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absurdingedingrrrrrringemöööööh

Ich verstehe dieses ganze Gedöns um Handyklingeltöne nicht, jeder will einen haben der besonders toll klingelt. Aber liegt es nicht im Interesse des Anrufers, dass der Angerufene möglichst schnell ans Handy geht, statt sich doof seinen Klingelton anzuhören? Ich bin für die Einführung richtig schrecklich klingelnder Klingeltöne, damit man schneller ans Telefon geht. Moment – schrecklich klingelnde Klingeltöne – das haben wir ja schon … hilft wohl nix.

Cherno Jobatey, Gott des Humors

Gerade habe ich einen klitzekleinen Kommentar von Cherno Jobatey im TV gesehen. Wieder mal hat er versucht cool und witzig zu sein, was ihm natürlich wieder total misslungen ist. Aber jetzt, wo ich drüber nachdenke, war das doch keine schlechte Wahl der Programm-Macher des SDR die Moderation von „Verstehen Sie Spaß?“ geschickt zu besetzen. Ich ziehe eine direkte Linie von Didi Hallervorden – Cherno Jobatey – Frank Elstner von unlustig zu noch weniger lustig und überhaupt keinen Spaß verstehend es aber nicht wahrhaben wollend zu absolutem Tiefpunkt. Das ist perfide Ironie. Sarkasmus pur. So wie wenn Loriot die Tagesschau moderieren würde.

Ich weiß übrigens nicht, ob ich seinen Namen richtig geschrieben habe, aber er weiß es ja auch nicht. Mir ist es auch nicht wichtig genug.

Zurück in die Zukunft

Der Wahnsinn, ich habe gerade eine Werbemail von der Bahn bekommen. Seit 1. August braucht man keine Kreditkarte oder Bahncard mehr, um online eine Fahrkarte zu buchen, man kann es sogar mit EC-Karte! Das ist fantastisch! Zukunftsmusik! Man könnte fast sagen, wir schreiben das Jahr 1998.

Und schon wieder ein erfolgloser Versuch an einem Samstag in Köln etwas zu erledigen

Mit 40 kg Platten bepackt verließ ich meine Wohnung. Ich hatte meine ganze Sammlung bei Ebay versteigert, und wollte die Pakete nun zur Post bringen. Auf dem Weg nach draußen hielt ich zunächst bei meinem Briefkasten an. Eine Rechnung der „Laboratoriumsmedizin Köln“ wegen der Blutuntersuchung für meine Hepatitis-Impfung. Adressiert an „Manuela Wolff“. Wenn die noch nicht mal mein Geschlecht richtig identifizieren können bezweifle ich ja wohl, dass die eine ordentliche Blutuntersuchung machen können. Oder sie wissen etwas, was ich nicht weiß, aber heute Morgen in der Dusche war noch alles an mir dran. Die Rechnung würde ich zurückschicken, aber erst mal weiter zur Post.

Auf dem Weg zur Post, kam ich an einem Zeitungskiosk vorbei, und mir fiel der Schandfleck des Journalistenberufs, die Bildzeitung auf. Sowieso, da Springer jetzt Sat.1/Pro7 aufkauft, kann man das jetzt auch nicht mehr schauen. War zwar vorher auch nicht anders, aber wer jetzt noch glaubt, der Bürger hätte bei der Wahl im September mit seiner Stimme auch noch irgendwas zu sagen, der kennt die Macht von Springer nicht. Wie dem auch sei, 9.live gehört übrigens auch zu dem Paket. Die große Schlagzeile des Tages war – als ob die Welt sich in den letzten zwei Jahren nicht weiter gedreht hätte – Daniel Küblböck. Angeblich hatte er mit einem Typen nicht nur schlimmen Telefonsex (wie soll man denn bei Küblböcks Stimme geil werden?), sondern auch Sex im Auto! Eine Schande ist das! Pfui! Dabei ist der noch nicht mal verheiratet! Oder was will uns die Bild-Zeitung mitteilen? Später prüfte ich die Details in der Online-Ausgabe der Zeitung: „Ich habe Daniel geböckt“. So ein 22-jähriger Fließbandarbeiter – da haben wir also die Verbrecher, die Küblböck am Leben erhalten – hatte sich von dem Daniel den Schwanz lutschen lassen, nachdem er ihn auf einer Kontaktseite für Männer im Internet anonym kennen gelernt hatte. Jetzt aber der Hammer: „Ich bin nicht schwul, aber ich konnte mich Daniel nicht entziehen“. Ja klar.

Aber es gibt ja wichtigere Dinge, wie auf der Titelseite weiter oben stand. Da stand in etwa: „Im Linienbus 8 Menschen von verrücktem Messerstecher (wahrscheinlich Italiener) verletzt. 4 davon schwer.“ Oh ja, das muss ein Italiener gewesen sein. Und das muss noch mal betont werden. Und wenn es kein Italiener war, dann eben ein anderer Ausländer. Deutsche machen so was nicht, Deutsche vergraben nur ihre Babys im Garten, aber nicht so was, nein nein.

Weiter ging meine Reise, und zwar zur Deutschen Bank, natürlich geschlossen, aber ich brauchte ja nur den Geldautomaten. Neben ihm stand ein Papierkorb über dem stand: „Liebe Kunden, aus Sicherheitsgründen bitten wir sie die Kontoauszüge nicht in den Papierkorb zu werfen.“ Gut, da hab ich meine Kontoauszüge eben neben den Papierkorb geworfen. Ist sicherer.

Und endlich kam ich zur Post. Leider geschlossen. „Aufgrund einer Inventur hat unsere Filiale am Dienstag den 9.8. von 10 bis 18 Uhr geöffnet“. Ähm … normalerweise bekommt man ja gesagt, wann die Filiale geschlossen hat, aber 3 Tage Inventur ist schon heftig. Und was ist mit Mittwoch dem 10.8.? Da hat die Filiale wieder geschlossen? Die 40 Kilo Schallplatten wurden langsam schwer, aber die nächste Filiale sei in der Roonstraße, informierte mich der Aushang. Das ist ungefähr 723 Kilometer weit weg! So eine Scheiß-Stadt, noch nicht mal ein paar Postfilialen haben die. Und da latsch ich jetzt nicht hin, um dann festzustellen, dass die auch gerade Inventur machen, Samstags schon um 1 Uhr zu machen, gerade Mittagsschlaf machen, die Briefmarken alle sind oder sie einfach gerade keine Lust haben, mich zu bedienen.

Also dackelte ich mit meinen 40kg Schallplatten wieder zurück nach Hause. Immerhin gutes Bizeps-Training.

back to school

Auf der Straße überhört, so zwei dumme Teenagerjungs, mit Baseballkäppi und leicht kölscher Akzent, unterhalten sich: „Ey, man, kann man eigentlich 1 durch 3 teilen?“

Volkssport

Gestern Abend war das Fernsehprogramm etwas surreal. Ich hatte Tele5 laufen, während ich am Computer arbeitete, und dort war „Wrestling“ zu sehen, professionelles Catchen aus den USA. Das an sich ist schon etwas surreal, ich wunderte mich, wer sich denn so etwas anschaut, wer ist die Zielgruppe? Ich dachte zunächst, einsame Kiddies, die auf ihrem Hauptschulhof verprügelt werden und die Phantasiehelden brauchen, oder Dreck, der anonym Kommentare schreibt, aber nein, klar wurde es, als die Werbung lief. Die bestand nämlich ausschließlich aus Spots für CDs. Nein, nicht Heavy Metal, sondern Volksmusik. „Sternstunden der Volksmusik“ und „Captain Cook du seine singenden Saxophone“. Mir ist jetzt klar, es gibt in Deutschland eine Subkultur, die noch viel schrecklicher ist, als wir es jemals vermutet hätten. Und nächsten Samstag tritt Hulk Hogan im Musikantenstadl auf.

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Manuel Wolff gegen o2 – gewonnen!

Heute Morgen wurde ich wirklich überrascht, dieses ewige sich bei Firmen beschweren und rummeckern bringt doch etwas. Aber von Anfang an, ich saß also vor dem Computer, trank meinen Kaffee und las die Nachrichten. Die mal wieder sehr lustig waren. Es gibt also nur ein TV-Duell zwischen Schröder und Merkel. Warum auch immer. Wieso gibt es so etwas überhaupt, wir haben kein Zweiparteiensystem, ich kann mich nur wiederholen. Und Schröder hat sich gerade das Misstrauen aussprechen lassen und Neuwahlen wurden angesetzt. Was soll er in der Debatte sagen: „Wählt nicht mich“? Jedenfalls gab es früher immer zwei Debatten, einmal fürs Privatfernsehen, einmal für die öffentlich-rechtlichen Sender. Was ja an sich schon absurd ist, es gibt ja auch nicht zwei Wahlen, einmal für die RTL-Gucker und einmal für die ARTE-Zuschauer. Obwohl das sicherlich auch mal interessant wäre. Jetzt gibt es also eine Debatte nur, und da vier Sender beteiligt sind, bedeutet das vier Moderatoren: „für die ARD Sabine Christiansen, für das ZDF Maybrit Illner sowie Peter Kloeppel für RTL und Thomas Kausch für ProSieben/Sat.1“ – Großer Gott. Wozu brauchen die dann noch Merkel und Schröder dabei? „Es gehe bei den Fernsehduellen „in erster Linie“ um die Inhalte.“, ja klar. Da sind die Anführungszeichen aber falsch gesetzt. Es gehe um die „Inhalte“, so ist besser.

Ach ja, und Lukas Podolski soll eine Papst Audienz erhalten. Am Weltjugendtag. Er ist ja auch berühmt und ein bekannter Fußballer, wenn auch etwas hohl im Kopf. Aber besser als ein smarter Arbeitsloser oder so was, die katholische Kirche macht da schon Unterschiede.

Wie dem auch sei, auf einmal klingelte das Telefon und ein Unbekannter meldete sich. Ich hoffte schon, es sei das Fernsehen und die ganzen Agenturen, die mich gestern im Theater gesehen haben und mich sofort für tausend Projekte engagieren wollten, aber das war wohl ein Traum. Nein, es war O2. Und sie schenken mir was. Aber von vorne:

Als ich meinen Vertrag verlängert habe und mir ein Handy ausgesucht habe, nahm ich das Sony Ericsson 700i, da es, laut O2-Webseite „USB-Unterstützung“ habe. Und dann könnte ich ja Bilder vom Handy in den Computer laden, Musikdateien vom Computer auf mein Handy, und so weiter und so fort. Irgendwann als ich das neue Handy dann schon ne Weile hatte, und mich so langsam durch das Handbuch arbeitete, stellte ich fest, dass da überhaupt nix von wegen USB ist. Kein Anschluss. In bewährter Schreib-Mecker-Manier schrieb ich:

„… kürzlich verlängerte ich online meinen Vertrag, auf ihrer Webseite verglich ich die Handys und entschied mich für ein Sony Ericsson K700i. Laut ihrer Webseite hätte dieses Handy einen USB-Anschluss, was für mich notwendig ist, da mein Notebook weder über Bluetooth noch Infrarot verfügt. Jetzt stelle ich fest, dass dieses Handy gar keinen USB-Anschluss hat. Sie haben mich also reingelegt und unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zu einer Vertragsverlängerung verleitet. Bitte teilen Sie mir mit, wie Sie nun den Schaden wieder beheben wollen.“

Die schrieben mir zurück:

“ Wir haben Ihre Angaben überprüft und stellten fest, dass unser aktuelles Angebot auf unserer Hompage zum Sony-Ericsson K700i zwar mit Bluetooth angeboten wirde, aber kein Hinweis / Angebot als USB-Schnittstelle zu finden ist. Wir bitten um Verständnis, dass wir deswegen von einer gewünschten Schadensbehebung absehen müssen.“

Inklusive aller Rechtschreibfehler. Ich schrieb denen dann, ob die mich der Lüge bezichtigen wollten, und als ich Weidler dies mitteilte schaute er auf der o2-Homepage nach, und tatsächlich, da stand immer noch „USB-Unterstützung“. Wobei so langsam natürlich Zweifel aufkamen, was „USB-Unterstützung“ überhaupt bedeutet. Das muss ja kein Anschluss sein. Laut Weidler: „Vielleicht unterstützt Sony-Ericsson auch nur USB. Indem sie einmal pro Woche dort anrufen und ihnen alles Gute wünschen. Und sagen, dass sie an die Sache glauben. Oder auf der Anleitung steht: „Wir finden USB gut““

Von o2 kam dann auch eine Antwort:

„Bitte entschuldigen Sie, dass es zu Unstimmigkeiten gekommen ist. Beachten Sie bitte das Änderungen und Irrtümer vorbehalten sein können. Da wir Sie als Kunden sehr schätzen, haben wir Ihrem Kundenkonto aus Kulanz? Ohne Anerkennung einer Rechtspflicht? den Betrag von 25,00 EUR gutgeschrieben. Wir hoffen wir konnten die Angelgenheit zu Ihrer Zufriedenheit lösen und Verbleiben“

Die Fragezeichen waren so in dem Brief. Kulanz? Ohne Anerkennung einer Rechtspflicht? Das fand ich ironisch und lustig. Und Angelgenheit und Verbleiben stand auch so da. Allerdings habe ich mich natürlich über die 25 Euro gefreut. Aber ich wollte mehr. Außerdem kam noch eine weitere Mail von o2, es war wohl doch eine größere Sache:

„wir haben nun Nachricht von unserer entsprechenden Fachabteilung erhalten wegen USB und SonyEriccson K700i. Das K700i UNTERSTÜTZT USB, das heißt aber nicht das es einen normalen USB Anschluss hat.“

Na super. Darauf hatten Weidler und ich folgende Konversation:

uiuiui7: ich hab‘ denen geantwortet: „Und was soll das heißen „es unterstützt USB“? Finanziell? Oder es findet USB gut? Es unterstütz USB, so wie ich den Weltfrieden unterstütze? Oder was soll damit gemeint sein?“
W^4: Hab ich doch gesagt. Das Handie findet USB grundsätzlich gut und spricht sich dafür aus.
uiuiui7: vor allen Dingen: „das heißt aber nicht das es einen normalen USB Anschluss hat.“
uiuiui7: hat es einen unnormalen?
W^4: Ja. Was hat das denn für Anschlüsse?
uiuiui7: gar keine
uiuiui7: es findet Anschlüsse nur gut.

Und jetzt die Überraschung, der Mann der heute Morgen anrief, wollte mir nur mitteilen, dass mir o2 jetzt kostenlos eine Andockstation schickt, damit ich mein Handy per USB mit dem Computer verbinden kann. Ist das nicht was?

Sie haben es sich aber nicht nehmen lassen, zu wiederholen, dass das Handy keinen USB-Anschluss, sondern USB-Unterstützung habe. Aber als ich dann direkt am Telefon nachfragte, was das denn bedeuten solle, erhielt ich vom Mitarbeiter die Antwort, dass er mir das auch nicht sagen könne, er habe den Fall von einem Kollegen übernommen, und der sei gerade in Urlaub. Jaja. Aber nun bin ich happy.

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