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Wo ist Gott, wenn man ihn mal braucht?

 

Gastartikel von Harry Kayne

Ein absolut lesenswerter Artikel von Harry Wayne aus seinem sehr empfehlenswerten Blog „Wörterkraftwerk„. Abdruck mit Genehmigung.

Ei, da hat unser liebste geistig verwirrte Eva Herman ein wirklich hübsches Thema angeschnitten. Die Toten auf der Loveparade seien eine Strafe Gottes, meinte sie sinngemäß und sinnentleert auf der Webseite ihres Verlags.

Nur scheint das zurzeit das einzige Lebenszeichen unseres Allmächtigen zu sein, das er von sich gibt. Alles andere, was auf unserer miesen Erde passiert, scheint er irgendwie ganz prima zu finden.

Wie ist es sonst zu erklären, dass Gott den Kinderfickern aus der katholischen Kirche nicht per Gottesdekret die Eier verschrumpeln lässt. Verdient hätten sie es ja. Wer seinen Lümmel in Kinder steckt, macht sich selbst zum Lümmel. Aber nein, die Kirche will das intern regeln. Weg mit dem lästigen Staatsanwalt. Für Gottesdiener gelten irdische Gesetze nicht. Und Gott schaut zu und grinst.

Okay, den Investmentbankern hat Gott immerhin ein kleines nettes bisschen per Finanzkrise in den verschnöselten Arsch getreten. Aber leider nur ganz kurz. Und nun? Sie zocken weiter, als wäre nichts gewesen. Sie freuen sich über die Dürre in Deutschland und kaufen Weizen, um ihn teurer weiterverkaufen zu können. Und sie zahlen sich wieder fette Boni. Nichts passiert. Geht es noch unchristlicher? Könnte Gott bitte die Herren beim iPhone-Telefonieren, mit dem Porsche Rasen oder einfach nur beim Scheißen mal komplett abräumen? Wäre wirklich nett.

Mensch Gott, alte Pestbeule. Du siehst tatenlos zu, wie Westerwelle Außenminister wird, Idioten mit Turban unschuldige Menschen zersprengen, Menschen den Golf von Mexiko verseuchen, Typen wie Klaus Zumwinkel sich den Arsch vergolden und dem normalen Steuerzahler freudig ins Gesicht lachen, nur weil sie so blöd sind, Steuern zu zahlen. Du lässt das alles einfach zu.

Früher hieß es noch, Gottes Mühlen mahlen langsam. Heute stehen sie still. Blöder Arsch.