Protestanten sind genauso schlimm!

Vor ein paar Jahren berichtete ich darüber, wie Millionen von katholischen Jugendlichen die ohnehin schon sehr katholische Stadt überfielen und wie eine Plage mehrere Tage lang den Weltjugendtag feierten.

 

Jetzt sind die Protestanten da. Nicht ganz so viele, aber auch diese überfielen die größtenteils katholische Stadt und breiten sich gerade mehrere Tage für den Kirchentag aus. Und sie sind genauso schlimm, wer hätte das gedacht. Eine Masse, die die ganze Stadt verstopft, vor allen Dingen den Hauptbahnhof, ein einziger Wulst an jungen Gläubigen, die allesamt bei Burger King anstehen, um zu futtern. Ist ja klar, die globalisierungskritischen Protestanten sind ja trotz Kirchentag nicht in Köln.

 

Und diese Jungs und Mädels sind so gut und so rein. Aber warum haben sie dann trotzdem so viele Pickel?

 

Aber sie sind freundlich, gut gelaunt, toll gläubig, hoffnungsfroh, voller Ideen und Zukunft – meine Güte, da wird man ganz neidisch. Wenn einem nicht das kotzen kommt. Allerdings ist der Neid wie weg, wenn man sich die Konversationen anhört. Man kommt ja nicht drum herum, so wenig Platz ist gerade in Köln. Die reden doch tatsächlich darüber, welches Schulsystem das Beste sei, wann man eingeschult werden sollte und wie viele Jahre Schule, 12 oder 13, denn nun von Vorteil sei. Dann darüber, dass Essen gehen doch eine gute Idee sei, die Aussage „Ich esse abends viel, ohne Völlegefühl kann ich nicht schlafen“ und Christpop.

 

Da hilft nur noch beten.

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Über ui.

Manuel Wolff ist der Autor von „ui. der blog.“, Außerdem „ui. der vlog.“ auf Youtube und diverse andere Projekte.

Hauptberuflich Stand Up Comedian und Musikkabarettist und Improgott.

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4 Gedanken zu „Protestanten sind genauso schlimm!

  1. Du hast gut Reden du Selbstversorger… Ich kämpfe noch um meinen nicht vorhandenen Ausbildungsplatz bzw. ich geb mir Mühe ein ordentliches Abi zu bekommen, dass ich darauf folgend auf der Uni rumgammeln kann und auf mein immer noch nicht vorhanden Arbeitsplatz hoffe… Wir Jugend von Heute machen uns Gedanken über das Schulsystem. Insgeheim beneide ich die Reformschüler, die alles so mit Leichtigkeit lernen und 13 Jahre sitzen dürfen…
    Macht es wirklich Sinn das Kurssystem abzuschaffen? Sind Grundschüler schon in der Lage bestimmt sagen zu können „Ja ich werde Arzt und benötige ein Abitur“ oder sollte sie dies erst im gereiften Alter entscheiden?
    Wir Jugend sichern deine Rente xD

  2. Hm, na gut, dass war ja eigentlich am Thema vorbei, denn ich habe ja gar keine Aussage über ein Schulsystem oder über das andere gemacht, wo von Du sprichst, Ausbildungsplätze, etc…

    Eins möchte ich allerdings bezweifeln, nämlich dass Du meine Rente sicherst. So alt bin ich ja noch gar nicht. Aber andererseits, wenn Du willst kannst Du Dich natürlich daran beteiligen in den Topf zu zahlen, der irgendwann meine Rente sichern soll. Da zahlt bislang nämlich keine Jugend, sondern nur ich ein.

    Aber vielleicht hast Du das auch anders gemeint. Was findest Du nun schlimme, Katholiken oder Protestanten?

  3. Stimmt, das war am Thema vorbei… Das hatte mich nur so beschäftigt.
    Ich stell hier bei mir ne Büchse auf, in die ich einmal in der Woche 5ct einschmeiße. Das ist mein Betraug zu deiner Altersvorsorge.
    Ich vertrete eine atheistische Position und in meine Umgebung schließt sich an. Ich denke, da wo ich wohne herrscht der Protestantismus. Dennoch kann ich kein Urteil fällen. Aber rein von dem Gehörten und fiktiv in mein Leben projiziert, würden mich ehr die Katholiken nerven…

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