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das improvisierte lied am freitag

Wir brauchen mehr Liebe auf der Welt

 

Wir brauchen mehr Liebe

Das ist doch mal eine korrekte Ansage für das improvisierte Lied am Freitag. Wir brauchen mehr Liebe, die Wirtschaftskrise wird mal ganz schnell abgeschafft und Pizza kommt auch drin vor. Und das alles in dreieinhalb Minuten, komplett improvisiert – sowohl Text als auch Musik und jeden Freitag aufs neue. Viel Vergnügen:

Und wer es lieber nur hören möchte und nicht sehen:

[audio:https://uiuiuiuiuiuiui.de/wp-content/uploads/2012/01/Wir-brauchen-mehr-Liebe-auf-der-Welt.mp3|titles=Wir brauchen mehr Liebe auf der Welt]

Oder zum Download als mp3: Wir brauchen mehr Liebe auf der Welt


Und nun noch der Text zum Mitsingen:


Ein kleines bisschen Liebe braucht diese Welt.
Es gibt keine Wirtschaftskrise, die Banken haben genug Geld.
Doch etwas, was sie zu wenig haben ist Zuneigung.
Also seid mal lieb und freundlich, dann dreht sich die Welt weiter rund.

Wir brauchen ein bisschen Liebe für die Welt,
weil Liebe die Welt zusammenhält,
wir brauchen überhaupt kein Geld,
ich hab‘ ne Pizza bestellt.

Wir brauchen Liebe für die Welt,
weil Liebe die Welt zusammenhält,
weil Liebe generell jedem gefällt,
ich hab‘ mir ’ne Pizza bestellt.

Wie diese Welt aussehen würde, wenn es überhaupt keine Liebe mehr geben würde?
Wahrscheinlich wie das Nachmittagsprogramm von RTL!
Selbst in Nordkorea, wo man nicht reinblicken kann,
bin ich mir ziemlich sicher, dass man ohne Liebe nicht auskommen kann.

Diese Welt braucht mehr Liebe auf der Welt,
weil Liebe einfach jedem gefällt,
wir brauchen nicht mehr Wirtschaft und Geld,
wir brauchen Liebe und ich hab‘ mir ne Pizza bestellt.

Au, wir brauchen mehr Liebe auf der Welt,
weil Liebe die Welt zusammen hält,
wir brauchen nicht mehr Geld,
ich hab‘ mir eine Pizza bestellt.

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ui künstlert

Es gibt keine Wirtschaftskrise! Aber Straßenmusiker.

Ein Ausschnitt von meinem Auftritt am 6.12.08 in Münster, basierend auf diesem Text.

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Es gibt keine Wirtschaftskrise!

 

Fürchtet Euch nicht. Überall ist es zu lesen und jeder jammert. Düstere Aussichten, alles Geld weg und bla bla bla. Das ist Quatsch. Ich war Samstag in Köln in der Innenstadt. Was wollen denn die ganzen Leute da, wenn es kein Geld zum Ausgeben gibt?

Es war ein größeres Gedränge als bei der Katastrophe im Heysel-Stadion! Dicht gedrängt drückte sich das gesamte Einzugsgebiet Kölns durch die Fußgängerzone, die links und rechts mit Schrottgeschäften bestückt ist und stürmten H&M und Mediamarkt um massig Geld auszugeben, egal für was.

Und dann hatte diese besoffene Vorstadt-Meute auch noch genügend Scheinchen für Glühwein-Komasaufen auf den Weihnachtsmärkten übrig. Und jeder beklagt sich ja immer und sagt wie schrecklich die jugendlichen Koma-Säufer sind. Es gibt etwas, das ist noch viel schrecklicher: Erwachsene Koma-Säufer. Am allerschlimmsten, die kichernden Hausfrauen-Grüppchen, die sich an Wochenenden treffen, um die Weihnachtsmärkte im Umland zu besichtigen.

Ich habe mich nicht nur geärgert, weil diese verheirateten Nutten sich ständig in die Schlange vor der Wurstbude gedrängt haben, die sowieso schon von Köln bis nach Düsseldorf reichte, so dass es mir nicht möglich war, noch etwas essbares zu bekommen, bevor mein Zug abfuhr, nein, auch die absolut oberdummen roten Weihnachtsmützen, die mittlerweile jeder individuelle Volltrottel trägt, so dass man sich ohne schon ausgeschlossen fühlt, wie ein Heterosexueller auf einer Musical-Schule oder ein Ausländer in Ostdeutschland.

Ich habe sogar einige dieser Tratschtanten gesehen mit roten Christbaumkugeln als Ohrringen! Da hört es doch auf. Da ist doch Hopfen und Malz verloren. Und sie schämen sich noch nicht einmal, so dass ich mir die Mühe machen muss und mich fremd schäme. Ich übernehme also deren Arbeit. Wie unverschämt ist das denn?

Und dann kichern sie, dass sie nach dem Glühwein-Trinken, ja am Sonntag morgen ein Sektfrühstückchen nehmen könnten, aber vorher am Abend ja noch irgendwo ein Bierchen zischen sollten, am Nachmittag könne man ja beim Plätzchen backen ein Schnäpschen verzehren, hihihihiiii hihihi.

Meine Fresse. Wo bin ich stehen geblieben? Ach ja, die Wirtschaftskrise. So lange Menschen mehrere Euro für eine etwa 10cm große gummiartige Puppe, ausgeben, die man an eine Wand werfen kann, wo sie dann kleben bleibt und sich langsam herunter hangelt, so lange gibt es keine Wirtschaftskrise. So lange die besoffenen Weihnachtsmarktbesucher keine Probleme haben für eine Brezel € 2,50 auszugeben, statt wie noch vor ein paar Jahren 50 Pfennige, geht es uns so derbe gut, dass jegliches Jammern über die Wirtschaft verboten werden sollte.

Stattdessen sollte mehr über den schlechten Geschmack, die schlechte Bildung und den fürchterlichen Musikgeschmack gemeckert werden. Alles, was in den Charts ist, sollte eingesperrt werden und wer sich die Michael Hirte oder Bauer Heinrich oder Schäfer Vollidiot CD kauft sollte öffentlich ausgepeitscht werden.