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Eurovision Song Contest – alle Titel in 13 Minuten

 

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Der ESC 2011 steht an und es ist natürlich oft schwer sich das an zu tun. Daher als kleine Serviceleistung, alle 43 Titel in einem 13-minütigen Zusammenschnitt – Schnelldurchlauf quasi. Ich muss sagen, ich bin dieses Jahr ziemlich enttäuscht, da ist nichts überragendes dabei und das meiste ist Schrott. Echt jetzt, Europa, das ist alles, was Du zu bieten hast? Das größte aufwändigste TV-Ereignis überhaupt und da kommen nur krampfhaft zusammengestellte Trend-folger bei raus? Sogar die Ukraine enttäuscht diesmal und ein Land war sich sogar nicht zu blöd, einen netten Jungen mit Gitarre einfach mal hinzustellen, weil damit Belgien ja letztes Jahr so erfolgreich war.

Und ich habe gezählt, dieses Jahr haben wir dabei:
2 x Pink
6 x Lady Gaga (3 davon Männer)
1 x Kylie Minogue
1 x Prinz Eisenherz bzw. Mirelle Matthieu
1x U2
1x die Anti-Atomkraft Village People
und 1 Opernsänger.

Dieses Jahr überraschend viel Flügel (mal schwarz, mal weiß) und überraschend wenig Geigen.

Das ist schon hart, wenn ich eine A-Capella-Gruppe zu meinen Favoriten zähle (dabei hab‘ ich doch normalerweise was gegen A-Capella) und eine nette dänische Popband, die den bescheuertsten Text aller Zeiten singt („Come on boys and come on girls in this crazy crazy world“) und nichts gegen den Schweizer Beitrag habe. Die Schweiz! Die mal DJ Bobo da hingeschickt hat!

Italien schickt chancenlos Big-Band-Jazz nach Düsseldorf, nachdem sie viele Jahre keinen Bock hatten überhaupt teilzunehmen. Der Jazz ist gut, aber nur Jazzmusiker hören Jazz, von daher wird Italien untergehen. Und meine Lieblinge sind die 7 Zwerge aus Moldawien, das ist jetzt auch nix besonderes, aber klingt halt lustig. Mein Tipp ist allerdings: Irland.

Wenn allerdings Bosnien-Herzegowine oder Serbien gewinnen, dann jammert nicht wieder von wegen Ost-Connection. Das ist Quatsch, das sind einfach die beiden besten und interessantesten Beiträge. So.

Schaut selbst:

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Und wenn das noch nicht zu viel war, dann schaut mal meine Analyse, was passieren würde, wenn beim Gran Prix immer grundsätzlich auf deutsch gesungen werden würde:


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ESC 2013

Von den 16 Songs, die gerade im Halbfinale des Eurovision Song Contest angetreten sind, sind leider 10 ins Finale gekommen.

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ESC 2012 2. Halbfinale – Die Zusammenfassung

 

Das war das 2. Halbfinale des ESC in Baku

Los geht’s! Die Eurovision-Hymne ertönt. Und die altbekannte Stimme Peter Urbans. Und kündigt als Pausenact Lena an. Igittigitt. Wieso moderiert eine Rechtsanwältin die Show?

1. Serbien: Željko Joksimovi? mit „Nije ljubav stvar“

Direkt am Anfang Klavier und dann direkt Geige. Die wissen, was beim ESC ankommt. Oh, Oboe! Und der Typ kann singen. Was soll man da denn lästern? Okay, die Choreographie ist scheiße – langsames Abschreiten auf der Bühne? Und 2 geigende Zwillinge, immerhin. Das Lied ist übrigens neben Schweden der Favorit. Wahrscheinlich auch weil der Oboist mittendrin zur Folklore-Flöte wechselt.

2. Mazedonien: Kaliopi mit „Crno i belo“

Die Mazedonin spielt das Lied des Serben nochmal. Zumindest am Anfang: Klavier, Geige, gleiche Outfits. Dann will sie aber losrocken. Mittendrin versucht sie einen Ton so hoch zu singen, dass mein Colaglas zersprungen ist.

3. Niederlande: Joan Franka mit „You and Me“

Dieses blöde Niederländische Riesenbaby bringt den Saal zum Mitklatschen, weil sie Indianerkopfschmuck trägt. Tumbes Folk. Und dann auch noch ein verdammtes Banjo.

4. Malta: Kurt Calleja mit „This Is the Night“

Bei Malta – „singing eh eh eh je eh eh“ – ist das eigentlich nichts anderes als Schlager mit so ein paar House-Sounds. House ist ja auch nichts anderes als Schlager. Und das da ist nicht mal House. Den ESC-Fans gefällt’s trotzdem- Bärgs.

5. Weißrussland: Litesound mit „We Are the Heroes“

Die Band sieht aus wie aus den Mad Max Filmen entsprungen und macht Musik so schlecht wie David Hasselhoff schauspielert. Sie singen aber schon mal, dass sie gewinnen werden. So kann man sich irren.

Zwischendurch mal ein Riesen-Lob an den Soundtechniker. Der Sound ist fantastisch.

6. Portugal: Filipa Sousa mit „Vida minha“

Die Portugiesin singt einen Fado. Weil es Weltkulturerbe ist. Daher scheidet sie nachher aus.

7. Ukraine: Gaitana mit „Be My Guest“

Im ersten Moment, als die auf die Bühne getakelt ist, dachte ich das sei Stefan Raab’s „Ich liebe Deutscheland“-Tante. Ukraine platziert ja donst immer ganz oben, aber diesmal werden sie – hoffentlich – sogar noch hinter Weißrussland landen. Und da man nur 6 Leute auf der Bühne platzieren darf, wird halt eine Videowand mit hunderten Tänzern auf der Bühne platziert. Absurd? ja. Funtioniert aber, die Halle flippt aus. Der letzte Ton ist übrigens der Horn-Klang, der in Ruslanas „Wild Dances“ Siegerlied damals auch schon vorkam.

8. Bulgarien: Sofi Marinowa mit „Love Unlimited“

Billigster Ostblock-Disco-Trash, von der Bühne nach ihrem Ausscheiden direkt auf den Straßenstrich.

9. Slowenien: Eva Boto mit „Verjamem“

Ah, da ist Lena. Ach nee, die Slowenin kann ja singen. Aber ein sehr langweiliges Lied.

10. Kroatien: Nina Badric mit „Nebo“

Also irgendwie langweilt mich das 2. Halbfinale viel mehr als das erste. Im ersten waren schlechtere Songs, aber das ist doch viel geiler als dieser mittelmäßige Pathos.

11. Schweden: Loreen mit „Euphoria“

Das war produktionstechnisch (Licht, Schnee) das aufwendigste und perfekteste bis jetzt. Und die Frau hat ihre Stimmprobleme aus den Proben auch in den Griff gekriegt. Aber ich finde nicht heraus, in welcher Sprache die da singt. Das soll angeblich englisch sein?

12. Georgien: Anri Dschochadse mit „I’m a Joker“

Ähm also. Ein Mönch in roter Kutte singt Oper, dann wird es funky, Burlesque-Damen stehen auf Laufbändern und der Sänger beweist, dass er auf traditionellen Trommels hauen kann und Klavier spielen kann. Und der Beat ist so funky, dass es das einzige ist, was mir bisher gefällt. Aber Funk hat beim Grand Prix noch nie was erreicht.

13. Türkei: Can Bonomo mit „Love Me Back“

Das Lied ist ja ganz nett, aber warum lassen die das keinen Sänger singen, sondern ein Schaf?

14. Estland: Ott Lepland mit „Kuula“

Der ist gut. Und singt gut. Und klavier ist auch dabei. Aber man trägt kein T-Shirt unter einer Weste.

Noch 4. Ich kann nicht mehr.

15. Slowakei: Jason Mai mit „Don’t Close Your Eyes“

Die Sängerin sieht aus wie Thomas Gottschalk auf Crack. Und das Lied klingt wie „Hard Rock Hallelujah“ gemischt mit Red Hot Chili Peppers. Nur nicht so eingängig. Und nicht kostümiert genug.

16. Norwegen: Tooji mit „Stay“

Wenn man die Studioaufnahme von dem Lied vor dem Contest gehört hat, dachte man: Das ist der Favorit, tolles Lied und einfach zu singen, da kann man viel draus machen. Und dann nehmen die so einen Schönling, der konsequent 3 Minuten lang schief singt. So traurig.

17. Bosnien und Herzegowina: Maya Sar mit „Korake ti znam“

Warum setzen die sich eigentlich hinter Instrumente, wenn die Musik om Band kommt? Und jeder, der heute am Flügel saß, hat einen anderen Flügel bekommen. Obwohl kein Ton drauf gespielt wurde. Was für eine Verschwendung. Hoffentlich haben sie wenigstens die Klavierstimmer nicht bezahlt. Jeglicher Gesang muss laut Regeln live sein, warum muss nicht auch jedes Instrument, dass auf der Bühne bedient wird, live gespielt werden?

18. Litauen: Donny Montell mit „Love Is Blind“

Der sieht aus wie Tom Cruise mit Augenbinde. Zu dem Song sag ich lieber nichts. The Loooooove Boat!

Pausenact: Dima Mila, der kleine Hosenscheisser, mit dem schlechtesten Lied, das je gewonnen hat, Daniel Küblböck, kann plötzlich singen, weil er viele Burger gegessen hat, Alexander Ribak, der kleine Hosenscheisser, mit dem schlechtesten Lied, das je gewonnen hat, Lena, die dringend mal was Essen muss, mit dem schlechtesten Lied das je gewonnen hat, außerdem die schlechteste Sängerin, die je gewonnen hat, und dann machen sie alle gemeinsam noch ABBA kaputt. Dabei war ABBA nie ganz.

Und weiter sind:

Litauen
Bosnien-Herzegowina
Serbien
Ukraine
Schweden
Mazedonien
Norwegen
Estland
Malta
Türkei

… na 8 von 10, immerhin. Gute Nacht!


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Live-Blogging Eurovision Song Contest Finale

 

Jetzt geht es los: Das Finale des Eurovision Song Contest ist, der ESC 2011 in Düsseldorf, wo Lena ihre Titelverteidigung versucht und 43 Länder Europas bei diesem großeuropäischen Hochkulturereignis allesamt beweisen, dass sie keinen Geschmack haben. Das Antidot dazu gibt es hier auf ui., wenn ihr gerade nichts Besseres zu tun habt, als zu Hause vor dem Fernseher herumzuhängen und Euch über die langweiligen Kommentare des Moderatoren-Trios und die grauenhafte Musik ärgert: Das Liveblogging, wo zeitgleich zur Fernsehübertragung die eloquentesten, zynischsten und vernichtendsten Kritiken gepostet werden. Natürlich könnt ihr auch selbst Kommentare hinterlassen, beachtet bitte beim Live-Blogging: es ist kein Chat, daher werden Komentare nicht automatisch freigeschaltet, Kommentare unter dem Artikel aber selbstverständlich wie immer.

coveritlive hilft dabei mit ihrer Software und vielleicht kriegen wir es noch hin, dass registrierte User vorher tippen können, wer gewinnt, mal schauen:


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Vorankündigung: Live-Blogging zum Eurovision Song Contest

 

Da ja am Samstag der Eurovision Song Contest ist, der ESC 2011 in Düsseldorf, wo Lena ihre Titelverteidigung versucht und 43 Länder Europas bei diesem großeuropäischen Hochkulturereignis allesamt beweisen, dass sie keinen Geschmack haben, gibt es hier auf ui. das Antidot, wenn ihr nicht bei einer glitzendern Eurovision Party sein wollt, sondern nichts besseres zu tun habt, als zu Hause vor dem Fernseher herumzuhängen und Euch über die langweiligen Kommentare des Moderatoren-Trios und die grauenhafte Musik ärgert: Das Liveblogging, wo zeitgleich zur Fernsehübertragung die eloquentesten, zynischsten und vernichtendsten Kritiken dieses großeuropäischen Hochkulturereignisses gepostet werden. Natürlich könnt ihr auch selbst Kommentare hinterlassen, beachtet bitte beim Live-Blogging: es ist kein Chat, daher werden Komentare nicht automatisch freigeschaltet, Kommentare unter dem ARtikel aber selbstverständlich wie immer.

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Eurovision Song Contest – wenn alle deutsch singen würden


Eurovision Song Contest 2011

Über den ESC 2011 (10./12./14. Mai) hat Heino ja gemotzt, weil Lena Meyer-Landruth auf englisch singt. Ich habe mir die Mühe gemacht und mal alle Grand Prix Songs, die es je gab, auf deutsch zu übersetzen, um zu analysieren, ob das wirklich so eine gute Idee ist, auf deutsch zu singen – denn man versteht dann die Texte und die sind nicht unbedingt erhellend.

Mal schauen, wie es beim Grand Prix in Düsseldorf wird, viel Spaß mit meiner Analyse und dem Eurovision Song Contest Hits Medley – auf deutsch:


Und hier noch der Text des Medleys, falls jemand mitsingen möchte:


Ich denke, dass solch ein Traum nie zurückkehren wird
Ich malte mir die Hände und das Gesicht blau
Dann wurde ich plötzlich vom Wind mitgerissen
Und ich begann in den unendlichen Himmel zu fliegen
oh, Fliegen, oh oh, Singen, oh oh oh oh
in blau, blau angemalt, Froh, dort oben zu sein

Kling, klingelingeling, kling, kling – alle Glocken klingen
Kling, klingelingeling, kling, kling – alle Welt am singen
Kling, klingelingeling, kling, kling – sie hat mich in einem Wirbel
Kling, klingelingeling, kling, kling – sie ist mein Klingeling-Mädel

Ich bin eine Wachspuppe, eine Tonpuppe
Mein Herz ist schwer in meinen Liedern – Wachspuppe, Tonpuppe

Ich frag ob eines Tages, Du sagst, das Du willst?falls Du mich wahnsinnig liebst, dann bin ich da.
wie ne Puppe mit nem Strick! Wie ne Puppe mit nem Strick!

Dir wird gratuliert, mit Freudenfesten
wenn ich jedem erzähle, dass Du verliebt bist in mich

Mein Herz macht Dschingderassa-bumm, dschingderassa-bumm, wenn Du da bist!
Dschingderassa-bumm, dschingderassa-bumm, laut in meinem Ohr!

Möwen und Flugzeuge, Dinge des Himmels
Segelboote und Fischer, Dinge des Meeres
Stadtsehenwürdigkeiten, Hochzeitsglocken, graue-blaue Himmel
allerhand von allem, erinnert mich an Dich

Wasserklo – ich wurde besiegt, Du hast den Krieg gewonnen!
Wasserklo – ich verspreche Dich für immer zu lieben
Wasserklo – ich könnte nicht flüchten, selbst wenn ich wollte
Wasserklo – ich weiß, mein Schicksal ist es, bei Dir zu bleiben
Wa Wa Wa Wa Wasserklo – Finale Fäkalien im Wasserklo

Preist Jehova – singt ein Lied, preist Jehova – singt alle mit
mi-it einem Wort, nur einem Wort, segnet er den Himmel, den Baum, den Vogel,
und wir füllen unsere Herzen mit Freude, preist Jehova!

Tralala, Tralali, jeder schaut mich an, wenn ich in meinen goldnen Schuhen laufe
Ich hab in der Straße getanzt und die ganze Welt hat gelacht
Tralali, Tralala, der Himmel hat sich aufgetan, Du glaubst kaum Deinen Augen
oh und ich beginne fast zu fliegen in meinen goldenen Schuhn.

Lass es schwingen, lass es rock‘n‘roll
Lass mich fühlen, wie es die Kontrolle übernimmt,?hu! haaaaa! hu! Lass es schwingen, lass es rock‘n‘roll

A little lovin‘, a little givin‘ to build a dream for the world we live in
I feel lonely fucking in the wind, for our tomorrow, a little peace
We are feathers on the breeze, sing with me my song of peace

Guildo likes you a lot, even though there are tears sometimes
he comes over and sings songs for you. Guildo likes you a lot!
Flieg auf den Flügeln der Liebe, flieg, baby, flieg!

Jeden Weg, den ich kann, versuch ich zu machen, dass Du mich wieder liebst
Jeden Weg, den ich kann, geb ich Dir all meine Liebe und dann
Jeden Weg den ich kann, wein ich! sterb ich! und mach Dich wieder mein

Vielleicht nur, bin ich verückt, die Welt dreht sich im Kreis, im Kreis
la – lalala – tickiticki -tamtam, la – lalala -tickitickit – tamtam
dai-di-dai-dai – will geliebt werden, dai-di-dai – ein kleine wilde Chance
dai-di-dai-dai – Freiheit da oben, dai – di -dai – ich bin wild und tanze!

Sie hat ein Achsschenkelgelenk in ihrem Auge
Er kennt ihre Katze Karl
Kann nicht entkommen vom Lügen erzählen
Ich hörte sie sagen?
Hey, darf ich diesen Vorsitz übernehmen?
Hey, darf ich diesen Vorsitz übernehmen?

Genommen von einem Fremden
Fremde Dinge fangen an zu beginnen
gelockt in den Gefahrenbereich
Stell mir ein Bein und dreh mich nochmal im Kreis

Was ist mit gestern?
Was ist mit Seen?
Der Himmel fällt mir auf den Kopf
Ich kann nicht atmeen.
Was ist mit Tieren?
Königreiche in Staub verwandelt
Was ist mit Elephanten?
haben wir ihr Vertrauen mishandelt?


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4 Geigen und der obligatorische Landessprachen-Rapper: Das war das 1. Halbfinale des Eurovision Song Contests

 

Dienstag Abend lief das erste Halbfinale des diesjährigen Eurovision Song Contests. 17 Länder traten an, um sich einen Platz im Finale zu sichern. Das wird hart, dann muss man den Schund ja nochmals anhören. Hier der Bericht:

Am Anfang der große Schock: Peter Urban moderiert wieder. Schade, dabei war das letztes Jahr doch so schön ohne ihn.

Moldau fängt an, und der Geiger-Zähler hat schon begonnen, direkt in den ersten Sekunden. Der Hintergrund: Als Sertab mit ihrer Bänder-Tanznummer gewonnen hat, traten im darauf folgenden Jahr, alle mit Bändertänzen auf. Und tatsächlich, Griechenland gewann mit einem Bändertanz.

Als Russland vor zwei Jahren mit einem Schlittschuhläufer und einem Violinisten gewann, suchten viele Länder vergeblich Schlittschuhläufer, aber Geiger traten wieder an und Norwegen gewann mit einem Geiger. Deswegen wird es dieses Jahr wieder viele Geiger geben.

Moldawien hatte aber zusätzlich noch einen Saxophonisten. Zur Info: Alle Instrumentalisten auf der Bühne spielen nicht live, die Musik kommt vom Band. Tiere sind auf der Bühne übrigens verboten.

Als nächstes: Russland. Der russische Sänger möchte, dass das Strichmädchen zurückkommt. Er hat einen Zettel mit einer Bleistiftzeichnung einer Frau und bittet am Ende vom Lied, dass sie zurückkommt. In der Mitte vom Lied, wollte er sie allerdings verbrennen. Und irgendjemand hätte gesagt Russland würde dieses Jahr keine Vorurteile bedienen, na ich weiß ja nicht.

Estland: Der Klavierspieler aus Estland haut in die Tasten, als ob er Rachmaninoff spielt, dabei spielt er nur ein paar weiße Tasten. Schon die ersten 3 Beiträge sind so grausam, dass die müßige Mittelmäßigkeit von Lena gar nicht mehr so auffallen wird.

Slowakei: Hab ich verpasst, sorry. Auch nicht schlimm. Finnland: Finnland hat einen weißen Plastikmüllsack auf der Bühne. Und ich zähle Geige Nr. 2. Und für einen Sieg braucht man eine Geige (Eurovisionsregel No. 1). So doof es klingt, dieses finnische Volksgehumpel ist der erste Beitrag bis jetzt, der eingängig ins Ohr geht.

Lettland schickte die „18-jährige Aisha“ und diese schaut hilflos in die Kamera. Sie will da weg. Das Gefühl können wahrscheinlich die meisten 18-jährigen nachvollziehen, wenn sie mit einer Schlagerparade konfrontiert werden.

Serbien bringt Justin Bieber. Oder ist das die Tochter von Hella von Sinnen? Jedenfalls ist sein Song „eeeeeeeee – hey hey“ einer der schwächsten Beiträge, die es je gab. Selbstverständlich schafft er es ins Finale. „eine tolle fröhliche Tanznummer, die in allen Clubs Europas laufen wird“, sagt Peter Urban. Was hat der denn geschluckt?

Bosnien-Herzegowina bringt den ersten Beitrag, der nicht komplett nervt, aber die Erwartungen sind ja auch nicht hoch, das war leicht.

Polen überspringen wir mal und dann kommt Belgien: Ein Mann mit seiner Gitarre. Guter Song. Ein guter Song beim Grand Prix ohne dumme Effekte und Schnickschnack. Na so was. Und übrigens der erste anständige Song, den Belgien jemals gemacht hat. Nicht nur beim Grand Prix, überhaupt.
Der Typ selbst ist Ein-bißchen-Frieden-Nicole auf belgisch und in blau. Aber das Lied ist gut. Allerdings zerstört wieder mal Peter Urban meine Sympathien, indem er sagt, der Belgier würde wie James Blunt klingen. Malta hingegen klingt nicht nach James Blunt, sondern nach James Bond. Malta war auch ganz okay – aber dann kam ein Vogelmensch aus dem Bühnenboden und die Sängerin wechselte in Opernkopfstimme. So kann man ein Lied auch versauen.

Albanien bringt Geige Nr. 3. Und Sängerinnen sollten immer einarmig sein, dann müssten sie mit der freien Hand nicht immer so blöd herumfuchteln.

Griechenland ist mein Lieblingslied weil man einen Haufen Talent braucht, um mit so einer Überzeugung so eine Scheiße vorzutragen. Opa! Das Lied gegen die Krise: „Everybody say: Opa!“

Und da war auch schon Fidel Nr. 4!

Der Beitrag von Portugal braucht nur 10 Sekunden um mich zu überzeugen, dass nicht alle 18-jährigen so blöd wie Lena sind. Das Lied allerdings ist eine ziemliche Kopie des englischen Beitrages von letztem Jahr. Na und?

Mazedonien hat nun endlich den obligatorischen Landessprachen-Rapper, der auch einmal pro Eurovision Song Contest vorkommen muss. Kann jemand mazedonisch? Was hat der gesagt?

Weißrussland singt vollkommen schief von Schmetterlingen, die Damen haben allerdings Kleider an, die sich spontan zu Schmetterlingsflügeln entfalten und damit einen Haufen ESC-Fanclubs dazu bewegen für Belarus anzurufen.

Und zu guter letzt bringt Island den Vulkan auf die Bühne. Island packt eine Walküre auf die Bühne. Sieht aus wie Joy Fleming oder die Müllhalde von den Fraggles. Die Walküre singt: „And when I see your face, I wanna follow your Emotion“. Ich sage: „And when I see your body, I wanna run and hide!“

So, die Show ist vorbei und das krasse ist, wenn man 2 Stunden mit dieser Kack-Musik zugeballert wird, findet man sie gar nicht mehr so schlecht.

Fürs Finale haben sich qualifiziert:

Bosnien und Herzegowina
Moldawien
Russland
Griechenland
Portugal
Weissrussland
Serbien
Belgien
Albanien
Island

Am Donnerstag geht es weiter mit dem nächsten Halbfinale, wie sehen uns wieder hier auf ui., diesmal zum Live-Chat.