Kategorien
videoblog

Dieter Nuhr, der Islam, der Koran, Satire, die Klage und das letzte Wort dazu!

 

(runterscrollen, um es als Video zu sehen)

Ihr habt es bestimmt mitbekommen, Dieter Nuhr wurde ja verklagt, er hat ne Nummer über den Koran und den Islam gemacht, Erhat Toka fühlte sich in seinen religiösen Gefühlen beleidigt, und hat ihn verklagt.
Wer das tatsächlich noch nicht mitbekommen hat, es gibt da so eine tolle Webseite, wo man nachlesen kann, was da genau war, nennt sich Google, kann ich nur empfehlen die Seite.
Ich will mich dazu jetzt aber auch äußern, und zwar zum letzten Mal, denn – im Gegensatz zu allen anderen – ich finde die Ganze Situation großartig. Richtig großartig, doch, und ich erkläre auch gleich warum.

Es ist ja anscheinend für uns Künstler schwierig, zur Zeit, wir müssen aufpassen, was wir sagen, denn angeblich soll uns ja hier von religiösen Eiferern das Wort verboten werden. Wenn man zum Beispiel sagt „Religion ist für den Arsch“, dann gibt es zwar in Deutschland eigentlich die freie Meinungsäußerung, aber es gibt eben auch den Paragraphen 166 im Strafgesetzbuch, „Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen“, ein Straftatbestand, der so bezeichnete Gotteslästerungsparagraph, der natürlich längst abgeschafft gehört, aber tatsächlich lautet: „(1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“.
Das heißt also, wenn ich „Religion ist für den Arsch“ sage, muss ich aufpassen, dass ich damit nicht den öffentlichen Frieden störe, was auch immer das ist. Wobei ich nun mal keinen Unterschied sehe, ob Calvin von Calvin&Hobbes einen Stofftiger hat, der sein imaginärer bester Freund ist, oder Gläubige eben Gott im Himmel. Beide nicht echt. Boah, hat er das gerade tatsächlich gesagt? Nein, würde ich nie machen. Ist zwar meine Meinung, aber ich will ja nicht den öffentlichen Frieden stören.

Aber die Sache mit Dieter Nuhr schlägt nun mal hohe Wellen, jeder hat eine Meinung dazu, Deutschland ist in zwei Lager gespalten und die Fronten verhärten sich. Da gibt es die eine Seite, die denkt, richtig, Dieter Nuhr sollte sich nicht so über den Islam äußern, wie er es getan hat, Dieter Nuhr, ein mittelmäßiger Karrierist, der auf dem Grab von Dieter Hildebrandt stampfend dessen Sendeplatz übernommen hat, der Plattitüden und simple Generalisierungen populistisch vorträgt, aber so, als ob er besonders schlau wäre, damit das Publikum, dem das gefällt, sich auch für schlau halten kann. Einer der Islam, Islamismus, Araber, Türken, Muslime, Islamisten, islamistische Staaten und Terroristen provozierend durcheinander wirft, damit das Publikum die in Deutschland so geliebten „ho ho ho“ Lacher bringen kann, die im Gegensatz zu den „hahaha“-Lachern bedeuten, „ui, eigentlich sollte ich da ja jetzt nicht drüber lachen, aber toll, dass er es sagt, so dass ich jetzt doch drüber lachen darf, aber vorsichtshalber mache ich jetzt mal „hohoho“ statt „hahaha“, um Vorbehalt zu heucheln.
Das sind die einen. Die anderen – und ich habe das Gefühl, das ist die größere Gruppe – sehen jetzt eine vom Islam ausgehende Gefahr in Deutschland, die freie Rede ist gefährdet, weil ein Depp es geschafft hat, sich auf Youtube ein altes Dieter Nuhr Video anzusehen, welches ihn wütend gemacht. Und zwar so wütend, dass er in guter alter islamistischer Terrorart zum Gericht gegangen ist und eine Klage unter Berufung auf einen Paragraphen aus dem Jahr 1872 eingereicht hat. Und dann alles in Bewegung gesetzt hat, um Dieter Nuhr das Wort zu verbieten, und es unter großem Einsatz geschafft hat unter den Millionen Muslimen, die in Deutschland leben, ganze 30 gleichgesinnte Vollhonks zu finden, die dann in Osnabrück an einer leider zur Stärkung von Vorurteilen nicht mal gewalttätigen Demo gegen den Künstler teilnehmen, während sich in Köln, gerade mal so, durch eine simple Facebook-Einladung 4500 rechtsextreme Schläger versammelten, um ein bisschen Randale zu machen.

Kurzum: Alle finde die Situation schlimm. Ich nicht. Im Gegenteil! Ich finde es großartig! Es gibt doch nichts deutscheres, als jemanden zu verklagen, wenn er etwas sagt, was einem nicht passt! Wenn das kein Beispiel für gelungene Integration ist!
Ich finde die Sache toll, es gibt nur eine Sache, die mich stört. Nuhr sagt „Der Islam zeigt sich nur tolerant, wenn er keine Macht hat.“ Und das stört mich jetzt nicht wegen der Aussage, von der kann man halten, was man will. Aber das ist nicht von Nuhr! Das hat ein muslimischer Imam gesagt! Und Nuhr klaut den Spruch jetzt einfach und gibt ihn als eigenen aus! Das ist kein Hassprediger, das ist ein Gagdieb!
Aber zusammenfassend, interessant, wie schnell sich das Stimmungsbild in Deutschland verändert. Eine Einzelperson macht was total blödes und auf einmal sind alle Muslime schlimm. Jetzt kann der nächste gleich vergessen, in den Schützenverein aufgenommen zu werden.

Ja, ne, ihr erinnert Euch, vor kurzem haben wir alle noch über katholische Schützenvereine geschimpft, wie lächerlich das doch sei, weil da ein Moslem war, der Schützenkönig wurde und Schützenvereine gesagt haben, ein Moslem dürfe eigentlich gar nicht im Schützenverein sein, denn es sei ja ein christlicher Verein und sie pflegen christliche Traditionen und Werte, wie … Nächstenliebe.

Ich glaube ich weiß aber, was da das Problem ist. In Schützenvereinen geht es ja nur ums Saufen und Schießen. Und nun ist es halt so, Muslime trinken keinen Alkohol. Und da ist ja klar, dass der beim Schützenfest besser trifft! Wenn die anderen alle besoffen sind. Und das wollen die Schützenvereine halt verhindern, nicht dass das einen Präzedenzfall schafft, Muslime, die auch mal was gewinnen wollen, die gehen dann in den Schützenverein, da klappt das dann!
Aber zurück zum Thema, ich finde es also richtig gut, dass Erhat Toka den demokratischen Weg gewählt hat, für seine blödsinnige Meinung per Demonstration und Klage einzutreten und finde auch gut, dass Dieter Nuhr das Recht hat und auch in Zukunft haben wird, so viel Blödsinn und Unfug wie er will zu reden. Das Recht habe ich ja auch. Und daher finde ich, dass Dieter Nuhr und Erhat Toka der Bambi für Integration verdiene. Ach was, ich!

[random]

auffbteilen

auffbteilen


dieter nur erhat toka integration

Kategorien
alles andere

Meine Comedy Vorbilder: Jim Jefferies

 

Jim Jefferies ist ein wahnsinnig gute Stand-upper, ein großartiger Geschichtenerzähler. Zwar sehr schmutzig, aber nicht ohne Hintergedanken. Berühmt wurde er, als er 2007 auf der Bühne von einem wütenden Zuschauer attackiert wurde:

Das an sich ist jetzt eher das Gegenteil von lustig, aber natürlich behandelte Jim Jefferies das Thema in seinem nächsten Programm und analysierte den Clip und sprach über die ganze Sache. Wahnsinnig witzig:

[random]

https://www.youtube.com/watch?v=lzjDxGR4AaA

Und um auch noch etwas normales von ihm zu zeigen, hier spricht er über Religion:

Gut, oder? Wie findet ihr den?

Schaut Euch auch mein anderes Vorbild, Simon Amstell an!


Kategorien
Die Bibel

Die Arche Noah – so war es wirklich

 

Atheist liest Bibel – Noah

Atheist liest Bibel - die Arche Noah

Noah und die Sintflut – Alter, da sind so viele unlogische Stellen drin, das macht überhaupt keinen Sinn. Gott erschafft die Welt in 7 Tagen, aber braucht 190, um sie kaputt zu machen? Also ich persönlich bin ja gegen Kirche und Religion, glaub ich mal. Mir ist das alles viel zu unlogisch.

[random]

Das hier ist Teil meiner Aufholjagd, viele meiner Youtube-Videos habe ich noch nicht im Blog gepostet (und manche werde ich auch nicht posten). Wenn ihr immer up to date sein wollt, müsst ihr regelmäßig meinen Youtube-Kanal anschauen (am besten abonieren!)

Ansonsten kann ich Euch noch zu Tumblr und der ui.-Facebookseite (gefällt mir klicken!) raten … und natürlich Twitter!


Kategorien
alles andere

„Der Islam gehört zu Deutschland“ sagen, um die Hasser aus ihren Löchern zu locken

Zu dieser ewigen rassistischen Debatte, die immer aufkommt, wenn man mal wagt „Der Islam gehört zu Deutschland“ zu sagen, kommt dann immer ein Oberschlaumeier an, der fragt. „Kann denn eine Religion, die die Trennung von Kirche und Staat nicht akzeptiert zu Deutschland gehören?“

Nun, Augen auf.

Keine Religion schlägt von selbst die Trennung von Kirche und Staat vor. Es ist Blödsinn zu sagen, dass das Christentum für Trennung von Kirche und Staat sei. Und, um mal ganz ehrlich zu sein, in Deutschland gibt es keine Trennung von Kirche und Staat, es gibt nur eine Trennung von Islam und Staat.

Die christliche Kirche hat einen riesigen Einfluss auf den Staat, Steuer, Schule, Universität, die Kirche sitzt sogar im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

Wann wird „das Wort zum Sonntag“ abgeschafft? Passt ja nicht, Trennung von Kirche und Staat, wann der Religionsunterricht? Wann dürfen nicht nur Protestanten protestantische Theologie studieren und leeren? Wann wird die Kirchensteuer abgeschafft? Wann richten sich die Geschäftsöffnungszeiten nicht mehr nach christlichen Feiertagen?

Kategorien
alles andere

Religion ist wie ein Penis

 

Auf einem Schild steht:

Religion is like a penis.
It’s fine to have one.
It’s fine to be proud of it.
But please don’t whip it out in public and start waving it around.
And PLEASE don’t try to shove it down my children’s throats.

[random]


Kategorien
das improvisierte lied am freitag

Osama, Obama und Prinz William wollen zum Papst

 

Ja, der heilige Krieg

Auf dünnem Eis bewegt sich heute das improvisierte Lied, aber die Gedankengänge sind durchaus nachvollziehbar – oder überhaupt nicht nachvollziehbar. Jedenfalls geht es um die Köpfe aus den Nachrichten, die auf den Titelblättern sind und irgendwie auch um Religion, Terrorismus und den kleinen Mann. Aua. Musik und Text sind selbstvertsändlich im Moment der Aufnahme komplett improvisiert, sonst würde so etwas nicht dabei raus kommen:

Und wer das Lied lieber hören will und mich nicht dabei sehen möchte:

[audio:https://uiuiuiuiuiuiui.de/wp-content/uploads/2011/05/Osama-Obama-und-Prinz-William.mp3|titles=Osama, Obama und Prinz William]

oder zum mp3-download:

Osama, Obama und Prinz William


Hier noch der Text zum Mitsingen:


Osama, Obama, der Papst und Prinz William,
die sind oft auf den Titelblättern zu finden,
doch ich bin ein armer Mann, ich komm‘ da nicht groß rauf,
es sei denn, ich starte einen Amoklauf.

Osama, Obama und Prinz William,
die wollten den Papst treffen, denn
sie wären ihm gerne einmal begegnet,
doch der hatte keine Zeit, denn er hat den Alten gesegnet

Mugabe ist ein Katholik,
Mugabe ist ein Katholik,
Mugabe ist ein Katholik,
Timothy McVeigh war Protestant,
ja, ja, ja, der heilige Krieg
ist nicht für Muslime reserviert, das ist ja allerhand.

Kategorien
texte

Haiti braucht jetzt Alles, außer Kerzen!

 

Nicht nur bei StudiVZ, sondern auch bei Facebook gibt es Gruppen und ich werde mit Gruppeneinladungen genervt. Gerade eben bekam ich eine, die mich sehr verärgert hat. Die Gruppe hieß:

„Jeder Fan bedeutet eine Kerze für die Opfer in Haiti. Mach mit!“ Werde ein Fan!

Klar machen da viele mit und freuen sich, weil sie – im Schatten dieser Tragödie – ihr Gewissen beruhigt haben. Aber mit Verlaub: Was für eine Scheiße! Was sollen denn die Opfer mit Kerzen anfangen?

Kurz gesagt: Verdammte Religion! Spendet lieber. Wenn Euer Gott allmächtig ist, hat er den ganzen Mist verursacht.

Klar, jetzt heißt es: „Das kann man so doch nicht sagen.“ und natürlich ist das vereinfacht gedacht. Klar muss man auch bedenken, dass gerade die Kirchen zu den Organisationen gehören, die am meisten spenden, wenn Katastrophen auftreten. Allerdings sollte man auch mal bedenken, dass gerade bei solchen Katastrophen keine Religion ein vernünftiges Erklärungsmodell hat, bzw. jeder Versuch meist im Desaster endet.

Zum Beispiel bei dem evangelikalen TV-Prediger Pat Robertson, der schon nach dem 11. September dummen Unfug sprach, als er das Leben in Sünde für den Terroranschlag verantwortlich machte. Oder als er legale Abtreibungen die Schuld an Hurrikan Katrina gab. Er sagte, Haiti habe vor 200 Jahren einen Pakt mit dem Teufel geschlossen und das hätten sie nun davon. „Vergelt’s Gott.“ So so – hat Gott es denn nötig sich zu rächen?

Raymond Joseph, der Botschafter Haitis, hat dann mal kurz klar gestellt, dass aufgrund der Revolution in Haiti, als sich Haiti gegen Frankreich gewandt hat, die USA Louisiana für 15 Millionen Dollar, 3 cents pro Morgen (4047qm) bekommen konnten. Und Südamerika befreit wurde. Dass also der „Pakt mit dem Teufel“ Amerika das gemacht hat, was es ist.

Oder man versucht herum zu glucksen, wie es der Erzbischof von York, John Sentamu macht, wenn er vom BBC Reporter direkt gefragt wird: „Warum hat Gott dies geschehen lassen?“

Hier ist das ganze Interview – es lohnt sich

Interviewer: But we are told two things, aren’t we? We’re told that God is merciful and all-powerful.
Erzbischof: Yes.
Interviewer: How can those be reconciled with what happens to a country like Haiti at a time like this?
Erzbischof: Well, for the Christian, you’ve got to see the God who is very much like Christ-like, and in him there is no un-Christ-likeness. Ah, you know, St. Augustine of Hippo said, he lies in a manger but contains the world, he feeds at the breast but also feeds the angels, is wrapped in swaddling clothes but vests us with immortality, you see.
Interviewer: I’m not sure I understand that answer, to be perfectly frank with you. I don’t quite see what it has to do with the question.

Für mich sind solche Katastrophen nicht unerklärlich (Die karibische Platte, die gegen die Nordamerikanische Platte stößt), für mich ist Religion unerklärlich. Wenn Gott alles kann und alles nach seinem Willen geschaffen hat und die Geschicke lenkt und ein gütiger und gnädiger Gott ist, dann macht er nicht so einen Quatsch. Ganz ehrlich, wenn jetzt einer kommt mit „Gottes Wege sind unergründlich“, dann ist das auch nicht besser als Pat Robertson.

Das Erdbeben auf Haiti war eine schlimme Naturkatastrophe. Das ist Alles. Jeder Erklärungsversuch einer Kirche ist eine Beleidigung an die Opfer.

Das einzige, was ich verstehen kann, ist dass der Glaube Trost spenden kann. Er macht zwar nicht viel Sinn, aber komischerweise wenden sich nach Tragödien und Katastrophen, persönlichen Schicksalsschlägen etc. viele an Gott, anstatt – was nachvollziehbarer und meiner Meinung nach intelligenter wäre – von ihm wegzukommen.

Wieso ist es Menschen möglich, von einem Wunder zu sprechen, wenn jemand diese Katastrophe überlebt? „Gott muss auf mich aufgepasst haben, es ist ein Wunder, dass ich überlebt habe!“ – und die, die gestorben sind, auf die wurde nicht aufgepasst? Ist das nicht ein bisschen eingebildet? Für mich sind Einbildung und Religion eigentlich auch Synonyme.