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Die schlimme Werbung, die!

Kollegin Ute vom „missfitzbiz„-Blog hat hier mal ihr persönliches Resume für das Jahr 2008 gezogen, welche Werbung ihr gefallen hat, welche sie schrecklich fand. Und in einer Blogparade fordert sie die restlichen Blogger auf, Gleiches zu tun. Da ich mit wenigen Ausnahmen alle Werbung schlecht finde, beschränke ich mich – wie in meiner Kolumne „Die dümmsten Sprüche der Werbung“ auf die Werbesprüche, die mir 2008 besonders auf den Strich gegangen sind.

An oberster Stelle stehen ganz frisch EMI mit „Gute Musik ist besser“ (als was? als EMI natürlich) und „Mediamarkt? Ich bin doch nicht blöd!“

Aber ich habe mich 2008 auch aufgeregt über

– „Würstchen aus eigener Herstellung
– „McDonald’s – das etwas andere Restaurant
– „Erdnuss-Flips mit 32% Erdnüssen

und vor allen Dingen

Yes, I’m.“ von Magnum

Das etwas andere Restaurant

„McDonald’s – das etwas andere Restaurant“ steht auf einem Werbeschild am Altonaer Bahnhof. Das ist wohl ein Witz. Auf jeden Fall gehört es in die Kategorie „die dümmsten Sprüche der Werbung“. Also wenn McDonald’s eins nicht ist, dann ein Restaurant. Ein Restaurant ist was Anderes, nicht McDonald’s ist ein anderes Restaurant. Nie im Leben. Vielleicht eher „McDonald’s – der etwas andere Dreck“.

Schlimm genug, dass überall auf der Welt das Essen gleich schmecken kann, noch schlimmer ist, wie es schmeckt. Ich habe mir kürzlich zum allerersten Mal einen Burger beim McDonald’s auf der Reeperbahn geholt. Ich gebe ja zu, ich hatte schon ab und an mal Chicken Nuggets oder Pommes, aber eben noch nie einen Burger. Trotzdem, ich wollte mal probieren, bevor ich lästere.

Also bestellte ich deren Angebot, ein Burger zur WM, der nur „M“ hieß, mit Pommes und Cola. Das die Pommes nur matschig schmeckten, nur nebenbei. Erstmal zur Bestellung. Ich fragte:

„Was ist denn da für eine Sauce drauf?“
„Keine Ahnung.“
„Mhm, aha, das ist aber nicht gerade gut. Dass ihr nicht wisst, was auf Eurem Burger drauf ist.“

Der Typ an der Kasse hat dann seinen Kollegen dahinter gefragt, der wusste es auch.

„Da ist Mestro Sauce drauf.“
„Bitte was?“

Er meinte natürlich „Maestro“ sagte dennoch noch einmal „Mestro“.

„Aha, und was ist Mestro?“
„Keine Ahnung.“

Er erklärte mir dann, dass er das nicht sagen könne, denn das käme in der Packung und da stünde nicht drauf, was drin ist, nur dass es „Mestro“ ist.

„Ja nun, das ist wohl etwas ungünstig. Ihr solltet ja schon wissen, was ihr in Euren Produkten drin habt.“
„Na ja, die ist so weiß. Mit Kräutern.“

Ich bestellte trotzdem einen, das war ein Fehler. Brachte ihn mit mir nach Hause und packte ihn aus. „Irgendwie riecht das nach Fisch“, stellte ich fest. Meine temporäre Mitbewohnerin sagte: „Nee, das riecht wie das Hundefutter für meinen Hund.“

Trotzdem, ich wollte es mal probieren. Vielleicht wäre ja der Geschmack nicht so schlimm, wie der Geruch. Oder ich müsse mich erst dran gewöhnen. Den halben Burger packte ich, bevor ich vor Übelkeit nicht mehr konnte. Meine Mitbewohnerin versuchte dann auch einmal und stellte fest, dass das Fleisch in der Mitte des Burgers noch roh war.

Fazit: Ein mal und nie wieder.

Du machst ins Bett. Du bist Deutschland. Deutschland macht ins Bett.

Verdammt, wir dachten es sei überstanden. Vor zwei Jahren gab es ja diese schreckliche „Du bist Deutschland“-Kampagne, wo mir Prominente zur Melodie von Forrest Gump verklickern wollten, ich sei Deutschland, mein Wille sei wie Feuer unterm Hintern und wir müssten uns die Hände schmutzig machen. Und ich sei die Hand.

Damals schon dachte ich, man müsse das Lied singen, um ihm mehr Ausdruck zu verleihen. (siehe hier)

Doch das Grauen geht weiter. Es gibt eine neue „Du bist Deutschland“-Kampagne. Der Text ist mal wieder grandios … schlecht, die Aussage genauso. Den Spot kann man sich zum Beispiel im Beitrag des heuteblog anschauen

150 unschuldige Kinder für zweifelhafte unnötige unnütze Patriotismus-Werbung zu missbrauchen ist nicht nur noch doofer als die erste Kampagne, weil da ja nur Prominente missbraucht wurden, sondern schamlose Scheiße.

Und wie eingebildet sind die Macher?

“Die Kampagne „Du bist Deutschland“ war 2005 der Beginn einer positiven Stimmungswelle im ganzen Land. Höhepunkt war die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland.”

Ja klar. Mit fremden Lorbeeren schmücken. Also wenn ich die Leute, die hinter so einem Übel stecken, mal persönlich treffe, dann ist aber rappel im Karton.

Und wer den Spot hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Also nochmal singen, mein Videoblog:

Eine richtig gute, sachliche Kritik an der Kampagne und ihrer Hintergründe gibt es hier bei Heise. Sehr lesenswert.

Wie man kein Vorstellungsgespräch organisiert | Reisebericht Amsterdam – Köln Teil 1

Folgendes war der Plan: Früh aufstehen, an den Bahnhof fahren, frühstücken und um 8:48 in den ICE steigen, der mich dann schnell Richtung Amsterdam bringt, wo ich an der Amsterdam Arena um 11:25 angekommen wäre und um 11:30 mein Vorstellungsgespräch absolvieren würde. Aber es kam dann doch anders.

Das frühe Aufstehen war überhaupt kein Problem, was an sich bei mir schon fast an ein Wunder grenzt. Das muss die Aufregung gewesen sein. Den zu kurz geratenen Schlaf würde ich im Zug nachholen können, ich penne da immer gleich ein.

Das erste Problem, dass sich mir in den Weg stellte, war die U-Bahn Station Chlodwigplatz. Die U-Bahnen haben ihre eigenen Spielregeln und der Fahrplan interessiert sie nicht die Bohne. Die Kölner wissen es, es fahren zwei Linien von dort, die 15 und die 16. Bis zum Barbarossaplatz fahren beide, ab da fährt die 15 auf den Ringen entlang und nur die 16 zum Hauptbahnhof.

Selbstverständlich war die Bahn, die als erste kam die 15. Na ja, kein Problem, warte ich eben noch etwas, zwei Minuten später soll ja die 16 kommen. Aber nix da, eine gefüllte Ewigkeit später kam eine Bahn, aber es war wieder die 15. Wieder wartete ich. Da aller guten Dinge drei sind, war auch die dritte Bahn die kam, nicht die von mir erwartete Bahn zum Hauptbahnhof.

Nun, ich hätte ja die 15 nehmen können und zum Barbarossaplatz fahren können und dort dann umsteigen, denn dort kommt aus einer anderen Richtung auch noch die 18 an, die dann zum Hauptbahnhof fährt. Vielleicht hätte ich da ein wenig Zeit sparen können. Hier tritt dann allerdings Murphys Law ein, denn sobald man in die 15 steigt und die Türen sich schließen, kommt dann sofort eine 16 und trudelt am Chlodwigplatz ein. Das stellt man allerdings erst am Barbarossaplatz fest, wo man um Umsteigen aussteigt. Allerdings liegen die beiden Plattformen sehr weit von einander entfernt, man muss ca. 200 Meter weit laufen und dazu noch Gleis und Ampeln überqueren. Wenn man also aus der 15 aussteigt und an der Kreuzung die schon lauernde 16 erkennt, dann ist es zu spät und man erreicht sie nicht mehr.

Man hätte sie erreicht, hätte man einfach am Chlodwigplatz gewartet. Aber hätte man am Chlodwigplatz gewartet, wäre sie einfach nicht gekommen. Ein Teufelskreis.

Irgendwann erreichte ich dann doch noch den Bahnhof, sogar zum Frühstück war noch Zeit. Ich schlang also ein Brötchen und goss einen Espresso herunter, hatte sogar noch Gelegenheit mir eine Zeitschrift zu kaufen. An dieser Stelle möchte ich mal erwähnen, dass der Zeitschriften-Laden im Hauptbahnhof eine Sauna ist. Wenn man sich mit dem Gepäck durch die Magazin-schnuppernden Leute zwängt herrscht eine gefühlte Temperatur von 70°! Da ist die Winterjacke auch nicht gerade förderlich.

Die riesige Fensterwand des Bahnhofs, durch die die ankommenden reisenden schon den tollen Dom erspähen können, diese imposante Fensterwand von der Größe eines IMAX-Kinos ist übrigens komplett zugeklebt mit einer einigen Weihnachts-Werbeanzeige von eBay. Igitt.

Aber ich schweife ab, ich wollte mir noch gerade einen frischen Saft holen, um die nötigen Vitamine zu erhalten. Da erhöre ich eine Durchsage, die ich nicht gerade gut anhört. Ein ICE habe 60 Minuten Verspätung aufgrund einer Gleissperrung. Zum Glück war es nicht mein ICE! Doch der Bahnhofssprecher meldete sich wieder: „Auch der ICE Nr. soundso nach Amsterdam wird mit einer Verspätung von ca. 60 Minuten eintreffen.“ ARGS – wie erreiche ich jetzt mein Bewerbungsgespräch?

Die Fortsetzung ist hier.

Auch schauen: Hier erfahrt ihr Alles über die Deutsche Bahn

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