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Heul doch, Nordkorea

Hey, Nordkorea, komm doch her, wenn Du Dich traust!

Erst mal frohe Weihnachten und den ganzen Kram, aber jetzt mal hallo stop. Nordkorea hat also den Kim Yong-Il verloren, die Nachricht über den Tod erschüttert die Nordkoreaner – naja – nur in der offiziellen Version – mehr, als uns die Nachricht über den Tod von Johannes Heesters.

Jetzt muss man mal bedenken, dass der Heesters tatsächlich ein Wunder der Natur war, der Kim Yong-Il aber ein saublöder Diktator, Lügner und esoterischer Schnickschnack-Scheißkerl, der Menschen, weil sie nicht groß genug waren, auf eine Insel verfrachtet hat und sie dort sterben liess. Das wird natürlich verschwiegen, stattdessen werden Wunder berichtet. Nordkorea behauptet, Kim Yong-Il habe, als er das erste Mal probierte, Golf zu spielen Hole-in-One geschossen. Danach habe er die Lust verloren und nie mehr Golf gespielt, weil es keine Herausforderung mehr wahr. Und angeblich hat Kim Yong-Il nie geschissen. Der große Führer hatte das nicht nötig.

Nun ist der Sack tot, der für unglaublich viel Leid in diesem Land unter schwachsinniger Führung verantwortlich war, und Nordkorea wirft jetzt Südkorea mangelnde Trauer vor, weil die nur zwei Trauerdelegationen ins Land ließen. Hallo, geht’s noch?

Haben die den Arsch offen? Die können vielleicht dem Volk für Fernsehaufnahmen gemeinsame Herumflennerei vorschreiben (siehe unten) oder ihre Nachrichtensprecherinnen erschiessen, wenn sie nicht genügend schluchzen, während sie die Meldung über den Tod vorlesen, aber jetzt lasst mal Südkorea ganz in Ruhe, die sind nämlich im Gegensatz zu Euch Pfeiffen friedlich.

Was ist denn mit mir? Ich habe keine einzige Trauerdelegation geschickt und werde es auch nicht tun, wozu denn auch, ich trauere ja gar nicht und euer Volk trauert auch nicht, sie trauern höchstens, dass nur ein Diktator gestorben ist und ein neuer wohl nachwächst. Fick Dich, Kim Yong-Il.

Leichtsinnig den Tod von Engländern einkalkuliert

Kürzlich in Wien hab ich das folgende Schild gesehen:

nun ja, es war schon sehr windig, aber vielleicht ist die Beschriftung etwas übertrieben. Und selbst wenn sie korrekt wäre, ist es ja etwas gemein, den englischsprechende Touristen vorzugaukeln es sei nur „dangerous“ und nicht etwa „life-threatening“.

Das ist so ähnlich wie die Beschriftungen in Zoos, auf deutsch steht da immer „Tiere füttern verboten!“ und auf Englisch „Please don’t feed the animals“. Die sind halt höflicher und kennen die Kunst der Untertreibung.

Skandal: WDR parodiert Loki Schmidt

Das wird noch ein Skandal werden: Samstag, 23:00, ich schalte auf WDR, es läuft „Ein großer Spaß“ – das Beste aus Comedy und Kabarett – und mit dabei ein Sketch mit Helmut Schmidt und Loki, Loki einen Joint rauchend und Unsinn quaselnd. Sehr geschmacklos! Kann man nicht erwarten, dass so etwas rausgeschnitten wird? Ich weiß, ja, es ist eine Aufzeichnung, aber irgendjemand arbeitet in dem Laden sicherlich doch und ist verantwortlich für das, was da gesendet wird? Kann ja nicht so schwer sein, nach dem Tod einer so großen Persönlichkeit mal zu reagieren?

Es hätte doch wenigsten irgendjemand in dem großen Laden sich daran erinnern sollen, dass da so ein Sketch drin war und dann hätten die Alarmglocken schrillen müssen.

Der Sketch war so und so geschmacklos – auch vor ihrem Tod, aber natürlich spielt der Zeitpunkt eine Rolle, denn das macht das Ganze pietätlos.

Es geht ja nicht nur darum, wer parodiert wurde, sondern auch darum, wie geistlos und tumb der Sketch war. Wenn es um irgendetwas ginge, was Loki gemacht hätte, Eigenarten von ihr oder irgendwelche Äußerungen und Eigenarten von ihr, aber nein, der Gag war einfach “hey, wie wäre es, wenn sie mal einen Joint statt einer Zigarette raucht” und “hihi, ihre lange Strumpfhose hängt tief”.

Ich stelle mir nur vor Helmut Schmidt säße in seiner Trauer zu Hause und hätte ausgerechnet zufällig diese Sendung an. Wird ihn sicherlich nicht gefreut haben.

Witze über Michael Jacksons Tod

Michael ist verblichen – Es hat nur wenige Stunden gedauert, Michael Jackson war noch gar nicht offiziell für tot erklärt, da krochen die Ratten aus ihren Löchern, um gemeine, pietätlose, doofe, schlechte und unwürdige Witze über den Tod von Michael Jackson zu machen.

Ich möchte mich gar nicht davon ausnehmen und schäme mich auch ein bisschen, dass ich berichtete, dass gestern zwei berühmte weiße Frauen gestorben sind.

Die Nachricht vom Tod Michael Jacksons war schon schockierend genug, doch einigen reichte das nicht, so wurde auf Twitter kurz später auch der Tod von Jeff Goldblum und Heino verkündet – was natürlich Quatsch ist.

Achtung Eilmeldung: Der Mord an Michael Jackson ist jetzt aufgeklärt

Wortvogel schrieb in seinem Artikel noch einen Satz, der einigermaßen okay war:

„Durch diesen Abgang bleibt ihm zumindest erspart, irgendwann doch noch in den Knast zu gehen, in Unwürde zu altern, oder sich in Las Vegas zu prostituieren.“

In den Kommentaren allerdings kamen dann von jemand anderem die billigen Scherze, z.B.:

– Als ich las, dass er eingeliefert worden sei, dachte ich nur: Gott, hoffentlich kein Kinderkrankenhaus.

– Weltweit strömen Fünfjährige auf die Straßen und feiern.

– trauern wir um diesen großen Star und nicht zu vergessen das junge Leben, das ihm ins Grab folgte: seine Nase.

– “But they say the sky’s the limit
And to me that’s really true
And my friends you have seen nothin’
Just wait ’til I get through…

Because I’m dead, I’m dead…”

Woanders liest man:

„Viel schlimmer wärs wenn Chuck Norris tot wär“

und die Verbindung zum Thema, dass das Netz gerade bewegt:

„Kinderpornosperren zeigen erste Wirkung: Michael Jackson tot!“

Beim Twitter-Stream der Satire-Zeitung „The Onion“ heißt es:

„Last Piece Of Michael Jackson Dies“

und noch woanders schreibt jemand:

„Michael Jackson ist einer der besten sänger der welt!!“

Das ist jetzt echt geschmacklos…

Nie mehr Moonwalk: Michael Jackson tot


Ich wollte diese blöde Überschrift vorwegnehmen, bevor morgen Tageszeitungen mit ähnlich holprigen Reimen und schlechten Wortspielen auftrumpfen. Mittlerweile hat es wohl jeder mitbekommen: Michael Jackson, der „King of Pop“ ist tot, Vermutungen zufolge mißbrauchte er verschreibungspglichtige Medikamente. Er wurde in LA mit Herzstillstand im Krankenhaus eingeliefert, nachdem er in der Wohnung gefunden wurde, als er schon nicht mehr atmete. Zwischenzeitlich sprachen einige Medien von einem Koma, aber mittlerweile bestätigen TMZ, CNN. Spiegel Online, LA Times, CBS und weiter Medien den Tod. Wird also nichts mit dem Comeback, aber was für ein Abgang.

Für Celbrities ein tragischer Tag, denn noch eine weiße Frau starb einige Stunden davor: Farah Fawcett. Die wird allerdings vergessen werden, denn wenn es etwas über Michael Jackson gibt, dann steht die Welt still und der Rest wird uninteressant. Das war schon so, als er weiß wurde, als er Kinder in sein Bett nahm, um seinen Penis anzufassen, dass war schon so, als er als jüngster Jackson 5 seinen älteren Brüdern die Show stahl.

Zur Zeit scheint die Nachrichtenlage zu bestätigen, dass die per Notruf herbeigeeilten Helfer Jackson schon mit Herzstillstand am Boden in der Wohnung fanden und alle Wiederbelebungsversuche scheiterten. Die Meldung er sei in einem Koma, bestätigte sich nicht. Hier ein Video der Fahrt ins Hospital, allerdings macht das ihn auch nicht mehr lebendig:



Als die Welt noch in Ordnung war, Michael Jackson noch schwarz war und Musik noch Musik war, da klang er so:


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