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Blau ist das neue Grün und eine Portion T-Shirts rot/weiß

Im U-Bahnhof in Hamburg hingen große Plakate der neuen Zigaretten von Skavenbeck. Skavenbeck ist laut Eigenaussage der Webseite „seit September 2007 die neue Marke auf dem Cigarettenmarkt.“ und hat auf dem Plakat 4 Zigarettenschachteln in 4 verschiedenen Farben abgebildet. Skavenbeck überzeuge: „Durch die auffallenden, modernen und frischen Farben […]“.

Nun ja. Die modernen und frischen Farben seien:

Braun (?)

Grau (??)

Pink (?????)

und

Grün.

Hier ein Bildausschnitt (unbearbeitet). Leute, wenn das grün ist, dann haben Bäume blaue Bätter_

Das erinnert mich an den Zettel, den ich bekam, als ich auf dem Schiff meine Shirts in der Wäscherei abgab:

Meine neue Lieblings-TV-Show: Fitness Corner


Ganz unauffällig ohne großes Brimborium hat Youtube hier und hier gestern zwei neue Kanäle eingeführt, in der Absicht Hulu Konkurrenz zu machen. Hulu zeigt in den USA viele TV-Serien im Netz, in recht guter Qualität. Aufgrund der Lizenzen leider nur in den USA. Nun versucht Youtube das Gleiche und hat sich die Rechte für einige Spielfilme und TV-Serien gesichert, die in ganzer Länge und ebenfalls guter Qualität direkt dort gesehen werden können.

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fitness1Da habe ich mich doch direkt mal umgeschaut, was die so zu bieten haben. Noch nicht viel, muss ich sagen, aber eine TV-Serie ist jetzt direkt meine neue Lieblingsserie. Alle 25 Folgen der „Fitness Corner“ sind auf youtube kostenlos erhältlich. So etwas habe ich noch nicht gesehen!

Also so etwas Schwachsinniges und Unnötiges. Aber trotzdem konnte ich meine Augen nicht abwenden – warum nur?

fitness2Fitness Corner“ scheint eine französische Aerobic-Show zu sein, die ganz klar zwei Vorbilder hat. Einmal der alte Axe-Werbespot in dem ein Mann duscht, durch den Boden seines Badezimmers kracht und sich unvermittelt vor eine Aerobicklasse mit lauter heissen Miezen wiederfindet und das Beste aus der Situation macht (Ich sag es immer wieder: Werber nehmen Crack).

fitness3Das andere direkte Vorbild ist der legendäre Videoclip zu Eric Pryce „Call On Me“. Von dem haben sie auch ihre Outfits möglichst detailgetreu geklaut.

Also die Macher haben sich gedacht, wie machen wir eine reguläre Gymnastikshow, so dass sie jeder schaut? Nun, wir ziehen den knackigen Fitness-Mädels möglichst wenig Klamotten an und lassen sie die Aerobicfiguren möglichst erotisch tanzen. Damit auch Frauen schauen, stecken wir noch einen süßen Typen in die Mitte zu den Mädels, genau wie in dem Video und in der Werbung.

fitness4Gut, mir hätte die Show jetzt besser ohne den Typen gefallen, aber was soll’s. Komisch ist auch der Aufbau der Show, erst wird in einem „warm-up“ getanzt, dann wird in einem „stretch“ langsamer getanzt, dann wird in einem „get-up“ getanzt, dann in einem „cool down“ langsamer getanzt und danach noch einmal in einer „dance sequence“ mehrere Minuten lang einfach nur getanzt. Vom sportlichen oder gesundheitlichen Aspekt macht das sicher überhaupt keinen Sinn, aber vielleicht soll die Sendung gar nicht animieren, vor dem Monitor auch Sport zu treiben?

hot1Vor allen Dingen verstehe ich nicht, warum es 25 Folgen davon gibt, denn in jeder Folge passiert doch das Gleiche. Sogar die Outfits sind genau gleich, da denke ich mir, die haben mehrere Folgen direkt hintereinander gedreht. Oder es ist 25 mal die gleiche Folge und wir doofen Männer kriegen es nicht mit, weil wir nur auf Titten und Ärsche starren.
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fitness5Am besten gefällt mir allerdings der Typ in der Mitte, der recht steif versucht, den sinnlichen Bewegungen der Frauen zu folgen. Ja, steif, hihihi. Ein Kollege meinte, der sei bestimmt schwul, aber dann könnte er sich besser bewegen. Vor allem der Blick des Mannes ist unbezahlbar, er schaut aus, wie ein Reh im Scheinwerferlicht des Autos, dass es gleich überfahren wird, weil es dummerweise auf der Landstraße stand. Ist aber auch verständlich, ich würde wahrscheinlich genauso schauen, bei der Gesellschaft.

Jetzt muss ich nur noch meiner Freundin erklären, dass ich mir die Sendung nur zu Recherchezwecken angeschaut habe…

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Flughafen Köln – mit Englisch zur Weltspitze


Köln ist ein Dorf. Aber am Flughafen gibt es immerhin ein Subway (ein Starbucks ist bestimmt auch geplant) und so kann man ja schon mal ein wenig protzen; mit Werbesprüchen, die eigentlich Tankstellen vor der Autobahn bringen:

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Abgesehen von Inhalt der Werbung – was ist denn daran schlimm, wenn das das letzte Subway ist, bevor ich Köln verlasse? In der Stadt in die ich fliege, gibt es garantiert an jeder Straßenecke eins! – sehe ich auf Anhieb 4 Fehler im Plakat. Ihr auch? Bin gespannt, ob ihr in den Kommentaren drauf kommt, oder sogar noch mehr findet.

ui. ist käuflich, schickt mir Bier!

Kennt ihr diese Blogger oder Journal-Seiten oder Videoclips-Dumps, auf denen die Webmaster posten, dass sie einen total lustigen Clip von einer Werbung gesehen haben und diesen unbedingt posten müssen, damit die Welt ihren Spaß dran hat?

Also eigentlich nichts anderes, als diese TV-Sendungen in denen „die lustigsten Werbespots der Welt“ laufen, unterbrochen von weniger lustigen Werbespots?

Ich habe für diese Webseite und Blogger nur Verachtung übrig. Ich tue mich ja generell schwer mit Werbung, aber akzeptiere Leute, die Werbung posten, akzeptiere Werbung vor Kinofilmen, im TV, in Zeitschriften, auf Webseite, überall – man will ja schließlich auch Einnahmen erzielen, das ist völlig okay.

Schlimmer finde ich schon die ideenlosen Werbemacher, die Geiz-ist-Geil-Kampagnen oder irgendwelche schrägen Charaktere, die irgendwas Unsinniges sagen für absolut tolle, geile, mega-hippe, viral-marketing, supidupi, neuester Schrei, Wahnsinns-Werbung halten, damit unglaublich viel Kohle verdienen und sich „Kreative“ schimpfen, dafür aber öffentlich von Künstlern, Musikern, Autoren und wirklich Kreativen bespuckt werden dürfen.

Noch schlimmer natürlich sind die Firmenchefs, die diese Leute bezahlen, um für sie Werbung zu machen.

Aber unterste Schublade sind, wie gesagt, diejenigen Blogger, die die Werbung sehen und so toll finden, dass sie denken, sie müssten sie auf ihrer Webseite vorstellen, meinen RSS-Reader damit zumüllen und denken, sie tun der Leserschaft auch noch einen Dienst damit.

Ich hätte da absolut nichts dagegen, wenn sie dafür wenigstens Geld bekommen würden und das Ganze als „Werbe-Posting“ gekennzeichnet würde – aber nein! Die machen das kostenlos! Aus Überzeugung! Anfang Dezember gibt es mindestens tausende Webseiten die jauchzen „Ich habe schon den Coca-Cola-Weihnacht-Truck“ gesehen und Coca-Cola lacht sich ins Fäustchen über die Millionen Page-Impressions, die sie bekommen, ohne auch nur einen Pfennig zu zahlen.

Diese Blogger sind sich ihrer Schandtaten noch nicht einmal bewusst, die würden auch ein Dieter Bohlen Album aus Überzeugung kaufen.

Die zweite, etwas weniger schlimme Stufe, ist diese: Jemand betreibt eine recht gut besuchte Internetseite, jemand der was bewerben will, aber kein Budget hat, schaut ins Impressum und schickt dem Typen dann ein Geschenk. Ohne irgendeinen Haken. Der Webseitenbetreiber fühlt sich geschmeichelt und fühlt sich genötigt, sich mitzuteilen und einen Artikel zu schreiben. Sei es nur, wie nett die Firma soundso sei, weil sie etwas verschenkt habe.

Natürlich mit Link, natürlich ist das unbezahlte Werbung, natürlich ist das Bestechung, natürlich hat das einen üblen Beigeschmack und natürlich bin ich für so etwas auch anfällig.

Tja, hättet ihr nicht gedacht, der gute Manuel lästert erst, um dann genau die Eigenschaften zu zeigen, die er anprangert. Nun ja, so ist das Leben.

netcologne1Warum, nach dieser langen Einleitung, erzähle ich das? Nun, das ist ganz einfach, als ich heute aus dem Haus ging, hing an meiner Wohnungstür eine Papiertüte. Wohlgemerkt, nicht an der Haustür, an der Wohnungstür. Und nicht nur an meiner, sondern an jeder Haustür. Es war ein kleines Päckchen vom Kölner Telefon- und Internetversorger NetCologne. Randgefüllt mir Merci-Schokolade und einer Karte:

CityNetCologne sagt Dankeschön für Ihre Geduld

Sehr geehrte Hausbewohner,

sicher haben Sie es bemerkt: In den letzten Wochen haben wir das neue Glasfasernetz „CityNetCologne“ bis zu Ihrem Haus verlegt. Vielleicht waren die Bauarbeiten manchmal etwas störend. Deshalb möchten wir uns mit diesem süßen Gruß für eventuelle Unannehmlichkeiten entschuldigen.

netcologne sagt dankeschönOh! wie! süß! – Netcologne verzehnfacht gerade mal so die Geschwindigkeit meines Internetanschlusses und entschuldigt sich auch noch! Das ist doch nobel! Und seht ihr, es hat mein Herz erweicht und ich lobe in höchsten Tönen NetCologne. Das bringt denen viel mehr, als sie eine Tüte Schokolade kostet. Und außerdem, von den Bauarbeiten habe ich gar nichts mitbekommen, 1. weil das Haus etwas abseits von der Straße liegt, 2. weil ich die letzten Monate gar nicht zu Hause war.

Der italienische Lebensmittelhändler hat gesagt, dass die 3 mal die Straße aufgerissen hätten und das eine ziemliche Belästigung gewesen sei. Und er würde dafür kein Netz bekommen und hat auch kein Schokolade gekriegt. Und wenn, dann wäre das nichts im Vergleich.

Ich bekenne mich schuldig. Im Briefkasten gab es dann die nächste Überraschung, da lag eine DVD mit Spiderman 3. Im Brief stand:

Hallo Manuel, ich bin ein Leser Deines Blogs und möchte dich hiermit auf meiner gerade gestartete Seite Cineasten.de aufmerksam machen. Ich würde mich freuen wenn du die Zeit findest, meine Seite zu testen und mir Deine Meinung und Verbesserungsvorschläge mitzuteilen.

Wahnsinn! Ich freue mich, echt! Also, der Brief hat den guten Mann € 1,45 gekostet, ich schreibe es auf meine Webseite und hier steht es jetzt und zwar ohne Laufzeit für immer. Das ist wirklich mal günstig Werbung gebucht.

Der Haken ist, ich bin kein Cineast, ich schaue mir gerne Filme an, ich liebe sogar Filme, am liebsten im Kino, aber eher andere Genres als Spiderman. Spiderman 1 & 2 habe ich nicht gesehen, macht der Film auch ohne Sinn?

Ich bin aber kein Filmexperte, der seine Filmkritik veröffentlichen muss oder andere lesen muss. Ich würde lieber mal für einen Film die Musikschreiben (Hollywood-Produzenten meldet Euch! Oder meinetwegen auch Babelsberg oder Filmstudenten)

Trotzdem wünsche ich dem Webmaster natürlich viel Glück! Und vielen Dank an alle, die sonst noch Geschenke schicken. Wie wär’s mit Bier?

Langsam nervt die Bahn: London-Spezial für wie viel Euro?


Um es gleich zu sagen, € 49,- laut der Werbung. Aber dann kommt das verbrecherische Sitzplatzkontingent ins Spiel. Um zu veranschaulichen was das bedeutet, nehmen wir ein fiktives Beispiel, eines Busunternehmens, das wir Bohn nennen.

Die Bohn möchte, dass die Kunden Reisen nach London kaufen und für eine Reise im Schnitt € 200 zahlen. Wenn sie in ihre Werbung allerdings schreiben würde: „London – Spezial für € 200“ würde das nicht besonders günstig klingen.

Also Trick 1, man teilt den Preis und schreibt nur den Preis für die einfache Fahrt, nicht Hin- und Rückfahrt.

„London-Spezial für € 100“ – klingt schon besser, überzeugt aber noch nicht. Flieger ist billiger.

Jetzt kommt der Trick mit den Sitzplatzkontingenten ins Spiel, man muss nur ein wenig umformulieren:

„London-Spezial ab €10“ – wow, das klingt unschlagbar günstig. Sofort bucht der erste einen Platz in dem 50 Plätze fassenden Bus. Der Zweite vielleicht auch. Aber als der Dritte ankommt, sagt ihm das Buchunternehmen „Sorry, für den Preis ist unser Sitzplatzkontingent ausgebucht, aber vielleicht kann ich Ihnen in einer höheren Preiskategorie einen Platz finden“.

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Man bedenke, dass zu dem Zeitpunkt der Bus noch fast vollkommen leer ist, aber nun ist der Typ schon mal am Schalter, jetzt will er natürlich auch fahren und zahlt die nächsthöhere Preiskategorie, sagen wir €100.

So kommen die dann schon auf ihren Wunschpreis, aber geworben wird mit einem niedrigeren Preis.

Halt, halt, sagt ihr, da ist doch noch eine Differenz von €180,- falls der Bus voll ist? Richtig, aber nicht zu vergessen, die clever Sache, dass ein telefonischer Verkauf zusätzlich kostet, eine Ticketversand per Post €3,50 kostet, obwohl eine Briefmarke nur 55cent kostet und natürlich eine Sitzplatzreservierung, damit man sich setzen kann, obwohl das Sitzplatzkontingent ja erschöpft sei.

Zurück zur Bahn. Ein Zug hat natürlich bedeutend mehr Plätze, aber nirgendwo lässt sich nachlesen, wie viel Prozent der Sitze in einem solchen Zug für den Angebotspreis reserviert sind. Das konnte mir die arme Schalterdame, die sich meine lange Beschwerde anhören musste, auch nicht sagen, sie wusste es auch nicht. Ich gehe mal davon aus, dass es da überhaupt keine konkrete Zahl gibt, denn schließlich ist während da ein Zugwechsel und ein Umstieg in Brüssel mit drin.

Für 2 Fahrkarten Hin- und Zurück hätte sie ein Angebot von € 252,- anstatt € 196,-

Wer jetzt sagt, „Das ist doch immer noch billig“, bekommt eine Ohrfeige. Darum geht es nicht. Wenn ein Konzert mit € 5,- beworben wird und ich denke „Oh, da gehe ich hin!“ und dann am Eingang gesagt wird, ich solle € 61,- zahlen, denn das Sitzplatzkontingent sei aufgebraucht, dann gehe ich auch nicht hin. Oder randaliere zumindest.

Ich bestellte mein Ticket schließlich an einem anderen Tag telefonisch und zahlte für die Gespräche mit der kostenpflichtigen Hotline wahrscheinlich € 61,-. Für ein anderes Reisedatum wurde mir, immerhin, ein Reisepreis von € 232,- angeboten.

Nachdem ich zusagte, erklärte, dass ich auch die € 3,50 zusätzlich für den Ticketverkauf zahlen würde, umständlich meine Daten angeben musste und mir eine neue PIN-Nummer ausdenken musste – als das alles schließlich aufgenommen war, sagte die Dame, sie müsse mich kurz in die Warteschleife legen. Danach hörte ich kurz Musik und dann war die Leitung unterbrochen.

Ich musste also nochmal anrufen, aber hatte natürlich eine andere Dame dran. Bis ich ihr erklärte, was passiert war, sie nachprüfte, ob schon etwas gebucht wurde, ich ihr nochmal alle Reisewünsche und meine Daten genannt hatte, verging wieder eine Ewigkeit, aber sie sagte mir den Preis: € 212,-.

Die wollen mich verarschen, die können mir doch nicht erzählen, dass es vor ein paar Minuten kein Ticket für weniger als €232,- gab, jetzt aber eins für €20 weniger plötzlich magisch auftaucht?

Sie hat gemeint, da hätte bestimmt jemand storniert, aber das glaube ich nie im Leben. Für exakt die gleichen Verbindungen, auch zwei Tickets? Nie und nimmer. Vielleicht denken die sich die verfügbaren Preise einfach aus, je nach Sympathie. Wenn man das jetzt durch 4 teilt, kommt an zu dem Ergebnis, dass es in ein und demselben Zug nach London in eine und derselben Klasse, auf identischen Sitzplätzen mindestens 4 unterschiedliche Preise gibt,  49, 53, 58 oder 63 Euro, wenn nicht noch mehr. Wenn sich das tatsächlich jemand ausgedacht hat, dann muss dem Spießer ein Schrebergarten mit Gartenzwergen und kleinem Teich vermacht werden, in den er dann kopfüber getunkt werden soll, bis er aufhört, alle kirre zu machen.

Aber ich glaube nicht wirklich, dass da alles mit rechten Dingen zugeht.

Weniger ist mehr und mehr ist weniger


Das letzte Waschmittel, dass ich mir gekauft habe war ein Flüssigwaschmittel der Marke Ariel. Sie warben mit dem Verkaufstrick „15% Gratis“. Sie meinten damit, dass in der Packung statt 1,5 Liter nun 1,725 Liter seien. Für mich bedeutet aber „15% gratis“ etwas anderes, nämlich eben „gratis“.

Wenn ich aber hingegangen wäre und mit einem Messbecher fröhlich 0,225 Liter Waschmitte abgefüllt hätte und davon spaziert wäre, hätten die Supermarkt-Angestellten ziemlich dumm aus der Wäsche geschaut.

Die gratis hier und gratis da Sprüche halte ich für Kundenmanipulation und Trickserei. Außerdem wird meine Intelligenz beleidigt. Wenn 1,725 Liter Waschmittel soundsoviel Euro kosten, dann kosten sie das eben, egal was irgendwann anders mal 1,5 Liter gekostet haben. Gratis ist da nix. Genausowenig wie bei 50% sparen bei Pizza oder bei 2 Kaffee zum Preis von Einem.

Heute war ich wieder im Supermarkt und es gibt wieder Ariel. Diesmal steht allerdings nicht mehr „15% gratis“ auf der Packung, sondern es gibt eine neue Packung und geschrieben steht: „jetzt 15% mehr!“.

Also 1,98375 Liter? Mitnichten. Doch wieder 1,98375 Liter? Nein, nein. Wie viel denn? Na ist doch klar: 1,47 Liter.

Okay, klar ist das nicht, aber es ist in der Tat so. Für Ariel sind also 14,78 % weniger dasselbe wie 15% mehr. Na gut, man hätte ja kaum auf die Verpackung „jetzt 15% weniger!“ schreiben können, aber unverfroren ist das schon.

Die dümmsten Sprüche der Werbung: Deutsche Post

Die „Deutsche Post“ wirbt derzeit und schon seit längerem mit einem der dümmsten Sprüche: „Deutsche Post – die Post für Deutschland„.

Das hatte ich schon einmal in dieser Kolumne stehen, aber nicht erklärt.

Wie doof ist das denn? Prädestiniert für eins dieser TV-Gewinnspiele, wo eine saublöde Frage gestellt wird und man dann zwischen zwei möglichen Antworten auswählen muss:

„Die Deutsche Post ist die Post für…

a) Afghanistan.
b) Deutschland.

Rufen sie an, 59cent pro Anruf!“

Oder schreiben sie eine Postkarte mit der Deutschen Post.

Für was soll die Deutsche Post denn sonst die Post sein? Wäre ja doof, wenn es keine Post wäre, was weiß ich:

Deutsche Post – die Wäschecenter für Südamerika„.

Kürzlich hab ich einen Brief in die Deutsche Bahn eingeworfen. Hätte ich mal besser der Werbung zugehört!

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