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Was zu Günther Grass‘ Gedicht gesagt werden muss

Wenn man bei einem – zugegebenermaßen nicht besonders einfallsreichen – Gedicht von Günther Grass („was gesagt werden muss“), das nichts weiter als eine zu denken gebende Meinung ist, egal ob man zustimmt oder nicht – gleich „Antisemitismus!“ ruft und versucht damit Kritik an Israels Politik zu verurteilen, ist das so schade und traurig und verletzend und richtet so viel mehr Schaden an, als alles was Günther Grass je schreiben könnte.

Es muss doch gestattet sein, jegliche Politik jedweder Regierung, ob die eigene oder eine andere zu kritisieren, ohne dass daraus gleich ein Kindergarten-Skandal gemacht wird.

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Und es ist nun mal so, dass ein „Präventivschlag“ vor der Ära Busch noch undenkbar war und als Das-Geht-Gar-Nicht verurteilt wurde und Präventivschläge sind nicht okay. Und es ist selbstverständlich übel, wenn der Iran Atomwaffen hat, genauso wie es im kalten Krieg übel war, dass de Sowjetunion Atomwaffen hatte, bzw. dass die USA Atomwaffen hatten (je nachdem von welcher Seite man schaute).

Es ist – rein logisch betrachtet – selbstverständlich klar, dass ein Land, das noch keine Atomwaffen hat, es nicht versteht, wenn ein Land, das Atomwaffen hat, sagt: „Nein, ihr dürft keine Atomwaffen haben“.

Ich denke mal Günther Grass ist vollkommen egal, wer in diesem Spiel Israel und wer Iran ist. Wenn der Iran ein blühende Demokratie mit Atomwaffen wäre und Israel eine Diktatur, dann hätte er das Gedicht genauso geschrieben.

Können wir uns jetzt wieder wichtigen Dingen zuwenden, zum Beispiel der Diktatur der Kirche im eigenen Land, die uns untersagt, diesen Freitag zu tanzen? Footlose oder was?

Palästina in der UNESCO – USA drohen mit Zahlungsstopp. Warum?

Meine Fresse. Der Israel-Palästina-Konflikt ist – meiner Meinung nach – die traurigste Sache der Welt. Da ist kein Ende in Sicht, niemals, ich weiß da auch nicht weiter.

Wie dem auch sei, Palästina wurde jetzt in die UNESCO aufgenommen. Und jetzt gibt es wieder Ärger.

Von vorne: Die UNESCO ist die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur. Da sind 193 Staaten drin vertreten. Alle Staaten der UNO mit einer Ausnahme: Liechtenstein, wäre mal interessant zu erfahren wieso, und außerdem noch die nicht in den UN vertretenen Cookinseln, sowie Niue.

Was oder wo Niue ist, weiß so gut wie keiner, warum auch? Ich sage es Euch trotzdem: Es handelt sich um eine Koralleninsel im Südpazifik, in der Nähe von Tonga, ca. 1300 Einwohner. Mein neues Lieblingsland. Dort gibt es flächendeckend kostenloses WLAN. Wäre mal was für Deutschland.

Ich komme aber vom Punkt ab, der Punkt ist der. Für die Aufnahme von Palästina in die UNESCO ist bei der Abstimmung eine Zweidrittel-Mehrheit nötig. Die EU wollte sich geschlossen enthalten, hielten sich aber nicht an die Absprachen. Frankreich stimmte dafür, die Niederlande und Deutschland dagegen. Außerdem stimmte noch Israel dagegen, das war keine Überraschung und auch die USA, auch keine Überraschung.

Die USA gingen aber noch weiter, denn sie wollen Ergebnisse von Abstimmungen nicht einfach so akzeptieren, warum auch demokratisch wählen, wenn sie Macht haben?

Jetzt drohen die USA eben damit ihre Beitragszahlungen an die UNESCO zurück zu ziehen. Ginge auch einfacher, einfach austreten, oder? Die USA zahlen nämlich gut 50 Millionen Euro ein, ungefähr ein Fünftel des Budgets der UNO. Und sie stört, dass Palästina rein will.

Tja nun. Die Argumentation ist zwar verständlich, aber wenn man sich mal anschaut, welche Länder da noch drin sind und die die USA überhaupt nicht stören, dann ist das nur absurd. Eine Auswahl:

China, Saudi-Arabien, Syrien, Kuba, Iran, Libyen, Sudan, Katar, Nordkorea.

Nanu? Und seit wann sind eigentlich die USA in der UNESCO? Erst seit 2003. Krass, oder? Sie waren zwar Gründungsmitglied sind aber 1984 ausgetreten. Und erst seit 8 Jahren wieder dabei. Aber wollen bestimmen. Nicht gut.

Dürfen Frauen in Saudi-Arabien Panzer fahren?

Unsere Bundesregierung erlaubt also den Verkauf von 200 Panzern an Saudi-Arabien. Ich sitze hier ohnmächtig und versuche es zu verstehen. Ich bin nur ein einfacher Comedian, der sich die Welt anschaut und was zusammenreimt, aber manchmal blicke ich die angesammelte Unmenschlichkeit nicht. Natürlich ist klar, dass die Opposition alles versucht, um den Verkauf schlecht aussehen zu lassen und der Regierung vorwürfe zu machen, immerhin ist das ihr Job. Und Recht haben sie auch! Aber die Frage ist, würde es die Opposition anders machen, wenn sie an der Regierung wäre?

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Ich glaube kaum. Der Grund ist, dass Wirtschaftsinteressen über allem stehen. Auch über Menschenrechten und Weltfrieden. Für Unrechtsregimes ist es auch überhaupt kein Problem, Waffen zu kaufen, wenn Deutschland nein sagt, sagt ein anderes Land eben ja. Die USA zum Beispiel, die sind ja einer der besten Verbündeten von Saudi-Arabien, was komisch ist, denn die USA sind auch einer der besten Verbündeten von Israel und Saudi-Arabien würde gerne Israel auslöschen. Das macht so viel Spaß, wie damals, als die Vietcong mit amerikanischen Waffen ausgerüstet wurden, weil sie gegen Frankreich kämpften, bis sie dann gegen die USA selbst kämpften. Oder die Mudschaheddin, als sie noch gegen die Russen waren, bekamen US-Waffen und Rambo, damit dann später der Kampf in Afghanistan etwas spannender ist. Macht ja auch mehr Spaß, gegen die eigenen Waffen zu kämpfen. Tote sind halt gut für die Wirtschaft.

Wenn da ein einzelnes Land sagt „Nee, da mache ich nicht mit“, hat das nicht zur Folge, dass Unrechtsregimes keine Waffen mehr bekommen, sondern nur zur Folge, dass das Land etwas weniger Geld bekommt, aber sich moralisch auf die Schulter klopfen kann. Da kann ein Einzelner kaum was ändern, aber wir sind da alle mit dran schuld. Auf die Regierung schimpfen, dass sie so etwas macht, bringt auch wenig, die sind ja gewählt. Weil den Wählern selbst das eigene Wohlergehen wichtiger ist, als ein paar mehr oder weniger tote für Demokratie kämpfende Demonstranten. Eine Partei, die für Atomkraftverlängerung ist, so lange, bis etwas passiert und schreckliche Bilder im TV plötzlich alle zu Atomkraftgegnern werden lassen und sich dann erst danach richtet verliert nicht komplett alle Wählerstimmen? Dann ist das Volk selbst dran schuld – sie bekommen die Regierung, die sie verdienen.

Was aber Saudi-Arabien angeht, da ist einiges im Argen. Es ist ja nicht nur so, dass dort Frauen kein Auto fahren dürfen, nein, es ist auch so, dass auch daran Deutschland gut verdient. Denn alle Saudi-Arabischen Nummernschilder werden in Deutschland hergestellt von der Utsch-AG. Die sind bestimmt mächtig stolz. Auf Homosexualität steht in Saud-Arabien Todesstrafe, wenn auch die letzten, die bestraft wurden, sich mit 7000 Peitschenhieben zufrieden geben mussten. Und wenn es nur 1 Peitschenhieb wäre, mit so einem Land macht man keine Geschäfte (wobei man dazusagen muss, dass ich mir sicher bin, dass es auch genügend Deutsche gibt, die gerne Homosexualität mit Peitschenhieben bestrafen würden, oder überführten Dieben die Hand abhacken wollen). In Saudi-Arabien gibt es auch keine Kinos, keine Bars, keine Nachtclubs. Nur halt Waffenhandel. Dabei ist die Frage, ob man mit Waffenexport oder Getränke-Export mehr verdienen kann. Wenn der Saudi-arabische Markt erst mal für Jägermeister offen ist, brauchen wir vielleicht gar keine 200 Panzer mehr verkaufen.

Die Kritik am Panzerverkauf an Saudi-Arabien ist hauptsächlich, dass sie die Panzer auch gegen ihr eigenes Volk verwenden würden, die ja gerade auch ein wenig Aufstand üben. Ist das nicht vollkommen egal, ob sie die Panzer gegen ihr eigenes Volk oder eine anderes Verwenden? Volk ist Volk, das Problem bei Kriegsmaschinerie ist, dass sie verwendet wird, egal gegen wen. Aber bringt halt viel Geld, so ein paar Panzer zu verkaufen. Die undemokratischsten Länder sind eh die wichtigsten Wirtschaftskunden, man denke an China. 1989 hat die ganze Welt protestiert, weil China tausende Leute abgeknallt hat, die für Demokratie auf dem Platz des himmlischen Friedens demonstriert haben, 22 Jahre später sind die Chinesen aller Welt bester Kunde, kriegen die Olympischen Spiele und können es sich erlauben, von den USA und Deutschland auf Staatsempfänge eingeladen zu werden und „Halt’s Maul“ zu sagen, wenn Menschenrechte angesprochen werden. Weil uns allen Menschenrechte gar nicht so wichtig sind, wenn es nicht um uns selbst, sondern andere Menschen geht. Das ist zum Kotzen. Die Politiker handeln auch nur im Interesse der Wirtschaft und man darf aber nicht behaupten, sie würden nicht im Interesse der Wähler handeln, denn letzten Endes haben die Wähler es in der Hand. Sie machen nur nichts.

Es braucht halt mehr Menschen mit Eiern, wie diesen hier:

Wir brauchen mehr nackte Frauen

Der Text:

Wir brauchen mehr nackte Frauen

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Moin. Eine Geschichte habe ich gerade gelesen und zwar ist in Neuseeland folgendes passiert: Eine israelische Touristin ist durch die Straßen gelaufen und dann haben ihr Bauarbeiter hinterher gepfiffen, wie sie das nun mal machen. Und das hat die Frau sehr geärgert und was hat sie gemacht? Sie hat sich ausgezogen. Vollkommen komplett ausgezogen, ist zum Geldautomaten gegangen, zu dem sie wollte und hat Geld abgeholt. Ja, die Pfiffe sind verstummt. Die waren natürlich alle erstmal ein bißchen sprachlos. Die Frau wurde dann verhaftet aufgrund öffentlichen Ärgernisses und der nicht unattraktiven Frau wurde dann gesagt, dass so etwas in Neuseeland nicht üblich ist.

Was lernen wir daraus? Man sollte es doch machen. Man sollte nicht Frauen nicht hinterher pfeifen. Es könnte ja so ausgehen, also deswegen an alle Männer, bitte, wenn ihr eine attraktive Frau seht, bitte immer hinterherpfeifen. Es ist gut für Euch, es ist gut für mich, es ist gut für alle. Wir brauchen mehr nackte Frauen.

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