Monat: Januar 2010 (Page 3 of 5)

Bitte abstimmen: Best of “das improvisierte Lied” (2)


Meine Damen und Herren, bitte beteiligt Euch an der Abstimmung. Welches “improvisierte Lied” hat Euch auf ui. letztes Jahr am besten gefallen? Zur Wahl stehen in dieser Runde:

1. Amerika, Amerika, im Foltern warst Du wunderbar

2. Zeit für ’nen Rap

3. Wo ist der verdammte Stromstecker hin?

4. Warum?

5. Ein wenig Ruhe

6. Ich kratze im Gesicht

7. Friede, Freude, Eierkuchen

Und nun bitte abstimmen:

{democracy:6}

So geht Flashmob – Josh’s Band mit 1107 Musikern


Ich hasse die Telekom, die machen mich echt sauer und ich hasse auch Werbung. Aber man muss es einfach zugeben, dass die Abteilung von T-Mobile in Großbritannien mit ihrer Werbung einfach alles richtig machen. Deutschland ist da weit von entfernt, aber wir erinnern uns, wie das Paul Pott’s Phänomen in dem phantastisch geschnittenen „Life is for sharing“ – Clip zusammen geschnitten wurde.

Die Werbeagentur von T-Mobile hat vor genau 1 Jahr plötzlich hunderte Leute am Liverpooler Bahnhof zu tanzen anfangen lassen und allen Leuten einen verdammt guten Tag beschert. Ein anderes Mal wurde auf dem Londoner Tafalgar Square die größte Karaoke-Party des Planeten gefeiert, es wurden rund 2,000 Mikrofone verteilt und alle Teilnehmer hatten wohl den „best day of their life“.

Und jetzt sind die immer noch nicht müde und „Josh’s Band“ – ein myspace Projekt – lud über SMS und Internet alle Musiker ein, mit Ihnen gemeinsam zu musizieren. Alle 1107 die mitgejamt haben sind auch auf dem Track drauf. Die Schweine.

Ich war noch nie so gerührt und gut gelaunt von Werbung, ich glaube ich muss mein gesamtes Weltbild neu überdenken:

Und hier die Zugaben.

Einige der besten Momente des Sing-A-Longs in London:

Und jetzt kommt der Hammer. Die Produzenten haben ja nicht nur die 2000 Mikrofone verteilt und abgemischt, sondern auch noch jede Spur einzeln aufgenommen. Über das Playback von „Hit me Baby one more time“ haben sie dann einzelne Stimmen draufgelegt, mal gute mal schreckliche und jemanden ein – noch so ein Phänomen – Lip Dub Video machen. Ich lach mich kringelig:

Scheiße, Mann. Dass mir Werbung Menschlichkeit wieder ins Gewissen ruft, wer hätte das gedacht. Ich bin fast am Heulen vor Rührung hier.

Nachtrag: Der Ausschnitt ist auch köstlich:

Gedanken vom Pferd – 42

Gastkolumne von Weidler

Ich hab mir im Saturn-Markt die MP3-Player durchgeguckt. Eigentlich nur, um zu sehn, ob der Zen Micro dort billiger gewesen wäre. Wäre er nicht.
Mir fiel ein klobiges Gerät mit Bildschirm auf und ich schaltete es ein, um zu sehen, was das Ding so kann.
„Das ist das beste, was auf’m Markt ist!“ rief mir ein Typ in weißem Kittel aus 5 Meter Entfernung zu. „Fünfzig Gigabyte Plattenplatz!!“
„Im Saturn wird man beraten?“ sprach eine innere Stimme.
„Trau, schau, wem!“ fügte sie hinzu.
„Mit Farbbildschirm! Die Qualität ist nicht so der Hammer, das brauch noch 10 Johr, bis mir so weit sinn!“. Er strahlte mich erwartungsfreudig an.
„Aha“ sagte ich.

Während der ganzen Zeit versuchte der Kerl, mit viel ausholenderen Bewegungen, als nötig erschienen, diversen technischen Krimskrams in einen Karton einzupacken.
Ein Mann in Anzug, Mantel, Saturn-Schildchen auf der Brust und Stöpsel im Ohr stellte sich neben den Mp3-Berater:„Darf man fragen, wer Sie sind und was Sie hier machen?“

Wusste ich es doch – CIA.

Musik-, Kultur- und Boulevardjournalisten feierten in den letzten Jahren folgende
Bands als

die Retter des Rock’n’Roll (The White Stripes)
die Retter des Rock’n’Roll (Franz Ferdinand)
die Retter des Rock’n’Roll (The Strokes)
die Retter des Rock’n’Roll (Queens of the Stone Age)
die Retter der deutschen Musikindustrie (Wir sind Helden)

Man kann es sich vermutlich nicht aussuchen.

Ein paar besinnliches Lyrics zu Weihnachten.

Mensch: „Danke – für diesen guten Morgen!“
Gott: 🙂
Mensch: „Danke – für diesen neuen Tag!“
Gott: 🙂
Mensch: „Danke, dass ich all meine Sorgen auf dich laden mag!“
Gott: „Ähh. Moment.“

Es gibt einen Punkt in der Unordnungs-Skala, an dem die benötigte Aufräumzeit von einer handlichen halben Stunde zur mehrtägigen Schwerstarbeit explodiert.
Ein einziges Kaugummi-Papier kann zur Überschreitung dieser kritischen Grenze führen.
Ähnlich einem Kristallisationskeim, der unterkühltes Wasser schlagartig und vollständig zu Eis gefrieren lässt, ist es dabei nicht mehr möglich, den alten Zustand durch Entfernen des Papiers wiederherzustellen.

Die ui. – Radio Show 17 – Frau Scholtens kinestäthischer Sinn


Was weiß ich, wie man das schreibt, aber hier ist die 17. Folge der ui.-Radio-Show, die 3. mit Frau Hildegard Scholten und sie wird frech:

[audio:https://uiuiuiuiuiuiui.de/wp-content/uploads/2009/12/Die-ui-Radio-Show-17.mp3]

Zum Download als mp3: Die ui Radio Show 17

Die Themen: Schon wieder Mutter, Anrufe von Rolf Zuckowski, der Versuch, lustig zu sein, das Jodeldiplom und die Grammatikalik und wir singen eine Menge Quatsch.

Evangelikaler Prediger weckt nigerianischen Priester von den Toten auf!

In Deutschland gibt es über 1 Million fundamentalistische Christen. Und wir haben Angst vor wem? Sie nennen sich „Evangelikale“ und haben oft etwas dagegen „fundamentalistisch“ genannt zu werden. Aber sie haben auch etwas gegen Schwule, außerehelichen Sex, die Evolutionslehre und Nicht-Christen, denn sie haben einen Absolutheitsanspruch, jede andere Religion wird als Irrweg angesehen und Dialog der Religionen findet nur unter missionarischen Gesichtspunkten statt. Würg. Und sie predigen das Wohlstandsevangelium, also dass Geldvermögen sichtbare Beweise für Gottes Gunst seien. Deswegen, oder aus einem anderen Grund, wird Geld gescheffelt, damit sich die Kirchenführer, oft TV-Evangelisten, ein luxuriöses Leben leisten können.

Einer davon ist Reinhard Bonnke, genannt der „Mähdrescher Gottes“, der vor allen Dingen in Afrika, aber auch in Deutschland tausende Menschen in großen Hallen und Stadien versammelt und ihnen dann Mist erzählt. Und ihnen Geld aus der Tasche zieht. Aber sagt, er würde sie heilen.

Exorzismen und Wunderheilungen sind bei seinen Shows keine Seltenheit und auch vor Bücherverbrennungen schreckt er nicht zurück.
Die spektakulärste Geschichte aber ist die Behauptung, der nigerianische Pastor Daniel Ekechukwu sei bei einem Autounfall gestorben, Totenschein ausgestellt, einbalsamiert und von seiner Frau im Sarg zu einer „Theater“-Veranstaltung von Bonnke gefahren worden sein, wo er dann wieder lebendig wurde und von seinem Trip m Himmel und zur Hölle berichtetet. Tut er heute übrigens noch immer, der Ekechukwu und reist mit der Story um die Welt und lässt es sich in diversen Hotels gut gehen.

Jeder in Anführungszeichen „normale“ Christ und vor allen Dingen jeder mit einem Funken Verstand, weiß, dass so etwas nicht möglich ist. Einmal tot, immer tot. Das gibt dann allerdings ein Problem bei vielen Christen, denn die Glauben ja tatsächlich, dass Jesus gestorben ist und wie ein nigerianischer Priester ein paar Tage später wieder aufgestanden ist.

Und das ist ja nicht möglich. Genauso wie die Jungfrauengeburt. Das geht nicht. Das war allerhöchstens eine clevere Lüge, die Maria ihrem tumben Josef aufgetischt hat, als sie fremd ging und schwanger wurde. Und Josef hat das geglaubt, woraufhin sich eine Weltreligion entwickelte. Kleine Ursache, große Wirkung, beabsichtigt war das hoffentlich nicht.

Allerdings ist das mit der Jungfrauengeburt so eine Sache – wir kommen gleich darauf zurück, zuerst allerdings, um die Konfusion komplett zumachen: Jesus = Gott. Allerdings ist auch Jesus Gottes Sohn. Das ist selbst bei den wildesten Inzest-Vorstellungen absolut unmöglich. Jesus könnte höchstens der Bruder und gleichzeitig Sohn von Gott sein, nämlich wenn Josef und Maria ihren Sohn „Gott“ gebaren und dieser dann mit seiner Mutter Maria schlief und Jesus gebar. Das ist aber nicht nur ekelig, sondern auch verboten und die Kinder haben dann meistens einen Schaden.

Zurück zur Jungfrauengeburt, meinem Argument widersprechend gibt es nämlich so etwas tatsächlich. Im Tierreich. Nennt sich Parthenogenese. Manche Fisch- und Eidechsenarten und Blattläuse können sich auf diese Art fortpflanzen, eine eingeschlechtliche Fortpflanzung, wobei die Nachkommen aus unbefruchteten Eizellen entstehen. Wenn die Parthenogenese über diploide Keimbahnzellen abläuft sind die entstandenen Nachkommen Klone ihrer Mutter.
Auf Jesus bezogen, bedeutet das, dass Jesus kein Mensch war. Sondern eine Blattlaus. Und da Jesus also ein Klon seiner Mutter ist und Gott mit seiner Mutter geschlafen hat, gleichzeitig aber auch sein eigener Sohn ist, hat er mit sich selbst geschlafen. Also einfach masturbiert. Und das kam dann bei raus.
Allerdings könnte Jesus auch eine Schlange sein. Eine Blumentopfschlange, bei der es unglaublicherweise nur Weibchen gibt und die Fortpflanzung rein über Parthenogenese abläuft. Und diese Dinger haben keinen diploiden Chromosomensatz, sondern einen triploiden!
2001 geschah dann ein Wunder in einem Aquarium in Omaha, Nebraska. Da wurde ein Hammerhai plötzlich schwanger, nachweislich nicht künstlich befruchtet und ohne Mann in der Nähe. Hammerhaie können also, wenn keine geeigneten Männer in der Nähe sind, sich selbst ein Kind machen. Das wäre doch was, wenn das Frauen könnten, dann wären einige bedeutend glücklicher!

Kartesische Koordinaten der Post


Mir fiel gestern kurz mein altes Schul-Mathebuch „LS Analysis Leistungskurs“ in die Hand und ich wollte mal schauen, ob ich auch nur einen Funken davon noch verstehe.

Direkt die erste Aufgabe verschlug mir die Sprache:

Standardbriefe sind nach der Gebührenordnung der Bundespost Briefsendungen bis zu 20 g mit einer Länge x (in cm) zwischen 14 und 23,5 und einer Breite y (in cm) zwischen 9 und 12. Dabei muss die Länge mindestens das 1,41fache der Breite betragen.

a) Sind Briefe mit x=15 und y=10 (9; 12) zugelassen?
b) Veranschauliche die zugelassenen Paare von Längen und Breiten durch eine Fläche im Koordinatensystem.

okay, stopp stopp stopp, liebe Post. Ultraschwer klingt das nicht, aber von einem mündigen Schüler würde ich jetzt nicht als erstes erwarten diesen Mist auszurechnen, sondern mal bei der Post nachfragen, wer sich so eine bescheuerte Regelung ausgedacht hat und warum? Die bürokratische Spießergesellschaft wird sich nie weiter entwickeln, wenn man unsinnige Gesetze und Vorschriften einfach so hinnimmt.

Vor allen Dingen, wenn man bedenkt, dass zum Zeitpunkt des Druckes meines Mathebuches die Post noch verstaatlicht war. Also waren die Regeln nur da, um den gemeinen Bürger zu gängeln.

Schauen wir uns mal Punkt a) an. Ist ganz einfach, die Breite ist 10cm, als muss die Länge mindestens das 1,41-Fache sein, also 14,1cm. Von daher, ja, ein Brief mit 10x15cm ist zugelassen.

Schauen wir uns mal die Alternative 9;12 an. Ein 9 cm breiter Brief – darf der 12cm lang sein? 9cm x 1,41 = 12,69cm. Nein, darf er nicht. Ein 9x12cm großer Brief kostet Strafporto, kommt nicht an oder wird wieder an den Emfänger zurückgeschickt… falls irgendein dummer Postbeamter nachmisst.

Der Brief darf nicht verschickt werden, er ist falsch, er ist kein Standard, er ist ein unerwünschtes Element. Er kostet extra, nicht weil er zu groß ist, nein weil er exakt 0,69cm zu kurz ist.

Die Frage ist auch, wo ist die Grenze? Wie genau muss man messen? Was, wenn mein Brief 12,68999999999999cm lang ist? Hat die Post die Möglichkeit so genau zu mesen, um mich auch dann wegen der falschen Länge zu belangen und mindesten in den Knast zu stecken? Oder wird da dann das Auge der Bürokratie zugedrückt?

Auf jeden Fall braucht man sich jetzt mit Teil b) der AUfgabe nicht mehr zu beschäftigen. Bei Allem was danach kommt, verstehe ich sowieso nur noch Bahnhof.

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