Die besten Tweets der Woche

Was gibt’s Neues auf Twitter?

Supermarkt, etc…

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Regeln und Konventionen: Sonntag im Supermarkt

sonntag-im-supermarkt

Bevor hier Einspruch kommt: Ja, ich weiß, dass manche Läden länger als bis 20 Uhr aufhaben und auch was den Sonntag angeht, gibt es Ausnahmen. Das ist nicht der Punkt. Jedenfalls ist hier wieder das improvisierte Lied am Freitag, juchhu! Text und Musik sind im Moment der Aufnahme komplett aus dem Stegrief improvisiert. Viel Vergnügen:

Und zum anhören, falls ihr es nicht sehen wollt:

[audio:https://uiuiuiuiuiuiui.de/wp-content/uploads/2011/08/Sonntag-im-Supermarkt.mp3|titles=Sonntag im Supermarkt]

oder als mp3-download: Sonntag im Supermarkt

Und nun noch der Text zum mitsingen:


Wussten sie schon, dass man in den Supermarkt gehen muss,
wenn man keinen leeren Kühlschrank haben will?
Wussten sie schon, dass man sich den Wecker stellen muss,
wenn man morgens nicht verschlafen will?
Wussten Sie schon, es gibt so viele kleine Regeln
um das Leben gescheit zu bestehen?
Aber wussten Sie schon, ich habe manchmal meine Probleme,
damit umzugehen.

Zum Beispiel schaue ich nicht so gerne auf die Uhr
oder auf den Wochentag.
Eine Sache zum Beispiel beim Einkaufen ist dann,
dass ich das überhaupt nicht mag:

Warum kann man sonntags nicht einkaufen? Muss um 8 Uhr fertig sein?
Warum ist das Leben so geregelt?
Wer hat das getan? Liegt das an den Kirchen oder an den Gesetzen?
Es ist alles geregelt.

Wenn ich mal was tun möchte, dann steht dem Vieles im Wege nämlich Vorschriften und…
… äh …
… Konventionen.

Aber ich will so leben, wie ich will, denn es soll sich ja lohnen.
Wenn man mal was tun möchte, dann steht dem viel im Weg, nämlich Regeln und Konventionen,
doch ich möchte mein Leben so leben wie ich will,
denn es soll sich ja auch lohnen.

Bitte, bitte, bitte, lasst mich auch am Sonntag in den Supermarkt rein,
denn dann könnte der kleine Mann hier hinter dem Klavier viel glücklicher sein.
Warum ist Sonntags der Laden zu? Warum bleibt mein Kühlschrank leer?
Warum muss ich bis 20 Uhr fertig sein, sonst krieg ich nichts mehr?
Warum? Was hat das Alles zu bedeuten? Warum macht ihr’s mir so schwer?
Warum gibt es in Deutschland diese verdammten Konventionen?
Ich will 24 Stunden-Öffnungszeiten her! Verdammt noch mal!

Der letzte Jahresrückblick 2010 – Januar

Ja, eigentlich sollte es vor dem ersten Januar keinen Jahresrückblick geben, denn immerhin gehört alles was bis dahin passiert noch zum Jahr. Und wird wahrscheinlich im Jahresrückblick 2011 nicht aufgenommen und das wäre gemein. Aber die Fernsehsender und alle anderen Medien überbieten sich darin möglichst als erstes den Jahresrückblick zu bringen und so findet man nicht nur im September schon Weihnachtsgebäck im Supermarkt, sonder auch im November schon die ersten Jahresrückblicke, daher darf ich mit Fug und Recht behaupten, dass ich letzter bin. Also, hier mein Januar 2010:

Ich hatte kurz nach “Daisy” und dem Tod von Michael Jackson einen Auftritt im Comedy-Punch Club in Solingen. Es ging weiter mit der Premiere des Trinkliedes der Promis im Selbstversuch. Selbstverständlich gab es auch letztes Jahr seltsame Läden und bescheuerte Friseurnamen, hir nur mal ein besonders bescheuertes Beispiel. Und hier werden mal Dank des Mathebuches die Vorgaben der Post nachgerechnet. Ein evangelikaler Priester hat einen nigerianischen Toten aufgeweckt, was zu 102 faszinierenden Kommentaren unter dem Artikel führte, ich glaube ein Rekord bei mir dieses Jahr. Hach, das waren noch Zeiten. Mittlerweile ist eine weltweite Kommentierträgheit in Blogs ausgebrochen, dann Facebook und Twitter. Komischerweise werden auf Facebook Links zu Artikeln von mir mehr kommentiert als die Artikel selbst. Das heißt also, das leute auf Facebook den Link sehen, ihm dann folgen, auf ui. landen, den Artikel lesen und dann zurück auf Facebook gehen, um den Artikel dort statt hier zu kommentieren. Ich werde das nie verstehen, welcher Gedanke dahintersteckt. Das hat zur Folge, dass innerhalb eines Jahres die Kommentarfrequenz hier von 10 Kommentare täglich auf 1 Kommentar alle 10 Tage (übertrieben) zurückgegangen ist und das bei gleichbleibenden, ja sogar leich steigenden Besucherzahlen. wtf?

In Köln organisierten meine Kollegen von Onkel Fisch den größten Flashmob aller Zeiten und beim Bobsport ist ein kleines Malheur passiert.

Mein persönliches Highlight war allerdings mein Anruf bei der automatischen Fahrplanauskunft der deutschen Bahn. Wenn das auch nur 37 Kommentare brachte, so brachte es zumindest 42 Facebook “gefällt mirs” (nicht dass das bei 750 ui.-Verfolgern auf Facebook ausreichen sollte, also klickt mehr, verdammt noch mal, ihr faulen Säcke!)

Mein neues Waschmittel

Im Supermarkt steht ein großer Waschmittelkarton, auf dem steht: “Einmalig! Mit 50% mehr Inhalt!”. Daneben stehen noch ungefähr 10 weitere. Dann ist das ja nicht einmalig. Nichtsdestotrotz hat mich das Waschmittel in seinen Bann gesogen, denn es lockt auch noch mit dem Spruch: “Nicht widerstehen, jetzt schnuppern!”

Ich bin natürlich freudig der Anweisung gefolgt, habe mitten im Supermarkt den Karton aufgerissen, in das Pulver gegriffen und dran geschnuppert. Nun ja, was soll ich sagen, es roch nach Waschpulver. Also nahm ich es, natürlich eine neue – seltsamerweise ebenfalls einmalige – Packung. Die Bediensteten wollten sich noch beschweren, als ich mir eine Bratwust nahm, weil in der Vierer-Packung fünf Stück drin waren. Aber es stand doch “1 Wurst gratis!” drauf! Die anderen vier wollte ich nicht, wenn es eine umsonst gibt.

Zu Hause entdeckte ich, dass mein Waschmittel tatsächlich etwas ganz besonderes ist, denn – haltet euch fest – es besitzt “Tiefseewirbel”. Ich habe zwar keine Ahnung was das ist, aber das ist cool. Wenn ich die Packungsbemalung richtig deute, sehen Tiefseewirbel aus wie überdimensionale, mit Schneesternen bemalte Seifenblasen, mit denen ein einsamer Pinguin spielt. Da wird die Wäsche bestimmt porentief rein.

Wenn es keine Marketingabteilungen und Werbeagenturen gäbe, würden die mittelamerikanischen Drogenkartelle zu Grunde gehen. Was steht so auf eurem Waschmittel drauf?

1. Mai, Tag der Arbeit – Paradoxe Feiertage

Also manchmal wundert man sich schon, was bestimmte Feiertage sollen. Heute ist “Tag der Arbeit” und ich kann nicht mal in den Supermarkt gehen, Lebensmittel kaufen. Warum wird am Tag der Arbeit nicht gearbeitet? So ein Scheiß!

Und das Problem gibt es nicht nur hier, sondern auch in Deutschland, Österreich, Teilen der Schweiz und vielen weiteren Staaten, wie zum Beispiel Russland, Griechenland, Frankreich, Mexiko, Thailand oder Nordkorea. Gut, in Nordkorea ist es auch an anderen Tagen schwer, im Supermarkt etwas zu bekommen.

[random]

In NRW zumindest, waren sich die Bosse des Paradoxons bewusst. Dort heißt der Tag offiziell nicht mehr “Tag der Arbeit”, sondern “Tag des Bekenntnisses zu Freiheit und Frieden, sozialer Gerechtigkeit, Völkerversöhnung und Menschenwürde“. Das passt leider nur in keinen Kalender. Bis man das ausgeschrieben hat, ist der Tag schon vorbei.

In Deutschland war der 1. Mai zum ersten Mal 1919 ein gesetzlicher Feiertag, aber nur für dieses Jahr. 1933 führten ihn die Nationalsozialisten jährlich ein und dabei ist es bis heute geblieben, so als kleiner bitterer Beigeschmack.

Ein äußerst interessanter, lehrreicher und kurzweiliger Artikel ist der Wikipedia-Beitrag zu dem Thema.

Samstag, der 14. ist genauso schlimm


Ich dachte eigentlich, ich hätte den gestrigen Freitag, den 13. gut überstanden. Aber das Schicksal wollte mich wohl erst am darauffolgenden Tag quälen. Ich musste nämlich zur Bank, Geld abheben, es wurde mal wieder Zeit. Ich schob die EC-Karte in den Automaten und mir fiel der PIN nicht mehr ein – schließlich hatte ich ihn seit ca. 2 Monaten nicht mehr gebraucht, denn ich war ja auf dem Schiff. Außerdem bin ich in der Zwischenzeit ein weiteres Jahr älter geworden und die Demenz naht mit schnellen Schritten.

Ich überlegte also lange und breit. Mir geisterten Gruppen von 4 Ziffern im Kopf herum, aber welche von denen war nun die EC-Karten PIN-Nummer und nicht die Kreditkarten-PIN-Nummer, oder die Nummer der anderen Kreditkarte, der Bahncard-Code, Das Mobiltelefon-PIN, der Anrufbeantworter-PIN-Code oder der Kreditkarten-Servicehotline-PIN? Und auch wenn ich die richtigen 4 Ziffern heraussuchen würde, in welcher Reihenfolge kämen sie denn dann?

Ich entschied mich für das, was mir am Sichersten erschien und tippte prompt die falsche Nummer.

Ich habe ja gelernt, wenn man 3 mal die falsche Nummer eingibt, behält der Automat die Karte. Also wagte ich einen weiteren Versuch, 2 hatte ich ja noch. Und jetzt war ich mir auch sicher. Allerdings lag ich mit Sicherheit wieder falsch.

Die Karte kam zwar wieder heraus, aber der Automat teilte mir mit, ich hätte meine Nummer mehrfach falsch eingegeben, meine Filiale könnte mir weiterhelfen. Ah ja, übermorgen, am Montag.

Ich dachte nicht, dass die Karte gesperrt sei und ging später am Tag im Supermarkt einkaufen und zückte die Karte zum Bezahlen. Weil ich ja kein Idiot bin, schrieb ich mir vorher den PIN-Code auf, nachdem ich ihn in meinen geheimen Unterlagen nachschaute.

Nachdem der Kassierer alle meine Waren eingescannt hatte und mein Leergut annahm, davor aber erst einen neuen Plastikflaschensack auftreiben musste, was einige Zeit in Anspruch nahm und die Schlange hinter mir immer länger werden ließ, nahm er meine Karte und ich durfte die Nummer eingeben. Um keinen Fehler zu machen, schaute ich noch einmal auf meinem Spickzettel nach.

“Systemfehler – Kann von Karte nicht abbuchen” sagte die Maschine und der Kassierer wiederholte dies. Mist, hatte die fiese Commerzbank also doch meine Karte gesperrt. Nach 2 Versuchen statt 3. Na die werden sich was anhören müssen am Montag! Am Montag Nachmittag, denn am Vormittag habe ich bereits Termine! Hoffentlich machen die nicht um 16.00 Uhr schon zu.

“Tja, was nun?” fragte ich den Kassierer, der dummerweise mich genau im gleichen Moment “Tja, was nun?” fragte. Er meinte dann, ich könne bar bezahlen, aber Bargeld hatte ich nicht, denn ich konnte ja vorhin keines abheben, weil ich den Code nicht wusste Ich fragte ihn, ob man mit Kreditkarte zahlen könne, aber das verneinte er.

“Dann weiß ich auch nicht weiter”, meinte ich. Er fragte, ob ich vielleicht noch eine andere EC-Karte hätte und da fiel mir ein, dass die Barclays Bank mir tatsächlich mal eine EX-Karte gab, so als Nettigkeit obendrein mit den Kreditkarten. Die hatte ich auch tatsächlich dabei, aber da ich sie noch nie vorher benutzt hatte, wusste ich den Code auf keinen Fall.

Leichtes Unbehagen machte mir auch, dass ich die Gebühren der EC-Karten-Buchung der Barclays Bank nicht kenne, ich fürchte nämlich, da es nicht mit einem Girokonto verbunden war, dass die Gebühren recht hoch sind. Ich schlug dem Kassierer vor den Wagen kurz stehen zu lassen und in meiner Wohnung die Pinnummer zu suchen. Ich sollte den Einkaufswagen aber erst wieder in den Supermarkt hineinfahren.

Kurze Zeit später kam ich zurück, hoffentlich mit der richtigen Nummer und suchte Blickkontakt mit dem Kassierer. Der sagte mir, dass alle Waren nochmal eingescannt werden müssten, anders ginge das nicht, er habe alles stornieren müssen, sonst hätte er so lange niemand bedienen können. Gut, also nahm ich den Wagen und stellte mich wieder hinten an. Jetzt war die Schlange natürlich so richtig lang – Murphy’s Law.

Also wurde nochmal alles aufwendig eingescannt, die Zweitkarte gezückt, der anderen Code eingegeben und die Abbuchung … funktionierte wieder nicht.

Nun ja, aller guten Dinge sind drei, ich bin dann eben zu einem Geldautomaten gegangen, habe mir mit meiner Kreditkarte Geld besorgt und bin zurück, um die Ware ein drittes Mal auf das Band zu legen, um bar zu bezahlen.

Und das alles nur, um Toilettenpapier zu kaufen. Scheiße.