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Deine Freundinnen werden keine 23 Monate in Sydney wohnen. Denkst Du jetzt an Brustkrebs?


Ja, es ist mal wieder so weit, auf Facebook gehen wieder Statusmeldungen herum, die jeglicher Logik widersprechen. Die auf Brustkrebsvorsorge hinweisen sollen, aber so, dass es möglichst niemand versteht. Ein großer Spaß.

Imbezile Schicksen posten kryptische Meldungen, waren es letztes Jahr noch Facebookstatusmeldungen über die Farbe der Unterwäsche, ist es diesmal eine Anzahl Monate in einer Stadt. (z.B. „Der Wahnsinn!! Ich werde 23 Monate in Sydney leben!!“)

Bedeutend folgends, die „23“ steht für den Geburtstag, also den 23. einen Monats und die Stadt steht für einen Monat, in diesem Fall August. Warum, wieso, keine Ahnung.

Der Gedanke dahinter – wobei das nicht wirklich ein Gedanke ist, genausowenig wie eine besoffene Junggesellinenabschiedsrunde ein Philosophiekreis ist – ist, 1.) dass hihihi, die Männer das nicht kapieren und es sie verrückt macht und 2.) wir jetzt alle über Brustkrebsvorsorge nachdenken müssen.

Mädels, ihr wisst doch genau so gut wie ich, dass es nur einen einzigen funktionierenden Weg gibt, um hier auf das Thema Brustkrebsvorsorge aufmerksam zu machen:

Indem ihr Bilder eurer Brüste postet.

Also echt.


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ui künstlert

Profi-Puppenspieler und Bauchrede-Künstler mit echter Puppe

 

puppenspieler

Der Bauchredner hat seine Puppe vergessen und hat in der Stadt geschaut, was er stattdessen findet. Außer Puppenspielen können er und die sitzende Claudia auch noch zaubern, singen und Klavier spielen:


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Villingen-Schwenningen, die gespaltene Stadt

 

Der Köln-Düsseldorf Konflikt ist ja allgemein bekannt, es gibt allerdings in Deutschland einen noch viel schlimmeren Konflikt. Villingen-Schwenningen ist ein Dorf, dessen beide Teile, das katholische Villingen und das protestantische Schwenningen so verfeindet sind, dass der Nordirland-Konflikt dagegen wie Pustekuchen erscheint.

Ich hatte kürzlich einen Auftritt in Villingen und erfuhr so einiges darüber. Die Villinger sind auf keinen Fall Schwaben, nein, Villingen gehört zu Baden, aber Schwenningen hingegen ist schwäbisch. Schwenningen sei industriell und arm, Villingen reich und schön. An Fastnacht verprügeln die Schwenninger die Villinger und umgekehrt, sofern sie unter den Masken zu erkennen sind und früher hatten einige alte Villinger an Karneval tatsächlich Schilder mit denen die Schwenninger empfangen wurden auf denen stand „Früher waren die Juden dran, jetzt die Schwenninger“.

Dennoch war mein Empfang dort sehr herzlich, man muss nur aufpassen, dass man nicht sagt „Liebes Publikum, ich freue mich, heute mal im Schwabenländle zu spielen.“

Als ich am Bahnhof ankam und mit meinem von Google Maps ausgedruckten Stadtplan lostigerte, sprach mich direkt ein freundlicher älterer Herr an: „Suchen sie was?“ Er meinte es aber nicht böse, sondern wollte mir behilflich sein, den rechten Weg zu finden. Allerdings konnte er weder Karten lesen, noch kannte er sich in seinem Ort aus, aber er wollte mir unbedingt helfen. Ich wusste den Weg schon längst, aber er ließ sich die Karte nicht wieder aus der Hand nehmen und gab erst Ruhe, als er den Weg selbst auch fand. Villingen ist nämlich von 4 Stadttoren umgeben, in jeder Himmelsrichtung eins. Eines davon steht allerdings nicht mehr, aber die verbleibenden 3 Stadttore sehen sich zum Verwechseln ähnlich, so dass die Villinger selbst ständig in die falsche Richtung laufen.

Über Schwaben sagt man ja, sie seien geizig, mit dem Vorurteil darf man aber bei den Badensern nicht ankommen, obwohl die eigentlich genauso geizig sind. Zumindest, was Straßenschilder angeht. Und auch der Grieche, in dessen Ratskeller ich spielte, war auf Sparkurs (eigentlich nicht verwunderlich bei Griechen) – die Toiletten hatten diese berühmt-berüchtigten Einzelpapier-Spender.

Als ich auf der Bühne aufbaute, ca. 90 Minuten vor dem Auftritt, kam eine Dame zu mir in den Saal und sagte: „Hallo! Ich komme heute Abend nicht zu ihrem Auftritt!“ und schüttelte mir die Hand. Ich war leicht verwundert, aber sie fuhr fort: „Aber ich habe heute was in der Stadt gesehen, dass habe ich fotografiert und möchte es Ihnen geben, weil es passt.“ und sie händigte mir ein Foto aus, mit einem Glückskäfer der sich gerade entpuppt. „Viel Glück!“ wünschte sie mir und verschwand.

Zwei Leckerlis entdeckte ich noch in der Fußgängerzone, zum einen das Plakat des CDU-Landkreis-Kandidaten, der – natürlich mit obligatorischem Schnurrbart – seinen Hammer-Wahlspruch verkündet, der da lautet:

Karl Rombach

„Mit mir kaa mer schwätze“

Wirksamer Spruch, oder? Das ist doch genau, was wie brauchen, Politiker, die einfach nur labern.

Und zu guter letzt sah ich noch den Laden, der einfach alles hat, haltet Euch fest, seid geschockt:

Choc & Pop - Coffeshop und Vitaminbar

Choc & Pop. Hot Dogs gab es auch noch. Und eben Crepes, Schokolade und Popcorn. Ich glaube aus dem Laden kommt man nicht lebend raus, ich weiß allerdings nicht, warum unten auf dem Plakat auch noch „Coffeeshop“ stand, man weiß ja, was es da gibt und „Vitamin Bar“. Vitamine? Wo denn?


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O Köln, Du wunderschöne Stadt!

O Köln, Du wunderschöne Stadt! Du hast zwar nur zwei Sehenswürdigkeiten, den Dom und einen Frosch, der in der Schildergasse steht, in dem immer ein Chinese steckt, und Deine Städtearchitektur ist das Äquivalent zu den Autounfällen auf den Köpfen der Leute, die im Unisex-Laden sich die Haare schneiden lassen. Und wisst ihr, wer Unisex gegründet hat? Hitler.