Liebe GEZ,
seit einiger Zeit belästigen Sie mich mit Briefen, in denen Sie mich bitten, Ihnen eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen.
Nun ja, wie sie bereits wissen, habe ich weder einen Fernseher, noch ein funktionierendes Radio. Da ich aber das Unglück habe, einen Computer zu besitzen, mit dem ich theoretisch mit entsprechender Software und TV-Stick Fernsehen empfangen könnte und einen Radiowecker aus den 80er-Jahren besitze, mit dem ich theoretisch Radio hören könnte, wäre die Antenne nicht abgerissen, zahle ich brav seit vielen Jahren pünktlich meine GEZ-Gebühren.
Eine zeitlang sogar doppelt, weil mich, einige Zeit nachdem ich nach Köln gezogen bin und mich brav bei Ihnen umgemeldet hatte, zwei finstere Burschen von Ihnen vor meiner Tür auftauchten und mich nicht gehen lassen wollten, bevor ich eine GEZ-Anmeldung unterschrieb. Mein Einwand, dass ich längst gemeldet sei, interessierte sie nicht, das würde dann schon zurückgebucht werden, wenn ich dann Recht hätte, immerhin – so jammerten sie vor – hätten sie schon fünfmal versucht, bei mir vorbei zu kommen und ich sei nie da gewesen.
Jetzt verstehe ich auch, wofür die Gebühren verwendet werden, denn für die insgesamt 6 Besuche haben die beiden sicherlich mehr Lohn bekommen als meine GEZ-Gebühren für ein ganzen Jahr. Vielleicht sollten Sie ihren Feldjägern auch mal sagen, dass es ungünstig ist, Montags bis Freitags es tagsüber zu versuchen, da viele Menschen zu der Zeit auf ihrer Arbeitsstelle, z.B. der GEZ, sind.
Wie dem auch sei, unter diesen Umständen verstehen Sie sicherlich, dass ich es Ihnen nicht noch extra einfach machen werde, von meinem Konto Geld in Ihnen beliebiger Höhe einfach so mal abzubuchen.
Wenn’s sein muss, schicken Sie eine Rechnung.
Oder kommen Sie halt vorbei, den Weg müssten Sie ja mittlerweile kennen.
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