Erfolglos in der Innenstadt

Zunächst traf ich mich mit einem alten Klassenkameraden im Woyton, der Besser-als-das-Original Kopie von Starbucks. Aber einige Einkäufe wollte ich auch noch erledigen. Also machte ich mir einen Plan, der mir logisch, zeitsparend und einfach gut erschien:

Vom Woyton aus direkt gegenüber in den Karstadt, um Bettwäsche und einen Edding zu kaufen und mal schauen, vielleicht haben die sogar Bürosessel. Dann weiter zu Kämpgen, um dort schwarze Schuhe in meiner Größe (48) zu kaufen und auch Imprägnierspray. Dann zum Barbarossa-Platz fahren, dort im Bauhaus nach Bürosesseln zu schauen, falls es im Karstadt keine gibt. Dann weiter die Luxemburgstraße hoch, nach einem Claris Ausschau halten, denn in dem Laden könnte ich mich über Apple-Computer informieren. Danach zurück nach mir und auf dem Weg die Merowinger hoch, dort noch einige Kleinigkeiten im Schlecker kaufen, im türkischen Lebensmittellädchen und ab nach Hause.

Guter Plan. Die erste Station war die Bettwäsche von Karstadt. Die haben ja auch tierisch viel zur Auswahl, aber welche Größe hatte noch mal mein Bettzeugs, 155x220cm oder 135×200? Also unverrichteter Dinge wieder ab. Bürosessel gab es nicht und ich entschied mich, den Edding im Schreibwarenladen auf der Merowinger zu kaufen, denn wer weiß, wenn Karstadt bei den Eddings so viel Auswahl hat, wie bei der Bettwäsche, dann könnte ich mich wieder nicht entscheiden.

Außerdem würde ich dann einen kleinen Laden unterstützen und nicht einen großen Konzern und ich müsste mich nicht die ganze Zeit am Stift tot schleppen. Also weiter zu Kämpgen, huch, die Schildergasse ist aber voll, dicht gedrängt Kopf an Kopf beim Samstagseinkauf, nein, den Stress muss ich mir jetzt nicht geben, Schuhe kann ich auch wann anders kaufen.

Also weiter zum Bauhaus am Barbarossa-Platz, die auch keine Bürostühle hatten. Und dann die Luxemburger rauf zum Claris, hätte nicht gedacht, dass es zur Nummer hundertirgendwasundzwanzig so ein weiter Fußmarsch ist. Und als ich endlich da war, lese ich: „Wir sind umgezogen“. Und zwar in die Ehrenstasse, ungefähr 20 Meter weit weg von wo ich Kaffee getrunken hatte. Na zurück fahre ich jetzt sicher nicht mehr.

Also machte ich mich auf den Heimweg, um noch in der Merowinger die Erledigungen zu machen. Nicht den Schreibwarenladen mit dem Edding vergessen! Auch das war nicht, der Laden hatte schon um 14.00 Uhr zugemacht.

Flattr this!

Über ui.

Manuel Wolff ist der Autor von „ui. der blog.“, Außerdem „ui. der vlog.“ auf Youtube und diverse andere Projekte.

Hauptberuflich Stand Up Comedian und Musikkabarettist und Improgott.

G+

Ein Gedanke zu „Erfolglos in der Innenstadt

Kommentar verfassen