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Kein guter Tag

Die BILD-Zeitung druckt wieder volksverhetzend ausländerfeindliche Falschmeldungen auf ihr Titelblatt, Tschibo ist der „offizielle Partner des Weihnachtsmannes“, der Typ der mir Geld schuldet rennt vor mir weg, ich war zwei Mal umsonst in der Stadt, um Schuhe zu kaufen, weil es in meiner Größe (48) einfach keine Schuhe gibt, die halbwegs gescheit Aussehen und unter 190,- Euro kosten, meine alten fallen aber auseinander, die Nachbarin, die Klarinette übt geht mir tierisch auf den Sack und ich habe Alzheimer:

Vor ein paar Tagen musste ich nämlich mal wieder Bahn fahren, hatte meine Bahncard allerdings nicht dabei. Also löste ich ein Extraticket nach, denn ich könne das Geld zurück erstattet bekommen, wenn ich mit Ticket und Bahncard zu einem späteren Zeitpunkt am Schalter auftauchen würde. Deswegen nämlich machte ich mich heute auf den Weg in die Stadt. Als ich fast am Bahnhof angekommen war, merkte ich, dass ich weder das nachgelöste Ticket, noch die Bahncard dabei hatte.

Morgen versuche ich es wieder, aber aufs Schuhe suchen lasse ich mich wahrscheinlich nicht mehr ein.

normal halt.

Ich wohne in dem Haus mit der Hausnummer 55a, neben mir ist ein Supermarkt und daneben dann die 55 ohne a (wobei man bei zwei Haushälften sie doch geschickter a und b genannt hätte, nicht nichts und a. Mein Nachname ist Wolff. In Hausnummer 55 wohnt Herr Wolf. Da dem Briefträger anscheinend den Unterschied zwischen 55 und 55a und zwischen Wolf und Wolff nicht kennt, könnt ihr Euch ja vorstellen, was ständig passiert. Scheiß-Post.

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Im Supermarkt wollte ich mir schnell etwas Obst holen, ich ging rein, an der Kasse war keine Schlange, absolut niemand, also griff ich schnell ein paar Äpfel und Bananen, um an die Kasse zu gehen, die plötzlich voll war. Eine lange Schlange und direkt vor mir ein Herr mit Hackfleisch, Hamburgerbrötchen, Zigaretten-Blättchen, Bier in Plastikflaschen und einem beißenden Körpergeruch, der in der gesamten Kölner Südstadt zu riechen war. Ich hielt so viel Abstand wie das Förderband hergab, doch auf der Hälfte des Weges bin ich dann nahezu ohnmächtig geworden. Mal schauen wie so die Gerüche der Kölner sind, wenn ich nachher am Hauptbahnhof versuchen muss, Geld zurückzuerhalten, da ich im Zug ohne Bahncard war und doppelt zahlen musste, obwohl ich eine Bahncard besaß. Das Geld darf ich mir nun zurückholen, minus 15 Euro „Bearbeitungsgebühr“.

Nichts zu lesen.

Wenn man viel herumreist und mit der Bahn fährt, hält man sich auch lange in Zeitschriften-Läden der Bahnhöfe auf, weil man denkt, für die Fahrt etwas Lesestoff zu bekommen. Mitnichten! Ich meckere ja gerne über die Inhaltslosigkeit des Privatfernsehens, über 30 Kanäle und nur Müll, aber wenn man sich mal genauer umschaut, bei den Zeitschriften ist das ja auch nix anderes. Es gibt zig Frauenzeitschriften, eine handvoll Männerzeitschriften, hunderte PC und Spielemagazine, Musikmagazine, Lifestyle, Fitness und so weiter, aber wenn man sich mal die Titelblätter anschaut oder gar in den Inhalt schaut – da steht nichts drin! Zumindest nichts, was nicht schon in der Ausgabe davor auch drin stand. Oder was die Konkurrenz nicht auch schon geschrieben hätte. Oder was man nicht anderswo schon tausendmal gehört, gesehen, gelesen hat. Wie viele Seite Buchstabenverschwendung sich wohl täglich in so einem Laden anhäufen?

Nachrichten machen Spaß!

Mensch, heute machen die aufregenden Nachrichten des Tages doch so richtig Spaß! Die Demokraten erkämpfen sich die Macht im US-Repräsentantenhaus zurück – das ist ja noch das Langweiligste. Viel cooler ist ja, dass die Amis zu sehr mit sich beschäftigt waren, um durch Einmischung und Gewalt zu verhindern, dass in Nicaragua plötzlich wieder Ortega Präsi ist. Und ein Moslem wurde auch ins House of Representatives gewählt, oh Schreck Amerika, wie geht das denn weiter? Wobei, bei 60% Nichtwählern müssten ja eigentlich alle Politiker zurücktreten und zum Volk sagen: „Macht Euren Scheiß doch alleine!“ Zeitgleich steht ein Sexualstraftäter auf dem Dach der Justizvollzugsanstalt in Dresden und Britney Spears will sich wieder scheiden lassen. Ich hätte nie für möglich gehalten, dass Nachrichtenkanäle schauen so unterhaltsam sein kann.

Stoiber hat die Jugendsprache drauf

Stoiber hat mal wieder zum Thema Türkei und die EU den Mund aufgemacht. Warum, weiß man nicht, was hat er denn damit zu tun, außer zu versuchen, damit Populismus zu betreiben? Ich selbst denke, dass das Thema überhaupt kein Thema ist, die Beitrittsverhandlungen sollen einfach mal laufen, es gibt ja auch ein paar Vorgaben, die erfüllt sein müssen, also muss sich Stoiber über nichts aufregen. Abgesehen davon musste ich dann aber doch kichern, als ich las:

Der CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident bezeichnete die bisherige Nicht-Anerkennung des EU-Mitgliedes Zypern durch die Türkei als „absolut inakzeptabel“ und „krass vertragswidrig“. und zwar voll krass, ey.

Quelle: koeln.de

Bringdienste in Köln

Wenn man sich in Köln etwas zu Essen bringen lassen will, hat man nicht die Qual der Wahl zwischen Pizza, China-Mann oder mexikanisch, sondern zwischen vielen Bringdiensten, die alle aber das Gleiche anbieten: italienische, mexikanische, indische, chinesische, griechische „Spezialitäten“ und Schnitzel. Das finde ich fürchterlich. Ich will Pizza von Leuten, die sich auf Pizza spezialisiert haben und nicht von welchen, die gleichzeitig versuchen Nasi Goreng herzurichten und ein Schnitzel zu panieren und dabei vergessen, von welchem Tier das Fleisch für Gyros stammt. Das ist ja, wie wenn ich zum Friseur gehe und der mir gleichzeitig noch eine Lebensversicherung verkauft und ich mir danach bei ihm noch eine Jeans aussuchen kann. Oder wenn es am Bahnschalter nicht nur Bahntickets gibt, sondern auch Schokolade, Toilettenpapier, einen Bausparvertrag und Karnevalsartikel.

Männer der Welt, geht shoppen!

Gestern war Weltmännertag und ich hab es verpasst. Wäre doch zu gerne durch die Straßen gezogen, um zu jeder Frau zu sagen „Hey Puppe, es ist Weltmännertag, küss mich!“. Das ist dann wie … nun ja … Kölner Karneval.

Stattdessen war ich in der Stadt, komische Stadt, Köln. Am Neumarkt ist eine Mayersche Buchhandlung und direkt daneben ist noch eine Mayersche Buchhaltung. In der Schildergasse, bzw. hohe Straße, gibt es 3 Kämpgen-Schuhläden. Irgendwann gibt es nur noch Schuhläden – was für eine grauenhafte Vorstellung zum Weltmännertag.

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