausschließlich gefüllt mit emotionalem Gejammere und Geschimpfe, in dem versucht wird, mit Marco zu solidarisieren und alles, was nicht Marco ist, zu verurteilen: Charlotte, die Mutter und alle anderen Engländer, außerdem den türkischen Richter, das türkische Rechtssystem und natürlich alle Türken.

Schon verrückt, dass eine ganze Nation plötzlich einer Meinung ist, wenn es um jemanden geht, der eventuell versucht hat, eine 13-jährige zu vergewaltigen, bloß weil es eben ein Deutscher in der Türkei war und das Opfer eine Engländerin. Normalerweise wird doch an Stammtischen überall nach einer strengeren Justiz gerufen. Vor allem wenn es sich um Kinderschänder, kriminelle Jugendliche oder Ausländer, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, handelt.

Stellen wir uns mal vor, einem 17-jährigen Türken, wäre im Urlaub in England genau dasselbe zugestoßen und bei einer 13-jährigen Deutschen im Bett gelandet. Nie im Leben würde die Bildzeitung titeln „Lasst Murrat endlich frei!“ – im Gegenteil, auch das würde genutzt werden, um gegen die Türkei und gegen England zu hetzen.

Ich weiß tatsächlich nicht, ob Marco ein unschuldiger Junge ist oder ein böser Bube, es ist für alle, die nichts persönlich mit dem Fall zu tun haben eigentlich auch schnurzpiepegal. Ich würde nur gerne mal in Bild & co und auch in den seriösen Medien glänzende Fakten sehen, anstatt einzig und allein sensationelle Schlagzeilen und stumpfe Meinungsmache. Dass Marco dachte, Charlotte sei 15, denn sie habe ihm gesagt, dass sie 15 sei, wird überall als Fakt dargestellt. Dass in dieser Sache Aussage gegen Aussage steht, wird meist nicht einmal erwähnt. Dass Charlotte Marco ihr wahres Alter gesagt haben könnte, die Möglichkeit besteht gar nicht. Dass Charlotte eine potenzielles Vergewaltigungsopfer ist, dass Hilfe braucht und keinen Medienrummel, wird auch nicht bedacht. Stattdessen lauerten deutsche Journalisten an ihrer Schule auf. Kein Wunder, dass die Mutter – die ja laut Volksmeinung das Böse schlechthin ist – sich abschottet.

Niemand denkt an das Mädchen, dass egal was herauskommen wird, verloren hat. Im für alle günstigsten Fall hat sie eine Mutter, die ganz krass ihre Aufsichtspflicht verletzt hat und ihren Job wohl ziemlich kacke macht. Im schlimmsten Falle wurde sie vergewaltigt – mit 13 Jahren!

Es ist vollkommen klar – ob Vergehen oder nicht – dass ein 17-jähriger nicht so lange in Untersuchungshaft gesteckt werden soll. Aber weder Politiker, noch Zeitungen, noch Stimmungsmache mit ausländerfeindlichen Tendenzen, wird Marco etwas nützen. Die Gesetze und die Rechtssprechung in der Türkei werden sich nicht aufgrund der Aussagen von deutschen Politikern sowie Protesten von Bild-Lesern und Marco-Sympathisanten plötzlich ändern.

Und die Blogosphäre macht fröhlich mit beim dümmlichen Stammtischgerede, die fremdenfeindliche Ressentiments anklingen lassen. Auch wer nichts zu sagen hat, weil er – wie so viele – einen SEO-Blog hat, lässt es sich nicht entgehen, die Chance zu nützen Vorurteile und gefährliches Halbwissen zu verbreiten. Zum Glück sehen einige wenige andere Blogs den Fall genauso kritisch wie ich: Siehe hier

An die ganzen Leute, die durch diesen Fall plötzlich eine Beschäftigung gefunden haben, da sie nun Mahnwachen abhalten können oder Leserbriefe und Webseiten-Kommentare vom Stapel lassen können, die von kriminellen Türken in Deutschland erzählen, die hier viel zu nett behandelt werden und eingesperrt gehören und von einem unschuldigen Deutschen, der in der Türkei eingesperrt ist, weil man dort noch im Mittelalter sei – diese Leute sollten mal Bedenken, dass im Ausland 1500 Deutsche im Knast sitzen, deren Fälle mindestens genauso kontrovers sind, um die sich aber kein einziger Politiker und kein Presseorgan kümmert. Soll heißen, ihr werdet nur instrumentalisiert. Fangt mal selbst an zu denken, anstatt Euch für jemanden einzusetzen, der sich mit 13-jährigen Mädchen ins Bett legt und von dem viele von Euch noch nicht mal den Nachnamen kennen.

Geheime Abmachungen der Illuminaten

Um die Weltherrschaft an sich zu reißen, gehen die Illuminaten in ganz ganz kleinen Schritten vor, die uns alsbald angreifbar machen werden. Zum Beispiel haben sie eine Abmachung mit der Deutschen Bahn und Familien mit schreienden Kindern.

Es ist nämlich so. Kurz bevor der Zug abfährt und man schon längst seinen freien ruhigen Sitzplatz gefunden hat, kommen 20 Elternpaare mit zwei bis 3 Lauten Kindern am Bahnsteig beim Zugführer an. Dieser teilt diese dann ein, damit nicht etwa ein Wagen voller schreiender Gören existiert, sondern dass in jedem Waggon mindestens eine laute Göre sitzt, um komplett jedem die Reise zu vermiesen.

So kriegen die uns.

Beleidigte Chinesen und Elektro-Schlagstöcke statt Menschenrechte in Vorbereitung auf die olympischen Spiele in Peking

Was mich an internationaler Politik immer wieder fasziniert, ist dass sie auf der gleichen Stufe abläuft wie Kleinkinderstreitereien im Sandkasten. „Meine Schaufel! nein, nein, meins meins! ich mach kaputt!“ Oder wie die Kinder in der Grundschule: „Igitt, der spielt mit Mädchen! Mit dem reden wir nicht mehr, Mädchen sind doo-oof!“

Und jetzt, wo die Merkel mit dem Dalai Lama gesprochen hat, macht China auf beleidigte Leberwurst und kommt nicht zu Treffen und sagt dies und jenes ab und wendet sich lieber Frankreich zu.

Im Großen und Ganzen spielt bei allem was weltpolitisch abläuft nur eine einzige Sache eine Rolle: wirtschaftliche Interessen. Und wirtschaftliche Interessen sind nur: „Das gehört mir! Ich will mehr! Du kriegst nix!“ Dummerweise hat China viel und deswegen kommt jeder angekrochen und niemand sagt „Du, Du, Du!“ wie die Eltern, die die streitenden Kindsköppe im Sandkasten dann wieder mal auseinander ziehen müssen.

Aber dass irgendein Politiker mal auf die Idee käme, das ganze als kindisch zu bezeichne, nein, so viel Ehrlichkeit besitzt niemand in dem Laden. Stattdessen veranstaltet die Weltgemeinschaft die olympischen Sommerspiele dort.

Nun ja, ich habe zwar die Hoffnung, dass so eine Veranstaltung Gedanken von Freiheit und Demokratie und Weltoffenheit nach Peking trägt, aber der Zyniker in mir glaubt, dass auch das IOC nichts anderes als wirtschaftliche Interessen bei der Wahl des Austragungsortes hatte. Und leider glaube ich auch kaum, dass sich die Menschenrechtssituation in China danach verbessern wird. Die Partei bezeichnet jeden Hinweis dann wieder als Einmischung in innere Angelegenheiten und macht fröhlich weiter.

Amnesty International will sich jetzt verstärkt China widmen. Amnesty ist eine große Menschenrechtsorganisation, bei der ich Mitglied bin. Ich mache nix, außer jährlich etwas zu spenden. Das ist nix, bei weitem nicht genug, vielleicht mehr als manch andere tun, aber jetzt, wo ich einen Brief erhalten habe, sollte ich vielleicht zumindest auf einige Dinge aufmerksam machen, anstatt auf der Webseite hier nur spaßig zu sein und die Augen vor allem Übel zu verschließen.

Amnesty berichtet davon, dass für den Bau der Sportstätten zahlreiche Häuser weichen müssen niedergerissen werden, ohne Entschädigung für die Bewohner. Auch Ye Guozhu sollte sein Haus und sein Restaurant verlieren, daher beantragte er eine Erlaubnis für ein Demonstration. Großer Fehler, denn zack wurde er wegen „Anstiftung zum Streit und Erregung öffentlichen Ärgernisses“ zu 4 Jahren Haft verurteilt. Dort wird er gefoltert, schließlich müssen ja „Disziplinierungsmaßnahmen“ angewendet werden. Er wird an der Decke an den Armen aufgehängt und geschlagen, z.B. mit Elektro-Schlagstöcken.

Bei so etwas fehlen mir die Worte. Wer Amnesty unterstützen will kann das mit Spenden oder anderen Aktionen tun, einfach auf der Homepage vorbeischauen.

Hübsche Polizistinnen und ein Kirchturm ohne Uhr

Eigentlich hatte ich noch viel Zeit, um den Zug am Bahnhof zu erreichen, doch dann dauerte es mal wieder ewig, bis die U-Bahn zum Hautbahnhof kam. Da ich kein Kleingeld hatte und auch nicht genügend Geld auf der Geldkarte, fuhr ich schwarz, da die Fahrkartenautomaten keine Scheine annehmen. „Selbst dran schuld, KVB“, dachte ich mutig.

Am Neumarkt stieg dann allerdings ein Mann mit einer KVB-Jacke ein, was mich veranlasste, auszusteigen, denn ich dachte, das sei ein Fahrkartenkontrolleur. Schon hatte ich nicht mehr viel Zeit, um rechtzeitig zum Bahnhof zu kommen, denn ich hatte mich jetzt den ganzen restlichen Weg durch die überfüllte Innenstadt zu kämpfen.

Deswegen konnte ich auch nicht zuschauen, wie ca. 10 Polizisten den Burger King stürmten – da habe ich eine gute Geschichte leider sausen lassen. Wenn es ein McDonald’s gewesen wäre, hätte ich ja vermutet, dass es mit meiner Bring-mir-den-Burger Geschichte zu tun gehabt hätte, aber so blieb mir nur eine klitzekleine Beobachtung: Mein Theorie ist nämlich, dass die Kriminalrate in Deutschland konsequent abnimmt, weil es immer mehr schöne Polizistinnen gibt. Obwohl – ohne Verbrechen hat man keine Chance auf Kontakt.

Ich hetzte weiter und wollte als der Dom in Sicht kam nochmals wissen, wie viel Zeit mir noch bliebe. Ich wohne schon seit 4 Jahren in Köln, aber jetzt fällt mir zum ersten Mal auf: der Kölner Dom hat ja gar keine Uhr! Was bringt den ein Kirchturm, wenn da noch nicht mal eine Uhr dran ist?

Ich war dann allerdings doch noch pünktlich am Bahnhof, zwar – ob des schweren Gepäcks auf meinem Rücken – gründlich durchgeschwitzt, aber dennoch. Ich hatte sogar noch Zeit mir etwas zu Essen zu kaufen und di Gleise zeitig aufzusuchen. Auf denen ich sogar feststellte, dass aufgrund von Verspätungen der Vorgängerzug sogar noch erreichbar war und ich eine halbe Stunde früher ankommen würde.

Alles super, leider war der Zug sehr voll, deswegen setzte ich mich ins Bistro, mir gegenüber ein Mann in bayrischen Trachten. Kurze Lederhose, hohe Socken, Filzweste und Knebelbart (also Kinnbart in Kombination mit gezwirbeltem Schnurrbart). Dieser stieg allerdings in Koblenz aus, was soll das denn?

Bring mir den Burger lieber nicht

Bring mir den Burger lieber nicht

Heute habe ich eine Webseite entdeckt, die wirklich selten bescheuert ist. Kaum ein Superlativ reicht aus, um zu beschreiben, was für ein dummer Unfug dahinter steckt und wie unnötig das Ganze ist. Nein, ich rede nicht von meiner eigenen Webseite, sondern von www.bring-mir-den-burger.com – ich wollte zunächst gar nicht auf die Seite verlinken, um sie nicht noch populärer zu machen, aber da dorthin sowieso gerade alle Welt linkt, fällt mein kleiner Beitrag gar nicht auf.

Zur Erklärung: Angeblich ist da ein Typ (könnte auch eine Frau sein), ein Azubi, der sehr gerne bei McDonald’s isst. Allein dafür gehört er schon belangt. Wenn Du McDonald’s liebst, dann schäm dich und stell dich in die Ecke, aber mach keine Webseite! Allerdings reicht es dem jungen Mann nicht, da ständig vorbeizulaufen, nein, er will es auch noch nach Hause geliefert bekommen. Er fordert einen McDonald’s Lieferservice. Na klar, jeder anständige 400kilo-Koloss hat da ja auch ein natürliches Anrecht drauf, also was soll man tun, wenn einem das Futter verwehrt wird? Richtig, eine Petition organisieren.

Petitionen gibt es haufenweise, meist bringen sie gar nichts, Online-Petitionen bringen aufgrund ihrer Natur sowieso nichts, aber normalerweise steckt wenigstens ein wahrer Grund dahinter. „Helft Darfur!“, „Stoppt den Krieg!“, „Die chinesische Mauer muss weg!“ oder irgendwelche anderen Umwelt-, Politik-  oder Menschenrechtsthemen. Aber Burger? Soll sich jetzt der Bundestag damit befassen und bestimmen, dass McDonald’s seinen fettigen Müll ausliefern muss?

Aber damit nicht genug. Der Typ gibt auch noch an, von seinem eigenen Geld, 20 McDonald’s-Fraß – Gutscheine an die ersten 5000, die sich eintragen zu verlosen. Also Unterschriften gegen Bezahlung. So wird eine Petition erst richtig wirkungsvoll.

Moment mal, noch mal drüber nachdenken. Er macht kostenlos Werbung für McDonald’s, trägt die Hosting- und Traffic-Kosten und gibt auch noch von seinem eigenen Geld 200 Euro einfach so weg, weil er halt mal gerne einen McDonald’s Lieferservice hätte? Und vergisst nicht dabei ständig zu betonen, dass so ein Service mit einem Aufpreis verbunden sein sollte? Und das als armer Azubi? Da stimmt doch was nicht…

Wer steckt wirklich hinter der Seite? Manchmal spricht der Dicke von sich, manchmal von „wir“. Und Hauptsache man trägt sich ein, keine Angst, „Eure Daten werden nicht verkauft oder für irgendwelche Spam Zwecke missbraucht! Wir behandeln Eure Daten absolut vertraulich! Diese Seite ist eine private Seite mit dem Wunsch nach einem Mc Donalds Lieferservice.“

Genau, und deswegen hat die Seite auch kein Impressum. Okay, wer schwärzt ihn als erstes an? Wieder mal ein paar Anwälte, die sich schnell eine goldene Nase verdienen können. Und dann benutzt er auch noch die Logos von McDonald’s selbst. Obwohl er konsequent „McDonalds“ ohne Apostroph schreibt (McDonald’s selbst schreibt sich mit Idioten-Apostroph. Wahrscheinlich genau deswegen). Also auch eine Copyrightverletzung.

Oder etwa doch nicht? Ist das vielleicht alles eine Viral-Marketing – Kampagne von McDonald’s selbst, die kurz davor stehen, einen Lieferservice anzubieten? Damit sie dann groß verkünden können: „Das Volk hat gesprochen, McDonald’s hat gehört! Ab jetzt liefern wir für 10 Euro pro Burger direkt nach Haus! Ja, das wollt ihr, doch, doch, doch, doch!“

Die Vermutung liegt nahe. Wenn dem tatsächlich so sei, dann sollten sich die Anwälte erst recht schnell dran setzen, denn dann ist bedeutend mehr zu holen. Und bedeutend mehr Schaden anzurichten. Fast Food must die!

Aber wenn dem wirklich so ist, verteufele ich jetzt schon wieder die typisch deutsche Werbeagentur, die dahinter steckt und sich für ach so kreativ und listig hält. Nee Jungs, ihr seid genauso unkreativ wie Dieter Hallervorden lustig ist. Wenn ihr wirklich kreativ währet, dann würdet ihr Theater machen oder Gedichte schreiben, aber nicht in der Ballaballa-Werbung herumlungern, der einzigen Branche mit mehr Vollidioten pro Quadratmeter als das Privatfernsehen.

Oder die Lösung liegt doch wieder ganz woanders. Denn wenn man nach dem Domain-Inhaber sucht, dann wird der von einem „Whois“-Guard anonym gehalten. Sammelt da vielleicht einfach jemand E-Mail-Adressen? Müsste mal jemand nachschauen, ob sich kürzlich jemand nicht nur die Domain, sondern auch die Markenrechte für „Bring mir den Burger“ geholt hat.

Auf jeden Fall hoffe ich, dass das Ganze mächtig in die XXL-Hose geht.

Die Post ist doof

Gerade eben erhielt ich einen Anruf von meinem Arbeitgeber. Die haben versucht, mir die Gehaltsabrechnung zuzuschicken, sie sei jedoch mit dem Vermerk, dass die Adresse nicht ermittelbar sei, zurückgeschickt worden. Also verglichen wir Adressen, meine in der ich residiere und die auf dem Umschlag: 100% Übereinstimmung.

Was kann man da tun? Blöde Post. Ich habe auch schon mal einen Monat lang keine Post bekommen, weil sie alle bei meinem Nachbarn landeten, in der gleichen Straße, gleicher Nachname, jedoch andere Hausnummer und vollkommen anderer Vorname. Können Briefträger nicht lesen?

Auch Weiterleitung – während meines Schiffseinsatzes wollte ich die Post an meine Eltern umleiten – hat nur zu vielleicht 2/3 funktioniert. Als ich nach Hause kam, fand ich hier eine Menge Briefe. Und auch welche an meinen Nachbarn.

Vorschlag an meine Arbeitgeber: Schickt die Abrechnung an meinen Nachbarn, vielleicht kommt sie dann ja bei mir an.

Habt ihr ähnliche Posterlebnisse gehabt?

Im wahren Leben gescheitert

Verdammt, ich bin gescheitert. Nach meinem Schiffseinsatz habe ich gerade zum ersten Mal wieder in meiner Wohnung in Köln genächtigt. Ganz auf mich allein gestellt, wollte ich mir heute morgen einen Kaffee machen, denn ohne Kaffee morgens wird mein Tag nichts.

Ich dachte eigentlich, gut vorbereitet gewesen zu sein, habe gestern extra den teuren Espresso beim italienischen Spezialitätenladen gekauft und dies Espressokanne, die man auf die Herdplatte stellt, gereinigt.

Alles schien sein guten Lauf zu nehmen, das Wasser drückte sich ordnungsgemäß durch den Kaffee nach oben, und der Kaffee schien schön schwarz. Ich nahm einen Schluck, bäh – es schmeckte wie bittere Blumenerde, ungenießbar! Ich wollte es nicht glauben, suchte nach dem Grund, fand keinen, hatte auch keine andere Möglichkeit irgendetwas zu organisieren, mir im Laden einen Kaffee zu kaufen, oder um Rat zu fragen, denn es ist ja Feiertag. Also nahm ich noch einen Schluck, aber das war tödlicher als Arsen.

Jetzt hänge ich hier. Hilfe!

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