Eine brandneue Vlog-Folge voller Gekicher und Anekdoten, denn ich habe hier einen BH und ich weiß nicht, wem der gehört. Aber wie kommt dieses Frauen Busen umhüllende Ding zu mir? Die AUflösung gibt es bei „ui. der vlog.“ – Viel Vergnügen!
Und wenn Euch der Beitrag gefallen hat, gebt bitte etwas Props und Love zurück, in dem ihr:
Ein Shitstorm ist ausgebrochen, weil Barilla Chef Guido Barilla, der Mann mit dem schwulsten Namen überhaupt, wohl erzkonservativ, ja gar homophob und schwulenfeindlich ist. Und so ein paar unbedachte Worte im Radio, leicht dahergesagt, machen natürlich eine Riesenwelle im Internet, von Boykott ist die Rede. Ich finde, man braucht auch nicht Barilla Nudeln kaufen. Wenn man feststellt, dass der Chef so einer ist, kann man auch andere nehmen. Ist ja eh alles 100% Hartweizengrieß, wo soll da der Unterschied sein? Jedenfalls denkt Barilla schwul ist nicht cool, und da hab ich natürlich direkt einen Protestsong gemacht, viel Vergnügen:
Und hier der Text zum Mitsingen:
Barilla, die italienischen Nudeln,
haben was gegen die Schwulen,
also nehme ich nicht,
Barilla für mein Pastagericht
Der Chef scheint homophob,
dafür kriegt er kein Lob,
sondern einen Aufschrei im Netz,
drum nimm Dir ne andere Nudel jetzt.
Ade, ade, Barilla ade,
Steffi Graf hat für Dich geworben,
doch wenn für Dich nicht alle Menschen sind gleich gilt,
dann bist Du für mich gestorben.
Ade, Ade, Barilla ade,
du bliebst hart auch bei langem Kochen,
doch da für Dich nicht alle Menschen gleich sind,
ist unsere Beziehung zerbrochen.
Barilla, es ist vorbei, ich tue hiermit kund,
Deine Nudel nehm‘ ich nicht mehr in den Mund.
Ich esse nicht mehr Deine Pasta, Basta!
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Schlägereien unter Nerds und Idioten in der Schlange. Wer doof ist, will unbedingt als erster das neue iPhone 5S haben
Was ist da denn los gewesen? Weil man ab Freitag in den Apple Stores das neue iPhone 5s kaufen konnte, haben sich ein paar Wesen, die auf der niedrigsten Stufe der Evolution stehen, wie bei Superhelden-Kinopremieren aufgemacht, vorher mehrere Tage vor dem Laden zu campen, um die ersten Käufer eines Mobiltelefons zu sein, komplett vergessend, dass sie deswegen vom gesamten Rest der Welt ausgelacht werden. Aber es geht noch niedriger: Leute, die andere dafür bezahlen, anstatt ihnen in der Schlange zu stehen. Wenn man das Handy doch unbedingt schnell braucht (und auch das ist fragwürdig), warum dann nicht online bestellen? Ist das wirklich so schlimm, wenn man nicht sofort das Neueste vom Neuen hat, sondern vielleicht ein par Tage warten muss? Geht dann die Welt unter? Viel Vergnügen bei der neuen Folge ui. der vlog:
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By Arne Koehler (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons
Ich bin traurig. Der Pianist Paul Kuhn ist tot. Paul Kuhn ist eine Legende, die meisten wissen nicht, was dieser Mann wirklich bedeutet. Er war nicht nur ein erstklassiger Entertainer und ein wahnsinnig guter Jazz-Pianist, wenn nicht gar Deutschlands bester und am meisten unterschätzter – sondern er ist zu einem überragenden Teil dafür verantwortlich, dass in Deutschland etwas mehr Swing und etwas weniger Marschmusik gehört wird.
Dazu später mehr, doch ich bin auch persönlich traurig, denn ich war mal Paul Kuhn. Ganz ganz lange her, als ich nach Abi und Zivildienst zum Studium nach Hamburg zog, fand ich dort eine Improvisationstheatergruppe, die einen Musiker suchten. Improtheater war damals für mich ein vollkommen neues, mir unbekanntes, aufregendes Genre und die Gruppe „Steife Brise“, die mich damals – obwohl sie es besser hätten wissen müssen – als Pianist der Gruppe aufnahm, beeinflusste meinen weiteren künstlerischen Werdegang natürlich immens.
Damals waren wir alle aber noch nicht so … sagen wir „professionell“. Als ich in die Gruppe kam, hing diese nämlich der Idee an, die einzelnen Spieler nicht mit ihren Realnamen auf die Bühne zu lassen, sondern jedem einen selbstgewählten lustigen Künstlernamen zu geben, so hatten wir Quatsch-Namen wie „Elli Pirelli“ oder „Rainer Zufall“ (Axel Schweiß zum Glück nicht). Und mir fiel nichts ein und kam aus irgendeinem Grund auf die Idee, mich „Paul Kuhn“ zu nennen, der war ja der Mann am Klavier.
Damals wusste ich Paul Kuhns Leistung noch nicht wirklich zu schätzen und dachte wohl, er sei eine Witzfigur und ich habe immer in passenden und unpassenden Momenten, jedes mal wenn ich in der Show angesprochen wurde und mir nichts besseres einfiel „es gibt kein Bier auf Hawaii“ angestimmt und einen besoffenen gemimt. Ach ja, ein mit Gold-Pailetten bestücktes Jackett hatte ich auch noch an, keine Ahnung, warum.
Zum Glück kamen wir Recht schnell auf den Trichter, dass das doch bescheuert ist und jeder mit seinem eigenen Namen und normal gekleidet auftreten sollte, aber immerhin, eine nette Paul Kuhn Anekdote ist es.
Nun zum echten Paul Kuhn, er war einer von den Kindern, die im 2. Weltkrieg Swing-Musik mochten, aber Swing war verboten. Als allerdings 1945 der Krieg vorbei war, konnte er anfangen mit seinen 17 Jahren Deutschland vom Swing zu überzeugen. Aber den 50ern machte er allerdings auch eine Art Schlager. Man könnte jetzt natürlich sagen Sell-Out, aber diese Angleichung an den Massengeschmack sorgte natürlich einerseits für ein Einkommen und brachte andererseits seine Swing-Fähigkeiten einem breiteren Publikum dar. Veränderung geht langsam, hat er doch gut gemacht.
Später war er dann als phantastischer BigBand-Leiter unterwegs, in der Zeit der großen Rundfunk-Big Bands, die ja zum großen Teil ausstarben. Leider. Aber ab Mitte der 90er besann sich Paul Kuhn dann auf seine Wurzeln und war mit dem kleinen Paul Kuhn Trio unterwegs und spielte astreinen Jazz. Die Musik, die er seitdem auf Konzerten vorbrachte, war so gut, die Legende Paul Kuhn hätte als Entertainer ohne Probleme Frank Sinatra Status verdient.
Zeit für einige wunderbare Beispiele, RIP Paul Kuhn:
Hier ein gechilltes Stück, mit einem obercoolen Klaviersolo:
Hier ein Beispiel, warum auch nach Paul Kuhn weitere AUfklärungsarbeit in Sachen Swing oder Musik allgemein in Deutschland nötig ist. 14 Sekunden geht dieses Treffen der Legenden gut und dann wird es durch dummes Marschmusik Mitklatsch Publikum ruiniert:
https://youtube.com/watch?v=KjTmRgZzTBU
Und hier ist der Hit, der seine Karriere startete. Ich glaube, man sieht ihm die Lustlosigkeit, SChlager zu singen, an:
„Menschen“ standen 15 Tage an, um als erste das neue iPhone kaufen zu können. Menschen sind die niedrigste Stufe der Evolution. Ich will kein Mensch mehr sein.
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