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Wieso darf Ingo Appelt den Bundespräsidenten wählen?

 

Gerade wurde im Plenarsaal des Bundestags der neue Bundespräsident gewählt. Mit überwiegender Mehrheit wurde es der Kandidat der FDP, Joachim Gauck.

Wieso dürfen aber so seltsame Personen wie Otto Rehagel, Frank Elstner und Ingo Appelt wählen? Mario Barth darf nicht, der Arme. Nee, aber wieso Ingo Appelt? Der macht Werbung für Bild, das finde ich ein wenig bedenklich.

Generell finde ich alle bedenklich, die bei dieser Bild-Werbung mit machen, wo sie ein Statement auf den Plakatwänden hinterlassen dürfen, noch nicht mal was Nettes über Bild sagen müssen, aber so natürlich der Bild-Zeitung Leser bescheren. Und dafür noch nicht mal bezahlt werden, die machen das unentgeltlich. Steht zumindest auf den Plakaten drauf.

Das ist für ne Werbeagentur natürlich toll, wenn sie mit Stars werben können und diese noch nicht mal bezahlen müssen. Das kann aber nur drei Sachen bedeuten:

– Entweder sind diese Leute gewissenlos und erhoffen sich durch die Aktion einen Vorteil

– oder sie finden den Springer-Verlag uneingeschränkt super

– oder die BILD-Zeitung weiß irgendwas schlimmes über sie und setzt diese damit unter Druck, damit sie nach ihrer Pfeife tanzen.

Alles nicht gut.

Währenddessen wurden in Weißrussland 2 Menschen vom Staat hingerichtet, das letzte Land Europas das die Todesstrafe noch vollstreckt und zwar indem den Verurteilten von hinten in den Kopf geschossen wird, tritt auch wieder beim Eurovision Song Contest an. Mit dem Lied „We are the heroes“ – Helden also. Von hinten in den Kopf.

Zurück aus der Werbeunterbrechung, versuchen die N-TV Kommentatoren möglichst kontroverse Fragen ihren Interviewpartnern zu stellen und behaupten ständig, dass die Kandidatin der LINKEN eigentlich so gar nichts mit der Partei zu tun hätte, da sie für ein uneingeschränktes Existenzrecht Israels eintreten würde und das wollen die bösen LINKEN ja nicht. So ein Quatsch, wie auch Gysi meinte, steht sogar in ihrem Programm.

Meine Fresse, werdet doch mal erwachsen. Einige regen sich auf, dass Gauck nicht verheiratet ist, niemand regt sich auf, dass 7 Wähler nicht anwesend waren. Hm. Lächerlich.


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Wulff tritt zurück – schon klar, aber wer kommt jetzt?

 

Vorschläge, wer denn der Nachfolger werden soll, bitte in die Kommentare – Basisdemokratie!

Irgendwann zur Karnevalszeit, 11:11 Uhr. Christian Wulff tritt vor die Presse und gibt seinen Rücktritt bekannt. Er hätte eigentlich mit dem Beenden der närrischen Zeit bis zum Mittwoch warten können, dann hätte sein peinliches Getue und Herumgehüpfe schön zur 5. Jahreszeit gepasst.

Das nächste Mal bitte gleich, dass war doch von Anfang an klar, dass es auf einen Rücktritt hinaus läuft, warum dann bitte die ganzen Monate vorher dieses Hickhack und die von beleidigtem Stolz durchsetzte Soap-Opera? Als ob Wulff Westerwelle wäre.

Na ja, ist doch okay, Wulff raus, Staatsanwaltschaft, zack, weg mit ihm.

Nur: wer kommt denn jetzt? Der Wulff war doch schon einer von der Ersatzbank, ist der nicht gekommen weil ein andererzurückgetreten ist?

Oh Gott, ich habe einen fürchterlichen Albtraum! Was ist denn mit Guttenberg? Der macht das jetzt? Oder hat Jörg Pilawa Wetten Dass abgelehnt, weil er wusste, was kommt und er Bundespräsident werden will?

Ach kommt, wir wussten das doch alle, dass das über kurz oder lang passiert und es ist einfach ekelhaft, dass Hape Kerkeling, äh, Wulff das so lange hingezogen hat, genauso ekelhaft, wie Guttenberg sich damals an seine Macht geklammert hat. Politiker lernen eben am langsamsten.

Ich bin ja dafür das Amt des Bundespräsidenten ganz abzuschaffen. Mal ehrlich, das Amt ist nur repäsentativ und wir brauchen es nicht. Wenn der Bundespräsident doch Deutschland repräsentieren soll, kann man doch was Hübscheres nehmen. Ein Bundesmodel oder so? Präsident, König, Wurstsalat – brauchen wir alles nicht.

Und nicht, dass jetzt Gottschalk im Quotentief auf dumme Ideen kommt. Aber ich denken mal Wulff nimmt nächste Woche bei Gottschalk Platz und sie reden dann über – hm – Mode?

– Verteidigungsminister Thomas de Maizière

Bitte nicht!

– Finanzminister Wolfgang Schäuble

Aber hallo. Und dann kann ja mal geforscht werden und wieder bei der CDU-Spendenaffäre gebohrt werden und vielleicht tauchen dann die 100.000 DM wieder auf, die Schäuble bekommen hat und irgendwie weg sind und der nächste Rücktritt steht an, von dem ekelhaften Initiator dieser populistischen Ausländerfeindlichen Kampagne gegen die doppelte Staatsbürgerschaft um beim Mob Stimmen in Baden-Württemberg zu fangen. Nein, das muss wirklich nicht sein.

– Arbeitsministerin Ursula von der Leyen

Auf einmal klingt Schäuble gar nicht so schlecht.

– der 2010 gegen Wulff unterlegene frühere DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck

Au ja!