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Nachrichten zum Kotzen

Hätte ich schon vor längerer Zeit posten wollen, kam aber nicht ins Internet:

Berlin – Nach der Festnahme dreier Terrorverdächtiger mehren sich die Forderungen nach neuen Sicherheitsgesetzen in Deutschland. Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) forderte für die Sonderkonferenz der Innenminister am Freitag einen Beschluss zu Online-Untersuchungen. Zudem plädierte er dafür, Übertritte zum Islam künftig in bestimmten Fällen überwachen zu lassen.

Oh, Leute. Politiker nutzen doch alles für ihren Scheiß aus. Es hat doch alles geklappt, die wurden doch festgenommen. Wenn nach einem erfolgreichen Anschlag das Geplärre nach mehr Sicherheit losgeht, kann ich das ja verstehen, aber nachdem ein Anschlag erfolgreich verhindert wurde, sollten sich doch alle auf die Schulter klopfen und sich beweihräuchen, wie toll ihre Maßnahmen doch greifen. Aber nein, stattdessen wird jede Nachricht ausgenutzt, um noch weiter Angst zu schüren und Argumente zu suchen, um ihren totalen Überwachungsstaat durchboxen zu können.

Und in bestimmten Fällen übertritte zum Islam zu überwachen geht gegen die Religionsfreiheit und der Zusatz „in bestimmten Fällen“ dient ja nur dazu, Becksteins Hass auf bestimmte Menschengruppen zu kaschieren. Katholiken und CSU-Mitglieder werden ja auch nicht überwacht.

Aber es gibt auch gute Nachrichten:

NDR feuert Eva Herman

Endlich. Immer komisch mit diesen Tagesschausprecherin, die sich so in Szene setzen, dass “dumme Blondine” noch eine harmlose Untertreibung ist. Wie hieß denn die andere, die zwar keine konservativen frauenfeindlichen Bücher schreiben, die die Familienpolitik der Nazi-Zeit loben, aber nach Hollywood wollte und im Fernsehen ihre Darmspiegelung übertragen liess?

Und was natürlich klar war:

Washington – US-Präsident George W. Bush hat das neu aufgetauchte Video von El-Kaida-Chef Osama bin Laden als Beweis für die Notwendigkeit des US-Einsatzes im Irak bewertet.

Die Videos kommen immer zum richtigen Zeitpunkt, wenn Bush mal wieder Unterstützung braucht. Da hat man doch echt den Verdacht, dass Osama nichts anderes ist, als eine von Dreamworks hergestellte animierte Cgi-Figur.

In dem ihm zugeschriebenen Video spricht Bin Laden von zwei Lösungen für eine Beendigung des Irak-Kriegs, hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Mitschrift des US-Instituts SITE. Die erste Lösung laute demnach, damit „fortzufahren, das Töten und den Kampf gegen euch auszuweiten“.

Hä? Die Lösung für eine Beendigung ist fortzufahren?

Die zweite Lösung sei, dass die USA ihr demokratisches Regierungssystem aufgeben.

Haben die das nicht schon lange?

Kaffeehäuser mit runden Logos und einem Symbol oder Bild in der Mitte

In Hamburg gibt es eine Straße, da gibt es schon lange den Starbucks-Klon Balzac Coffee Jetzt wo ich nach langer Zeit wieder mal in der Straße war, habe ich festgestellt, dass mittlerweile ein Klon-Klon nebenan aufgemacht. Und er nennt sich auch noch „Double Coffee“. Sogar das Logo ähnelt dem von Balzac Coffee sehr, welches dem von Starbucks sehr ähnelt.

„Double Coffee“ ist allerdings ein ganz besonderer Laden, denn es heißt dort „Buy One Coffee, Get One Free!“. Klingt gut. Man kauft einen Kaffee und bekommt angeblich einen umsonst.

Ein Kaffee kostet dort übrigens € 1,50. Es sei denn, man möchte noch einen Zweiten kostenlos. Dann kostet der Zweite tatsächlich nichts, aber der Erste allerdings € 2,30.

Meine Fresse, da wird ja bei 9live weniger betrogen. Aber der Laden war voll, die Möchtegern-Kaffee-Yuppies dort scheinen sich gerne verarschen zu lassen.

Man ahnt es, neben dem Laden „Double Coffee“ gibt es tatsächlich noch einen dritten Klon des Klons des Klons. Wieder mit rundem Logo mit Rand und irgendwas coolem in der Mitte. Dieser heißt aber jetzt nicht „Triple Coffee“, sondern „The Bakery’s Coffee“, zu deutsch „Der Bäckerei ihr Kaffee“. Sowohl im Balzac als auch im Double Coffee gab es alle möglichen Backwaren. Im „Bakery’s Coffee“ nicht. Ätsch.

Schilda am Hamburger Hauptbahnhof

Am Hamburger Hauptbahnhof gibt es einen neuen Schildbürgerstreich der deutschen Bahn. Für den Ticketkauf musste man ja schon immer viel Zeit einplanen, denn die Schalter werden ja standardweise so besetzt, dass man immer erst nach gefühlten zwei Stunden bedient wird. Am Automaten geht es zwar etwas schneller, dennoch dauert es ewig, bis man geschätzte 56-mal auf den Touchscreen gedrückt hat, um das gewünschte Ticket zu erhalten.

Was am Automaten natürlich fehlt, ist die kompetente Beratung. Aber die fehlt am Schalter auch.

Am Hauptbahnhof jedenfalls wurde ein Haufen neuer Automaten aufgestellt – damit es endlich schneller geht? Mitnichten. Ich bekam zwar sofort einen freien Automaten zu schnappen und gab gewohnt gekonnt meine Fahrtinformationen ein. Als ich fertig war, spuckte der Automat einen Papierstreifen mit der Verbindung und einem Barcode aus.

Das war nicht die Fahrkarte, nein, mit diesem Barcode musste ich mich wieder an einen anderen Automaten anstellen (da war natürlich zunächst keiner frei), diesen den Barcode per Scanner einlesen lassen, dann die Fahrkarte zahlen und erst dann die Fahrkarte erhalten.

Dass der Barcode bei den meisten Fahrgästen erst beim dritten Mal erkannt wurde, muss ich wohl nicht extra erwähnen. Dass er bei vielen gar nicht ging, sondern umständlich per Hand eingetippt werden musste, war ja von vornherein klar. Wer denkt sich so etwas eigentlich aus?

Auch schauen: Hier erfahrt ihr Alles über die Deutsche Bahn

Versteht einer das Dosenpfand?

4 Jahre nach Einführung des Dosenpfands verstehe ich es immer noch nicht. Bevor es das Dosenpfand gab wurde Cola in Dosen ohne Pfand und in Mehrwegflaschen mit Pfand verkauft. Nun immer noch in Dosen und meist in Einwegflaschen mit Pfand. Ist das nicht irgendwie das Gegenteil von dem, was man erreichen wollte?

Und dann musste man zunächst immer mit Kassenbons herum laufen, wenn man sein Pfand für die Dose Cola einfordern wollte, denn ursprünglich durfte man das Pfand ja nur dort einfordern, wo man es auch gekauft hatte. Ergo mehr Papierverbrauch. Und die Dose zurück zum Händler hat doch sowieso niemand geschleppt.

Glücklicherweise ist das ja jetzt vorbei, und ich kann die Pfandflaschen überall abgeben, wo Pfandflaschen verkauft werden. Dummerweise ist es nicht ganz so einfach. Ein Colaflasche, die mir der Pizzadienst brachte, wurde ich am Plus-Supermarkt vor meiner Haustür nicht los, da dort nur Einweg-Pfandflaschen verkauft würden, die Flasche aber eine Mehrweg-Pfandflasche sei.

Hier in Hamburg komme ich gerade von einem kleinen Einkauf beim Edeka, als ich ein großes, mit vielen Ausrufezeichen versehenes Schild an jeder Kasse sehe, das mit Bezug auf die Hausordnung darauf hinweist, dass es für Pfandflaschen keine Auszahlung des Pfandes in bar mehr geben würde, sondern dass man es nur mit seinem Einkauf verrechnen könne.

Was wiederum bedeutet, dass man sein Pfandflaschen eben nicht – wie gesetzlich vorgeschrieben – überall dort zurück bringen kann, wo sie auch verkauft werden. Man kann mich ja nicht zwingen, einen Einkauf zu tätigen, nur um Pfandflaschen zurück zu geben.

Was machen wir nun? Edeka verklagen? Politikern schreiben? Um Aufklärung bitten?

Außerdem ist das ganze den anderen Händlern gegenüber unfair die fleißig Flaschen einsammeln, aber nichts mehr verkaufen, da Edeka mit dieser Masche, die Kunden an sich bindet. Die Folge davon: Die anderen Händler werden das wohl bald ebenso handhaben.

Und schon bringt man die Flaschen wieder nur dahin zurück, wo man sie gekauft hat. Gesetz für die Katz.

Auf was sollte als nächstes Pfand erhoben werden? Papier?

Nichts ist scheinheiliger als die Bild-Zeitung

Als ich vorhin am Kiosk vorbeigehe, erblicke ich die Bild-Zeitung, die wieder einmal von einem Skandal berichtet. Mit vielen Ausrufezeichen in den Überschriften. Ja, die Bild-Zeitung ist empört und mit ihr gefälligst das gesamte deutsche Volk. Objektiven Journalismus habe ich zwar sowieso noch nie für möglich gehalten, aber offensive Meinungsmache sollte vielleicht doch etwas subtiler gestaltet werden.

Aber worum geht es eigentlich? Um was Nebensächliches, angeblich sind trotz hoher Geheimhaltung Details über das lange erwartete neue Harry Potter Buch aufgetaucht. Jemand hat Seite für Seite abfotografiert und ins Internet gestellt – ein Skandal! Laut Bild.

Nur damit nicht genug. Bild nimmt natürlich die ganzen Informationen die herauskamen („Potter stirbt nicht“, etc…) und verbreitet sie weiter. Aha… liebe Bild, was ist jetzt der Skandal? Dass ihr selbst die Geheimnisse verratet?

Was ich allerdings eher einen Skandal fand, war dass die Bild groß auf dem Titelblatt Paparazzi-Fotos von Natascha Kampusch auf dem Titelblatt brachte. Das ist kriminell gar. Zur Auflagensteigerung ein Mädchen, dass 8 Jahre gequält wurde, weiter quälen. Das ist ganz groß. Weicheier in der Redaktion, feige Miststücke, dumme Burschenschaftler, alberne Nichtsnutze, die zwar alle 26 Buchstaben des Alphabets können und sogar einige Satzzeichen – Ausrufezeichen und Fragezeichen. Punkt und Komma nicht wirklich – aber ansonsten ihre Gehirnwindungen nicht wirklich zu Denkleistungen gebrauchen können.

Bedeutend weniger in Rage bringt mich ein Satz bei der Berichterstattung über die geplante neue Staffel von DSDS (wie oft denn noch, verdammt noch mal?)

Da heißt es nämlich:

Marco Schreyl (34) moderiert die neuen Shows im Januar 2008 allein – Käsetussi Tooske bleibt in ihrer holländischen Heimat. Sie sagt zu BILD: „Es war eine tolle Zeit. Aber ich möchte mich auf meine vielen Angebote zu Hause konzentrieren.“

Hm, hat das Tooske zu Bild gesagt, bevor sie wusste, dass Bild sie als Käsetussi bezeichnen würde oder danach?

Auch schön scheinheilig, wie Bild je nach Stimmung mal das eine, mal das komplette Gegenteil sagt. Innerhalb von 10 Tagen. Dass das nicht auffällt, heißt wohl Bildleser können sich sowieso nix merken. Und schlucken alles. Loser.

Buddhi, hau auf den Dalai!

Okay, mittlerweile verschwende ich mehr Zeit darauf, eine möglichst clevere Überschrift für meine Artikel zu finden, als auf die Story selbst. Zweite Wahl waren dabei „Dalli Dalli, Lama!“, „Buddhi Holy“ und „Dalai, Lmaa!“.

Es geht um Folgendes: Hamburg wird zur Zeit von Religionsfanatikern überschüttet. Erst die Zeugen Jehovas, ein paar Mormonen in Harburg, die Fanatiker von Harleys Motorrad-Religion auf dem adäquat benannten Heiligengeistfeld und nun auch noch unbedingt der Tibeter schlechthin, der 5 Tage lang Hamburg mit seinem Besuch segnet und am berühmten Rotherbaum Tennisstadion ein Match mit Boris Becker hat. Äh, nein. Redet. Und redet und redet und lehrt und redet und betet und was weiß ich. Dalai hier, Dalai da, jetzt mal ehrlich, ich hab den Kerl mittlerweile so satt.

Nach Gandhi ist er, glaube ich der einzige Mensch über den noch kein einziges schlechtes Wort geschrieben wurde. Außer womöglich in China. Aber da mein Webseite in China verboten ist, zählt China nicht.

Und nun wird es endlich mal Zeit sich negativ über den reinkarnierten Sack zu äußern. Echt jetzt, ich bin so genervt von dem, was will der eigentlich? Er kommt nach Hamburg um uns – laut MOPO – zu lehren, „wie man ein besserer Mensch wird“. Wie anmaßend! Das ist ja schlimmer als der Papst!

Dennoch sollte man mein Überschrift nicht als Aufruf zur Gewalt sehen – obwohl … vielleicht doch. Sein ewiges Gerede vom Gewaltverzicht und Frieden lässt sogar einen radikalen Pazifisten wie mich zu einem brutalen Schläger mutieren. Buddha, my ass! Wo war der Kutten-Onkel eigentlich bei Live Earth? Hat er verpasst? Das wäre doch genau das richtige für ihn.

55 Euro kostet eine Tageskarte, um ein paar Tibetanische Lebensweisheiten anzuhören, da lacht sich irgendein Geschäftemacher ins gewaltlose Fäustchen. Jeder Abreiß-Kalender bringt mehr weise Sprüche für bedeutend weniger Geld. Restkarten gibt es noch bei der Verbrecherbuchhandlung „Wrage“ zu kaufen, die jahrelang esoterisch und unbesucht ihr Dasein dahin fristete und nun wohl den Laden mit Pilgern voll hat, die zwischen Räucherstäbechen, Tarotkarten und Heilkristallen noch Karten für ihren Popstar ergattern will. Der Dalai Lama ist der neue Robbie Wlliams..

Und sein dümmlicher Humor ist flacher als eine TV Total Sendung und aussehen tut der auch nur ein wenig besser als Karl Dall.

Wenn man unglücklicherweise Kinder hat und allein erziehend ist – da scheint man komischerweise besonders empfänglich für so ein Schnickschnack wie die Horoskope aus der „Frau im Spiegel“, die 0900-Tarot-Hotline oder eben Besuche von östlichen Guru-Hoshis – kann man sein Kind im Kinderhort abgeben, um dem Lama zu lauschen. Kostet allerdings 30 Euro pro Tag. Da fahre ich doch lieber zum IKEA, gebe das Kind kostenlos ab und fahre dann in den Zoo, da kann ich billiger einem Lama lauschen. Und bin danach auch nicht schlauer

Entern oder Kentern? Eindeutig Kentern!

Den Humbug, der da heute um 20.15 Uhr auf RTL lief, muss ich ja nicht im Detail auseinander nehmen, das würde der Sendung mehr Aufmerksamkeit geben, als sie es verdient. Meine TV-Kritik hatte ich hier ja schon längst gegeben. Und zwar vor der Sendung und ich hatte Recht. Es war alles nur noch schlimmer, als befürchtet.

Jetzt mal ehrlich, wenn ich falsch liege mit meiner Vermutung, dass jedes 7-jährige Kind spannendere, lustigere und kurzweiligere Sendungen machen und damit die Quote retten könnte , und wenn es wirklich in dem Laden es niemand besser kann als es zur Zeit ist, dann braucht das Fernsehen – mich! Einen Schiffsmusikdirektor, der einen Blog schreibt, Impro-Theater macht und mal ein halbes Jahr lang sein Gewissen verkauft hat, um nachmittags beim Gerichtsfernsehen die Quotensiege einzufahren rettet die deutsche Fernsehlandschaft. Seht das als Bewerbung.

Warum hab ich dann den Mist von vorne bis hinten durchgeschaut? Nun, aus drei Gründen:

1. Ich musste unbedingt herausfinden, was die Lösung der tierisch schweren Zuschauerfrage war: „Mit was finden die Piraten den Schatz? Mit der Schatzkarte oder mit dem Internet?“ Puh, keine Ahnung, das ist schwer.

2. Das Konkurrenzprogramm ist auch nicht viel besser: Auf der ARD lief das homöopathische Allzweckheilmittel Veronica Ferres, auf dem ZDF Rentner-Serienprogramm, auf Sat.1 die Schillerstraße, also das zotige Boulevardtheater mit Gestalten, die nicht schauspielern können, nicht lustig sind und schon mal gar nicht improvisieren können, da sie es nicht gelernt haben. Aber das Fernsehen traut sich nun mal nicht an neue Gesichter ran. Die anderen Sender hatten wenigstens den Anstand einen Spielfilm oder eine US-Serie zu zeigen.

3. Miriam Pilhau war Kandidatin und sah einfach hinreißend sexy aus, wie sie mit dem tiefen Ausschnitt im Wasser herum tobte und sich verausgabte. Tja, Sex sells, Regel Nr. 1.

Mit der Auswahl der Prominenten haben sich die Programmverantwortlichen – zufällig? – an dem alten Western orientiert. Die Pielhau, the Good, der ewige Axel Schulz, the Bad und so eine Gartenverschönerungssendungstonne, the Ugly.

Jetzt schalte ich aber aus, denn jetzt läuft die 70er Show. Was es nicht alles gibt, die 80er Show,die 60er Show, die Neunziger … das ist doch mal Abwechslung. Aber an die 30er oder die 40er Show traut sich niemand ran. Liebes Privatfernsehen, ihr seid so feige.

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