Monat: März 2012 (Page 3 of 4)

The Office vs. the Office

was ist denn besser, die englische Version von „the office“ oder die amerikanische? Und kann die deutsche Version von „the office“ auch nur annähernd mithalten?

Wie ist es bei „curb your enthusiasm“? Ist Pasteweka eine gute Kopie oder eben eine Kopie?

Red Bull Erfinder für immer eingeschlafen

RIP Chaleo Yoovidhya

Der Erfinder von Red Bull ist im Alter von 89 Jahren verstorben. Chaleo Yoovidhya – wusstet ihr, dass Red Bull eigentlich gar kein österreichisches Getränk ist? Der thailändische Milliardär war der Gründer von T.C. Pharmaceuticals und entwickelte sein Getränk „Krathing Daeng“ (roter Gaur) in den 60er-Jahren. Der Riesenerfolg kam aber erst, als er 1984 mit einer österreichischen Firma partnerte.

Jetzt hat er seine Flügel.

Neues Video: Kony 2012 Chef – Nervenzusammenbruch nackt!

Kony 2012

Skandal: Jason Russell, Co-Gründer von „Invisible Children“ verhaftet

unter psychiatrische Beobachtung gesetzt, nachdem der „KONY 2012“ Filmer nackt und masturbierend durch San Diego lief – (siehe Skandal-Video am Ende des Artikels)

Erinnert ihr Euch noch? Die Halbwertszeit des Internet ist ja auf wenige Tage beschränkt, virale Kampagnen verbreiten sich massenhaft und sind schnell wieder vergessen. Kampagnen, die aufrütteln sollen und Spenden und Aufmerksamkeit für einen guten Zweck haben wollen, gibt es zu Hauf.

[random]

Am geschicktesten stellte sich aber die Organisation „Invisible Children“ an, die einen halbstündigen Film ins Netz stellten, den innerhalb kürzester Zeit fast jeder auf Facebook postete und weiter verbreitete. Diese Organisation machte auf Kony, den Anführer der „Lord’s Resistance Army“ aufmerksam, die Kindersoldaten rekrutiert, indem sie die Dörfer überfallen und ihre Familien ausrotten. Joseph Kony hat der Regierung in Uganda den Krieg erklärt mit dem Ziel “ ein theokratisches Herrschaftssystem in Uganda einzuführen, das auf den Zehn Geboten basieren soll.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Kony_2012)

Das Internetvideo „Kony 2012“, dass – allerdings in manipulativer Propaganda-Art – auf die Missstände hinwies, ist das sich am schnellsten verbreitende Internetvideo überhaupt – kein anderes Video wurde innerhalb von 5 Tagen bereits 70 Millionen mal aufgerufen. Mit der Grund ist, weil die Leute die erschreckenden Bilder sehen und denken, mit der Weiterverbreitung könnten sie ein wenig helfen.

Die Hintergründe der Organisation und der Wahrheitsgehalt des Videos und die Motivation wurden
allerdings – wie das bei so Internetsachen ist – nicht geprüft, sondern einfach weitergeleitet. So wurde schnell Kritik an der Organisation laut und eine zweite virale Welle entwickelte sich, die aufzeigte, was an den „Invisible Children“ zumindest nachdenkenswert ist, z.B. dass nur 1/3 der spenden auch bei den Hilfebedürftigen ankommen, dass mit dem Spendengeld die ugandische Armee für bewaffneten Kampfbezahlt wird (und diese auch nicht gerade für Zimperlichkeit bekannt ist, sondern auch eine menschenverachtende Geschichte hat). Ein weitere Kritikpunkt ist die vereinfachte Darstellung in gut und böse und die komplizierte politische Situation und die Gräuel aller werden nicht beleuchtet, was mit Marketinggründen verteidigt wird, damit jeder Depp die Sache verstehe – was schon zeigt, was „Invisible Children“ von seinen Spendern hält.

Außerdem ist da noch diese Sache:

„Zudem wird dem Film eine klischeehafte Darstellungsweise Afrikas vorgeworfen. Auf diese Weise werde das Bild eines hilfsbedürftigen, rückständigen Kontinents verbreitet, der auf Hilfe der überlegenen Industrienationen angewiesen sei. Teilweise heißt es, eine Beteiligung an der Kampagne werde zu heroisch dargestellt. Der ugandische Journalist Angelo Izama schrieb „Das Muster Gut gegen Böse, wobei Gut offensichtlich weiß/westlich und Böse schwarz/afrikanisch ist, erinnert an die schlimmsten Zeiten der Kolonialära“

(von http://de.wikipedia.org/wiki/Kony_2012#Kritik – ein sehr guter Artikel, den man sich mal genau durchlesen sollte).

Wie dem auch sei, „Invisible Children“ wurden sauschnell berühmt, einerseits beängstigend wie sehr die Macht der Medien die Welt manipulieren können, andererseits beeindruckend. Und natürlich fand sich daraufhin „Invisible Children“ so richtig geil. Die fanden sich vorher ja schon toll, aber jetzt so richtig. Nämlich so geil, dass „Invisible Children“ Co-Gründer Jason Russell (das ist der, der in dem Video dieses creepy Gespräch mit seinem Sohn hat – Russell hat 2 Kinder und hat gesagt, er möchte 9 weitere), unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, nackt und masturbierend auf der Straße herumspringt. Er wurde verhaftet und unter psychiatrische Beobachtung gestellt. Blöd, dass er dabei auch noch gefilmt wurde. Wetten dass sich das Video noch schneller als KONY 2012 verbreitet?

Keinohrhase getötet – Til Schweiger auf Rachefeldzug?

Im kleinen Zoo von Limbach-Oberfrohna gab es eine Sensation und kurz darauf eine Katastrophe. Tatsächlich kam ein Keinohrhase zur Welt, ein kleines süßes Ding, ohne Ohren. Und nachdem die Lieblinge der Tierwelt, Knut, Heidi und Paul alle tragischerweise verstorben sind, hatte das kleine Ding, genannt Til, alle Voraussetzungen ein neuer Star zu werden.

Selbstverständlich rückte gleich ein Filmteam an, um den kleinen Rammler zu filmen. Und da geschah das Unglück: Der Kameramann trat auf den Hasen und Til war sofort tot.

„Ich habe ihn nicht gesehen und er hat mich wohl nicht gehört“, sagte der Kameramann.

Geht auch schlecht, ohne Ohren. Der (blinde?) Kameramann trat auf den Hasen, als er rückwärts ging und wir wissen ja alle, hinten hat man keine Augen. Das haben nur Lehrer.

„Das kann jedem mal passieren, da kann der Kameramann nichts dafür, war halt ein Unglück“ meinte der Zoodirektor unter Tränen, weil er Millionen von Werbeeinnahmen davon schwimmen sah.

Der Kameramann hingegen ist selbst geschockt, nicht etwa weil der Hase tot ist, sondern weil jetzt Millionen von Frauen ihn hasen, äh, hassen. Die Frage ist, wie Til Schweiger reagiert. Schweigt er?

Okay, das war jetzt doof, aber ein Hase, der nichts hört, ein Kameramann, der nichts sieht – da passt doch ein Schauspieler, der nicht sprechen kann in die Reihe. Doch Til Schweiger wird der Keinohrhasen-Rächer sein, der Kameramann kann sich dick einmümmeln. Als er von dem neuen Fall erfuhr – immerhin wurde der Kameramann freigelassen und kann weitere Hasen umbringen – platzte ihm der Kragen. Sein Statement in der Sendung von Wetten Dass – Moderator Markus Lanz:

„Da müssen wir einführen, was in Amerika gang und gäbe ist, wir brauchen eine Meldepflicht für Kameramänner, ich weiß überhaupt nicht, was daran verwerflich ist! In Amerika, in Amerika kann ich im Internet nachgucken und sehe ’nen roten und so gefährliche Farben… in meiner Nachbarschaft wohnt in 300m Luftlinie ein vorbestrafter Kameramann. Das ist Punkt 1. Und das ich wei‘, und das ist wieder das deutsche Gutmenschentum, das ist gegen die Hasenwürde. Von welcher Würde reden wir? Also ich bin der Meinung, dass jemand der einen Hasen umbringt, der hat sein Recht in dieser Gesellschaft verwirkt. Es ist einfach so, die Leute, wenn jemand so was sagt, wie ich, dann ist das populistisch, ja, das wird jeder sagen Til Schweiger ist’n Populist, weil das ist einfach, sich für Hasen einzusetzen, ja, das ist, das ist, diese Leute, die sind dumm und naiv und die ham keine Phantasie! Das sind intellektuelle Menschen – ich verurteile jetzt nicht alle Intellektuelle, ich äh beachte mich selber als intellektuell, aber die ham keine Phantasie, die können sich nämlich nicht vorstellen, was vorhin gesagt worden ist, es passiert im Fernsehen, es passiert den andern, aber es passiert mir nicht. Und jeder, der sich einmal mit ein bisschen Phantasie in die Lage von Til hineinversetzt, der muss doch verzweifeln!“

Wir sind gespannt, wie sich der Rachefeldzug weiter entwickelt und hoffen, dass der Kameramann jetzt nicht noch irgendwelche Küken mit zwei Ohren zerstampft. Aber die können ja wenigstens hören, wenn er sich nähert.

Frauengold zum Weltfrauentag

Liebe Frauen, heute ist Weltfrauentag. Mein Kollege Sascha Korf hat auf Facebook was gepostet, er hat nämlich alte Werbung entdeckt – von „Frauengold“. Wenn man die anschaut, sieht man, dass sich mittlerweile zum Glück viel getan hat. Dennoch haben wir noch einen weiten Weg vor uns. Immerhin gibt es auch 2012 noch kein Männergold.

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