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Tiernamen mit S – das Ende von 9live

 

Das Ende von 9live

Der Stirnlappenbasilisk ist ein sehr gefährliches Tier, er ist das Tier, das letztendlich einen ganzen Fernsehsender ausgerottet hat: 9live schaltete sich gestern um Mitternacht ab. Ich habe mir die letzten Minuten des beliebten Senders angeschaut, wo die Moderatoren und die Mitarbeiter hinter den Kameras alle die Chance bekamen, sich noch einmal zu bedanken, was für eine tolle Zeit das war. Bitte? Die haben echt alle geglaubt, dass sie einen anständigen Job haben und etwas Gutes für die Welt tun?

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Das war eine Lektion in desillusioniertem Größenwahn. Da ist ja Gaddafi mehr auf dem Boden geblieben. Andere bezeichnen den Sender als „Verbrecherkanal“ und die Leute, die da arbeiteten als „kleinschwänzige Nullen“ (Tiername mit K), aber so weit wollen wir nicht gehen, die haben nur an ihre Sache geglaubt, so wie Sektenmitglieder eben auch groben Unfug glauben, so wie manche eben Terror und Unglück über die Welt bringen, aber nun mal denken, dass sie das Richtige tun. Das kann man Ihnen doch nicht vorwerfen.

Die letzten Minuten des Senders zeige ich gleich, das war eine Inszenierung, bei der mir das Blut in den Adern gefror und der Atem stockte, sie versuchten emotional zu sein, witzig, revolutionär, ach weiß ich, zunächst einmal suchen wir Tiernamen mit S.

Denn gestern nacht habe ich nämlich geträumt in einer Quizshow 50.000 Euro zu gewinnen und das lag ja nur daran, dass mich die Maischberger mit ihrer Kachelmann-Sache so gelangweilt hat, dass ich mir lieber das Schauspiel auf 9.live ansah.

Als ich das auf Facebook postete sprangen natürlich gleich Freunde ein, um mir mit Tiernamen auszuhelfen („Gib mir Tiernamen!“):

Jens schlug den Serengetibabyelefanten vor, aber das fand ich zu naheliegend, da kommt man doch drauf. In dem Umschlag war natürlich der Schwarzwaldbabyelephant. Wobei ich nicht weiß, ob es gegolten hätte, wenn man ph statt f geschrieben hätte.

Schwule Ente war noch so eine Idee von mir, aber Jens toppte es mit Suborbitaleshängebauchschwein.

Michael schaltete sich ein und gab Sulawesi-Garnele zum Besten. Saubär, wie Oliver meinte. Das wollte Jens nicht auf sich sitzen lassen und konterte mit „Sanguin-Suizidaler-Schreihai“. Jetzt legte Michael los: „selten dummes Schwein“, „Singender Wolff“ (haha) und … Trommelwirbel … „Scheibenbremse“.

Petra schlug noch die „singende schleimige saulangsame Schnapsdrossel“ vor, als der Herr Lehrer sich einschaltete. Daniel meinte, damals beim legendären Quiz seien Stirnlappenbasilisk und Saigauantilope nicht zulässig gewesen eigentlich.

Nun aber, die absurdesten Minuten, die je im deutschen Fernsehen liefen:

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Live-Blogging Eurovision Song Contest Finale

 

Jetzt geht es los: Das Finale des Eurovision Song Contest ist, der ESC 2011 in Düsseldorf, wo Lena ihre Titelverteidigung versucht und 43 Länder Europas bei diesem großeuropäischen Hochkulturereignis allesamt beweisen, dass sie keinen Geschmack haben. Das Antidot dazu gibt es hier auf ui., wenn ihr gerade nichts Besseres zu tun habt, als zu Hause vor dem Fernseher herumzuhängen und Euch über die langweiligen Kommentare des Moderatoren-Trios und die grauenhafte Musik ärgert: Das Liveblogging, wo zeitgleich zur Fernsehübertragung die eloquentesten, zynischsten und vernichtendsten Kritiken gepostet werden. Natürlich könnt ihr auch selbst Kommentare hinterlassen, beachtet bitte beim Live-Blogging: es ist kein Chat, daher werden Komentare nicht automatisch freigeschaltet, Kommentare unter dem Artikel aber selbstverständlich wie immer.

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