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Wo sind die Tore hin?

Also wenn ich mir noch eine Halbzeit ohne Tor anschauen muß, schreib ich der Fifa, dass sie die Torhüter los werden sollen, die werden kaum noch gebraucht. Mein Tipp für alle weiteren Spiele: Irgendjemand gewinnt. 1:0. Fussballer sollten nach Toren bezahlt werden. Pro Tor 10 Euro oder so. Mehr haben sie nicht verdient.

Und die Schweizer schon mal gar nicht, wenn man es noch nicht mal im 11-Meter-Schießen schafft, wenigstens 1 Tor zu machen. Aber auch mal was neues, ein langweiliges Elfmeter-Schiessen.

Moment mal…

Auf spiegel.de lese ich, dass der zweitreichste Mann der Welt, Warren Buffett (sein Name klingt nach viel zu Essen), sich zum großen Wohltäter aufgeschwungen hat und einen Großteil seines Vermögens an wohltätige Zwecke gespendet hat. So ist brav – doch halt:

„Gestern gab der zweitreichste Mann der Welt bekannt, sagenhafte 85 Prozent seines Milliardenvermögens an wohltätige Zwecke zu verschenken, den Großteil davon an die Stiftung seines guten Freundes, Microsoft-Chef Bill Gates – seinerseits der reichste Mann der Welt – und dessen Ehefrau Melinda.“

Ähem, hust, kotz, spuck. Wenn man schon Geld zu verschenken hat, weil man der zweitreichste Mann der Welt ist, muss man das Geld dann ausgerechnet der einzigen Person geben, die noch reicher ist?

Oh my god – they killed Bruno! You Bastards!

„Braunbär „Bruno“ alias „JJ1“ ist tot: Er wurde in der Nähe von Miesbach erschossen. Der Abschuss durch Jäger erfolgte gemäß Manfred Wölfl, dem Bärenbeauftragten des bayerischen Umweltministeriums

Ein Bär taucht auf und schon hat das Ministerium einen Bärenbeauftragten? Gibt es auch – was weiß ich – einen Eichhörnchenbeauftragten? Oder einen Dinosaurierbeauftragten, falls die mal wieder auftauchen?

Wikipedia ist zum schießen (der Kalauer musste sein): „JJ1 wurde am Montag, dem 26. Juni 2006 gegen 4:50 Uhr von Jägern erlegt, obwohl die Abschussgenehmigung in Bayern erst in der Nacht von Montag auf Dienstag in Kraft getreten wäre. Seine Frau Hilde ist darüber sehr traurig.

Und was wird jetzt mit dem toten Bär gemacht? Wenigstens gutes Essen? Ich dachte, die wollten den fangen? Erst fast ein Jahrhundert lang jammern, dass es keine Bären mehr gibt, und wenn dann einer auftaucht, erschießen. Den Kaiman hat der Krokodil-Beauftragte des Umweltministeriums doch auch nicht erschossen…

Neuigkeiten von der Mikrowelle

Ich wusste gar nicht, dass man in der Mikrowelle auch essen verbrennen kann. Nur kurz tat ich die Nudeln von gestern hinein, um sie aufzuwärmen, als auf einmal beißender Gestank und Qualm aus der Mikrowelle drang. Ich schaltete sie aus und öffnete dummerweise die Tür. Der Rauch breitete sich in der ganzen Wohnung aus, zog natürlich nicht ab, obwohl alle Fenster und Türen weit offen stehen. Aber was soll man tun bei schwüler Windstille.

Wäre ja alles nicht tragisch, wenn ich nicht jede Sekunde Besuch erwarten würde. Da ich wieder aufs Schiff gehe, will ich die Wohnung wieder zwischen zu vermieten. Und eine Wohnung voller Rauch kommt wohl nicht gut an.

Allerdings warte ich auch schon eine Stunde auf die Besichtigung, die Dame wollte eigentlich um 16 Uhr vorbeikommen. Wird wohl nicht kommen, allerdings wäre absagen doch wirklich nett, das hat letztes Mal auch niemand gemacht. Menschen machen einen Termin aus und halten ihn dann nicht ein und sagen noch nicht mal ab. Menschen sind doof.

Das ganze Ding erinnert mich an meinen letzten Zwischenmietversuch, da war es die Espressokanne, die ich auf dem Herd ließ ohne ihn auszuschalten, die den Rauch verursachte.

Manuel Wolff gegen die Bahn

KAPITEL I:

Sehr geehrte Bahn,

um beim Bahnreisen Kosten zu sparen legte ich mir ein Bahncard 25 zu. Damit kostet eine Fahrt nach Berlin € 66,75. Mit ihren billigen Sommer-Tickets kostete die Reise allerdings nur € 29,-. Überweisen Sie daher bitte die Differenz von € 37,75 zuzüglich der € 50,- für die Bahncard, insgesamt als € 87,75 auf mein Konto, Nr.: ******* bei der ************* Köln, BLZ ********.

Mit freundlichen Grüßen,

Manuel

KAPITEL II:

Sehr geehrter Herr Wolff,

vielen Dank für Ihre Nachricht vom 30.06.2005.

Mit Bedauern stellen wir fest, dass Sie Ihre BahnCard zurückgeben möchten.

Gemäß den Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn AG ist eine Rückgabe oder anteileige Erstatttung der BahnCard ausgeschlossen, auch wenn sie nur zeitweise oder gar nicht genutzt werden konnte.

Wir bitten daher um Verständnis, dass wir Ihrem Wunsch nicht entsprechen können.

Sollten Sie hierzu noch Fragen haben, erreichen Sie uns auch von Montag bis Freitag in der Zeit von 07.00 Uhr bis 21.00 Uhr unter der Telefonnummer 01805 / 34 00 35 (12 Cent/min).

Mit freundlichen Grüßen
Ihr BahnCard-Service

KAPITEL III:

Sehr geehrte Bahn,

vielen Dank für ihre automatisierte Antwort.

Jedoch will ich weder meine Bahncard zurückgeben, noch einen Anruf tätigen, für den ich auch noch Bezahlen muss.

Leider kostet Sie mein Beantworten Ihrer Mail gemäß den Internetbedingungen von Manuel ebenfalls 12 Cent die Minute, so dass ich sie bitte, diesen Betrag auf den Originalbetrag noch draufzuschlagen und mir nun € 88,11 zu überweisen.

Mit freundlichen Grüßen,

Manuel

KAPITEL IV:

Aufgund meiner Mails an die Bahn (siehe Kapitel I – III) erhielt ich jetzt sogar reguläre Post von Der „DB Personenverkehr GmbH – BahnCard – Service“. Was etwas verwunderlich ist, da ich in meiner E-Mail weder meine Postanschrift, noch meine Bahncard-Nummer angegeben habe. Die haben also extra um mir einen Brief zu schreiben, extra mich ausfindig gemacht. Obwohl sie einfach eine E-Mail hätten schreiben können – und ja bereits getan haben. Hier der Brief:

Sehr geehrter Herr Wolff,

vielen Dank für ihr Schreiben vom 30.6.2005.

Wir haben Ihr Anliegen zur weiteren Bearbeitung an die zuständige Stelle weitergeleitet.

Die Bearbeitung wird leider noch etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Wir bitten daher noch um etwas Geduld und bedanken uns für Ihr Verständnis.

Na das ist doch anständig. Dann bin ich mal gespannt, was da noch kommt. Würde auch gerne wissen, welche Abteilung das ist, die dann für Satire zuständig ist. Auf den rhetorischen Affront, mit dem im letzten Satz mein Verständnis schon vorausgesetzt wird, gehe ich jetzt nicht ein, das steht ja auch auf Autobahnschildern, wenn Baustellen kommen. Aber dass dann bei der angegebenen „Service“-Nummer, das „12 ct/Min.“ drei Schriftgrößen kleiner als der ganze Rest gedruckt ist, ist schon wieder typisch.

KAPITEL V:

„Sehr geehrter Herr Wolff,

Ihr Anliegen wurde uns vom BahnCard Service zur abschließenden Bearbeitung zugesandt.

Jedes Angebot, so auch die BahnCard, erfolgt unter bestimmten im Geschäftsleben üblichen Bedingungen, die in den Allgemeinen Geschäftsbedingunngen (AGB) und in den Beförderungsbedingungen für Personen durch die Unternehmen der Deutschen Bahn AG (BB Personenverkehr) enthalten sind.

Dem geweckten Kaufinteresse erfolgt normalerweise eine umfassende Beratung durch eine Verkaufsstelle der Bahn (Reisezentrum, DB-Agentur bzw. DER-Reisebüro), wobei alle im Hinblick auf die Kaufentscheidung offenen Fragen erörtert werden können. Unsere Verkaufsstellen beraten Sie gern über alle Fahrpreisermäßigungen mit ihren sehr unterschiedlichen Benutzungsbedingungen. Welche Ermäßigung letztlich in Anspruch genommen wird, entscheiden unsere Kunden selbst.

Ein Rechtsanspruch auf Zahlung der Differenz zu günstigeren Angeboten besteht nicht. Es ist uns nicht möglich, ihrem Wunsch zu entsprechen.

Mit freundlichen Grüßen

i.A. der Teufel.“

Nun, mit „abschließender Bearbeitung“ hoffen die wahrscheinlich auf ein schnelles Ende, aber so schnell gebe ich nicht auf. Die Bahn macht es dem Kunden nicht einfach, da mache ich es denen erst Recht nicht einfach…

KAPITEL VI:

Sehr geehrte Frau ****,

vielen Dank für Ihren Brief, Zeichen **********************.

Leider bleiben noch einige Fragen offen, und ich hoffe, dass Sie diese mir und allen potentiellen Kunden beantworten können. Was meinen Sie denn mit „im Geschäftsleben üblichen Bedingungen“? Gehört zum üblichen Geschäftsleben denn, Kunden über den Tisch zu ziehen? Ich glaube ja, das rechtfertigt allerdings nicht die Praxis der Bahn, dies auch zu tun. Vor allem mit ihrer Monopolstellung hat sie eine besondere Verantwortung ihren Kunden gegenüber und kann nicht Geschäftspraktiken einsetzen, die so übel und unehrlich sind, wie die von z.B. 9.live.

Dass dem „geweckten Kaufinteresse […] normalerweise eine umfassende Beratung“ erfolgt kann ich nicht nachvollziehen, sie wissen wahrscheinlich selbst, dass mehr als die Hälfte ihrer Mitarbeiter durch das komplizierte Preissystem der Bahn nicht durchblickt. Zahlreiche Medienberichte mit versteckten Tests haben ergeben, dass kaum das günstigste Angebot vorgeschlagen wird, selbst wenn direkt danach gefragt wird. Ich selbst musste meist den Mitarbeitern am Schalter erklären, was günstig ist, nicht umgekehrt. Das führte dazu, dass ich nur noch am Automat oder im Internet Tickets kaufe, aber selbst ihr computergestütztes Preissystem auf bahn.de weiß oft den Ticketpreis nicht. Sie glauben mir nicht? Dann versuchen Sie mal auf bahn.de ein Ticket von Köln nach Paderborn zu kaufen.

Ihre Aussage „Unsere Verkaufsstellen beraten Sie gern über alle Fahrpreisermäßigungen mit ihren sehr unterschiedlichen Benutzungsbedingungen.“ Bringt mich zum Lachen, allerdings nur kurz. Die Verkaufsstelle gar nichts, sondern höchstens die Mitarbeiter und die tun es nicht gerne, sondern hätten lieber Feierabend. Was den konkreten Fall meiner Bahncard angeht, konnten die Mitarbeiter mich nicht über Fahrpreisermäßigungen informieren, denn das Sommer-Spezial war ja von der Bahn noch nicht mal im entferntesten angedacht, als ich die Bahncard gekauft habe. Der Höhepunkt sind aber die „sehr unterschiedlichen Nutzungsbedingungen“ – auf das Chaos sind sie auch noch stolz? Bitte erklären Sie mir, aus welchem Grund die Nutzungsbedingungen so unterschiedlich sind.

Aber es ist schon sehr verstörend, wenn sie extra noch einmal mitteilen müssen, dass der Kunde das letzte Wort hat: „Welche Ermäßigung letztlich in Anspruch genommen wird, entscheiden unsere Kunden selbst.“ Puh, da hab ich noch mal Glück gehabt, dass ich nicht an ein Unternehmen geraten bin, dass mir vorschreiben kann, was ich kaufe. Ach nee, gibt es ja gar nicht. Allerdings scheinen Sie das für außergewöhnlich zu halten, dass ihre Kunden im Endeffekt doch frei Menschen sind.

Jetzt kommen wir aber zum Knackpunkt, denn im Endeffekt haben Sie schon irgendwie Recht: „Ein Rechtsanspruch auf Zahlung der Differenz zu günstigeren Angeboten besteht nicht.“

Aber: Es geht mir nicht darum, was für ein Rechtsanspruch besteht, sondern Sie darauf hinzuweisen, dass Sie zufriedene Kunden wollen und nicht verarschte. Im Endeffekt machen Sie sich damit nämlich ihr eigenes Geschäft kaputt und vor allem die Reputation. Der Arbeitsaufwand, den Sie bis jetzt mit meiner Beschwerde hatten, ist jetzt schon um ein Vielfaches höher, als der ursprünglich von mir geforderte Betrag. Bitte sehen Sie allerdings in Zukunft davon ab, mich in Briefen anzulügen, denn „Es ist uns nicht möglich, Ihrem Wunsch zu entsprechen.“ ist zwar eine oft gebrauchte Floskel, sie entspricht allerdings überhaupt nicht der Wahrheit. Sie können schon, Sie wollen aber nicht.

Aber jetzt fällt mir ein, dass meine Rechnung ja von Anfang an falsch war, denn ich habe ja das günstigere Ticket ohne Bahncard gekauft, deswegen hätte ich nur den Betrag der Bahncard fordern dürfen, nicht aber die Preisdifferenz noch dazu. Allerdings muss ich Ihnen nach meiner Beratung in diesem Brief noch meine Beratungskosten berechnen, Sie hätten sich ja vorher umfassend bei mir nach günstigeren Angeboten erkundigen können.

Daher überweisen Sie bitte € 650,- (600,- Beratung + 50,- Bahncard) auf mein Konto bei der *********** Köln, Kto.-Nr. *******, BLZ ********

Gruß,

Manuel Wolff

Auch schauen: Hier erfahrt ihr Alles über die Deutsche Bahn

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