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Der improvisierte Eurovision Song Contest 2015 – alle Songs!

 

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eurovision song contest 2015 der comedy manuel wolff

Wer meinem Youtubekanal folgt, der hat es vielleicht gesehen, dass ich die letzten Tag jeden Tag ein neues imoroviertes Lied von einem Auftritt hochgeladen habe, denn ich improvisiere den Eurovision Song Contest. Wozu die tausenden Menschen bemühen, die hart am Eurovision Song Contest 2015 in Wien arbeiten, wenn doch eh nur ein Riesenwettbewerb voller Schwachsinn bei heraus kommt. Schwachsinn kann ich auch ganz alleine.

Also präsentiere ich hier – wenn ihr es noch nicht auf meinem Youtubekanal gesehen habt (und wenn nicht, woran mag das liegen? Habt ihr noch nicht abonniert? Na dann mal schnell, über 800 tolle Videos warten auf Euch hier) – den Comedy Grand Prix d’Eurovision de la Chanson:

Das Publikum nennt mir ein Land, einen Sänger, einen Liedtitel und einen Musikstil und der Rest ist Improvisation:

Teilnehmer nr. 1, Das Land, ja, das Land, ist Köln, der Sänger heißt Willi und er sing seltsamerweise einen Salsa über Rhabarber. Das klingt jetzt wirr, aber schaut rein:

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Weiter geht es mit Island, denen die Rettung der Eisbären am Herzen liegt. Ein Gletscher kommt da irgendwie auch noch vor, aber plötzlich ist es eine Eisscholle. Ich denke bei Island immer nur an Bjork, aber das Lied ist zum Glück eine Ballade, obwohl jemand Rhumba wollte. Ich glaube aber, er meinte, er hätte gerne eine „Rum-Bar“.

Mein eingerostetes Blockflötenspiel muss ich aber noch üben:

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Wiener Ironie des Schicksals

 

Einen Tag nachdem mich meine Ex-Freundin verlassen hatte, musste ich für einen Auftritt nach Wien. Das hier war das Hotel, wo ich untergebracht wurde:

Hotel Kummer

(Hotel Kummer in Wien)


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seltsame Läden

Der Friseur ist unaufhaltbar

 

Aus unserer Reihe Läden mit seltsamen Namen erklimmen die Friseure wieder Platz eins mit dieser Entdeckung von Bernd aus Wien:

Fortschnitt, na das ist doch mal ein Fortschnitt.

Falls ihr auch seltsame Läden entdeckt, bitte Foto an mich. Adressen im Impressum – es müssen nicht unbedingt Friseurläden sein.


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Leichtsinnig den Tod von Engländern einkalkuliert

 

Kürzlich in Wien hab ich das folgende Schild gesehen:

nun ja, es war schon sehr windig, aber vielleicht ist die Beschriftung etwas übertrieben. Und selbst wenn sie korrekt wäre, ist es ja etwas gemein, den englischsprechende Touristen vorzugaukeln es sei nur „dangerous“ und nicht etwa „life-threatening“.

Das ist so ähnlich wie die Beschriftungen in Zoos, auf deutsch steht da immer „Tiere füttern verboten!“ und auf Englisch „Please don’t feed the animals“. Die sind halt höflicher und kennen die Kunst der Untertreibung.


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Was während meiner Auftritte alles passiert

 

Das Vorurteil vom traurigen Clown stimmt. Seltsamerweise ist es tatsächlich oft so, dass man die besten Auftritte hat, wenn es einem privat schlecht geht. Warum das so ist, weiß ich nicht – weil man es jetzt der Welt zeigen will? Keine Ahnung, was dahinter steckt, ich möchte es eigentlich auch gar nicht wissen und man hat – wenn es einem gut geht – ja auch noch oft genug gute Auftritte von daher hätte ich lieber, dass es mir gut geht, nur sind halt letzte Woche kurz bevor ich zu 3 Auftritten in Wien flog, 2 Sachen passiert, die mich ziemlich gebrochen haben.

Die Auftritte in Wien im Schmähstadl waren allerdings fantastisch und jeden Tag passierte etwas Unerwartetes:

Tag 1:

Mitten in meinem ersten Song klingelt das Handy einer Frau, die mit zwei Männern am Tisch sitzt. Ein gefundenes Fressen. Natürlich breche ich ab und gehe auf die Frau zu. Und was macht sie? Sie macht es nicht schnell aus oder rennt damit nach draussen (was ja auch schon unverschämt wäre), nein, sie geht ran! Mitten im Theatersaal! Ich sag ihr: „Geben sie mir das her!“, ich hätte es bis zum Ende meines Auftrittes aufbewahrt, aber sie hält es sich fest ans Ohr und macht mit der anderen Hand eine Geste, die sagt, dass ich weggehen soll. „Es ist wichtig!“ weist sie mich an.

Ich stehe mitten im Publikum und sage: „Ach so, es ist wichtig, na dann! Liebes Publikum, wir müssen aufhören mit der Show und warten, die Dame führt gerade ein wichtiges Gespräch!“

Das Gespräch war allerdings – zum Glück – nur kurz und zu ihrer Entschuldigung sagte sie dann tatsächlich: „Ich bin für meine Kunden 24h erreichbar“. Na wenn das so ist, dann soll sie nicht ins Theater gehen, die Tante. Aber stattdessen sagte ich: „Ach so. In Deutschland nennte man solche Nummer 0900“ und stellte dann noch fest, dass das ein kurzes Telefonat war, da hat sie ja nicht so viel dran verdienen können. Später fragte ich sie noch, ob ich die Nummer auch haben könne. Einer ihrer Begleiter lachte sich dabei halbtot und meinte, dass er den gleichen Job wie sie habe. Den anderen – ernsthafteren – Mann fragte ich dann, in welcher Beziehung er zu den Beiden stehe – Kunde?

Im zweiten Set, fragte ich dann für das improvisierte Liebesduett nach einem Ort für ein romantisches Rendezvous, da rief einer „FKK-Strand“. Aha – „Haben Sie schon mal ein romantisches Rendezvous an einem FKK-Strand gehabt?“ fragte ich ihn und er antwortete: „kurz.“

Ja, „kurz“. Ich meinte nur, dass das eine sehr gute Antwort sei, allerdings auf eine andere Frage. Aber mir würde di Antwort sehr gefallen, ihn allerdings wahrscheinlich weniger.

Tag 2:

Mitten in meinem ersten Song steht eine Frau vorne am Rand der Bühne auf und wankt langsam am Bühnenrand vorbei, um dann weiter zum Ausgang zu schlendern. Ich hielt ein, sobald sie aufgestanden war und schaute ihr zu – allein das war schon lustig. Als sie bei der Tür angekommen ist (ich vermutete sie wollte auf Toilette), griff ich mein Funkmikro und ging ihr hinterher. „Wo wollen Sie denn hin?“ frage ich, da ist sie schon draussen und macht die Tür von außen zu. Ich will ihr hinterher laufen, aber – und das hatte ich wirklich nicht erwartet – sie stemmte sich von der anderen Seite gegen die Tür mit aller Kraft, so dass ich sie nicht aufbekam. Ich versuchte es noch ein- zwei- mal aber da war nichts zu machen. Also ging ich wieder auf die Bühne und sagte: „na dann warten wir halt“. Aber sie kam nicht wieder…

Tag 3:

Ich kann es kaum glauben, wieder steht jemand auf – diesmal direkt nach meinem Lied und geht raus. Die Kollegen im Backstage-Bereich sind sich schon am totlachen, als ich sage „Nee, das gibt es doch nicht. Schon wieder?“ und ich greife meine Handfunke und gehe den langen schwarzen Haaren hinterher. Diesmal schaffe ich es durch die Tür und ich gehe – mit dem Mikrofon – schnurstracks in die Damentoilette rein. Da ist aber niemand. Also gehe ich wieder raus und gehe in den Barbereich. Aber auch dort – Fehlanzeige. Also gehe ich zurück in den Saal und sage: „Also entweder ist die jetzt auf die Männertoilette gegangen oder nach Hause!“ – das Publikum lacht und sagt: „Das war ein Mann, keine Frau!“ – Na ja, woher sollte ich das wissen, ich hatte ihn nur von hinten gesehen und die Haare gingen zum Popo. Also laufe ich nochmals schnurstracks in die Männertoilette und sehe ihn am Pissoir, wie er zweihändig strullt, frage „was ist denn los?“ und halte ihm das Mikrofon vor den Mund. Er sagt ganz locker: „Entschuldigung, ich musste dringend schiffen.“ Ich sage ihm noch „Du hast schöne lange Haare!“ und lasse ihn alleine.

Das waren echt schöne Auftritte.