Kategorie: stoff (Page 62 of 102)

Hier kommt rein: bildpaare, wie man sich vor terroristischen anschlägen schützt (wenn ich das mit den bildern rausbekommen habe) und so zeugs wie videos der woche, spiele, links, bilder, etc.

Gedanken vom Pferd 15

Gastkolumne von Weidler


– Wie kommt man rhetorisch am geschicktesten drumrum, die Zeit, in der man Kaffee mahlt, Mahlzeit zu nennen?


– Im Mittelpunkt eines Hypes steht eine von vielen Leuten gekannte Band, von denen die eine Hälfte sie über-, die andere sie unterbewertet.


– „Wir sind die Wauzies
haben keine Mamma
haben keinen Papa
niemand hat uns lieb.“

Im Grunde haben alle New-Metal-Songs das selbe lyrische Schema.


– Eine Verschwörungstheorie:
Würde man Verkäufern wie denen im Media-Markt in einem Einzelhandel begegnen, würde man sich denken: „Klar, der Laden ist nur zur Geldwäsche da. Die wollen im Grunde keine Kunden“.
Aber wer muss so viel Geld waschen, dass er dafür eine Kette wie Media-Markt aufzieht?
Nach reiflichen Überlegungen bleiben da nur drei Institutionen übrig:
Mircosoft, Aldi, die Schweiz.

Nachtrag:
Die drei besten Möglichkeiten, die Aufmerksamkeit eines Media-Markt-Verkäufers auf sich zu ziehen, sind übrigens:
1. Die Radiowecker auf ihre maximale Lautstärke testen. Möglichst mehrere gleichzeitig, mit verschiedenen Sendern.
2. Die Funktionen des frei zugänglichen Mitarbeiter-Terminals ausprobieren.
3. Sich eine Zigarette anstecken.


– Wenn in Filmen angedeutet wird, dass die beiden Protagonisten jetzt entspannt miteinander flirten, sitzen sie an ’nem Café-Tisch, sie lacht, er plappert und lächelt mit einem „hach-was-ein-tolles-Mädel“-Gesichtsausdruck.
Und jetzt das wichtigste: Der Dialog-Ton geht weg.
Nur noch Musik – kein Gespräch.
Wahlweise fängt eine der Turteltauben im Filmerzählermodus an, darüber zu berichten, was für ein(e) tolle(r) Mann/Frau der Gegenüber doch ist.
Immer. Es scheint eine elementare Grundregel zu sein.

Daraus folgt für mich:
Ich weiß, sie und ich haben in einem Café zu sitzen.
Ich weiß, ich muss plappern und bewundernd grinsen und sie hat zu lachen.
Aber ich weiß gottverdammt nochmal nicht, was ich sagen muss.


– Ich war heut (aus rein beruflichen Gründen) in einer Hautarztklinik gepaart mit einer dermatologischen Kosmetik-Anstalt. Am Infoschalter arbeitete eine Frau mit Pickeln.


– Auch mit Gelassenheit und unerschütterlichem Glauben an die Technik ausgestattet gerät man in eine leicht betrübte Stimmung, wenn man eine TÜV-Plakette mit der Aufschrift „Nächste Wartung Oktober 99“ sieht. An der Decke eines Aufzugs.

Spielfilme und Dokumentationen komplett kostenlos in hoher Qualität


Seit einigen Wochen schon hat youtube ganz still und leise selbst eine Menge amerikanischer TV-Serien und Filme kostenlos online gestellt und in hoher Qualität verfügbar gemacht. Das Angebot ist noch ausbaufähig und vor allem ist das Angebot nicht leicht zu finden, denn beworben wird es fast überhaupt nicht, und man muss schon Glück haben, auf Youtube selbst einen Link zu entdecken.

Hier die Direkt-Links:

Filme: https://youtube.com/movies
TV Shows: https://youtube.com/shows

Dummerweise sind viele Videos „in ihrem Land“ nicht verfügbar, aber hier meine Top 5 Empfehlungen der Filme, die man jetzt schon sehen kann:

Top 5 – Filme:

1. Aguirre – The Wrath of God

Ja, der Werner Herzog – Film mit Klaus Kinski. Auf deutsch. Allerdings mit englischen Untertiteln. Na und? Fitzcarraldo und Woyzeck gibt es übrigens auch.

2. Staffers

Ein Dokumentation über Freiwillige, die für ihre Präsidentschafts-Kandidaten arbeiten. Wer es unpolitisch will, kann sich die Dokumentation über die Enstehung der Spice Girls ansehen.

3. Harold Buttleman, Daredevil Stuntman

Eine Komödie über einen Tuxedo-Verkäufer, der denkt er sei ein großartiger Stuntman. Ich habe noch nie davon gehört, aber er hat einige Preise gewonnen, obwohl er direkt auf Youtube veröffentlicht wurde.

4. Animal Farm

Das Buch, dass jeder zumindest mal in der Schule im Englischunterricht gelesen hat, als Zeichentrickfilm. Sehr schlau.

5. 7 Days in September

Die beste Dokumentation über 9/11, ohne jede dämliche Verschwörungstheorie. Ein sehr bewegender Film. Oder denke ich das nur, weil ich zu der Zeit in Amerika und wenige Tage später in New York war?

Die Top 5 TV-Shows stelle ich vielleicht nächste Woche vor.

Gedanken vom Pferd 14

Gastkolumne von Weidler

– Man macht sich ja eigentlich kaum Gedanken darüber, dass von den zwei Kabeln, die einer Munddusche entspringen, das mit Wasser gefüllte in den Oralbereich und das andere in die Steckdose führt.

– Erstaunlich, dass ein einfaches rotes Halstuch einen schwarzen Hund im Auge des Betrachters im Handumdrehen von der potentiellen Killerbestie in den aufgeweckten Streuner verwandelt, der in seiner Freizeit Kinder aus brennenden Häusern rettet.

– Galileo hat gestern den Murphy-Effekt behandelt. Die Erklärung für das Phänomen „Kassenschlange“ (nämlich, dass es in den anderen immer schneller voran geht), war „An Kassen liegt es vor allem daran, dass viele Waren nicht ausgezeichnet sind und viele Leute mit Euroscheck- oder Kreditkarten bezahlen“
Das ist noch nicht alles. Die Erklärung dafür, dass die andere Spur im Stau immer schneller ist, war „Im Universum herrscht das Chaos vor der Ordnung“.
Als ich nochmal reingeschaltet hab, kam ein Bericht über ein Riesenaquarium.
Ein Typ, der auf Meersalzsäcken saß, meinte gerade „Ein solcher Sack hat 500 kg, ich sitz hier also auf (zählt ab) eins, zwei, drei, vier: 1000 kg Salz“.

– In der Anleitung steht, dass die Luft, die unser Vorwerk-Staubsauger auspustet, sauberer wär‘ als die, die er ansaugt.
Irgendwo recht logisch bei einem Staubsauger, oder?

-Ein Zitat von saltxxx:
„Der erste Mai ist der einzige Tag im Jahr, wo man sich zum Saufen den Wecker stellt“

-Kaum jemand ist biederer als jene, die sich selbst als verrückt bezeichnen.

Christ-Mist-Pop: Jesus is my friend


Dieses Lied geisterte schon überall im Internet herum, ein alter Christ-Pop-Song einer Band, die sich „Sonseed“ nennt, und die damals von Kirchenfest zu Kirchenfest turnten und spielten. Der Ausschnitt ist aus einer dieser amerikanischen christlichen Fernsehshows und eine Parodie auf den Christ-Mist könnte nicht besser und akkurater sein.

Zudem ist die Musik musikalisch gesehen noch nicht mal schlecht und der Text ist besser, als jedes Lied von Weird Al Jankovic.

Allerdings meinen die das Ganze ernst. Oder doch nicht? Es ist fast schon zu gut, um wahr zu sein und auf irgendeiner Seite las ich ein Interview des Sängers, der sich freute, dass das Video plötzlich nach all den Jahren überall im Netz zu finden ist. Und was er sagte, macht den Eindruck, als ob die damals nur Spaß haben wollten, Auftritte suchten und die Kirchen eben gute Opfer waren. Es scheint, als seien sie sich der Doppeldeutigkeit ihrer Liedtexte und ihres albernen Namens Sonseed doch bewusst gewesen. Schließlich hieß ihr Album „first fruit“ und musikalisch standen sie Boy George nahe.

Wer mir das Lied übersetzt und es dabei so lustig bleiben lassen kann wie im Original, ist – neben Jesus – auch mein Freund.

Gedanken vom Pferd 13

Gastkolumne von Weidler

– Ich sah heut ein Kleinkind in ’ner Art Lederminirock. Und bevor ich mich so richtig wundern konnte, sah ich ne 16jährige mit ’nem Schnuller im Mund. Vielleicht haben die getauscht?

– An einem alten himmelblauen Haus in Riegelsberg steht in gotischem Schriftzug: „Am leben sein heisst rastlos tätig sein“.
Soviel Stuss muss man in so einem kurzen Satz erst mal unterbekommen.

– Wer keinen Dreck macht, muss nie aufräumen.
Wie beim Kommunismus klingt der Ansatz gar nicht schlecht.

– Ich bin fest überzeugt davon, dass Rentnerinnen und Hausfrauen sich früh morgens in Supermärkten auf die Lauer legen, um knapp vor den Leuten an die Kasse zu stürzen, die vor der Arbeit noch ein Päckchen Kaffee oder ’nen Wurstweck kaufen wollen.
Vorher haben sie mit Edding Waren-Strichcodes verfälscht und dem prall gefüllten Einkaufswagen ein paar Artikel hineingelegt, die garnicht geführt werden.
Beim Erhalten des Wechselgeldes behaupten sie dann, mit größeren Scheinen bezahlt zu haben.
Zwischen 9 und 12 ist der Markt wahrscheinlich menschenleer.
Während der Mittagspausen und ab 16:30 kommen sie dann noch mal.

– Die Fingeraralie gehört zu den anspruchsvollsten Zimmerpflanzen, lese ich soeben.
Deshalb wächst die bei mir nicht.
Ich bin ihr zu niveaulos.

– Mein Hund versucht seit zwei Minuten, einen Hundekeks zu essen, ohne den Tennisball dazu aus der Schnauze zu nehmen.

Apropos Hunde. Gestern im Wald rief ein rüstiger Rentner seinem Rauhaardackel „Hierher!“ zu und als der keine Anstalten machte, folge zu leisten, fügte er auf selber Lautstärke noch „Das ist ein Befehl!“ dazu.

– Ich hab grad smiley bei google eingegeben, weil ich nicht genau wusste, ob’s so geschrieben wird. Das erste Ergebnis hatte die Überschrift „smiley smileys smilies smilis smilys smily“.

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