Monat: Dezember 2004 (Page 2 of 6)

Die Post, zum Zweiten.

Oder

Wie man Büchersendungen verschickt.

„Sehr geehrte Post, auf Ihrer Internetseite http://www.deutschepost.de/dpag?check=yes&lang=de_DE&xmlFile=893
erklären Sie, wie und zu welchen Konditionen Büchersendungen verschickt werden können. Sie schreiben:

„Für Standard ist die Rechteckform verbindlich. Andere Sendungen können auch quadratisch sein, falls die Breite mehr als 12,5 cm beträgt.“

Ich weiß ja nicht, wo sie zur Schule gegangen sind, aber der Erfinder dieser Reglements sollte zur Kenntnis nehmen, dass ich in der Schule gelernt habe, dass jedes Quadrat auch ein Rechteck ist, aber nicht jedes Rechteck ein Quadrat.

Meinen Sie also, dass die Rechteckform, vorausgesetzt es ist kein Quadrat, verbindlich ist? Wie genau muss dann gemessen werden? Ich habe hier nämlich eine Büchersendung, die ist auf den ersten Blick quadratisch, also 11 x 11 cm. Nach ihren Angaben darf ich die nun nicht verschicken. Oder doch? Ich hab nämlich noch mal nachgemessen, die eine Seite ist doch tatsächlich 1 Millimeter länger als die andere. Also 11,1 x 11 cm, ergo kein Quadrat, aber immer noch ein Rechteck.

Bitte informieren Sie mich schnell, denn ich habe ein rechteckiges Buch zu verschicken. Und bitte entfernen Sie den groben Unfug von Ihrer Webseite, dafür gibt es schon https://uiuiuiuiuiuiui.de

Ach übrigens, ich habe dann noch gelesen, dass ich als Geschäftskunde bequem mit „Postcard“ bezahlen könne. Bin dann mit einer Postkarte in eine Ihrer Filialen gegangen und wollte damit bezahlen, wurde aber wieder abgewiesen.

Nun gut, wahrscheinlich haben Sie mit Postcard etwas anderes gemeint, wie konnte ich auch nur davon ausgehen, dass Sie englisch können, schließlich wissen Sie ja auch nicht, dass ein Quadrat auch ein Rechteck ist.

Mit freundlichen Grüßen,

Manuel
https://uiuiuiuiuiuiui.de

FAQ – Guide, zum Zweiten

Irgendwie wurde meine Eintrag zum Guide (siehe hier) wohl von den meisten nicht ganz verstanden und dachten wohl, ich sei auf Comedy aus oder so einen Quatsch. Wir erinnern uns, die erste Frage war, wie verschickt man Schallplatten?

Am besten war noch diese Antwort, aufrichtig und ehrlich:

“Schallplatte in Luftpolsterfolie einpacken und in einen flachen Karton
(starke Pappe) einpacken (meine Schallplatte ist so heil bei mir
angekommen)!“

Die Antwort ist zwar nicht ausführlich genug, denn wie packt man die Platte in Luftpolsterfolie ein, wo bekommt man diese her, woher bekommt man den flachen Karton und was kostet das dann an Porto? Aber wenigstens beruht es auf Fakten und Tatsachen, denn die Schreiberin hat offensichtlich so schon eine Schallplatte verschickt.

Was ich überhaupt nicht erwartet habe und auch nicht gebrauchen kann, sind Antworten aus denen hervorgeht, dass hier jemand rät. Als ob ein FAQ ein Ratespiel sei:

“Man nehme besagte Schallplatte (hoffe dass sie eine tolle „papphülle“ hat, wenn nicht wird es komplizierter. Man muss sich eine basteln oder von Freunden klauen…oder sich vertrauensvoll an mich wenden ;-)) und umwickele sie und die Papphülle reichlich mit diversen Papier (Zeitung oder so was). Ich nehme mal an dass es nicht so viele Briefumschläge oder Päckchen in der passenden Größe gibt, daher kaufe dir etwas von dem tollen braunen Packpapier und pack sie darin ein. Kannst ja vorher mal etwas dran biegen und gucken wie stabil das ganze ist. Eigentlich müsste das klappen.“

Eigentlich? Müsste? Also hast Du noch nie ne Schallplatte verschickt. Wenn man nix weiß, muss man auch nix sagen.

Am allerschlimmsten allerdings schlechte Witze. Für Clowns gehe ich in den Zirkus:

“a) Mit der Post!
b) Digitalisieren und dann auf CD brennen oder direkt übers Internet
verschicken“

Wenigstens war die anschließende Frage einigermaßen okay (man erinnere sich, ich suchte ja auch weitere Fragen):

“ Meine Frage:
Dazu muss ich kurz ausholen. Ich denke jeder kennt diese Situation. In
10 Minuten kommt der Bus, ich brauche aber nur 5 Minuten bis zur
Bushaltestelle. Zu früh losgehen kommt nicht in Frage!
Wie verbringe ich diese 3-5 Minuten am besten? Es müsste etwas sein das
auf keinen Fall länger dauert. Ausserdem darf man die Zeit nicht
vergessen. Und halbwegs sinnvoll sollte es sein.“

Mh, na gut. Aber man müsste die irgendwie ausformulieren, so dass sie Sinn macht.

“ Ausformuliert könnte die Frage wie folgt lauten:
„Wie verbringt man am besten die letzten paar Minuten bevor man zum Bus
muss.“

Nein, nicht gut. Das kann Alles und nichts bedeuten. Außerdem ist da noch nicht mal ein Fragezeichen dabei.

Der allerschlimmste Vorschlag war aber:

“ Was macht eine Mücke bei einem Wolkenbruch?“

Großer Gott, das ist mir doch scheißegal? Wie würde das zu wissen auch nur irgendeinem helfen, mit dem Alltag zurecht zu kommen?

Die Wäscheklammer-Theorie

Es ist soweit, ich habe keine Wäscheklammern mehr. Ich wundere mich ja, wo die hin sind, denn ich hatte mal 50 und habe bis jetzt noch keine weggeschmissen. Meine Theorie ist, dass sich Wäscheklammern still und heimlich in Kugelschreiber verwandeln, denn als ich in diese Wohnung zog, hatte ich keine Kugelschreiber, und jetzt habe ich 50. Und ich habe nie welche gekauft. Was muss ich jetzt kaufen, damit es sich in Wäscheklammern verwandelt?

Die geheimen Messenger Protokolle – Teil 19

uiuiui7: Ich habe gerade ca. 50 Euro gewonnen
W^4: Arsch.
W^4: Wo?
uiuiui7: Na, ich hab‘ doch gesagt Türkei gewinnt.
W^4: Was haben die gewonnen. Den Krieg? Ist das nicht schon ne Weile her?
uiuiui7: Den Grands Prix
uiuiui7: Kannst Dich dann freuen wenn der nächstes Jahr von TRT übertragen wird.
W^4: Oh. Ach so.
W^4: Warum senden eigentlich alle arabischen Sender immer übersteuert?
W^4: Wird einem das in den Tonstudios dort so beigebracht?
uiuiui7: Die haben ein anderes Tonsystem.
W^4: Ach, das liegt daran, dass die diese Vierteltonskalen haben?
uiuiui7: ja
W^4: Kannst du mir grad mal ein Nomen zu „Egal“ sagen.
uiuiui7: Ein was?
uiuiui7: Wahlfreiheit
uiuiui7: Nebensächlichkeit
uiuiui7: Egalheit
uiuiui7: Regal
W^4: Ich hab schon Gleichgültigkeit genommen.
uiuiui7: Na und?

Diverse Jobangebote für Charakterdarsteller

Auf www.crew-united.com habe ich paar interessante Komparse/Kleindarsteller-Angebote gesehen. Zunächst von Constantin-Entertainment, die so liebenswerten Unfug wie „Richter Alexander Hold“, „Lenßen und Partner“, „das Strafgericht“ und noch schlimmer „Alida – das Geständnis“ produzieren. Na gut, nicht liebenswerten Unfug. Hässlichen Scheiß. Getoppt wird dieser Müll nur noch von den Produktionen von meinem früheren Arbeitgeber Filmpool, die die Konkurrenzprodukte, wie „Das Jugendgericht“, „Zwei bei Kallwass“ oder gar „Kämpf um Deine Frau“. Wenn ich Einfluss hätte, könnte ich im Nu die Sendung aus dem Quotentief holen (oder ist die schon abgesetzt?), indem ich sie umbenennen würde in „Kämpf mit Deiner Frau“.

Jedenfalls teilt Constantin die Menschen in zwei Klassen ein, daher haben sie auch zwei Annoncen veröffentlicht. Einmal suchen sie “dringend ATTRAKTIVE MÄNNER und FRAUEN, LEUTE MIT LKW- bzw. MOTORRAD FÜHRERSCHEIN und SPORTLER.“ als die Guten, und in einer anderen Anzeige suchen sie “dringend Übergewichtige, Afrodeutsche, Kleinwüchsige, Transsexuelle.“. Ah ja, und was ist mit übergewichtigen Sportlern, attraktiven Kleinwüchsigen, Afrodeutschen Brummifahren und kleinwüchsigen Motorradfahrern?

Die Anzeige danach, nicht von Constantin, toppt hingegen Alles: “Wir suchen für unser Kinoprojekt noch speziell amerikanisch, polnisch, hebräisch, sächsisch sprechende Komparsen jeden Alters! Zusätzlich benötigen wir Farbige Menschen und sehr dankbar wären wir über die Bewerbung von –Amputierten-!“

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